Das politische Buch Reiner Holznagel liest „Kritik der großen Geste“ In seinem Buch „Kritik der großen Geste“ analysiert der Soziologe Armin Nassehi unsere Gegenwart. Schritt für Schritt zerteilt er die „große Geste“: das Symbolische in unserer Gesellschaft. Seine Diagnose: Haltung wird wichtiger als Handlung. VON REINER HOLZNAGEL
Mediales Framing : Linke Populisten können nichts Böses tun Für die deutschen Medien ist jeder Präsident und Premierminister rechts der Mitte automatisch ein Populist, wenn nicht gar ein Rechtsextremer. Linke Regierungschefs können sich hingegen so radikal oder antisemitisch äußern, wie sie wollen – sie bleiben stets vom Extremismus-Framing verschont. VON GIDEON BÖSS
„Verunglücktes Interview“ : Paula Piechotta, die Rumpelgrüne Die Grünen-Abgeordnete Paula Piechotta hat ein Interview gegeben – und den Bogen dabei ordentlich überspannt. Beleidigungen und haltlose Unterstellungen gegen Unionspolitiker kommen selbst beim grünenfreundlichen „Stern“ nicht gut an. VON FERDINAND KNAUSS
Ist die Jugend unglücklich? : „Korrelation ist keine Kausalität“ Junge Menschen sind weltweit so unzufrieden wie nie zuvor – zu diesem Schluss kommt eine internationale Glücksstudie. Demnach zeigen 18- bis 25-Jährige heute Rekordwerte an Unzufriedenheit. Angstforscher Borwin Bandelow erklärt, warum man den Alarmismus kritisch sehen sollte. INTERVIEW MIT BORWIN BANDELOW
Der „Spiegel“ deckt mal wieder rechte Netzwerke auf : Suche impotenten Mann zum Lesen Und wieder eine Party. Und wieder wimmelt es von Rechten. Der „Spiegel“ hat sich auf der Geburtstagsfeier eines Milch-Milliardärs umgeschaut. Was er dort fand, waren muhende Kühe und laute Unkenrufe. Was er daraus machte: ein journalistisches Lehrstück in sinnfreier Assoziation. VON RALF HANSELLE
Mächtige Netzwerke und ideologische Medien : „Alarmistische Klimastudien verändern konkret unser Leben“ Eine haltlose Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung prognostizierte im Jahr 2024 enorme Schäden. Im Interview kritisiert der Journalist Axel Bojanowski, dass viele Medien solche Prognosen unkritisch übernehmen, während hinter den Instituten mächtige Netzwerke wirken. INTERVIEW MIT AXEL BOJANOWSKI
Medienanalyse 100 Tage Schwarz-Rot : Merz besser als Merkel Die ersten 100 Tage von Friedrich Merz haben in den deutschen Medien kein gutes Echo gefunden. Das Medienanalyse-Institut Media Tenor aber schaut genauer auf die letzten Monate in der deutschen Politik. Und beobachtet besonders bei einer Partei eine interessante Trendwende. VON RALF HANSELLE
Mehr Ataraxie und Apathie! : Die Hitze und die Medien als Alarmistenorchester Die jüngste Hitze war mal wieder Anlass für konzertierte Alarmrufe in den Medien. Für die ohnehin im Dauerkrisenmodus stehenden Menschen ist das einerseits nervös prickelnd bis andererseits ermattend. Abstand tut gut. VON MIRJAM EPSTEIN
Social-Media-Verbot für Kinder? : Medienkompetenz kann nur in Schulen und Familien vermittelt werden Cem Özdemir und andere fordern ein Social-Media-Verbot für Kinder. Das würde faktisch die Einführung einer generellen Ausweispflicht im Netz bedeuten. Ein vergleichbares Gesetz in Großbritannien wurde für die Regierung von Keir Starmer zum Desaster. VON FELIX HUBER
Weniger Staat, mehr Distanz : Die Streichung von Fördergeldern für linke Medienprojekte ist längst überfällig Nach dem Gender-Verbot in seiner Behörde streicht Kulturstaatsminister Weimer nun linken Journalismus-Projekten mehrere Millionen Euro Fördergeld. Betroffen ist auch die Truppe von „Correctiv“. Es ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. VON FELIX HUBER
Berichterstattung über Israel und Gaza : Ein Journalismus der emotionalen Überwältigung In der Gaza-Berichterstattung neigen selbst seriöse Medien zur Elendsmalerei, während die Grausamkeiten der Hamas kaum noch eine Rolle spielen. Man könnte meinen, viele Medien unterstützten das Ziel der radikalen Palästinenser, Israel zu delegitimieren. VON RAINER WERNER
Kritik an Israel liegt voll im Trend : Wenn Antisemiten kein schlechtes Gewissen mehr haben müssen Kritik an Israel liegt voll im Trend, von LinkedIn bis zum „Spiegel“. Differenziert geht es dabei eher selten zu. Für die Nahost-Debatte ist das schlecht, für Israelhasser aber super praktisch. Endlich braucht man als Antisemit kein schlechtes Gewissen mehr zu haben. VON BEN KRISCHKE
Debatte um Smartphones in Schulen : Deutschland ist digital naiv Immer mehr Länder haben ein Smartphone-Verbot in Schulen durchgesetzt. Jetzt wird auch in Deutschland über die Grenzen der Mediennutzung debattiert. Höchste Zeit, wenn einem die Gesundheit von Kindern noch etwas wert ist. VON RALF HANSELLE
Zum Zustand der Pressefreiheit : Von der Freiheit, vogelfrei zu sein Um die Pressefreiheit ist es dieser Tage nicht gut bestellt. Während Donald Trump kaum eine Gelegenheit auslässt, gegen unliebsame Medienvertreter vorzugehen, muss man sich auch hierzulande Sorgen machen. Warum ist uns dieses wichtige Grundrecht immer weniger wert? VON RALF HANSELLE
Verzerrte US-Berichterstattung : „Die Mehrheit im deutschen Journalismus findet Trump unerträglich“ Anders als die meisten deutschen Medien erkennt der Elitesoziologe Michael Hartmann in Trumps Politik eine „relativ klare Logik“. Im Interview erklärt er, wieso das so ist und warum gerade das ärmste Drittel in den USA Trump unterstützt. INTERVIEW MIT MICHAEL HARTMANN