Angriffe auf Journalisten in Jugoslawienkriegen Die Wahrheit starb zuerst Bilder können Kriege verändern – ihr Fehlen aber ebenso. In den Jugoslawienkriegen wurden ganze Regionen von jeder unabhängigen Berichterstattung abgeschnitten. Mit weitreichenden Folgen für die Öffentlichkeit und politische Entscheidungsträger. VON ALEXANDER RHOTERT
KI-Texte in Presse und Politik : Sind wir nicht alle Plagiatoren? Dürfen Politiker und Journalisten Texte mittels Künstlicher Intelligenz erzeugen? Über diese Frage ist ein heftiger Streit entbrannt. Ein Plädoyer für mehr Differenzierung und für die Wiederbelebung der Autorschaft über Texte und das eigene Leben. VON MATHIAS BRODKORB
Rechts ist böse, links ist gut : Wär ich doch Rapper geworden! Die Fälle Ikkimel und Danger Dan zeigen: Ausgerechnet bei rappenden Verbal-Randalierern wird der Raum des Sagbaren nicht etwa eingegrenzt, sondern beliebig ausgeweitet. Hauptsache links. Unser Autor war Intendant des SWF – und wäre wohl besser Rapper geworden. VON PETER VOSS
Rechtfertigung für Gewalt gegen Journalisten : Wer steckt hinter „Widersetzen“? Die führenden Köpfe der Anti-AfD-Proteste von Erfurt haben die Gewalt gegen Journalisten nicht verurteilt, sondern gerechtfertigt. Hinter ihnen und dem Aktionsbündnis „Widersetzen“ stehen linksextreme Organisationen. VON ROBERT HOFMANN
Theaterstück „Geheimplan gegen Deutschland“ : Wie es euch gefällt Ein neues Theaterformat erprobt die Grenzen zwischen Theater und Journalismus. Öffentlich gefördert, spielt das Recherchetheater mit der Definition von Fakten und Fiktion. Kann Fiktion möglicherweise wichtiger werden als die Realität? VON RALF HANSELLE
Was ist falsch daran, Texte von KI schreiben zu lassen? : Was du auch machst, mach’ es nicht selbst Immer mehr Menschen greifen zur Verfertigung ihrer Texte auf große Sprachmodelle zurück. Dem immensen Zeitgewinn steht ein Interessen- und Resonanzverlust entgegen. Lohnt es sich also vielleicht doch, selbst zum Stift zu greifen? KOLUMNE DIE SONNTAGSFRAGE
Mündigkeit statt Medienkontrolle : Das Publikum hat die Faxen dicke Gleich zwei aktuelle Debatten haben auch mit staatlicher Übergriffigkeit durch Medienkontrolle zu tun: der Boll-Film „Citizen Vigilante“ und der Fall Ben Berndt. Die Reaktionen des Publikums aber zeigen: Der mündige Bürger hat die Faxen dicke. Eine hervorragende Nachricht. VON BEN KRISCHKE
Rainer Esser im Podcast von Paul Ronzheimer : Bitte nicht beim Weltbild stören Der Medienmanager Rainer Esser hat im Ronzheimer-Podcast über die Probleme des Journalismus gesprochen. Ein hörenswertes Interview. Nicht wegen Essers kluger Analyse – sondern weil der langjährige Zeit-Topmanager eindrucksvoll demonstriert, wie man sich eigene Realitäten baut. VON BEN KRISCHKE
„Spiegel“ unterliegt Christian Ulmen vor Gericht : Vom „Sturmgeschütz“ zum Regenbogenblatt Das Magazin „Der Spiegel“ hat vor Gericht gegen Christian Ulmen verloren. Das macht den Fall Ulmen/Fernandes jetzt zum Lehrstück. Über Rosenkriege, die Privatsache bleiben sollten, und Journalisten, die ihrer Verantwortung nicht gerecht werden. VON BEN KRISCHKE
Ausladung der jüdischen Autorin Mirna Funk : „Es hat mich schockiert“ Mirna Funk sollte im Comedia Theater Köln über Macht und Schönheit diskutieren. Kurz vor Beginn kommt die Absage. Im Interview erzählt die jüdische Autorin, wie sie davon erfuhr – und was das für sie bedeutet. Ein weiterer Fall von Cancel Culture im Kulturbetrieb. INTERVIEW MIT MIRNA FUNK
Ricarda Lang geht zu „Ungeskriptet“ : Wer über den Diskurs bestimmen will, hat ihn eigentlich schon verloren Kürzlich forderte SPD-Politikerin Saskia Esken, den Podcast „Ungeskriptet“ zu boykottieren. Wegen eines mehrstündigen Gesprächs mit Björn Höcke. Grünen-Politikerin Ricarda Lang geht stattdessen selbst hin – und dadurch mit gutem Beispiel voran. VON BEN KRISCHKE
Film der Woche: „Born to Fake“ : Vater der Fake News Der TV-Journalist Michael Born sorgte in den Neunzigern mit gefälschten Beiträgen für einen Medienskandal. Die Dokumentation „Born to Fake“ rekonstruiert den Fall – und offenbart den Luftikus als Vorläufer einer Medienlandschaft im Zeitalter von KI und Deepfakes. VON URSULA KÄHLER
Verachtung der Sprache : Ohne Worte keine Welt Ein großer Irrtum der digitalen Gegenwart ist die Verachtung der Sprache. Mit Simplifizierung erfasst man die Welt nicht besser, sondern lässt die Wirklichkeit verkümmern. Deswegen brauchen wir ein Zurück zur Schriftlichkeit. VON FRANK A. MEYER
Großflächige EU-Kampagne : Brüssel behauptet, die Presse- und Meinungsfreiheit zu schützen, aber schränkt sie ein In einer aktuellen Kampagne inszeniert sich die Europäische Union als Beschützerin der freien Presse und der freien Meinung. Tatsächlich schützt sie die Presse- und Meinungsfreiheit nicht nur nicht. Brüssel stellt sie immer wieder selbst infrage – und schränkt sie auch ein. VON BEN KRISCHKE
„Correctiv“ bei Markus Lanz : Eine Sternstunde des öffentlich-rechtlichen Journalismus Ein Gericht hat die wesentlichen Passagen des „Correctiv“-Artikels zum Potsdamer Treffen verboten. Autor Marcus Bensmann ficht das nicht an. Er glaubt sich bei Markus Lanz dennoch im Recht – und der Moderator liefert eine Sternstunde des ÖRR-Journalismus. VON MATHIAS BRODKORB