Buchtipps aus der Redaktion Tagesschau, Neukölln und Abgründe unseres diesseits-verliebten Daseins Was wären besinnliche Weihnachtsfeiertage ohne ein gutes Buch? Ob für ruhige Stunden bei Kerzenlicht oder als Geschenk: Hier kommen die Buchempfehlungen der Cicero-Redaktion. VON CICERO-REDAKTION
Nell Zink im Porträt : Die Neuronen-Surferin Seit zehn Jahren wird die Amerikanerin Nell Zink von den Feuilletons gefeiert. Mit „Sister Europe“ legt sie nun einen Berlin-Roman vor, der mit Witz, Tempo und eigenwilligen Figuren glänzt – und schon jetzt als eine der großen literarischen Sensationen des Jahres gilt. VON SOPHIE DANNENBERG
Das Politische Buch : Wolfgang Huber liest „Universalismus“ Wolfgang Huber würdigt Hans Joas’ neues Werk „Universalismus“ als geschichtsweiten Blick auf Religion, Macht und Menschenrechte – von antiken Imperien bis zu Martin Luther King. Ein Buch voller überraschender Einsichten und aktueller Relevanz. VON WOLFGANG HUBER
Moser liest : Künstlerliebe, Randzonen, Arthur Schnitzlers „Reigen“ Drei neue Romane zeigen, wie unterschiedlich Literatur heute erzählt: Martin Mosebach blickt in „Die Richtige“ auf Macht und Missbrauch in der Kunstwelt, Helene Hegemann erzählt in „Striker“ vom Überleben am Rand der Gesellschaft, Roland Schimmelpfennig adaptiert Schnitzlers „Reigen“ in die Gegenwart. VON ULRIKE MOSER
Das politische Buch : Reinhard Klimmt liest „Der lange Weg zum Krieg“ Wie kann eine friedliche Zukunft für die Ukraine aussehen? Günter Verheugen und Petra Erler gehen dieser Frage in ihrem neuen Buch „Der lange Weg zum Krieg“ nach. Dafür blicken sie zurück in die Geschichte – dorthin, wo die Wurzeln des Konflikts liegen könnten. VON REINHARD KLIMMT
Mythos Mittelstand : Bücher zum Kuscheln Wolfgang Hölker hat aus Büchern Ereignisse gemacht. Sein Coppenrath Verlag ist inzwischen zum millionenschweren Gesamtkunstwerk geworden. Mit 180 Mitarbeitern ist das münsteraner Unternehmen ein Big Player im Verlagswesen. VON VOLKER RESING
Daniel Glattauer im Porträt : Leichte Liebe Der österreichische Schriftsteller Daniel Glattauer begeistert mit seinen Romanen ein breites Publikum, fällt bei der Kritik aber regelmäßig durch. Trotz Bestsellerstatus trifft er bei Literaturkritikern oft auf wenig Gegenliebe. VON RENÉ SCHLOTT
Caroline Peters im Porträt : Rollenwechsel In ihrem literarischen Debut „Ein anderes Leben“ untersucht die Schauspielerin Caroline Peters ihre wechselnden Mutterbilder – und findet ganz nebenbei eine neue Profession. VON JULIA MARGUIER
Daniel Kehlmann : Charmant gegen den Strom Sechs Jahre nach „Tyll“ erscheint demnächst sein neuer Roman: Mit „Lichtspiel“ betritt Daniel Kehlmann diesmal Neuland – und geht in moralinsauren Zeiten ein Risiko ein. VON RENÉ SCHLOTT
Literaturen im August : Memoiren, Müller, Moral Ewald Frie erzählt seine Familiengeschichte vom Bauernhof, Herta Müller feiert ihren 70. Geburtstag mit einem Textband und Michael Lüders analysiert die deutsche Außenpolitik. VON CICERO-REDAKTION
Saralisa Volm : Psychologische Tiefenbohrungen Die Regisseurin und Schauspielerin Saralisa Volm spürt Abgründen nach, eigenen wie fremden. Nun hat sie ein Buch über den gnadenlosen Blick auf Frauenkörper geschrieben. VON ULRIKE MOSER
Literaturen im Januar : Cormac McCarthy, Contergan-Zwerg, Chalandon Vor 16 Jahren hat Cormac McCarthy zuletzt ein Buch veröffentlicht. Nun sind gleich zwei Romane erschienen, die stilistisch höchst ungewöhnlich für den Autor sind. VON GREGOR BASZAK UND MARIANNA LIEDER
Das etwas andere Kochbuch : Kochen ist Widerstand Unser Genusskolumnist mag nur Kochbücher, bei deren Lektüre ihm nicht nur das Wasser im Mund zusammenläuft, sondern es auch Anlass zum Schmunzeln und Lachen gibt. Jetzt ist er wieder mal fündig geworden. KOLUMNE: GENUSS IST NOTWEHR
Literaturkritiken : Moser liest Das Jahr 2023 startet mit einigen Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt. Nicht alle sind gelungen. Unsere Kultur-Chefin Ulrike Moser hat neue Bücher von Simon Strauß, Bret Easton Ellis und Marlene Streeruwitz gelesen und trennt die Spreu vom Weizen. VON ULRIKE MOSER
Marlene Knobloch im Gespräch : „Wir müssen ein Gemeinschaftsverständnis erlernen“ Die Journalistin Marlene Knobloch beschreibt in ihrem heute erscheinenden Buch „Serious Shit“ den Realitätsschock der 30-Jährigen. Es ist ein Essay über eine Gesellschaft, die immer individualistischer wird - und warum sich das in Zukunft ändern muss. INTERVIEW MIT MARLENE KNOBLOCH