Dieter Jung im Porträt : Wie es leuchtet Der deutsche Medienkünstler Dieter Jung ist ein Pionier der Holografie. Zu seinem 85. Geburtstag ehrt ihn das Budapester Vasarely-Museum mit einer Werkschau. Sein Werk kreist seit Jahrzehnten um Licht, Wahrnehmung und die Grenzen zwischen Kunst und Wirklichkeit. VON RALF HANSELLE
Sind Totalsanktionen im Bürgergeld gerecht? : Von Haltung, Menschenwürde und Selbstverantwortung Die neue Möglichkeit vollständiger Leistungskürzung bei Arbeitsverweigerung sorgt für Streit. Die Stadt Rostock verzichtet bewusst auf Totalsanktionen und begründet dies mit „Haltung“. Aber widerspricht es der Menschenwürde, Solidarität an Eigenverantwortung zu knüpfen? KOLUMNE: DIE SONNTAGSFRAGE
Daniel Günther und die CDU : Der Totengräber der Union Aus Sicht Daniel Günthers steht die CDU der Linkspartei näher als der AfD. Setzt sich Günther damit durch, wird die Union schneller untergehen als die Titanic. Und auch für unser Land wäre eine Renaissance links-christlichen Denkens verhängnisvoll. KOLUMNE: GRAUZONE
„Mann des Jahres“ der Süddeutschen Zeitung : Michel Houellebecq bleibt ein lustvoller Endzeitprophet Michel Houellebecq galt lange als reaktionärer Provokateur und Untergangsprophet – nun feiern ihn selbst jene Feuilletons als hellsichtigen Diagnostiker Europas, die ihn einst verdammten. Nicht der Autor, sondern der Zeitgeist hat sich verändert. VON GUNNAR DECKER
Brodkorb liest : Demokratie, Satire, Opferkult Drei Bücher, die unbequeme Fragen stellen: Ist die Demokratie selbst schuld an ihrer Krise? Kann Humor Hass heilen? Und wie wurde die Gesellschaft zur Therapie-Anstalt? Lektüreempfehlungen für alle, die es genau wissen wollen. VON MATHIAS BRODKORB
Grand Prix der Beliebigkeit : Warum Deutschland beim ESC nicht gehasst, sondern übersehen wird Deutschland scheitert beim ESC an Bedeutungslosigkeit: Während andere Länder Momente schaffen, die sich einprägen, liefert Deutschland nur solide Austauschbarkeit. Eine Abrechnung mit der deutschen ESC-Strategie zwischen Angst vor Peinlichkeit und Verlust kultureller Selbstsicherheit. VON FLORIAN HARTLEB
Neuropolitik und die Biologisierung des Politischen : Abweichende Meinung als Hirndefekt Haben Konservative und Populisten einfach ein defektes Gehirn? In der Neurowissenschaft gibt es Vorstöße, nicht genehme politische Ansichten mit anatomischen Besonderheiten des Gehirns zu erklären. Die Therapie wird nicht lange auf sich warten lassen. VON MATTHIAS SCHRAPPE
Werden Kinder im Kindergarten übersensibel erzogen? : Muttertag, Karneval und St. Patrick’s Day im Zeichen der Vulnerabilität In Kitas wächst der Anspruch, niemanden auszuschließen oder zu verletzen. Aber wo schlägt gut gemeinte Rücksicht in Überregulierung um? Bei aller kultureller Offenheit ist auch Resilienz gefragt: Kinder sollten lernen, Unterschiede auszuhalten. KOLUMNE: DIE SONNTAGSFRAGE
Schulsystem : Lehrer sollten keine Beamten mehr sein Es häufen sich Fälle, in denen Lehrer dauerhaft krankgeschrieben waren, zugleich aber einer lukrativen Nebenbeschäftigung nachgingen. Es ist an der Zeit, den Anachronismus beamteter Lehrer zu beenden. Nur im Angestelltenstatus lässt sich das Leistungsprinzip verwirklichen. VON RAINER WERNER
Udo Lindenberg wird 80 : Das Bundes-Rock-Maskottchen Kaum ein Musiker hat so erfolgreich den schmalen Grat zwischen Rock und Schlager beschritten wie Udo Lindenberg. Mit imponierender Beharrlichkeit entwarf er eine sehr deutsche Kunstfigur irgendwo zwischen Authentizität und Lächerlichkeit. KOLUMNE: GRAUZONE
Valentina Maceri im Gespräch mit Mia Kilian - Cicero Podcast Gesellschaft: „Der Woke-Feminismus hat den gesunden Menschenverstand verloren“