Länger im Amt als jeder vor ihr Wie Meloni Italien stabilisiert hat Giorgia Meloni ist die am längsten ununterbrochen regierende italienische Ministerpräsidentin der Nachkriegszeit. Im notorisch instabilen Italien hat sie Stabilität zu ihrem Erfolgsmodell gemacht. Doch die Entscheidung über eine mögliche zweite Amtszeit könnte schon früher fallen als gedacht. VON JAN UPHOFF
Lars Klingbeil bringt Bundeshaushalt 2027 ein : „Whatever it takes“: Auf dem Weg in den Schuldenstaat Während Finanzminister Klingbeil die schuldenfinanzierte Investitionspolitik als Aufbruch feiert, warnen Union und selbst Grüne und Linke vor einer dramatischen Entwicklung. Schon heute wird der Etat mit Rechentricks und Verschiebungen zusammengehalten. VON MATHIAS BRODKORB
Stellenabbau, weniger Modelle, neue Partner : Volkswagen erfindet seine Wertschöpfung neu Volkswagen steht vor dem größten Umbau seit Jahren: Der Konzern baut 50.000 Stellen ab, halbiert sein Modellangebot und trennt sich von Beteiligungen. Welche Strategie dahinter steckt – und wo Volkswagen stattdessen Milliarden investiert. VON STEFAN LAURIN
Puerto Rico will die Unabhängigkeit : Washingtons Stiefkind Puerto Rico ist faktisch eine Kolonie der USA: Die Einwohner haben zwar die amerikanische Staatsbürgerschaft, dürfen aber nicht den Präsidenten wählen. Vieles führt zu Unmut, der sich in Protesten entlädt. Jetzt wächst der Wille zur Unabhängigkeit. VON ANDRZEJ RYBAK
Stimmen aus Stendal : „Ich kenne viele Selbstständige und Firmeninhaber – alle wählen die AfD“ Stendal in der Altmark gilt als AfD-Hochburg. Doch was steckt hinter der starken Unterstützung? Wir haben vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit Bürgern gesprochen – über Migration, Ostidentität und AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. VON CLEMENS TRAUB UND ROBERT HOFMANN
2,50 Euro für einen Euro? : Ministerin Alabali Radovan lässt Unsinn über die deutsche Entwicklungshilfe-Rendite verbreiten Um den eigenen Etat zu immunisieren, zitiert das Entwicklungsministerium aus einer Studie nur das, was passt, und verbreitet Unsinn über die deutsche Entwicklungshilfe-Rendite. Das ist unredlich – und diskreditiert Politik und Wissenschaft gleichermaßen. VON MICHAEL ROHSCHÜRMANN
Reformpolitik : Merz müsste endlich Klartext sprechen Die Bundesrepublik steckt in einer schweren Krise. Aber dem Kanzler gelingt es nicht, die Bevölkerung auf die notwendigen, wenn auch schmerzhaften Reformen einzustimmen. Nötig wäre ein Bericht zur Lage der Nation – nicht schönfärberisch, sondern nüchtern analysierend. Dazu ein paar Anregungen. VON HUGO MÜLLER-VOGG
Migration in Lateinamerika : Der große Trek nach Süden Auf dem amerikanischen Kontinent dreht sich der Flüchtlingsstrom: Seit Trump die Grenzen für Einwanderer dichtgemacht hat, versuchen Hunderttausende zurück in ihre Heimatländer in Mittel- und Südamerika zu gelangen. Welche Folgen hat das für den Kontinent? VON HARALD MAASS
Auswirkungen von Niedrigwasser : „Endverbraucher muss mit Preiserhöhungen rechnen“ Das Niedrigwasser zeigt, wie verletzlich Deutschlands Lieferketten sind. Für Jens Hornstein ist klar: Unternehmen müssen kritische Abhängigkeiten kennen, Szenarien durchspielen und Alternativen vorbereiten. Denn wer erst handelt, wenn der Pegel fällt, kommt schnell zu spät. INTERVIEW MIT JENS HORNSTEIN
Wohin mit Ihrem Geld? : KI als Chance und Risiko Thomas Piketty hatte unrecht: Die Kapitalrendite treibt die Ungleichheit nicht zwangsläufig in die Höhe. Doch was, wenn Maschinen bald keine Menschen mehr brauchen? Dann könnte der Ökonom in Zukunft recht bekommen. Für Anleger hat das Szenario der KI-Revolution weitreichende Folgen. VON DANIEL STELTER
Bregret : Zwischen Albtraum und Sehnsucht In Großbritannien mehren sich besonders unter jüngeren Wählern die Stimmen für eine Rückkehr in die EU. Zehn Jahre nach dem Brexit-Votum leidet das Land unter „Bregret". Doch der Weg zurück ist steiniger, als die neue Euphorie glauben macht. Ist das Projekt realistisch? VON CHRISTIAN SCHNEE
Niedergang und Zwangsoptimismus : Wegtreten, Schönfärber! Werkstore schließen, Weinberge verschwinden, Gasthöfe geben auf: Deutschland verliert seine wirtschaftliche Substanz. Doch statt die Ursachen anzugehen, setzt die Bundesregierung auf Schönfärberei und staatliche Subventionen. Dabei kann nur noch ein radikaler Kurswechsel helfen. KOLUMNE: UNGEFILTERT VON WOLFGANG KUBICKI
Illegales Glücksspiel : Das Spiel mit dem Verbot Kaum eine Branche wird in Deutschland so streng reguliert wie das Glücksspiel. Es ist ein riesiger illegaler Markt entstanden, der der organisierten Kriminalität als Nährboden dient. Während Politik und Behörden über den richtigen Umgang streiten, boomt das Geschäft in den Hinterzimmern. VON JAN UPHOFF
Künstliche Intelligenz und Geopolitik : Beim Wettkampf der KI-Modelle gibt es keinen zweiten Platz Beim Wettkampf der KI-Modelle geht es nicht nur um Marktanteile, sondern um Geopolitik. Die USA und China kämpfen um die globale Vorherrschaft. Europa spielt in diesem Rennen keine Rolle. VON STEFAN LAURIN
Linke Wirtschaftspolitik : Bis zum bitteren Ende Die Realität legt die Irrtümer linker Wirtschaftspolitik gnadenlos offen. Unter Ökonomen herrscht Konsens, dass ein einfaches „Weiter so“ zu einem bitteren Ende führen wird. Trotzdem ändert sich nichts. Was muss noch passieren, damit ökonomische Einsichten auch zu politischen Handlungen führen? VON CARSTEN KORFMACHER