Zwischenbilanz am Golf Eine Region wird neu geordnet Der Krieg hat den Iran militärisch und politisch schwer getroffen, zugleich aber die Grenzen amerikanischer Machtprojektion offengelegt. Während Teherans Führung um ihr Überleben ringt, droht Washington die Kontrolle über die weitere Entwicklung zu verlieren. VON HANS-ULRICH SEIDT
Iran-Krieg, Straße von Hormus, Libanon : Abkommen in Sicht? Vermittlungsbemühungen zwischen dem Iran und den USA gehen weiter – der US-Finanzminister spricht von einer baldigen Lösung. Stimmen im Verteidigungsministerium warnen vor einer Kapitulation gegenüber Teheran. VON CICERO-REDAKTION
Iran-Krieg : Trump: Angriffe auf Iran abgesagt – „Umrisse einer Einigung“ Das US-Militär stand Berichten zufolge kurz vor einer massiven Angriffswelle auf Ziele im Iran. Nun will Trump anscheinend darauf verzichten – sofern seine Bedingungen schnell erfüllt werden. VON CICERO-REDAKTION
Terror-Tunnel der Hisbollah im Libanon : Die unterirdische Front unter der Kreuzfahrerburg Die Burg Beaufort im Libanon wurde einst von Kreuzfahrern gegründet. Heute steht sie erneut im Zentrum eines Konflikts: Auf den Zinnen weht jetzt die israelische Flagge, doch unter der Erde erstreckt sich ein Tunnel-Netzwerk für den Kampf gegen Israel. VON TAL LEDER
Elite-Leihmütter : Das globale Geschäft mit Gebärmüttern Flatrates, Erfolgsgarantien, Premium-Pakete: Der internationale Markt für Leihmutterschaft folgt den Regeln eines Luxusgeschäfts. Die Leidtragenden sind oft die Frauen, die die Kinder austragen. Doch manche von ihnen werden inzwischen selbstbewusster. VON MARTINA LENZEN-SCHULTE
Atomdrohung aus Iran : Ein Spiel mit dem Feuer Die iranische Forderung nach einer Atombombe ist mehr als politische Provokation. Sie verweist auf eine langfristige Strategie, die militärische Stärke, wirtschaftlichen Druck und geopolitische Kontrolle verbindet – und die Gefahr eines großen Krieges deutlich erhöht. VON WAHIED WAHDAT-HAGH
Democratic Socialists of America : Mamdani war erst der Anfang Eine Kaderorganisation am Rande der US-Demokraten verdrängt reihenweise altgediente Abgeordnete. Die Democratic Socialists of America sind aber keine Splittergruppe mehr, sondern geben der führungslosen Partei als Einzige noch eine Antwort auf Trump. VON SHANTANU PATNI
Lage in Israel : Auf den Iran-Krieg folgt die USA-Krise Israel hat im Krieg gegen den Iran militärische Stärke demonstriert. Doch trotz der militärischen Erfolge steht das Land außenpolitisch isoliert da. Das belastete Verhältnis zu den USA stellt Jerusalem vor neue strategische Herausforderungen. VON TAL LEDER
Ranghöchste arabisch-muslimische Offizierin der IDF : „Dass ich hier sitze, ist die Antwort auf den Apartheid-Vorwurf“ Vom konservativen Elternhaus in Kalansuwa bis zur Sprecherin der IDF für die arabische Welt: Im Interview erzählt Ella Waweya von ihrem heimlichen Eintritt in die israelische Armee und ihrem Versuch, zwischen Israelis und Arabern Vertrauen aufzubauen. INTERVIEW MIT ELLA WAWEYA
Lehren aus dem Ukraine-Krieg : Warum der Iran nicht auf die Atombombe verzichten wird Russlands nukleare Abschreckung hat den Westen von einer direkten Intervention abgehalten. Diese Lektion ist auch in Teheran angekommen: Kernwaffen sind die ultimative Garantie für den Fortbestand des Regimes. Daher wird kein Abkommen das iranische Atomprogramm beenden. VON JAN SOLWYN
UN-Menschenrechtsrat gegen Israel : Die Macht der Verleumdung Der neue Bericht des UN-Menschenrechtsrats erhebt schwerste Vorwürfe gegen Israel. Doch zentrale Behauptungen beruhen nicht auf gerichtsfesten Beweisen, sondern auf Vermutungen und vorgefertigten Urteilen. Der zentrale Vorwurf knüpft an jahrhundertealte antisemitische Stereotype an. VON DANIEL NEUMANN
Angekündigter Austritt bei den Republikanern : Tucker Carlson schließt keine Türen, er lässt sie angelehnt Über Jahrzehnte galt Tucker Carlson als erster Cheerleader der Republikaner. Nun hat er wegen Donald Trumps außenpolitischem Kurs seinen Austritt erklärt. Trump und die Partei hätten die Bewegung verlassen, nicht er, findet Carlson. Und nun? VON LISA DAVIDSON
Krieg im Iran und die Folgen : Der Nahe Osten formiert sich neu Der Nahe Osten lässt koloniale und postkoloniale Altlasten hinter sich und legt die letzten Überreste der Architektur aus der Zeit des Kalten Krieges ab. Im Iran wiederum scheint man sich vom revolutionären Ethos des Ausgangsjahres 1979 zu lösen. VON RIDVAN BARI URCOSTA
Unterwerfungsgesten der Selbstgerechtigkeit : Die Erbärmlichkeit des linken Antisemitismus Zu den trübsten Verwirrungen deutscher Kulturschaffender gehört ihre antisemitische Disposition. Ihre Feigheit hindert sie zugleich daran, sich selbstbewusst dazu zu bekennen. Erst kürzlich wurde eine jüdische Intellektuelle von einer Veranstaltung der phil.COLOGNE ausgeladen. VON DOMINIK PIETZCKER
Ausladung der jüdischen Autorin Mirna Funk : „Es hat mich schockiert“ Mirna Funk sollte im Comedia Theater Köln über Macht und Schönheit diskutieren. Kurz vor Beginn kommt die Absage. Im Interview erzählt die jüdische Autorin, wie sie davon erfuhr – und was das für sie bedeutet. Ein weiterer Fall von Cancel Culture im Kulturbetrieb. INTERVIEW MIT MIRNA FUNK