Israels Verteidigungsminister Yoav Gallant besucht Truppen in Rafah / dpa

UN, IGH und Israel - Das Völkerrecht als Schutzschirm für die Hamas

Algerien fordert in einem Resolutionsentwurf für den UN-Sicherheitsrat den Abzug Israels aus Rafah. Angeblich verlangt das auch der Internationale Gerichtshof. Aber stimmt das überhaupt?

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Ingo Way ist Chef vom Dienst bei Cicero Online.

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Der Krieg der Weltgemeinschaft gegen Israel geht in seine nächste Runde. Nach einem israelischen Luftangriff in der Stadt Rafah im Gazastreifen, bei dem mindestens 45 Menschen getötet worden sein sollen, darunter auch Zivilisten, hat Algerien dem UN-Weltsicherheitsrat einen Resolutionsentwurf vorgelegt, der ein sofortiges Ende der israelischen Militäroffensive in Rafah fordert. 

Ungeachtet dessen, dass die Angaben zu den Todesopfern wie üblich von der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde stammen, Israel den Vorfall bereits selbst untersucht, der zudem womöglich auf ein explodiertes Waffenlager der Hamas zurückgehen könnte statt auf einen israelischen Luftangriff, und ungeachtet dessen, dass Algerien der Vertreter der arabischen Staaten im Sicherheitsrat ist, die von vornherein gegen Israel voreingenommen sind, könnte der Sicherheitsrat bereits heute über den Beschlussentwurf abstimmen.  

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Günter Johannsen | Mi., 29. Mai 2024 - 15:20

nutzen die LinXen eine von ihren Freunden, den Islamisten, produzierte Stimmung gegen Israel.
In Wahrheit folgen sie dem Judenhass ihres großen Idols, den Antisemiten Karl-Marx, dessen übergroßes Konterfei immer noch im Stadtzentrum von Chemnitz prangert. Erbärmlich! Ja, Karl Marx selbst war ein schlimmer Judenhasser und seine Fans sind es immer noch, wie man sieht. Text-Passagen von Karl Marx über Juden lesen sich zuweilen wie Texte von hitlergetreuen Nazis. Das Judentum sei "ein allgemeines gegenwärtiges antisociales Element. In der jüdischen Religion liege die Verachtung der Theorie, der Kunst, der Geschichte, des Menschen als Selbstzweck". Selbst "das Weib wird verschachert". Karl-Marx politisch unkorrekt und erbärmlich!

Marx auf Judenhass zu reduzieren, offenbart Scheuklappen ganz anderer Art. Marx entstammte in beiden Linien rabbinischen Familien, und der Übertritt seines Vaters zum Protestantismus wurde in seinem sozialen Umfeld noch mißbilligt. Was Marx da formuliert, entstammt einem ganz anderen Hintergrund als der Antisemitismus etwa eines Richard Wagner oder anderer Deutschtümler späterer Dekaden. Aber für manche Leute ist ein »Feindbild Links« halt das wundersame Allerklärungstonikum für jegliche Verirrung der Gegenwart.

Tomas Poth | Mi., 29. Mai 2024 - 15:21

Die Hamas ist eine Idee, ein Bekenntnis, das wird auch nicht mit der Zerstörung Rafah´s sein Ende finden.
Das wird allenfalls einen vorläufigen Aufschub einer Lösung des Problems zeitigen.

Helmut Bachmann | Do., 30. Mai 2024 - 09:14

Antwort auf von Tomas Poth

tötet und vergewaltigt aber nicht, das machen Menschen. Hat man die Nazis etwa nicht vernichtet? Obwohl der Faschismus „eine Idee“ war? Ein überraschenderweise sehr linkes Argument von Ihnen. Da sieht man, wie deren Geschwurbel uns alle auf die falschen Bahnen lenken kann.

Günter Johannsen | Do., 30. Mai 2024 - 13:11

Antwort auf von Tomas Poth

schleichen sie diese Hamas-Kriminellen auch in Deutschland vermehrt ein und verbreiten ihren Judenhass, während der VfS und Faeser nur nach rääächts schauen und von der wirkliche Gefahr ablenken!

Flamme | Mi., 29. Mai 2024 - 16:36

Wer ist hier eigentlich die Terrororganisation? Die Hamas oder der verbrecherische israelische Staat? Oder Beide? Die Frage kam mir in den Sinn, als ich die Zahl der zivilen Opfer auf beiden Seiten verglichen habe...okay, die Hamas hat angefangen....aber haben sie über Jahrzehnte fremdes Gebiet besetzt? Eher nicht...ich frag ja nur...

Chris Groll | Mi., 29. Mai 2024 - 18:42

Antwort auf von Flamme

Karl Kraus‘ Feststellung: "Es genügt nicht, sich keine Gedanken zu machen, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken."

Konrad Adenauer:
"Wir leben alle unter dem gleichen Himmel aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont"

Georg Chiste | Mi., 29. Mai 2024 - 19:32

Antwort auf von Flamme

Haben Sie schon mal davon gehört, dass in Israel beim (versehentlichen) Töten von Zivilisten im Verteidigungsfall auf den Straßen gefeiert wurde? Oder das Frauen und Kinder von korrupten Terrorbanden als lebendige Schutzschilde benutzt werden?
Die Ursache des Konflikts liegt vielleicht auch darin, dass es auf der einen Seite Neid und religiösen Eifer gibt und auf der anderen Seite einen erfolgreichen aufgeklärten offenen Technologiestaat.

Günter Johannsen | Mi., 29. Mai 2024 - 19:33

Antwort auf von Flamme

Es heißt: wer zündelt, kommt darin um!
Linksextremisten und Rechtsextremisten treffen sich hintenrum, weil man die gleichen Ziele hat: Freiheitliche Demokratie zersetzen; Judenhass verbreiten, Menschen versklaven ... dabei können die Islamisten gut und gerne helfen. Am Ende des K(r)ampfes wird auch diese Ideologie (die sich hinter Religion versteckt), wenn sie den Extremisten nix mehr nutzt, zersetzt und geschlachtet! So geht das Spielchen um den Endsieg und die Allmacht. Genossin Faeser muss sich nun entscheiden, wo sie mitspielen will ... !

Günter Johannsen | Mi., 29. Mai 2024 - 19:38

Antwort auf von Flamme

In ihrer Wortwahl kann man entdecken, wo und für was sie stehen. Den "verbrecherischen" Hamas können sie Sympathie abgewinnen: DAS ist erbärmlich und folgt - wie alle Extremisten - niederen Instinkten.
Dagegen gibt es leider keine Therapie ... !

Karla Vetter | Mi., 29. Mai 2024 - 20:24

Antwort auf von Flamme

sollten Sie nicht soviel fragen (Fragen deren Antworten Sie sich doch andauernd selbst schon geben)sondern e n d l i c h mal über die historischen Tatsachen recherchieren. Zivile Opferzahlen der Hamas sind soviel wert wie wenn sie von Göppels kämen. Da werden auch die selbst verursachten Opfer durch explodierte Hamas-Munitionslager Israel untergejubelt. Oder einfach die Täterschaft umgedreht, wie beim Al-Ahli -Krankenhaus. Oder einfach behauptet Gaza wäre von Israel "besetzt, obwohl dies seit 19Jahren nicht mehr zutrifft. Ich kann Ihnen aber andere Opferzahlen nennen: 380.000Menschen sind dem Iran/Saudi -Krieg im Jemen erlegen. Juckt Sie nicht?. Keine "verbrecherischen" Juden beteiligt.

Günter Johannsen | Do., 30. Mai 2024 - 18:33

Antwort auf von Karla Vetter

ist bei Extremisten von LinX, Rechts und Islamistisch normal üblich und eine Art Verwirrspiel (siehe Putin, KGB, PLO und MfS)!

Chris Groll | Mi., 29. Mai 2024 - 17:13

Der israelische Historiker Benny Morris hat mit seinen Aussagen, die er am 11. April in der New York Times dargelegt hatte, absolut recht. Wenn die Hamas hier, in ihrer letzten Bastion, nicht zerstört werde, dann, so Morris, „wird die Hamas überleben, um weiter zu kämpfen, zu morden und zu vergewaltigen – und ihr Anführer, Yahya Sinwar, wird aus seinem Versteck hervorkommen und den Sieg verkünden.
Eins verstehe ich allerdings nicht, warum unterstützt der sogenannte "Wertewesten" alle diese Forderungen. Bei den Islamischen Staaten kann ich das ja noch nachvollziehen, aber der Westen muß sich doch im Klaren darüber sein, daß es nicht nur gegen Israel geht, sondern gegen die gesamte westliche Art zu leben. Gegen alle die, die in den Augen dieser Mohammedaner ungläubig sind. Sind die Menschen des Westens so dekadent und dumm, daß sie das nicht sehen. Haben die Politiker Angst vor den islamisschen Massen der Eroberer, die sich bereits in den Ländern befinden.
Meine Gebete gelten Israel.

Uli | Do., 30. Mai 2024 - 08:37

Die Logik ist doch einfach. Es gibt einen weltweiten Antisemitismus, der nun wieder mal aufflackert. Bar jeder Vernunft und oft auch ganz ohne Argumente ist man gegen Juden. Kennt man nicht auch persönlich Menschen, denen es nun wieder rausrutscht, dass sie Juden nicht mögen oder für irgendeine Missetat verantwortlich machen? Dabei ist es ganz einfach: Will man das Kalifat oder nicht? Wer glaubt, es gäbe etwas dazwischen, glaubt auch an den Weihnachtsmann.