Wenigstens singen sie nicht „Döp Dö Dö Döp“: Anti-Israel-Demonstranten an der Humboldt-Universität Berlin / dpa

Symptome einer inneren Zeitenwende - Ein Land ohne Maß und Mitte

Hierzulande geht Ideologie vor Pragmatismus. Die AfD ist selbst den übrigen rechten Parteien in Europa zu radikal, die Grünen sind auch durch Energiekrisen und geopolitische Erdrutsche nicht zu erschüttern. Und die Solidarität mit Israel wird „wertegeleiteter Außenpolitik“ geopfert.

Autoreninfo

Dr. phil. Dominik Pietzcker studierte Philosophie, Geschichte und Germanistik. Von 1996 bis 2011 in leitender Funktion in der Kommunikationsbranche tätig, u.a. für die Europäische Kommission, Bundesministerien und das Bundespräsidialamt. Seit 2012 Professur für Kommunikation an der Macromedia University of Applied Sciences, Hamburg. Seit 2015 Lehraufträge an chinesischen Universitäten.

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Der Zustand dieser Republik gleicht der Schockstarre einer Teenagerparty beim überraschenden Eintreffen der Eltern. Nüchternheit trifft auf Trunkenheit, Autorität auf Anarchie, Sorge auf Vernunftlosigkeit. Ein kurzer, schmerzhaft peinlicher Moment der Wahrheit – bis zum nächsten Partyexzess.

Rausch und Wahn des Populismus stecken momentan noch in ihren Kinderschuhen. Die Tendenz zu geistig-moralischer Enthemmung nimmt erst jetzt so richtig Fahrt auf. Die Masken fallen, und nicht nur an den Rändern der Gesellschaft kommt die schmutzige Wahrheit über gewisse Grundüberzeugungen (Xenophobie und Antisemitismus, Gewaltbereitschaft und Neigung zur Selbstjustiz) zum Vorschein. 

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Rüdiger Hashagen | Mi., 5. Juni 2024 - 08:51

Der Club Med fürchtet das Versiegen der hohen Zahlungen aus Deutschland, wenn die AfD an Einfluss gewinnt. Das ist der wahre Grund für seine Distanzierung von der AfD, nicht die vermeintliche Radikalisierung.
Eine Reform der EU Richtung Wirtschaftsgemeinschaft ist dringend notwendig. Es darf nicht länger sein, dass Malta das gleiche Stimmrecht bei der EZB hat wie Deutschland.

Christoph Kuhlmann | Mi., 5. Juni 2024 - 08:58

dieses Landes hochinteressant. Phänomenologisch übrigens auch. Die Destruktivität moralisch fundierter Politik ist enorm übertreibt man es. Es gibt ja glücklicherweise keine Völkerpsychologie mehr, sondern nur noch Vorurteile. Trotzdem wage ich mal die Arbeitshypothese, dass der deutschen Kultur ein gewisse Hang zum Totalitarismus inhärent ist. Das drückt sich dann in den den Ausprägungen der verschiedensten Ideologien aus. Die Hexenjagd ist dabei ein traditionelles Mittel moralisch evozierter und legitimierter Selbstjustiz. Man kennt es schon aus dem Mittelalter. Damals mit kirchlichem Segen. Diesmal mit der Zustimmung der Regierung, die auch gerne Gewaltverherrlichende Symbolik aus einem Milieu verwendet, welches vom Verfassungsschutz beobachtet wird um ein anderen Milieu politisch zu bekämpfen, welches ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Man muss sich die Hetzer ganz genau ansehen. Sie halten sich oft auf die ein oder andere Weise für Eliten.

Das denke ich auch. Totalitäre und autokratische Regime gab und gibt es auch woanders. Aber die Deutsche Mentalität ist nun einmal wie sie ist: Neigung zu Dogmatismus, aggressive Rechthaberei, nicht gelten lassen wollen von Interessen und Meinungen anderer...... Auf der politischen Bühne wird Gerede und Ego-Show mit wirklicher Debattenkultur verwechselt, die hierzulande nicht wirklich ausgeprägt ist.

Hans Jürgen Wienroth | Mi., 5. Juni 2024 - 09:11

Die Analyse beschreibt am Ende die richtigen Fakten, nur zu den Ursachen gibt es wenig bis nichts. Da war Ulf Poschardt mit seiner Analyse „Macht kaputt, was euch kaputt macht“ viel Zielgerichteter. In den politischen Parteien fehlen die erfolgreichen, die in der Wirtschaft viel Geld verdienen können, statt sich in der Politik für ein paar Brosamen abzubuckeln. In den Parteien sammeln sich daher die Netzwerker, die rhetorisch geschult auch ohne Wissen und Erfahrung in höchste Ämter kommen. Sie verdienen so mehr, als auf dem freien Markt möglich wäre. Da spielt auch der Umzug aus der „Provinz Bonn“ in die „Partyhauptstadt Berlin“ eine Rolle.

Das ist jedoch nicht die Ursache von Gewalt. Die liegt auch im modernen Familienkonzept, in dem bereits die Kleinsten wie Kleidung an der Garderobe in der Krippe abgegeben und wie am Fließband versorgt werden (müssen). Da bleibt für Empathie und Liebe wenig Zeit. Wie soll der Nachwuchs da Mitgefühl und Zusammenhalt lernen, wo es ums Überleben geht?

Bernd Windisch | Mi., 5. Juni 2024 - 09:28

„Man hat die Deutschen entweder an der Gurgel oder zu Füßen.“

Der Furor des Autors mag berechtigt sein ist aber auch typisch deutsch. „Unser“ Land, ja es ist unser Land und nicht Internationalien, hat großes geleistet. Nach 1000 jähriger Barbarei und Zivilisationsbruch sind wir durch deutsche Ingenieurskunst wieder zur führenden Industrienation aufgestiegen. Mit „Sekundärtugenden“ wie Fleiß, Disziplin und Verlässlichkeit wurde ein nie gekannter Wohlstand und ein Sozialstaat der seines gleichen sucht geschaffen. Viele ruhen sich aktuell zu Unrecht auf den Lebensleistungen ihrer Vorfahren aus.

Es ist grenzenlos dumm dieses beste Deutschland aller Zeiten gering zu schätzen und die eigene Nation zu verachten. Sicherlich, vieles lernt man erst zu schätzen, wenn man es nicht mehr hat. Vernunftbegabte Menschen sollten aber erahnen können was ihnen blüht wenn sie sich nicht mehr um sich selbst kümmern können.

Karl-Heinz Weiß | Mi., 5. Juni 2024 - 12:26

Antwort auf von Bernd Windisch

@Herr Windisch, Ihr Hinweis auf die "gesamte" deutsche Geschichte ist richtig. 1989 hätte Gelegenheit bestanden, sich darauf zu besinnen. Ausgerechnet eine DDR-sozialisierte Kanzlerin hat es grenzenlos (in doppelter Bedeutung) versemmelt. In den östlichen Bundesländern konnten die GRÜNEN nie punkten. Warum ? Weil die dortigen Bewohner von 40 Jahren verbohrter Ideologie genug hatten. Den überheblichen Westlern dämmert es langsam.

Hans Schäfer | Mi., 5. Juni 2024 - 09:42

Herr Doktor, Ihre krude Aussage:
<<Die deutschen Rechten sind mittlerweile so radikal, dass sogar die post- und neofaschistischen Parteien in der EU nichts mit ihnen zu tun haben wollen>> ist meines Erachtens Schmarrn.
Das man mit der AfD nichts zu tun haben will, beruht darauf, dass die AfD die EU in der jetzigen Form reformieren bzw. wenn dies nicht möglich ist, abschaffen will. Das würde bedeuten, der größte Nettozahler der EU D. fällt aus. Das ist "ein" Grund. Würde für die anderen nachteilig sein. Deutschland taugt nur als Zahlmeister was, ansonsten M..l halten.
Ein weiterer Grund ist die Verteilung von Flüchlingen und in Asylfragen, die Anwendung der Drittstaatenregelung, die bekannt sein dürfte.

Begrünen Sie Ihre Behauptung, dass die AfD radikal ist. Es gibt zig Juristen und Verfassungsrechtler, die dies mittlerweile öffentlich verneinen.
Frage: Ist die Forderung nach "EINHALTUNG" von Gesetzen und Verträgen, radikal? Braucht man Rechtsnormen, wenn man diese nach Inkrafttreten nach Belieben außer Kraft setzen kann, wenn sie den eigenen ideologischen Wertevorstellungen , konträr läuft?

@ Hans Schäfer

Ihren beiden Aussagen zu den Problemfeldern
(Nettozahler der EU und Flüchtlingsverteilung/Asylfragen)
kann ich nur zustimmen, aber ein weiterer Kritikpunkt des Autors
"nur hierzulande wird Ideologie tatsächlich ernst genommen"
erscheint mir abwegig.

Völlig wertfrei: Linke, Rote und Grüne sind stark ideologiegetrieben,
aber bei einem Ländervergleich sehe ich andere weit vor DE.

Der Unterschied bei den genannten Parteien in Italien und Frankreich
dürfte auch darin liegen, dass beide Regierungsverantwortung haben
oder anstreben, in Deutschland ist nur Opposition absehbar.

Mal sehen, was nach der EU-Wahl gilt, denn:
"Was heute falsch ist, kann morgen grundverkehrt sein"

MfG

Man gilt als radikal, wenn man die EU kritisiert, Reformen anmahnt und bei Nichterreichung dieses Zieles den Dexit fordert. Man gilt als radikal, wenn man klar und deutlich die Mängel, die Fehler, die Lügen und Tricksereien der Regierung benennt. Man ist bereits radikal, wenn man für Frieden ist, keine Waffenlieferungen will und lieber sehen würde, dass sich dieser Regierung stark macht, auf diplomatischem Weg Lösungen zu suchen. Man ist radikal, wenn man Migranten au dem Land haben wollen die straffällig wurden unseren Staat ablehnen, gar ein Kalifat fordern oder das Existenzrecht eines anderen Staates -hier Israel- ablehnen. Man ist radikal, wenn man Schutz für die Bevölkerung vor Kriminellen, vor Attentätern, vor Vergewaltigern und fanatischen Messerstechern einfordert. Man ist radikal, wenn man den regierenden teils über Gerichtsurteile nachweist, gegen das GG zu verstoßen und dieser Politiker täglich auffordern muss, unsere Rechte nicht zu beschneiden. Ich bin radikal und jetzt?

Ingbert Jüdt | Mi., 5. Juni 2024 - 09:42

... die in guten Zeiten als Moral, Arbeitsfleiß, Genauigkeit und Pünktlichkeit auftritt, schlummert die Erwartung, dass sich diese Einstellungen auch als Wohlstand auszahlen. Über diese deutsche Redlichkeit wusste schon Dostojewski zu spotten, dass die Tochter ohne Mitgift bleibt und der jüngere Sohn als Soldat verkauft wird, um nur das Erbe zusammenzuhalten, während der ältere Sohn seine bis dahin vertrocknete Amelia erst heiraten darf, wenn genug Gulden zusammengescharrt sind.

»All das geschieht nur aus Redlichkeit, aus übertriebener Redlichkeit, dergestalt, daß auch der jüngere, verkaufte Sohn glaubt, man habe ihn nur aus Redlichkeit verkauft.«

Aber wehe, es kommt eine Krise, von der sich diese Redlichkeit enttäuscht sieht. Dann kriecht die verdrängte Wut aus den Geheimgängen und Verliesen der deutschen Seele, und dann wird die Welt, die (wie Nietzsche spottete) den Deutschen mit seinem Schlafrock verwechselt hatte, zum fassungslosen Zeugen deutscher Enthemmung.

Chris Groll | Mi., 5. Juni 2024 - 09:45

Stimme Ihrem Artikel zum großen Teil zu. Daß die AfD als zu radikal für die Franzosen und die Italiener angesehen werden, sehe ich allerdings anders. Beide Länder und beide Rechtsparteien wollen auch weiterhin vom deutschen Steuerzahler profitieren.

Imtiaz Mahmood, ein Boxer aus Pakistan, der bei den Asienspielen eine Goldmedaille gewonnen hat, schrieb bei X.

"In Mannheim, Germany a young police officer was murdered by an Afghan Islamist Sulaiman A. and five other people are injured.
**The reaction in Mannheim is a demonstration against the right.
People are crazy, Germany has fallen."**

(„In Mannheim wurde ein junger Polizist von dem afghanischen Islamisten Sulaiman A. ermordet, fünf weitere Menschen wurden verletzt.
**Die Reaktion in Mannheim ist eine Demonstration gegen Rechts.
Die Leute sind verrückt, Deutschland ist gefallen/am Ende. „**)

Seine Aussage über Deutschland sagt alles, was hier schiefläuft.

Oliver Strebel | Mi., 5. Juni 2024 - 09:53

Zumal wenn auch noch Mao-Bildchen hochgehalten wurden. 1938 jubelte man Männern in seltsamen Hosen zu. Und 1908 trug sogar der Dackel beim Sonntagsspaziergang eine Pickelhaube.

Der Mensch neigt zur Übertreibung. Die Pickelhaube unter der man heutzutage herumstolziert ist die wertegeleitete Politik. Sie macht blind für realpolitische Sachzwänge. Hoffentlich bleibt den jungen Menschen in Deutschland ein Krieg erspart. Man kann da mE. nur noch beten.

Wolfgang Borchardt | Mi., 5. Juni 2024 - 09:54

Nährboden. Den liefert eine ideologisierte Politik, die nur noch um das GG oszilliert und besser vernunft- als wertegeleitet sein sollte, reichlich. Wem nützen Parteien, die regelmäßig die Lösung der Probleme versprechen, die sie selbst nicht nur eingefädelt haben, sondern weiter forcieren. Während die Verschwendung von Steuergeldern gegenüber denen, die dazu überhaupt noch beitragen respektlos ist, erfahren die hegenwärtig Regierenden selbst nur wenig Respekt. Zu offensichtlich sind Inkompetenz und ideologische Zielsetzung. Eine Uni-Präsidenten darf sich unrechtmäßig im Dienst poltisch betätigen, wenn nur die Ideologie stimmt. Sylt-Freizeit-Grölern glaubt man kündigen zu dürfen, was mindestens mit Begründung falscher Gesinnung ebenso unrechtmäßig ist. Die SPD möchte Dinge tun, die die AfD ärgern. Außer Verboten fällt ihr nichts ein. Dabei wäre es so einfach, es mal mit vernünftiger Politik zu versuchen. Die sieht für die meisten Menschen (85 %) anders aus.

Norbert Heyer | Mi., 5. Juni 2024 - 10:11

Wenn ein Kinderbuch-Autor Wirtschaftsminister und eine Baerbock Außenministerin werden kann, ist der Niedergang vorprogrammiert. Besoffene junge Menschen singen blöde Lieder und sie werden öffentlich demaskiert, entlassen, vom Studium ausgeschlossen und sollen für 5 Jahre ins Gefängnis. Feinde der Republik fordern öffentlich das Kalifat und die Vernichtung der Ungläubigen - nichts passiert. Die Hypermoral holt ihre Kinder ein und Israel kann nur noch darauf vertrauen, dass D sie in dem Moment hängenlässt, wo sie uns wirklich brauchen. Wir taumeln in einen Weltkrieg mit einem Land hinein, das 50x so groß ist wie das kleine D. Merkel und die Grünen haben den Cocktail angerührt, der sich jetzt als ungenießbar erweist. Versagen in allen realen Bereichen, Ideologie und purer Hass auf die eigene Bevölkerung, dadurch zeichnet sich die Ampel aus. Wer Geschlechter vermehrt oder ändert, gendert und Tatsachen verdreht, will diesen Staat mit aller Gewalt zerstören. Diese Saat scheint aufzugehen.

Stefan Jarzombek | Mi., 5. Juni 2024 - 10:13

Die Neuordnung der Politik,die sogenannte Zeitenwende war von Anfang an ein tot geborenes Kind.
Statt Zeitenwende bekommt Deutschland einen Zustand der Desorientierung aufgebraten und das nicht zuletzt durch Politiker die selbst längst den diplomatischen Kompass verloren haben.
Während Macron in Frankreich ein Europa vorschwebt, daß eigenständig handelt und sich selbst bestimmt, hängt Deutschland immernoch am Rockzipfel der USA und muß jegliche politische Entscheidung mit den Amerikanern "eng abstimmen".
Ferner spielt sich Deutschland zu sehr als demokratischer Lehrmeister in der Welt auf und wenn man sich die Reaktionen darauf anschaut könnte man weinen.
Ein Land,das die Demokratie sozusagen von den Siegermächten aufdiktiert bekommen hat und indem es derzeit zugeht wie in einem Hühnerstall belehrt Staaten die sowieso in allen politischen Fragen eine andere Meinung haben.Wenn A.B. in China dem Herrn Xi vorwirft Autokrat zu sein,wird der bestimmt nicht darüber nachdenken ob das stimmt.

A.W.Mann | Mi., 5. Juni 2024 - 11:08

Es sind immer wieder die "Täter" die sich verwundert äußern, dass die erst durch Sie möglich gemachte Ideologie, gerade für jeden sichtbar gegen die Wand fährt. Die Mahner und Warner kommen natürlich nicht zu Wort.
Die Realität kann auf derartige "Expertisen" verzichten, diese hat die unangenehme Eigenschaft sich letztendlich jeden zu präsentieren und das ganz ohne Ideologie und ungeschminkt.
An die Schriftgelehrten viel zu wenig und viel zu spät. Auch hier gilt der Gorbatschoff zugesprochene Spruch: " Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben." Diesmal bestraft es eben ein ganzes Land. Gesegnet die Zeit, die auf solche Experten rechtzeitig zu verzichten weiß.

Tomas Poth | Mi., 5. Juni 2024 - 11:29

... das wäre meine Zustandsbeschreibung.

Für Europas andere rechte Parteien zu radikal? Oder ist es eher die Abwehr deutscher patriotischer/nationaler Interessen bei diesen Parteien!!?
Deutschland darf in deren Augen vermutlich nur "Zahlungsopfer" sein, angefangen bei Nettozahlungen in die gemeinsame Kasse (rd. 20 Milliarden in 2022) bis hin zu den Target2-Salden mit derzeit 1,093 Billionen mit denen die anderen Länder bei uns in der Kreide stehen! Italien als größter Einzelschuldner mit 466,5 Milliarden, Frankreich mit 170,2 Milliarden.

Auch den Rechten in Italien und Frankreich geht es ausschließlich ums Geld und die Weigerung ihr Land zu reformieren, um ihre Bedürfnisse aus eigener Kraft zu erwirtschaften!! Hier liegt der Hase im Pfeffer.

Walter Bühler | Mi., 5. Juni 2024 - 11:48

... vielleicht auch früher Greta Thunbergs. Dem Anscheine nach sind es überwiegend weibliche Fanatiker.

Ein solcher Berliner universitärer Kinderkreuzzug des Jahres 2024 unterscheidet sich vom Aufstand der deutschen Jugend im Jahre 1933 wohl nur dadurch, dass die heutigen Berliner (anders als ihre Hamas-Helden!) immer noch keine Uniformen tragen.

Der stolze Hochmut, der auf ihren Gesichtern die künftigen Herrenmenschen hervorzaubert, ist aber der gleiche wie 1933.

Ob die jungen Universitäts-Furien die Prozentrechnung beherrschen, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Wütender, hasserfüllter, ideologisch fixierter Mob ist ja noch nie ein Motor der Aufklärung oder gar der Wissenschaft gewesen.

Welche von diesen Frauen wird trotzdem einmal ein Professorengehalt beziehen, oder eine Universität leiten? Im gegenwärtigen Parteienstaat sind ihre Chancen ja wirklich nicht schlecht.

S. Kaiser | Mi., 5. Juni 2024 - 14:17

Auch nach 100 Jahren gilt immer noch Richard Wagners Bonmot: 'Deutsch sein heißt eine Sache um ihrer selbst willen tun'. Insofern kann es nicht überraschen, dass hierzulande Ideologie für bare Münze und „Ideen mit der Wirklichkeit selbst verwechselt“ werden. Kürzlich erst vom grünen Vizekanzler überrascht zusammengefasst in der Feststellung, man sei von „Wirklichkeit umzingelt“.
Anstatt pragmatisch in der Mitte zu balancieren, kippt man immer wieder ins Radikale ab. In aller Effektivität und aller Effizienz bis zum bitteren Ende. Immer, und immer, und immer wieder. Der Unterschied heutzutage, getreu Joschka Fischers zugeschriebener Leitlinie ‚Dtschl müsse von außen eingehegt, und innen durch Zustrom heterogenisiert werden‘? Man annektiert - nebst originärer grüner Transformation - die nächstgreifbare externe totalitäre Ideologie, um den innewohnenden Ressentiments und niedrigen Instinkten unter fremder Flagge freien Lauf lassen. Immer noch nichts aus der Geschichte gelernt ....

Hanno Woitek | Mi., 5. Juni 2024 - 15:14

und frage mich, wofür unsere Väter und Mütter dieses Land aufgebaut und wir es zu diesem eigentlich wunderschönen Erfolgsland weiterentwickelt haben. Wenn die uns nachfolgende Generation nur noch in Bürgergeld für Lustlosigkeit des Arbeitens, woke-idiotisches Geschwafel und gegenseitiges Extremismus Beschimpfe durch unsere Gesellschaft zieht. So muss es wohll kommen, wenn Eltern beider Geschlechter keine Lust mehr auf Kinder oder eigene Erziehung- und Betreuungsleistung ., außer Rumgefahren im Lastenrad haben. Wir verblöden uns mit diesem nachwuchs zu Tode und Europa amüsiert sich darüber.

Armin Latell | Mi., 5. Juni 2024 - 17:51

in weiten Teilen exakt und deutlich beschrieben, anderes eher plakativ, insbesondere die Beurteilung der Rechten und explizit der AfD. Der Autor hat seit 2015 Lehraufträge an chinesischen Universitäten? Was vermittelt er dort? "Bis 2011 in leitender Funktion in der Kommunikationsbranche tätig, u.a. für die Europäische Kommission, Bundesministerien und das Bundespräsidialamt." Kommunikation also schon zu Merkelzeiten-Was macht man denn da so?