Großbritanniens Rechte verliert die Geduld Farage reicht nicht mehr Rupert Lowes „Restore Britain“ will das sein, was Reform UK angeblich nicht mehr ist: kompromisslos. Die Zersplitterung rechts von seiner Partei lässt Nigel Farage vergleichsweise moderat erscheinen – doch die neue Konkurrenz könnte ihm den Weg nach Downing Street verbauen. VON SHANTANU PATNI
Das Ende des 20. Jahrhunderts : Warum die Wokeness das letzte Kapitel des Liberalismus ist Aus Angst vor dem Totalitären hat der Westen eine Ideologie geschaffen, die alles Verbindende zersetzt. Wokeness ist ihr Endstadium – und die Liberal-Konservativen sind zu schwach, um sie aufzuhalten. VON NOAM PETRI, DAN PETRI UND RON PETRI
Tyrannei der Mitte : Die linksliberale Erfindung des „modernen Konservativen“ Die Berliner Republik will die Republik der Mitte sein, und was die Mitte ist, entscheiden Linke und Liberale. Konservative werden nur geduldet, solange sie keine eigene Meinung artikulieren. Sie müssen endlich bereit sein, Normen zu setzen und Sprache zu prägen. VON DAVID MÜLLER
Ex-Innenministerin Suella Braverman : Zu hoch gepokert Der Fall Braverman birgt eine Lektion für alle Konservativen. Das Migrationsproblem gehört angepackt. Im rhetorischen Überbietungswettbewerb braucht man sich dennoch nicht von jeglichem Anstand zu verabschieden. VON SHANTANU PATNI
Madrids Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso : Die Schutzheilige der Gastwirte Madrids konservative Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso hat sich zur heimlichen spanischen Oppositionsführerin aufgeschwungen – und strebt einen Regierungswechsel an. Denn am 23. Juli wird in Spanien gewählt. VON UTE MÜLLER
Candace Owens : Nichts zu verlieren Die Aktivistin Candace Owens steht für eine neue Generation rechtskonservativer Meinungsmacher in den USA: jung, schwarz, hipp – und trotzdem für die Republikaner. VON BEN KRISCHKE
Parlamentswahl in Griechenland : Erdrutschsieg der Konservativen Zwar haben die Konservativen die Parlamentswahl in Griechenland klar gewonnen – und die Linkspartei Syriza ist abgestürzt –, doch für die absolute Mehrheit reicht es nicht. Die Griechen richten sich auf einen weiteren Urnengang ein. VON CICERO-REDAKTION
Manuel Hagel : Eintopf für alle Manuel Hagel war mal ein Merkel-Kritiker, der sich für die CDU mehr konservatives Profil wünschte. Um Ministerpräsident in Stuttgart zu werden, erfindet er sich neu. VON VOLKER RESING
Pro und Contra: Soll der Begriff „bürgerlich“ ins Grundsatzprogramm der CDU? : Pro: Der Kern unserer Politik Die Christlich-Demokratische Union will sich ein neues Grundsatzprogramm geben. Gestritten wird noch darüber, ob darin das „Bürgerliche“ als eine der Säulen der CDU betont werden soll. Auf jeden Fall, meint der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban. Denn bürgerlich sei jeder Mensch, der nicht zuerst nach dem Staat fragt, sondern im Sinne von Freiheit, Eigenverantwortung und Gemeinsinn leben will. VON TILMAN KUBAN
Pro und Contra: Soll der Begriff „bürgerlich“ ins Grundsatzprogramm der CDU? : Contra: Eine rein beliebige Zuschreibung Die Christlich-Demokratische Union will sich ein neues Grundsatzprogramm geben. Gestritten wird noch darüber, ob darin das „Bürgerliche“ als eine der Säulen der CDU betont werden soll. Nein, meint der Sozialpolitiker Matthias Zimmer: Der Begriff sei zu unbestimmt, emotional aufgeladen und grenze aus. Morgen antwortet ihm an dieser Stelle der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban. VON MATTHIAS ZIMMER
Wahl zur Johnson-Nachfolge : Was Europas Konservative von den Tories lernen können Ab heute können die Mitglieder der britischen Conservative Party über die Nachfolge von Boris Johnson als Parteivorsitzender und Premierminister abstimmen. Zur Wahl stehen Liz Truss und Rishi Sunak. Beide Kandidaten stehen, wie ihr Vorgänger, für ideologische Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an den Willen der Wähler - ein Erfolgsmodell der Tories seit fast 200 Jahren, das anderen konservativen Parteien als Vorbild dienen sollte. VON CHRISTIAN SCHNEE
Konservative in der CDU : Merz: Viel besser als Merkel – aber noch nicht gut genug Die konservativen CDU-Mitglieder, die sich in der WerteUnion und dem Berliner Kreis zusammengeschlossen haben, ziehen eine erste Bilanz der Verdienste des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz. Fazit: Es hätte schlimmer kommen können, aber Merz müsse noch mehr tun, um konservative Wähler zurückzugewinnen. VON HUGO MÜLLER-VOGG
Roberta Metsola : Konservativ und ambitioniert Wegen des unerwarteten Todes ihres Vorgängers wurde Roberta Metsola im Januar überraschend EU-Parlamentspräsidentin – und die Malteserin will noch höher hinaus. Sie war die erste offizielle EU-Vertreterin, die während des Ukraine-Krieges nach Kiew fuhr. VON ERIC BONSE
Erste ungarische Präsidentin : Katalin Novák: Auf Augenhöhe mit dem Westen Mit Katalin Novák soll erstmals eine Frau Staatspräsidentin Ungarns werden – die Opposition schäumt zwar, aber die Orbán-Vertraute weiß um ihre Beliebtheit als Familienpolitikerin. Und auch auf diplomatischem Parkett ist die 44-Jährige bewandert. VON ALEXANDER MARGUIER
Auftrieb für Konservative : Le Pen-Partei ausgebremst Bei den Regionalwahlen in Frankreich hat das „Rassemblement National“ von Marine Le Pen einen Rückschlag erlitten. Noch schlechter schnitt das Lager von Präsident Macron ab. VON STEFAN BRÄNDLE