Iran-Krieg Teherans Weg in die Apokalypto-Junta Ein Regimewechsel im Iran gilt ohne Bodentruppen als unmöglich. Doch ohne einen solchen Wechsel ist ein dauerhafter Frieden ebenfalls Illusion. Ein Deal, in dem es lediglich um die Öffnung der Straße von Hormus und das angereicherte Uran geht, ist zum Scheitern verurteilt. VON SHANTANU PATNI
Gespräche zwischen Israel und Libanon : Verhandlungen im Schatten der Hisbollah In Washington zelebrieren Israel und der Libanon eine „historische Chance“. Der Libanon soll die Hisbollah entwaffnen – während er deren Geisel bleibt. Das Chaos in Teheran hat die Terrormiliz geschwächt – dennoch versucht sie, die Gespräche zu sabotieren. VON SHANTANU PATNI
Für JD Vance war Islamabad ein Befreiungsschlag : Der Retter des Trumpismus vor Trump Präsident Trump wollte seinen Vizepräsidenten Vance als Sündenbock für einen Krieg opfern, den dieser nie wollte. In Islamabad hat Vance das Drehbuch zerrissen. Nun steht er vor dem riskantesten Manöver seiner Karriere: dem schleichenden Bruch mit seinem Mentor. VON SHANTANU PATNI
Unterschiede zwischen BBC und ZDF : Warum die Öffentlich-Rechtlichen in Großbritannien reformfähig sind Während die BBC mit einem ehemaligen Google-Manager eine radikale Sanierung wagt, reagiert das ZDF auf seine KI-Fälschung mit einem behördlichen Achselzucken. Der Unterschied folgt aus dem jeweiligen Finanzierungsmodell. VON SHANTANU PATNI
Amerikas Ernüchterung am Persischen Golf : Wie Netanyahu Trump in den Krieg hineinziehen konnte Donald Trump ließ sich von Netanyahu zu einem großangelegten Militärschlag drängen, obwohl die eigenen Geheimdienste ihn für unrealistisch hielten. Jetzt kontrolliert Iran die Straße von Hormus – und die USA verhandeln um das, was sie zuvor kostenlos hatten. VON SHANTANU PATNI
Pakistan als Vermittler im Iran-Krieg : Das Comeback eines notorischen Doppelspielers Dass ausgerechnet Pakistan sich als zentraler Vermittler zwischen den USA und Iran etabliert, nutzt niemandem außer Islamabad selbst. Für eine fragile Deeskalation akzeptiert Trump einen Bruch mit Indien und wirft die US-Strategie zurück in die Sackgassen des Kalten Krieges. VON SHANTANU PATNI
Philosophische Grundlagen von Trumps Zollpolitik : Ökonomische Astrologie im Weißen Haus Nach der Niederlage vor dem Supreme Court sucht Washington bereits neue Wege für seine Zollpolitik. Dahinter steckt nicht nur Trotz, sondern auch eine „postliberale“ Denkschule, die ihre politische Intuition zur Wirtschaftslehre erhebt. VON SHANTANU PATNI
Großbritanniens Rechte verliert die Geduld : Farage reicht nicht mehr Rupert Lowes „Restore Britain“ will das sein, was Reform UK angeblich nicht mehr ist: kompromisslos. Die Zersplitterung rechts von seiner Partei lässt Nigel Farage vergleichsweise moderat erscheinen – doch die neue Konkurrenz könnte ihm den Weg nach Downing Street verbauen. VON SHANTANU PATNI
Großbritannien übergibt Chagos-Inseln an Mauritius : Der hohe Preis postkolonialer Außenpolitik Die britische Regierung gibt strategisch wichtige Inseln im Indischen Ozean an Mauritius ab, mietet die dortige Militärbasis für Milliarden zurück und verkauft dies als Triumph des Völkerrechts. Doch die juristische Begründung ist dubiös, die moralische Pose verlogen. VON SHANTANU PATNI
EU-Indien-Gipfeltreffen : Europa lernt, Indiens Autonomie zu akzeptieren Die EU und Indien haben in Neu-Delhi ihr Freihandelsabkommen politisch besiegelt. Der Gipfel markiert einen Moment kontrollierter Annäherung: Strategische Nähe entsteht nicht aus bindenden sicherheitspolitischen Grundsatzverpflichtungen, sondern aus der Bereitschaft, Differenzen auszuhalten. VON SHANTANU PATNI
Rückkehrprämie für Asylmigranten : In Schweden wird Ordnung nicht mehr vollzogen, sondern erkauft Seit dem 1. Januar 2026 zahlt Schweden über 30.000 Euro an Asylmigranten, die freiwillig zurückkehren wollen. Dass es so weit gekommen ist, verrät mehr über den migrationspolitischen Notstand als jede wohlfeile Stadtbilddebatte. VON SHANTANU PATNI
Rede des kanadischen Premiers in Davos : Die regelbasierte Ordnung ist heuchlerisch, aber keine Lüge Mark Carneys WEF-Rede wird als rhetorischer Triumph gefeiert – zu Recht. Doch seine zentrale Metapher vom kommunistischen Ladenbesitzer verwischt eine fundamentale Unterscheidung: jene zwischen liberaler Unvollkommenheit und totalitärem Zwang. VON SHANTANU PATNI
Reform UK : Vom Aufstand zur Auffangstation Der Zulauf ehemaliger Tory-Größen stärkt und schwächt Nigel Farages Reform UK zugleich. Mit jedem prominenten Überläufer wird noch deutlicher: Eine Partei, die als Revolte begann, verwandelt sich zur Auffangstation eines gescheiterten Establishments. VON SHANTANU PATNI
Transatlantische Beziehungen : Die Machtverhältnisse sind klar, doch Europa verharrt im Obama-Zeitalter Die politische Klasse Europas fühlt sich den US-Demokraten näher als den US-Republikanern. Doch sie muss ihren Frieden damit machen, dass ihre bevorzugten Gesprächspartner auf absehbare Zeit keine reale Machtperspektive haben. VON SHANTANU PATNI
Friedrich Merz in Indien : Berlin und Neu-Delhi: Asymmetrische Annäherung Der Indien-Besuch von Bundeskanzler Merz kommt zu einem Zeitpunkt seltener strategischer Übereinstimmung: Berlin sucht neue Partner, Neu-Delhi neue Spielräume. Die zentrale Belastungslinie der künftigen Beziehungen ist Indiens Verhältnis zu Russland. VON SHANTANU PATNI