„Das Interview“ mit David Matei „Ich würde für Deutschland mein Leben riskieren“ 15 Jahre diente David Matei bei der Bundeswehr – heute erklärt er Sicherheitspolitik auf Social Media. Im Interview geht es um Krieg, Moral, Wehrpflicht und die Frage, wie viel uns unsere Freiheit eigentlich wert ist. INTERVIEW MIT DAVID MATEI
Wehrpflichtgesetz : Reisen nur mit Erlaubnis der Bundeswehr? Seit Januar 2026 müssen Wehrpflichtige eine Genehmigung der Bundeswehr einholen, wenn sie das Bundesgebiet für längere Zeit verlassen wollen. Aus Sicht der Verfassung und der Demokratie ist das hoch problematisch. VON VOLKER BOEHME-NESSLER
Leben vor der Brandmauer : Die Farce des unpatriotischen Nationalismus Durch Brandmauern geschützt kann die AfD Widersprüche aussitzen und einen wütenden Egoismus pflegen. Zwischen nationalistischem Pathos und wahltaktischem Opportunismus inszeniert sie radikale Ablehnung, ohne die Konsequenzen tragen zu müssen. VON BERND STEGEMANN
Wehrbeauftragter kritisiert „Kopflastigkeit“ : Die Bundeswehr hat zu viele Offiziere und viel zu wenige Kämpfer Der Wehrbeauftragte beklagt die absurde Kopflastigkeit der Truppe: In der Bundeswehr tummeln sich fast so viele Offiziere wie Mannschaften. Das ist seit vielen Jahren ein Indiz für die Demilitarisierung des Militärs, das seinen Daseinszweck vernachlässigte. VON FERDINAND KNAUSS
Die AfD und die Wehrpflicht : Wohlstandsspießer im Gewand des Patrioten Die AfD geriert sich als patriotische Partei. Doch zur Landesverteidigung hat man ein gespaltenes Verhältnis. Das ist verräterisch. Ist die AfD am Ende doch nur die Partei wohlstandsverwahrloster, bequemer Egoisten? Zeit, erwachsen zu werden. KOLUMNE: GRAUZONE
Der neue Wehrdienst : Wer verpflichten will, steht selbst in der Pflicht Der neue Wehrdienst setzt auf Hoffnung statt Reformen. Ohne ehrliche Bestandsaufnahme von Personal, Reserve und Bürokratie droht er zur politischen Ausweichbewegung auf Kosten der jungen Generation zu werden. VON KERRY HOPPE
Wehrpflicht für Frauen : Es kann nicht nur eine Hälfte der Bevölkerung den Preis zahlen Wenn es hart auf hart kommt, sollten wir bei der Verteidigung auf niemanden verzichten müssen. Das ist insbesondere auch im Interesse von Frauen. Denn erweist sich unsere Verteidigung nicht als maximal wehrhaft, ist es mit der Gleichberechtigung sowieso dahin. VON CAROLINA KAUBE
Wehrdienst-Debatte : Die Linke ist auf dem Trip „Lieber rot als tot“ Die Linke sieht von Moskau keine Gefahr ausgehen. Folglich ist sie gegen jede Art von Wehrpflicht. Parlamentarische Demokratie und Rechtsstaat sind aus ihrer Sicht also keine Werte, die es zu verteidigen lohnt. VON HUGO MÜLLER-VOGG
Wenn Ideologie Realität ersetzt : Plädoyer für eine wehrpolitische Debatte, die die Natur der Geschlechter ernst nimmt In ihrem Gastbeitrag warnt die 24-jährige Studentin Meltem Seker vor einer Gleichsetzung von Männern und Frauen im Wehrdienst. Sie argumentiert, dass biologische und demografische Fakten nicht ideologisch übergangen werden dürfen, will man nicht langfristige Folgen riskieren. VON MELTEM SEKER
Wehrdienst : Steinmeier vermeidet ein klares und positives Ja Wehrdienst – ob freiwillig oder erzwungen – ist bei jungen Leuten alles andere als populär. Doch die Politik hält es nicht für nötig, für dessen Notwendigkeit zu werben. Und der Bundespräsident versteckt sich hinter einer unrealistischen „Pflichtzeit für alle“. VON HUGO MÜLLER-VOGG
Männerwehrpflicht in Zeiten des Selbstbestimmungsgesetzes : Frau werden, um nicht zur Bundeswehr zu müssen? Die künftige Wehrpflicht wird nur für Männer gelten. Das Selbstbestimmungsgesetz könnte ausgenutzt werden, um als standesamtlich festgestellte Frau die Pflicht zu umgehen – sofern das früh genug erfolgt. Bequemer dürfte ein anderer, bewährter Weg sein. VON FERDINAND KNAUSS
Kriegsangst : 89 Sekunden vor Mitternacht Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine schürt auch in Deutschland immer öfter Ängste vor einer Ausweitung des Konflikts. Besonders vorbelastete und ältere Menschen spüren einen Leidensdruck, der durch die Rhetorik westlicher Politiker nur noch verstärkt wird. VON PAT CHRIST
Zurück zum Dienst an der Waffe? : Warum Deutschland ohne Wehrpflicht seine Wehrhaftigkeit verliert Deutschland hat Milliarden für seine Verteidigung bereitgestellt, aber keine Richtung. Ohne Wehrpflicht, schreibt unser Gastautor, verliert das Land seine Wehrhaftigkeit – und damit die Fähigkeit, Freiheit und Frieden selbst zu verteidigen. EIN GASTBEITRAG VON OLIVER ROLOFS
Merz heizt Debatte um Wehrpflicht für Frauen an : Für die Linke hört Gleichheit an der Kasernentür auf 114.000 neue Soldaten braucht die Bundeswehr – und Friedrich Merz macht den Vorschlag, die Wehrpflicht auf Frauen auszudehnen. Doch die „feministische“ Linke will sich den Rocksaum nicht schmutzig machen: Rechte ja, Pflichten nein. VON MIRJAM EPSTEIN
Robert Habeck als Soldat? : Streitkräfte können nicht generationengerecht sein Robert Habecks Gerede über einen generationengerechteren Wehrdienst und die neue Mode der widerrufenen Kriegsdienstverweigerungen alter Männer belegen militärische Unkenntnis und anhaltenden Unernst in Sachen Wehrhaftigkeit. VON FERDINAND KNAUSS