„Das Interview“ mit Peter Gauweiler „Die Menschen spüren, dass das ganze Sprach- und Blasenwerk an ihrer Lebenswirklichkeit vorbeigeht“ Der frühere CSU-Politiker Peter Gauweiler plädiert für ein bundesweites Bündnis von CSU und Freien Wählern. Im Interview spricht er über die Schwäche der Union, die AfD und die „Brandmauer“, Franz Josef Strauß und die Unterschiede zwischen der politischen Klasse seiner Zeit und heute. INTERVIEW MIT PETER GAUWEILER
BSW-Spitzenkandidat über AfD : „Wie soll ich erklären, eine Partei außen vor zu lassen, die 42 Prozent hat?“ Sachsen-Anhalt vor der Landtagswahl: Das BSW schließt Gespräche mit der AfD nach der Wahl nicht aus. Im Interview erklärt Spitzenkandidat Thomas Schulze, warum man die AfD nicht aus dem Spiel halten kann und welche roten Linien für ihn gelten. INTERVIEW MIT THOMAS SCHULZE
Streit um Enteignungen von Wohnungskonzernen : Rot-Rot-Grün in Berlin vor dem Aus? In gut einem Monat wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Umfragen sehen eine Mehrheit für Rot-Rot-Grün, doch nun scheint ausgerechnet die Frage nach Enteignungen einer Verständigung zwischen Linken und SPD im Weg zu stehen. VON ROBERT HOFMANN
Bundeszentrale für Politische Bildung unter neuer Führung : Zwischen Sparzwang und Neuausrichtung Fünf Monate nach seinem Amtsantritt gibt Sönke Rix (SPD) die Leitung der Bundeszentrale für politische Bildung schon wieder ab. Mit Volker Ullrich übernimmt ein CSU-Mann kommissarisch das Ruder. Die Bundeszentrale will sich künftig stärker um Islamismus und Linksextremismus kümmern. VON MAX-EMANUEL HAMPEL
JU-Vorsitzende tritt aus der CDU aus : „Ich kann das den Leuten gegenüber nicht mehr rechtfertigen“ Laura Strohschneider hat ihren Rücktritt als JU-Chefin in Brandenburg angekündigt – und ihren Austritt aus der CDU. Im Interview wirft sie der Parteiführung mangelnde Glaubwürdigkeit vor und kritisiert den Regierungskurs mit der SPD. INTERVIEW MIT LAURA STROHSCHNEIDER
Gesundheitsminister Carsten Linnemann : Der Mann, der sich selbst widerlegen muss Mitten in der heikelsten Reformphase des Gesundheitswesens übernimmt Carsten Linnemann ein Amt, das er sich selbst nie zugetraut hatte. Für einen der letzten ordnungspolitischen Köpfe der CDU steht damit die eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel. VON SHANTANU PATNI
Thorsten Frei soll Fraktionschef werden : Die Spahn-Lücke wird umgehend geschlossen Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramtes, soll die Unionsfraktion führen. Keine spektakuläre Personalie, aber eine naheliegende, die zeigt, wie dünn die Personaldecke der CDU ist. Für die Nachfolge im Kanzleramt gibt es noch keinen Kandidaten. VON CHRISTIAN WILP
Berliner CDU : Kai Wegner tritt nicht wieder an Falsch informiert und auch noch Tennis gespielt: Seit dem Anschlag auf das Stromnetz im Januar steht Berlins Regierungschef Kai Wegner unter Druck. Nun steht fest, wie es mit dem CDU-Spitzenkandidaten weitergeht. VON CICERO-REDAKTION
Nicole Hoffmeister-Kraut im Portät : „Eine von uns“ Die einstige Quereinsteigerin Nicole Hoffmeister-Kraut ist erneut und wider Erwarten Wirtschaftsministerin im Südwesten geworden – gegen den Wunsch von Manuel Hagel, der sie eigentlich loswerden wollte. Ihren Rückhalt verdankt sie vor allem der eigenen Wirtschaft, die sich vehement für sie einsetzte. VON JOHANNA HENKEL-WAIDHOFER
Ergebnisse des Koalitionsausschusses : Kein großer Sprung, aber immerhin ein Hopser Die Koalition hat sich auf 34 Reformmaßnahmen verständigt – von Steuerentlastungen über Bürokratieabbau bis hin zu Änderungen im Arbeitsrecht. Gemessen am politischen Stillstand der vergangenen Monate wirkt selbst dieser kleine Reformschritt fast schon wie ein Erfolg. VON CHRISTIAN WILP
Der „Wir schaffen das!“-Kanzler : Warum Merz sein Reform-Sommermärchen begraben und Vertrauen neu verdienen muss Deutschland braucht Reformen, die diesen Namen auch verdienen. Dieser Anspruch darf nicht durch große Rhetorik und fehlende Taten verspielt werden. Sonst scheitert die Wende nicht erst im Parlament – sondern schon am Misstrauen der Bürger. VON THOMAS EBENFELD
Politischer Stillstand in Berlin : Das große Reformtheater Gipfel, Ankündigungen und wohlklingende Versprechen prägen die Berliner Politik. Doch SPD und Kanzler Friedrich Merz verwässern notwendige Reformen aus Angst vor Konflikten und führen Deutschland in eine Phase politischer Lähmung. Dabei weiß es zumindest Merz eigentlich besser. KOLUMNE: UNGEFILTERT VON WOLFGANG KUBICKI
Merz und die Koalition in der Krise : Alles andere wäre die Hölle Die Regierung ist zum Erfolg verdammt, denn die Alternativen sehen düster aus. Vor allem die SPD muss endlich den Sprung aus der Arbeiterromantik in die Realität wagen. Deswegen kommt es darauf an, dass der Kanzler jetzt ins Risiko geht und um den Preis des Scheiterns politische Führung übernimmt. VON MATHIAS BRODKORB
Bärbel Bas bei Miosga : Die Partei der gebremsten Reformen Bärbel Bas im Rechtfertigungsmodus: Bei Caren Miosga verteidigt die SPD-Chefin ihre Rolle als Mahnerin in der Koalition – und zeichnet zugleich das Bild einer Partei, die zwischen Regierungsverantwortung und eigener Identitätskrise pendelt. VON JAN UPHOFF
Die Zukunft der Union : Wüst wäre die unmögliche Wiederholung von Merkel Die Wunschvorstellung in manchen Unionskreisen, Hendrik Wüst möge der Kanzlernachfolger werden, ist ein Nachhall des Merkelismus. Wer wissen will, woran man mit Wüst (und Söder) ist, lese ein Positionspapier von 2007 – und vergleiche es mit dem, was kam. VON FERDINAND KNAUSS