Nachlese zur Münchner Sicherheitskonferenz Europa muss erwachsen werden Die Münchner Sicherheitskonferenz hat gezeigt: Viele in Europa fühlen sich von Amerika verraten. Aber die USA passen sich lediglich an eine neue geopolitische Realität an. Ihre Mission in Europa ist erfüllt. Es ist Zeit, dass Europa seine Verpflichtungen gegenüber sich selbst wahrnimmt. VON GEORGE FRIEDMAN
Amerikas Nationale Sicherheitsstrategie : Die Ursache der europäischen Krise Die Europäer haben lange Zeit nicht verstanden, warum Amerika als Schutzmacht auftrat – nämlich aus geostrategischem Eigeninteresse. Doch die Prämissen haben sich grundlegend geändert. Der „Alte Kontinent” sollte das anerkennen: als Vereinigte Staaten von Europa. VON GEORGE FRIEDMAN
Russland, Ukraine und der Westen : Stabile Ordnungen werden durch Gewalt geschaffen Der Krieg in der Ukraine ist kein historischer Ausnahmefall, sondern Ausdruck einer vertrauten Logik machtpolitischer Neuordnung. Was wie Chaos erscheint, folgt der inneren Struktur eines ungelösten Systemkonflikts, der seit dem Ende des Kalten Krieges fortwirkt. VON CHRISTIAN OSTHOLD
Cicero im November : Moskauer Machtkampf Russland ist keine unbedeutende „Regionalmacht“, wie Barack Obama einst meinte. Es ist sehr wohl relevant, was im Kreml geschieht. In unserer November-Ausgabe geht es um die große Frage: Was kommt nach der Ära Wladimir Putin? VON ALEXANDER MARGUIER
40 Jahre Nachrüstung : Geistig-moralische Zeitenwende Die Stationierung von Pershing-II-Mittelstreckenraketen in der Bundesrepublik vor 40 Jahren läutete den Anfang vom Ende des Kalten Krieges ein. Dabei setzte die Nato von Beginn an auf eine Strategie, die Stärke und Dialog miteinander vereinte. Was können wir heute daraus lernen? VON CEDRIC BIERGANNS
Deutschland und Russland : Die Warnsignale nicht gesehen An der Universität Potsdam wurde über die deutsche Russlandpolitik seit 1990 diskutiert. Die meisten Experten auf dem Podium ließen kein gutes Haar daran. Einzig der stellvertretende Botschafter der Ukraine zeichnete ein differenzierteres Bild. VON YORK HERDER
Vorbeugender Atombombenangriff : Pläne im Kalten Krieg: Die nukleare Vernichtung Westdeutschlands Eine atomar verwüstete Bundesrepublik wäre für die Sowjetunion völlig nutzlos gewesen – abgesehen von dem Umstand, dass sie als ideologischer und ökonomischer Gegner nicht länger existent gewesen wäre. Deshalb gab es militärische Pläne, Westdeutschland durch einen vorbeugenden Nuklearangriff zu zerstören. Die Parallelen zu Putins Wahnvorstellungen, wenn er heute über das Nichtexistenzrecht der Ukraine spricht, liegen auf der Hand. VON JENS PETER PAUL
Putins Plan Teil 1 : Der erste globale Wirtschaftskrieg Mit dem Ukrainekrieg folgt Moskau einer seit Jahren ausgeklügelten Strategie, um Europa zu schwächen und zu dominieren. Die Energieversorgung spielt darin eine tragende Rolle. Und Deutschland war das Einfallstor. Lesen Sie im ersten Teil unserer Serie „Putins Plan“, warum Russland gerade jetzt die Ukraine angreift. VON ANTONIA COLIBASANU
Konflikt zwischen Russland und den USA : Ausweitung der Kampfzone Der Ukraine-Konflikt zwischen Russland und den Vereinigten Staaten droht, sich auf Lateinamerika auszuweiten. Und zwar in Form eines Stellvertreterkrieges zwischen Venezuela und Kolumbien. Einiges erinnert an die Kuba-Krise. Doch es geht eher um die Unterstützung von Guerilla-Gruppen. VON ALLISON FEDIRKA
Europas Sorge : Kalter Krieg mit China? Mit dem 21. Jahrhundert kommt eine neue Weltordnung, die China heißt. Während die Chinesen auf der wirtschaftlichen Überholspur sind, hat Europa verschlafen. Es ist an der Zeit aufzuwachen, findet unser Gastautor Finn Wandhoff. SERIE: JUNGE STIMMEN
Streitgespräch über Russland : „Wir sind nicht aggressiv“ Wie groß sind die Mentalitätsunterschiede zwischen Russland und dem Westen? Warum agiert Russland außenpolitisch so aggressiv? Welche Rolle spielen die USA? Ein Streitgespräch zwischen dem deutschen Außenpolitiker Norbert Röttgen und dem russischen Putin-Vertrauten Wladimir Jakunin INTERVIEW MIT NORBERT RÖTTGEN & WLADIMIR JAKUNIN
Konflikt mit Russland : Halbblut und Problembär Der Westen und Russland stehen sich heute so feindlich gegenüber wie zu schlimmsten Zeiten des Kalten Krieges. Warum eigentlich? VON MORITZ GATHMANN
Cicero im Juni : Der russische Problembär Krim-Annexion, Sanktionen, Syrien-Konflikt: In den vergangenen Jahren haben sich der Westen und Russland entfremdet, die Atmosphäre erinnert an Zeiten des Kalten Krieges. Vor der Fußball-WM gehen wir in der aktuellen Cicero-Ausgabe der Frage nach, wie es so weit kommen konnte VON CHRISTOPH SCHWENNICKE
US-German Relations : The mutual indifference The histories of the United States and Germany have been intertwined since before 1900. Sometimes they were allies, sometimes adversaries. Now, German-American relations are governed by the principle of indifference. By George Friedman KOLUMNE GEOPOLITICAL FUTURES
Sergej Skripal : Deutschland sollte Vermittler werden Nach dem Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal weisen nun 15 EU-Staaten russische Diplomaten aus, darunter auch Deutschland. Statt den Konflikt weiter zu verschärfen, sollte Berlin seine Rolle als Vermittler wiederfinden VON CHRISTIAN HACKE