Cicero-Serie „7 Gespräche zum 7. Oktober“, Teil 3 „Eine solche Niedertracht und Grausamkeit entbehrt jeder Logik“ Dror Kaplun wurde von der Hamas aus seinem Haus im Kibbuz Be’eri verschleppt und ermordet. Monatelang wusste seine Familie nicht, was mit ihm geschehen war. Seine Tochter Maayan erzählt vom Verlust ihres Vaters und dem Zusammenbruch ihres Glaubens an ein friedliches Zusammenleben. INTERVIEW MIT MAAYAN KAPLUN KEIDAR
Nahost-Berichterstattung in den Mainstream-Medien : Israel am Pranger Seit seiner Gründung 1948 muss sich Israel der Aggressionen seiner arabischen Nachbarstaaten erwehren. Wenn Journalisten Israels aktuelle Politik kritisieren, ohne diese geschichtlichen Voraussetzungen zu berücksichtigen, tragen sie zur Delegitimierung des jüdischen Staates bei. VON RAINER WERNER
Cicero-Serie „7 Gespräche zum 7. Oktober“, Teil 2 : „Man hat sie wie Vieh behandelt“ Yair Yaakov wurde am 7. Oktober von Terroristen ermordet, seine Söhne 52 Tage in Gaza festgehalten. Sein Bruder Yaniv erzählt von der verzweifelten Suche nach Informationen und seinem jahrelangen Kampf, die Familie wieder zusammenzubringen – und wie er die Erinnerung an seinen Bruder wachhält. INTERVIEW MIT YANIV YAAKOV
Cicero-Serie „7 Gespräche zum 7. Oktober“, Teil 1 : „Mein ganzer Körper schrie danach, dass ich fliehen musste“ Anita Conforty überlebte das Massaker auf dem Nova-Festival am 7. Oktober nur knapp. Im Interview erzählt die Musikerin von ihrer Flucht vor den Hamas-Terroristen, dem Trauma danach und ihrem Versuch, trotz des Erlebten nicht dem Hass zu verfallen. INTERVIEW MIT ANITA CONFORTY
Verblassende Erinnerungskultur : Warum die Botschaft der NS-Überlebenden zu selten gehört wird NS-Überlebende berichten von Krieg, Verfolgung und lebenslangen Traumata. Doch ihre Stimmen finden im öffentlichen Diskurs oft zu wenig Gehör. Gleichzeitig geraten wichtige Begegnungsangebote wegen fehlender Finanzierung zunehmend unter Druck. VON PAT CHRIST
Brodkorb liest : Demokratie, Satire, Opferkult Drei Bücher, die unbequeme Fragen stellen: Ist die Demokratie selbst schuld an ihrer Krise? Kann Humor Hass heilen? Und wie wurde die Gesellschaft zur Therapie-Anstalt? Lektüreempfehlungen für alle, die es genau wissen wollen. VON MATHIAS BRODKORB
Postkolonialismus : Wie man Judenhass wegdefiniert Nicht erst seit dem 7. Oktober 2023 zeigt sich in Teilen der Wissenschaft eine problematische Verschiebung: Postkoloniale Deutungen relativieren antisemitische Gewalt, deuten Terror als „Widerstand“ und entkoppeln den Holocaust von seinem ideologischen Kern. VON VERENA BUSER
Das Tagebuch der Anne Frank : Das Urteil einer Tochter In Anne Franks Tagebuch liest die Welt von Verfolgung, Angst und Hoffnung im Versteck. Weniger beachtet wird eine andere Geschichte, die zwischen den Zeilen steht: die schwierige Beziehung eines jungen Mädchens zur eigenen Mutter. Doch was begegnet uns in diesen Zeilen eigentlich? VON LISA DAVIDSON
Jan Gerbers „Das Verschwinden des Holocaust“ : Warum die Erinnerung an den Holocaust verblasst Jan Gerber zeigt in „Das Verschwinden des Holocaust“, wie brüchig und widersprüchlich die Erinnerung an die Schoa gewachsen ist – und warum ihre heutige Banalisierung weniger mit Gedenken zu tun hat als mit dem Verlust historischer Urteilskraft. VON NICO HOPPE
Robert Habeck in Auschwitz : Nichts als warme Worte Die Selbstinszenierung von Robert Habeck bei seinem Besuch in der Auschwitz-Gedenkstätte ist zwar peinlich, aber kein Skandal. Viel bedeutender ist, was der grüne Minister gegen heutigen Antisemitismus unternimmt – oder eben unterlässt. VON INGO WAY
Film der Woche: „A Real Pain“ : Millennials auf Holocaust-Tour In der sensiblen Tragikomödie „A Real Pain“ reisen zwei junge Amerikaner auf den Spuren ihrer jüdischen Vergangenheit nach Polen. Im Zentrum steht jedoch nicht die Konfrontation mit dem Holocaust, sondern die quälende Selbstfindung der beiden Männer. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Der Schatten des Kommandanten“ : Mein Auschwitz, dein Auschwitz Im Dokumentarfilm „Der Schatten des Kommandanten“ setzt sich der 87-jährige Hans Jürgen Höss, Sohn des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß, zum ersten Mal mit dem grausamen Vermächtnis seines Vaters auseinander. Regisseurin Daniela Völker gelingt ein innovatives Zeitdokument. VON URSULA KÄHLER
Bundestag ehrte Missbrauchs-Täter : Irrwege des Gedenkens Letzte Woche wurde bekannt, dass der Bundestag beim Holocaust-Gedenken im Jahr 2023 einen wegen Missbrauchs verurteilten Mann geehrt hat. Wie sich nun herausstellt, war das kein Versehen. Die Öffentlichkeit wurde bewusst getäuscht. VON ALEXANDER ZINN
Holocaust-Überlebende : „Dachte nie, dass so etwas wieder passiert“ Seit dem Anschlag von Terroristen der Hamas in Israel und dem folgenden Gaza-Krieg nimmt antisemitische Gewalt weltweit zu. Bei Überlebenden des Holocausts werden Erinnerungen wach - insbesondere zum 85. Jahrestag der Pogromnacht. VON CICERO-REDAKTION
Aufstand im Warschauer Ghetto : Letzter Akt Vor 80 Jahren begann der vierwöchige Aufstand im Warschauer Ghetto. Welche Lehre können wir aus dem Widerstand der Juden gegen die deutschen Unterdrücker ziehen? VON LUKAS KOPEREK