Rücktritt von Jason Arday Der Cambridge-Professor, dessen Biografie mehr Wunder kennt als das Neue Testament Jason Arday wurde 2023 als jüngster schwarzer Professor an die Cambridge University berufen. Seine abgeschriebenen Arbeiten und erfundene Lebensgeschichte gerieten zunehmend in die Kritik. Nun ist er zurückgetreten – doch Cambridge verteidigte ihn bis zum Schluss. VON SHANTANU PATNI
Plagiatsvorwurf gegen Rassismusforscher Jason Arday : Identitätspolitik ersetzt Wissenschaft Der Cambridge-Professor Jason Arday steht wegen Plagiatsvorwürfen unter Druck. Doch der Fall ist mehr als eine rein akademische Affäre. Er wirft die Frage auf, ob westliche Universitäten wissenschaftliche Maßstäbe überhaupt noch unabhängig von identitätspolitischen Debatten anwenden. VON JAN UPHOFF
„Sexuelle Selbstbestimmung“ : Hände weg vom Grundgesetz! Nach dem CSD-Anschlag trommeln linke Parteien und queere Aktivisten dafür, „sexuelle Identität“ im Grundgesetz zu verankern. Gegen islamistischen Terror hilft das nicht. Dafür fühlen sich Pädophile und Zoophile von diesem woken Irrsinn bereits angesprochen. VON ANTJE JELINEK
Woke Gender-Ideologie unterliegt : Wie J.K. Rowling die größte Menschenrechtsorganisation der Welt in die Knie zwang Amnesty International erklärte eine von J.K. Rowling finanzierte Anlaufstelle für Vergewaltigungsopfer zur Bedrohung für Menschenrechte. Binnen drei Wochen zwang die Autorin die Organisation zu Rückzug, Entschuldigung und einer internen Untersuchung. Lernen wird sie daraus wohl nichts. VON SHANTANU PATNI
Was leistet der Faschismusbegriff – und was nicht? : Das Gift in der Debatte Deutschland hat sich im Faschismus-Vorwurf eingegraben. Der inflationäre Gebrauch eines Begriffs, der vor allem Zugehörigkeiten und Abgrenzungen markiert, führt zur Verunmöglichung der politischen Debatte. KOLUMNE DIE SONNTAGSFRAGE
Ausladung der jüdischen Autorin Mirna Funk : „Es hat mich schockiert“ Mirna Funk sollte im Comedia Theater Köln über Macht und Schönheit diskutieren. Kurz vor Beginn kommt die Absage. Im Interview erzählt die jüdische Autorin, wie sie davon erfuhr – und was das für sie bedeutet. Ein weiterer Fall von Cancel Culture im Kulturbetrieb. INTERVIEW MIT MIRNA FUNK
Das politische Buch : Konrad Paul Liessmann liest „Opfer“ Vom Schutz der Schwachen zur begehrten Zuschreibung: Die Philosophin Maria-Sibylla Lotter zeichnet in „Opfer" die erstaunliche Karriere des Opferbegriffs nach – und zeigt, wie aus Verletzlichkeit ein Selbstbild und eine strategische Ressource wurde. VON KONRAD PAUL LIESSMANN
Pädagogik der Gleichmacherei : Die Bildungswiese wird zur Kunstrasenfläche Jahrzehnte der elternfeindlichen und gleichmacherischen Pädagogik haben die Ungleichheit nur vergrößert und das Gesamtniveau der Bildung herabgesetzt. Dafür sind nun Unsicherheit und Verrohung ziemlich gleichmäßig im ganzen Land verteilt. VON KONRAD ADAM
Nach Druck auf Veranstaltungsort : Debatte über Transaktivismus wird gecancelt Eine Hamburger Lokalität hat dem Verein „Club Volantaire“ eine Diskussion abgesagt. Der Grund: Protestmails aus der queer-woken Szene. Die Gäste Marie-Luise Vollbrecht und Till Randolf Amelung wundert das nicht. Jetzt wird nach einer Alternative gesucht. VON CHRISTINE ZINNER
Auswüchse der Wokeness : Willkommen in Absurdistan Niemand kann den Absolutheitsanspruch der Wokeness bestreiten. Gegen jede Vernunft wird versucht, gewisse Dogmen in der Gesellschaft zu etablieren. Das Portfolio reicht von Frisuren über Sprache bis zu einem freien Palästina. VON ANTJE JELINEK
Gender-Debatte : Die meisten Männer sind nicht toxisch Männer werden in der öffentlichen Debatte zunehmend negativ dargestellt. So entsteht eine wachsende gesellschaftliche Schieflage. Es lohnt sich, Männlichkeit differenziert, reflektiert und jenseits ideologischer Verzerrungen neu zu betrachten. VON MICHAEL KLEIN
Realität vs. Ideologie : Das „Selbstbestimmungsgesetz“ muss abgeschafft werden Transmenschen genießen schon heute die gleichen Rechte wie jeder andere. Die geforderten „Transrechte“ gehen darüber hinaus und stellen in Wahrheit Privilegien dar, die zulasten der Rechte anderer durchgesetzt werden sollen. VON UWE STEINHOFF
Ein Gedankenexperiment : Wer schützt die Demokratie vor ihren Beschützern? Für die meisten Abgeordneten hängt ihre Existenz am Mandat. Neue Konkurrenz begreifen sie nicht als demokratischen Wettbewerb, sondern als Bedrohung. Eine Rücktrittskultur gibt es nicht mehr. Die Logik des Systems selbst untergräbt offenen Diskurs – und damit die demokratische Kultur. GASTBEITRAG VON FRANK C. MAIKRANZ
Ist es richtig, Bewerber mit Migrationshintergrund bevorzugt einzuladen? : Wenn Ungleichheit gerechter als Gleichheit ist Wer nach Gerechtigkeit sucht, der mag Gleichheit als höchstes Gut betrachten. Aber er darf die Verschiedenheit der Menschen und die Unterschiedlichkeit der Situationen nicht ausblenden. Manchmal bedarf Gleichheit auch der Abwägung. Wie eine Debatte aus Berlin zeigt. KOLUMNE: DIE SONNTAGSFRAGE
Offene Jugendtreffs : Erzieher taugen nicht als Kumpel Mitarbeiter eines Offenen Jugendtreffs in Berlin sollen eine Vergewaltigung gedeckt haben, damit die Täter nicht aufgrund ihrer Herkunft „diskriminiert“ werden. Tatsächlich gibt es gute Gründe, das Konzept solcher Treffs generell infrage zu stellen. VON MIRIAM STIEHLER