Bildungskrise Mehr Gymnasium wagen! Deutschlands beliebteste Schulform, das Gymnasium, hat unter der egalitären Bildungspolitik der letzten Jahrzehnte gelitten. Zeit, das Gymnasium wieder zu einer Schule für die intelligentesten Kinder zu machen. VON RAINER WERNER
Anbruch einer postschriftlichen Gesellschaft : Die schweigende Mehrheit liest nicht mehr Durch die sozialen Medien hat sich die kulturelle Infrastruktur der Öffentlichkeit grundlegend verschoben. Gelesen werden nur noch Tweets, Posts und Kommentare. Damit verändert sich auch die Art, wie demokratische Gesellschaften denken und streiten. VON SHANTANU PATNI
„Das Interview“ mit Michael Tsokos : „Man kann sich nicht früh genug mit dem Tod auseinandersetzen“ Michael Tsokos zählt zu den bekanntesten Rechtsmedizinern Deutschlands. Im Interview spricht er über seine ersten Begegnungen mit dem Tod, falsche TV-Klischees und darüber, wie seine Arbeit ihn gelehrt hat, das Leben bewusster zu schätzen. INTERVIEW MIT MICHAEL TSOKOS
VERA-Überprüfung 2026 : Der Sargnagel des Wohlstands Die neuen VERA-Daten werden oft missverstanden – und sind doch alarmierend. Deutschlands Bildungssystem verliert immer mehr leistungsstarke Schüler. Das ist weit mehr als ein schulpolitisches Problem, es beschleunigt den wirtschaftlichen Niedergang des Landes. VON MATHIAS BRODKORB
Was ist falsch daran, Texte von KI schreiben zu lassen? : Was du auch machst, mach’ es nicht selbst Immer mehr Menschen greifen zur Verfertigung ihrer Texte auf große Sprachmodelle zurück. Dem immensen Zeitgewinn steht ein Interessen- und Resonanzverlust entgegen. Lohnt es sich also vielleicht doch, selbst zum Stift zu greifen? KOLUMNE DIE SONNTAGSFRAGE
Deutscher Sportsgeist : Ohne Wettbewerb keine Sieger Lange konnte man darauf vertrauen, dass wenigstens im Fußball noch der Wille zur Bestleistung existiert. Nach dem dritten WM-Debakel in Folge scheint auch das passé. Dieser Mangel an Siegeswillen passt zur Einstellung von Eltern und Schülern im ganzen Land. VON MIRIAM STIEHLER
Zwei Schritte vorwärts, einer zurück : Wenn gesellschaftlicher Fortschritt keiner ist Vieles, was sich als Fortschritt präsentiert, ist in Wirklichkeit Rückschritt. Ob Identitätspolitik, Feminismus, Islam-Debatte, Technologie, Wirtschaft oder Bildung – oft gefährden ideologisch motivierte Entwicklungen bewährte Errungenschaften. VON ANTJE JELINEK
Bildungsbericht 2026 : Betreut, aber nicht gebildet Der Bildungsbericht 2026 zeigt das Scheitern der bisherigen Bildungspolitik. Das fängt schon in der KiTa an: Fragwürdige pädagogische Ansätze erschweren den Spracherwerb. Hinzu kommt der mangelnde Bildungswille vieler Eltern – besonders zugewanderter. VON MIRIAM STIEHLER
Nationaler Bildungsbericht : Gleichheit für alle ist Blödheit für alle Aus dem Bildungsbericht könnte die Politik, wenn sie nicht nur an ihren Dogmen interessiert wäre, endlich lernen: Die Ungleichheit der genetischen und sozialen Herkunft ist nicht zu ändern. Gerade darum müssen Familien gestärkt werden. VON MATHIAS BRODKORB UND KLAUS ZIERER
Pädagogik der Gleichmacherei : Die Bildungswiese wird zur Kunstrasenfläche Jahrzehnte der elternfeindlichen und gleichmacherischen Pädagogik haben die Ungleichheit nur vergrößert und das Gesamtniveau der Bildung herabgesetzt. Dafür sind nun Unsicherheit und Verrohung ziemlich gleichmäßig im ganzen Land verteilt. VON KONRAD ADAM
Einschnitte im Sozialstaat : Bafög – Jetzt sind die Studenten dran Das Bundesausbildungsförderungsgesetz galt jahrzehntelang als Inbegriff der staatlichen Aufstiegshilfe. Nun wird es nicht an die Inflation angepasst, also de facto gekürzt. Das ist nur ein Teilaspekt des großen Fehlers der deutschen Schulden-Sozial-Politik. VON MATHIAS BRODKORB
Sollte an der staatlichen Schulpflicht festgehalten werden? : Staatlicher Bildungauftrag bedeutet nicht unbedingt Schulpflicht Die von der AfD gestellte Forderung, die staatliche Schulpflicht aufzuheben, ist durchaus diskutabel. Entscheidend ist die Schutz- und damit auch Bildungspflicht des Staates gegenüber den Bürgern. Die Schulpflicht ist dazu nur ein Mittel. KOLUMNE: DIE SONNTAGSFRAGE
Daniel Stelters neues Buch : Der Absturz-Prophet, der viel zu oft richtig liegt In seinem Buch „Absturz“ rechnet der Ökonom Daniel Stelter mit Deutschlands Politik und Wirtschaftsmodell ab. Das Land befinde sich aufgrund von Bürokratie, Demografie, Energiekosten und Staatsausgaben im Sinkflug. Doch es gibt auch etwas, das Hoffnung macht. VON THOMAS HAGENBUCHER
Ernährung als Bildungsaufgabe : Wenn Essen gute Pädagogik ersetzt Frühstücksbuffet, Nachmittagssnack, Rohkostpause: In vielen Kitas dreht sich der Alltag immer stärker ums Essen. Doch was passiert, wenn Mahlzeiten zur Beschäftigungstherapie werden – und Bildung nur noch nebenbei stattfindet? VON MIRIAM STIEHLER
Opfer-Ökonomie : Der antisoziale Sozialstaat Der Sozialstaat beruhte einst auf gegenseitiger Solidarität. Heute ist er ein System, das Opferstatus belohnt, Leistung entwertet und Verantwortung verdrängt. In dieser „Opferökonomie“ wachsen Helferklassen – und Leistungsträger werden demoralisiert. VON AGLAJA STIRN UND WOLFGANG BALZER