Europa zwischen Krieg und Frieden Warum jetzt eine neue Diplomatie nötig ist Die Großmächte scheinen zunehmend auf das Mittel der autoritären Gewalt zu setzen. Moralische Empörung allein bringt nichts. Zur Wahrung des Friedens braucht es eine mutige Politik – ohne ideologische Verblendungen. VON RÜDIGER LÜDEKING
Duma-Wahlen in Russland : Der Kreml wird nervös Im September wählen die Russen ein neues Parlament, und derzeit sinken Putins Beliebtheitswerte deutlich. Denn der Niedergang der russischen Wirtschaft lässt sich kaum noch verbergen. Die Regierung dürfte deshalb zu etlichen Zugeständnissen bereit sein. VON EKATERINA ZOLOTOVA
Literaturen im April : Im Würgegriff der Digitalisierung Fünf Bücher, fünf Perspektiven auf unsere Gegenwart: von Digitalisierung und Identität über politische Haltungen, Literatur und Sicherheitspolitik bis zur Weltwirtschaft. Sie zeigen, wie Macht, Ideen und Konflikte unser Denken prägen, und fordern zum Widerspruch heraus. VON ALEXANDER GRAU, RENÉ SCHLOTT, URSULA KÄHLER UND ROLAND WÖLLER
Der Krieg im Iran und die globalen Auswirkungen : Die USA sind strategisch überdehnt Willkommen in der Wolfswelt: Während sich die Vereinigten Staaten und Russland in teuren Kriegen verzetteln, sieht China seine große Chance. Europa hingegen hat mit seinen begrenzten militärischen Fähigkeiten nur eine Möglichkeit, sich zu behaupten. VON MARC SAXER
Ostermärsche : Das bequeme Gewissen der Republik Auch dieses Jahr finden wieder die antimilitaristischen Ostermärsche statt. Doch diese Bewegung ist nicht Ausdruck von reinem Pazifismus, sondern eines alten deutschen Reflexes: des Wunsches, sich vor Machtpolitik, Bündnisverpflichtungen und militärischer Verantwortung zu drücken. VON FLORIAN HARTLEB
Konflikte in der Ukraine und im Iran : Die Kriege der Zukunft Bei den aktuellen Waffengängen im Iran und in der Ukraine zeigt sich, wie künftige Kriege geführt werden: Drohnen bestimmen den Ausgang der Kampfhandlungen. Und das wiederum bedeutet: Der Schwerpunkt der Kriegsführung liegt im Weltraum. VON GEORGE FRIEDMAN
Auswirkungen des Iran-Kriegs auf Russland : Moskaus große Chance? Durch den Angriff Israels und der Vereinigten Staaten auf den Iran tun sich für Moskau plötzlich neue Absatzmöglichkeiten für Rohstoffe wie Öl und Gas auf. Doch beim näheren Blick zeigt sich: Ganz so einfach wird die Rechnung nicht aufgehen. VON EKATERINA ZOLOTOVA
Cicero im März : Entristen Islamistischer Einfluss auf Europas Parteien? Immer häufiger stehen linke Kräfte im Verdacht gezielter Unterwanderung. Kritiker warnen vor einem stillen „Marsch durch die Institutionen“ – doch wer das ausspricht, riskiert sofort den nächsten Tabubruch. VON ALEXANDER MARGUIER
Münchner Sicherheitskonferenz : USA und EU: Die Rosenkrieger Trotz der warmen Worte von Kanzler Merz und Außenminister Rubio bleibt die Lage nach Handelsstreit und Grönland-Krach brisant: Washington fordert eine Partnerschaft zu US-Bedingungen, während Europa um mehr Autonomie ringt. Wenig überraschend herrscht unter den Europäern Uneinigkeit über den künftigen Kurs. VON MARC SAXER
Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz : Freundliche Worte und eine Leerstelle Der amerikanische Außenminister wählt in seiner Münchner Rede einen verbindlicheren Ton als Vizepräsident J.D. Vance vor einem Jahr. Doch in der Sache benennt Marco Rubio klar die Erwartungen Washingtons. VON THOMAS URBAN
Wie der Ukrainekrieg den Niedergang Russlands beschleunigt : Bestenfalls ein Pyrrhussieg Der Ukrainekrieg wirkt wie ein Pyrrhussieg für den Kreml: Während Verhandlungen Stärke suggerieren, beschleunigt der Krieg Russlands geopolitischen Abstieg. Moskau verliert Einfluss in Europa, im postsowjetischen Raum und global – und bleibt dennoch gefährlich. VON STEFAN MEISTER
Russland und der Ukrainekrieg : Angst vor dem Scheinriesen Immer wieder ist zu hören, ein Waffenstillstand mit ukrainischen Gebietsabtretungen würde Russland dazu animieren, auch andere Länder der ehemaligen Sowjetunion zu überfallen. Diese These widerspricht komplett den militärischen Fähigkeiten Putins. VON GEORGE FRIEDMAN
Amerikas Nationale Sicherheitsstrategie : Die Ursache der europäischen Krise Die Europäer haben lange Zeit nicht verstanden, warum Amerika als Schutzmacht auftrat – nämlich aus geostrategischem Eigeninteresse. Doch die Prämissen haben sich grundlegend geändert. Der „Alte Kontinent” sollte das anerkennen: als Vereinigte Staaten von Europa. VON GEORGE FRIEDMAN
Wehrdienstdebatte : Friedenssicherndes Denken Die Debatte um den Wehrdienst erhitzt die Gemüter. Sie ist eine gute Gelegenheit für eine Standortbestimmung. Und für den Widerspruch gegen den gesellschaftlichen Konsens. VON RALF HANSELLE
Kriegsangst : 89 Sekunden vor Mitternacht Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine schürt auch in Deutschland immer öfter Ängste vor einer Ausweitung des Konflikts. Besonders vorbelastete und ältere Menschen spüren einen Leidensdruck, der durch die Rhetorik westlicher Politiker nur noch verstärkt wird. VON PAT CHRIST