Ranghöchste arabisch-muslimische Offizierin der IDF „Dass ich hier sitze, ist die Antwort auf den Apartheid-Vorwurf“ Vom konservativen Elternhaus in Kalansuwa bis zur Sprecherin der IDF für die arabische Welt: Im Interview erzählt Ella Waweya von ihrem heimlichen Eintritt in die israelische Armee und ihrem Versuch, zwischen Israelis und Arabern Vertrauen aufzubauen. INTERVIEW MIT ELLA WAWEYA
Elfmeter : Spiegelbild einer zögerlichen und ängstlichen Gesellschaft Ein Elfmeter ist eigentlich eine einfache Sache: Ein Spieler schießt aufs Tor. Der Torhüter versucht zu halten. Inzwischen jedoch machen Schützen und Torhüter daraus ein albernes Spektakel – und den Spiegel einer Kultur, die Geradlinigkeit verlernt hat. KOLUMNE: GRAUZONE
Film der Woche: „Virginia Woolf’s Night and Day“ : Eher fliegt ein Hund ins All Eine junge Lady im edwardianischen England will lieber Astronomin werden, anstatt zu heiraten. Virginia Woolfs Roman „Night and Day“ gilt als altmodisch und gefällig. Nun soll er die Kinos erobern – als progressive Story weiblicher Selbstermächtigung. VON URSULA KÄHLER
Rücktritt von Bundestrainer Nagelsmann : Streicht das Wort Verantwortung! Es ist das am häufigsten missbrauchte Wort deutscher Sprache: Verantwortung. Soeben hat mit Julian Nagelsmann mal wieder jemand „Verantwortung übernommen“. Vulgo: Er hat versagt und musste gehen. Schluss mit dieser Heuchelei! KOLUMNE: GRAUZONE
Film der Woche: „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ : Ach, du armes Hascherl! Sinnlich und intellektuell will sich das Dokudrama „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ der Schriftstellerin nähern. Dabei stilisiert es sie zum leidenden Opfer und blendet ihre Stärke und ihren Charme aus. Morgen jährt sich Bachmanns Geburtstag zum 100. Mal. VON URSULA KÄHLER
Michel Friedman und Bayreuth : Am Schmerzpunkt der Debatte Bei den Bayreuther Festspielen wurde eine Veranstaltung mit Michel Friedman zunächst abgesagt, dann wieder ins Programm genommen. Der Streit auf dem Grünen Hügel könnte zu einer Debatte um einen merkwürdigen blinden Fleck in unserem Bewusstsein führen. VON RALF HANSELLE
Unterwerfungsgesten der Selbstgerechtigkeit : Die Erbärmlichkeit des linken Antisemitismus Zu den trübsten Verwirrungen deutscher Kulturschaffender gehört ihre antisemitische Disposition. Ihre Feigheit hindert sie zugleich daran, sich selbstbewusst dazu zu bekennen. Erst kürzlich wurde eine jüdische Intellektuelle von einer Veranstaltung der phil.COLOGNE ausgeladen. VON DOMINIK PIETZCKER
Björn Höcke : Oberflächlich, spießig, unpolitisch Björn Höckes Aussage, die Westdeutschen seien eigentlich keine Deutschen, ist ein Kondensat seiner Ressentiments. Es zeigt: Höcke ist ein durch und durch apolitischer Mensch, getrieben von biederen Klischees und intellektuellem Kitsch. KOLUMNE: GRAUZONE VON ALEXANDER GRAU
Wim Wenders zieht einen frühen Film zurück : Der alte Mann und das Mädchen Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises hat Wim Wenders eine Diskussion um einen frühen Film mit Nastassja Kinski losgetreten. Es geht um den Umgang mit moralischen Eskapaden im eigenen Werk. Vor allem aber geht es um die Kollektivierung von Eigenverantwortung. VON RALF HANSELLE
Ernährung als Bildungsaufgabe : Wenn Essen gute Pädagogik ersetzt Frühstücksbuffet, Nachmittagssnack, Rohkostpause: In vielen Kitas dreht sich der Alltag immer stärker ums Essen. Doch was passiert, wenn Mahlzeiten zur Beschäftigungstherapie werden – und Bildung nur noch nebenbei stattfindet? VON MIRIAM STIEHLER
Israel-Boykott bei Biennale und ESC : Kein Senf für die Schlagerwürstchen! Die Kunstbiennale in Venedig und der ESC in Wien werden zu Orten für politische Aktivisten. Deren Forderung nach der Reinheit von Kunst ist nicht nur naiv, sie ist gefährlich. Vor allem für die Kunst selbst. VON RALF HANSELLE
Verachtung der Sprache : Ohne Worte keine Welt Ein großer Irrtum der digitalen Gegenwart ist die Verachtung der Sprache. Mit Simplifizierung erfasst man die Welt nicht besser, sondern lässt die Wirklichkeit verkümmern. Deswegen brauchen wir ein Zurück zur Schriftlichkeit. VON FRANK A. MEYER
In eigener Sache : Res Publica Verlag sucht Chef vom Dienst Print Gesucht wird zum nächstmöglichen Termin ein Chef vom Dienst Print für die Magazine Cicero und Monopol sowie die anlassbezogen erscheinenden Sonderpublikationen beider Marken. VON CICERO-REDAKTION
Bilanz von Wolfram Weimer : Der Förderer der Form Um Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ist ein Streit entbrannt. Grund genug sich zu fragen, was das Amt des Kulturstaatsministers in den vergangenen Jahrzehnten tatsächlich geleistet hat – zwischen Kulturförderung, Machtzuwachs und wachsender politischer Einflussnahme. VON RALF HANSELLE
Knauß liest : Geschichten, die größer sind als ihre Epoche Drei Klassiker führen durch Liebe, Macht und Intrige und öffnen den Blick auf ganze Epochen. Sie erzählen von Karrierismus, politischer Verführung und moralischen Grauzonen und zeigen, warum große Literatur und Geschichtsschreibung bis heute nachwirken. VON FERDINAND KNAUSS