Kerstin Andreae im Porträt Die grüne Lobbyistin Die ehemalige grüne Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae ist Chefin des größten Interessenverbands der deutschen Energieindustrie. Der deutschen Energiewende steht sie positiv gegenüber. Ihre Biografie zeigt sie als Realo, nicht als Aktivistin. Wie konnte das bloß passieren? VON STEFAN LAURIN
Gasversorgung in Deutschland : Die Speicher sind halb leer, aber frieren muss niemand Die deutschen Gasspeicher sind deutlich leerer als in den Vorjahren. Droht im Winter eine Versorgungskrise? Experten sehen derzeit vor allem ein anderes Risiko in steigenden Gaspreisen. Welche Rolle spielen milde Winter, LNG und die geopolitische Lage? VON MAX-EMANUEL HAMPEL
Demokratischer Übergang? : Venezuela in Finsternis Sieben Monate nach dem Sturz von Diktator Maduro will Washington in Venezuela einen „demokratischen Übergang“ anstoßen – und schließt ausgerechnet die populärste Politikerin des Landes von den Verhandlungen aus. Das wirft die Frage auf, worum es in Wahrheit geht. VON MARCELA VÉLEZ-PLICKERT
Europa am Ende : Dekarbonisierung vertreibt die Industrie Den Green Deal der Europäischen Union und die deutsche Energiewende verband das Versprechen, das Klima zu schützen und die Wirtschaft zu stärken. Die Zukunft der Industrie sollte CO₂-neutral sein. Eine aktuelle Studie lässt diese Träume platzen. VON STEFAN LAURIN
Neues Paket mit Strafmaßnahmen : Einigung in Brüssel: EU verhängt neue Russland-Sanktionen Ein Einreiseverbot für russische Ukraine-Kämpfer und vieles mehr: Ein neues EU-Sanktionspaket soll Druck auf Moskau ausüben. Ein auch für Deutschland wichtiger Bereich bleibt aber außen vor. VON CICERO-REDAKTION
Kniefall vor der Unvernunft : Über die Wurzel der Deindustrialisierung Die Deindustrialisierung Deutschlands lässt sich nicht mehr leugnen. Für den ökonomischen Niedergang ist aber nicht nur die Politik verantwortlich. Auch viele Unternehmen haben mit seit Jahren verfehlten Strategien dazu beigetragen. VON ULRICH GRÄBER
Vorbild Südkorea? : Warum Atomkraft in Deutschland nicht zu teuer wäre Aus purer Not wird in Deutschland wieder über Atomkraft diskutiert. Doch vor allem jene, die bis zu elf Billionen Euro für die Energiewende ausgaben, halten die Technologie nun für zu teuer. Das muss nicht sein. Südkorea zeigt, wie es besser geht. VON STEFAN LAURIN
Energiekrise : Auf alten Irrwegen Überall in der Welt stehen potenzielle Energiepartner bereit. Doch statt zu diversifizieren, steuert die deutsche Politik das Land erneut in eine einseitige Abhängigkeit – und riskiert damit die nächste Energiekrise. VON STEFAN LIEBING
Klimapolitik : Absolute Vorfahrt für erneuerbare Energien? Das ist verfassungswidrig Der beschleunigte Ausbau von Wind- und Solaranlagen um jeden Preis ist nicht nur politisch umstritten, sondern steht auch verfassungsrechtlich auf wackligen Beinen. Ohne sorgfältige Abwägung verschiedener Interessen geraten zentrale Prinzipien des Rechtsstaats in Gefahr. VON VOLKER BOEHME-NESSLER
Spritpreisbremse : Der 17-Cent-Trick der Bundesregierung Die Regierung will die Bürger entlasten, indem sie die Energiesteuer senkt. Tatsächlich setzt sie damit nur einen kleinen Teil der Abgaben aus, die der Staat ständig erhöht – und erzählt uns zugleich Märchen von gierigen Mineralölkonzernen. VON CARSTEN KORFMACHER
Krieg im Iran und die Energiekrise : Europa am Limit Durch den Krieg im Iran ist die Versorgung mit Öl und Gas schwer beeinträchtigt. Und demnächst müssen auch noch die Gasspeicher aufgefüllt werden. Der Übergang zu Erneuerbaren wird die Krise nicht lösen können. Europa droht die Destabilisierung. VON ANTONIA COLIBASANU
Iran-Krieg : Wie Deutschland seine Glaubwürdigkeit am Persischen Golf verspielt Die Straße von Hormus ist blockiert, die Energiepreise explodieren – und Berlin zögert. Während der Konflikt im Persischen Golf längst globale Folgen hat, ringt die Bundesregierung um Haltung und Strategie. Dabei ist das längst auch „unser Krieg“. Deutschland muss mehr Verantwortung übernehmen. VON OLIVER ROLOFS
Ölkrise durch Irankrieg : Die Länder Süd- und Ostasiens wirtschaften im Notfallmodus Keine Region der Welt ist von Ölimporten so abhängig wie die Länder von Indien bis Japan. Unter dem Angriff der USA und Israels auf den Iran leiden sie nun besonders. Volkswirtschaften operieren im Notfallmodus, Schlimmeres wird erwartet. VON FELIX LILL
Irankrieg : „Eine Situation, die wir in der Form noch nicht hatten“ Energiepreisschock, Lieferausfälle, steigende Inflation: Die Eskalation im Iran trifft die Weltwirtschaft mit voller Wucht. Ökonom Klaus-Jürgen Gern erklärt, warum die Krise gefährlicher ist als frühere Energieschocks – und wann sie in eine globale Rezession kippen könnte. INTERVIEW MIT KLAUS-JÜRGEN GERN
Galoppierende Deindustrialisierung : Wenn die Wirtschaft fällt, fällt die Demokratie Nicht mangelnde „Demokratieförderung“, sondern Krisen und Abstiegsängste treiben Menschen in die Arme extremer Kräfte. Hohe Energiekosten und industrieller Niedergang gefährden das Fundament der Demokratie. Wer sie retten will, muss ihre wirtschaftlichen Grundlagen sichern. KOLUMNE: UNGEFILTERT VON WOLFGANG KUBICKI