Parlamentswahl in Ungarn Magyars Erdrutschsieg und was daraus folgt Ungarns Langzeit-Ministerpräsident Viktor Orbán wurde spektakulär abgewählt, die Tisza-Partei seines Herausforderers Péter Magyar erringt wohl eine Zweidrittel-Mehrheit. Dennoch kann von einem Linksrutsch an der Donau keine Rede sein. Was nun? VON ALEXANDER MARGUIER
Ungarn : Magyars Partei bekommt Zweidrittelmehrheit Machtwechsel in Ungarn: Mit der Zweidrittelmehrheit kann Peter Magyar nicht nur Gesetze, sondern auch die Verfassung ändern. Was das für Orbán, die EU und die Ukraine bedeutet. VON CICERO-REDAKTION
Orbáns Kampf um die Wiederwahl : Krieg an vielen Fronten In Ungarn muss Viktor Orbán um die Wiederwahl kämpfen – und setzt dabei auf alte Ressentiments. Wird seine Nähe zu Donald Trump zum Vorteil – oder kippt die Stimmung angesichts wirtschaftlicher Sorgen und eines starken Gegners? VON ALEXANDER MARGUIER
Orbáns Zerwürfnis mit der EU : Fehler auf beiden Seiten Beim EU-Gipfel blockiert Ungarn milliardenschwere Ukraine-Hilfen und bringt die Europäische Union gegen sich auf. Ursula von der Leyen und andere drohen Viktor Orbán mit Konsequenzen. Der Konflikt offenbart tiefe Risse zwischen Budapest und Brüssel – doch an denen ist nicht allein Orbán schuld. VON THOMAS URBAN
Ungarn : Was Orbán Merz voraus hat – und warum seine EU-Kritik oft ins Schwarze trifft Während Friedrich Merz im Modus des Kompromisses regiert, tritt Viktor Orbán als Machtstratege mit klaren Erzählungen auf. Wer Orbáns Erfolg verstehen will, muss über politisches Handwerk sprechen – und unbequeme Fragen zur EU, zu Souveränität und demokratischer Legitimation stellen. VON FLORIAN HARTLEB
Streit um Druschba-Pipeline : „Orbáns Kurs ist ohne den innenpolitischen Druck nicht zu verstehen“ Während die Ukraine auf Milliardenhilfe angewiesen ist, droht Orbán mit dem Platzen des Kredits, um Ungarns Energieinteressen durchzusetzen. Im Interview erklärt Sebastian Hoppe, wie der Streit um die Druschba-Pipeline Energie, Wahlkampf und Krieg verknüpft. INTERVIEW MIT SEBASTIAN HOPPE
Urteil in Budapest gegen Hammerbandenmitglied Maja T. : Ein Täter, der sich als Opfer fühlt Ein deutscher Linksextremist steht in Ungarn vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, an blutigen Angriffen auf mutmaßliche Rechtsextremisten beteiligt gewesen zu sein. Nun ist das Urteil gefallen. VON JAN UPHOFF
Literaturnobelpreis an László Krasznahorkai : Der Melancholie wegen Mit László Krasznahorkai geht der Literaturnobelpreis an einen Autor, der dem Weltschmerz unserer Tage mit bestechender Hellsichtigkeit Ausdruck verleiht. VON BJÖRN HAYER
Schwere Unruhen in Serbien : Minenfeld der Geopolitik In Serbien sind die regierungskritischen Unruhen wieder aufgeflammt – und zwar mit voller Wucht. Doch es geht nicht nur um die Machthaber in Belgrad, sondern um den russischen Einfluss auf das Balkan-Land. Auch Ungarn und die Slowakei sind betroffen. VON ANTONIA COLIBASANU
Schweigen über linke Gewalt : Die gefährliche Signalwirkung im Fall Maja T. Ein Linksradikaler wird zum Opfer stilisiert, weil er in Budapest vor Gericht steht – obwohl er mit seiner „Hammerbande“ Jagd auf politische Gegner gemacht haben soll. Kritik an Ungarns Justiz ist berechtigt, darf aber nicht zur Ausrede für brutalen Linksextremismus verkommen. VON FELIX HUBER
Netanjahu-Besuch in Budapest : Ungarn will Internationalen Strafgerichtshof verlassen Die Ankündigung erfolgte kurz nachdem Israels Regierungschef Netanjahu in Budapest eingetroffen war. Ungarn wird den Haftbefehl des Strafgerichtshofs nicht vollstrecken. VON CICERO-REDAKTION
Pride-Parade in Ungarn verboten : „Ich kann sie nicht leiden, dennoch muss sie stattfinden“ Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán lässt die Pride-Parade in Budapest verbieten. Im Interview kritisiert Péter Ungár, der offen schwul lebende Vorsitzende der ungarischen Grünen, das Verbot und verrät, warum er dennoch die Ideologie der Pride-Parade ablehnt. INTERVIEW MIT PÉTER UNGÁR
Haftbefehl gegen israelische Politiker : Krieg der Juristen Der Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Netanjahu dient der weiteren Isolierung Israels. Während die Bundesregierung bereits andeutet, man würde den israelischen Regierungschef festnehmen, zeigt Ungarns Premier Viktor Orbán Größe und lädt Netanjahu nach Budapest ein. VON INGO WAY
Vorsitzender der ungarischen Grünen : „Womöglich werde ich in Deutschland nun als Nazi diffamiert“ Die ungarischen Grünen verlassen die Europäische Grüne Partei (EGP). Im Interview spricht ihr Vorsitzender Péter Ungár über die Illusionen der Elektromobilität, Meinungsverschiedenheiten in der Migrationspolitik und die Arroganz westeuropäischer Grüner. INTERVIEW MIT PÉTER UNGÁR
Ungarns Außenminister : „Frieden in der Ukraine wird es nur mit Trump geben“ Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó gilt unter seinen EU-Kollegen als Enfant terrible. Im Interview spricht er über die deutschen Grenzkontrollen, sein Verhältnis zu Annalena Baerbock und die Scheinheiligkeit der EU-Sanktionen gegen Russland. INTERVIEW MIT PÉTER SZIJJÁRTÓ