Viktor Orbán / picture alliance

Unruhe in Ungarn - Viktor Orbán in Bedrängnis

Zehntausende von Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Budapest, um den Sturz des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu fordern. Seine Herrschaft wird immer lauter in Frage gestellt – doch Orbán ist noch lange nicht am Ende.

Autoreninfo

George Friedman, 74, ist einer der bekanntesten geopolitischen Analysten der Vereinigten Staaten. Er leitet die von ihm gegründete Denkfabrik   Geopolitical Futures  und ist Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt erschien „Der Sturm vor der Ruhe: Amerikas Spaltung, die heraufziehende Krise und der folgende Triumph“ im Plassen-Verlag.

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Viktor Orbán regierte Ungarn von 1998 bis 2002 und tut es seit 2010 bis heute. In dieser Zeit hat er die ungarische Politik und weitgehend auch das ungarische Leben dominiert. Doch Ende voriger Woche wurde seine Herrschaft in Frage gestellt, als sich Zehntausende von Demonstranten in Budapest versammelten und seinen Sturz forderten. Die Demonstrationen dauerten bis zum Wochenende an. 

Seit Orbán vor mehr als einem Jahrzehnt das Amt des Ministerpräsidenten übernommen hat, ist die ungarische Opposition zersplittert und im Allgemeinen ineffektiv. Dass sich nach so langer Zeit so viele Menschen gegen seine Herrschaft versammeln, ist daher ein erstaunliches Ereignis, unabhängig davon, ob es zu seiner Absetzung führt.

Orbáns Anti-Wokeness-Haltung findet europaweit Nachahmer

Als ungarischer Regierungschef hat Orbán eine Ideologie geschaffen, die andere Länder beeinflusst hat. Sie hat zwei entscheidende Dimensionen. Die erste ist der Widerstand gegen die Migration nach Ungarn. Vor einem Jahrzehnt suchten Millionen von Menschen aus dem Nahen Osten Zuflucht in Europa, wo viele Regierungen ihnen die Einreise gestatteten, selbst wenn sie im eigenen Land auf Widerstand stießen. Orbáns Position stand im Widerspruch zum europäischen Liberalismus. 

Er argumentierte, dass Ungarn nicht nur ein Ort, sondern auch ein Kulturraum sei und dass die Einwanderungswellen diese Kultur und Geschichte bedrohten. Seine Position fand Unterstützung in Mitteleuropa, wo sich eine Anti-Migrations-Koalition bildete, die sich gegen die vorherrschende Meinung in Brüssel stellte. Im Laufe der Jahre hat Orbáns Ansicht in ganz Europa immer mehr Anhänger gefunden.

 

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Zweitens stand Orbán dem feindlich gegenüber, was manche heute als „Woke“-Kultur bezeichnen, insbesondere deren Einstellung zur Homosexualität. Seine Kritik basierte teilweise auf einem konservativen Verständnis des Christentums, aber noch mehr auf der Überzeugung, dass Homosexualität die ungarische Gesellschaft korrumpieren würde. 

Auch hier bezog er Stellung gegen den europäischen Liberalismus, und auch hier setzte sich seine Ansicht mit der Zeit in anderen Ländern durch. Bei den jüngsten Wahlen in den Niederlanden zum Beispiel hat die Partei von Geert Wilders, einem offenen und energischen Verbündeten Orbáns, die liberale Partei, deren früherer Vorsitzender einer der schärfsten Kritiker Orbáns war, verdrängt.

Seine Ideologie hat auch die USA erreicht

Der Einfluss von Orbáns Ideologie hat auch die Vereinigten Staaten erreicht. Während einer Reise in die USA im März hatte Orbán ein intensives Treffen mit Donald Trump. Ob er Trumps Meinung geändert hat, ist ungewiss, aber sie haben sich offenbar geeinigt, und beide Männer haben in ihren Reden auf das Treffen Bezug genommen.

Nach der Rückkehr von dieser Reise schien Orbán in Ungarn politisch abgesichert zu sein. Allerdings lauerte eine mächtige Anti-Orbán-Kraft, die sich auf den Glauben stützte, dass das Orbán-Regime korrupt sei und dass sich verschiedene Mitglieder auf Kosten des Volkes bereicherten. In gewissem Sinne findet nun ein Kampf der moralischen Werte zwischen den Wissenden und den angeblich Korrupten statt – ein Kampf, der möglicherweise auch in anderen Ländern ausgetragen wird. Doch dieses Mal hat es Orbán getroffen. Es ist nicht klar, was der Aufstand erreichen wird. Die Empörung über die angebliche Korruption ist weit verbreitet, aber auch das Gefühl, dass Orbán den tiefen Sinn Ungarns repräsentiert.

Orbán ist noch nicht am Ende

Eine weitere Dimension des Orbán-Dramas betrifft den Ukraine-Krieg. Vor dem Einmarsch der Russen, als die Nato versuchte, ihre Strategie festzulegen, reiste Orbán nach Moskau, wo er sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem aufwendig inszenierten Treffen traf. Bei diesem Treffen deutete Orbán an, dass die Forderungen Russlands vernünftig seien, und erklärte, Sanktionen gegen den Kreml würden nicht funktionieren. Damit brach er mit Ungarns Verbündeten in der Nato. 

Kurz nach Beginn des Krieges weigerte sich Orbán, ungarische Streitkräfte einzusetzen oder auch nur der Nato zu gestatten, Waffen auf ungarischem Gebiet zu stationieren oder durch ungarisches Gebiet zu transportieren – ein bemerkenswerter Rückschlag für die Kampagnen der Nato und der EU zur Unterstützung der Ukraine, die eine gemeinsame Grenze mit Ungarn hat. Was Russland angeht, so scheinen Orbáns Positionen eher mit Putin als mit Europa übereinzustimmen.

Orbáns Entscheidungen in Bezug auf die Ukraine schienen ein Versuch zu sein, der ungarischen Öffentlichkeit zu folgen, die sich generell nicht am Krieg beteiligen wollte, so wie sie auch keine Einwanderer wollte. Orbán ist seit langem ein erfolgreicher Politiker. Das macht die Ereignisse der vergangenen Woche noch verwirrender. Orbán scheint sein Gespür verloren zu haben, und wenn es in Budapest zu einem politischen Umschwung kommt, ist es möglich, dass sich auch die ungarische Position zur Nato, zu Russland und anderen Themen ändert.

Aber Orbán ist noch nicht am Ende. Und selbst wenn das der Fall sein sollte, ist nicht klar, ob seine Gegner eine Vision haben, die weit genug über ihre Verachtung für Korruption hinausgeht, um einen breiteren Wandel in Ungarn zu bewirken.

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Klaus Funke | Mi., 10. April 2024 - 11:48

Für ihn trifft zu: Viel Feind - viel Ehr! Der neu hochgechossene Magyar - man frage nicht, wer da alles Geld zuschießt - er könnte ein Abkömmling Macrons sein, wird wie eine Seifenblase platzen. Und das is gut so. Dieser neue Star ist zu unseriös, zu künstlich aufgebläht, als dass er den zwar emotionalen, aber doch konservativen Ungarn, eine echte Alternative sein könnte, scheint unglaubhaft. Das Kerlchen wird verpuffen. Irgendwelchen Dreck hat der ganz bestimmt noch irgendwo kleben. Das ist kein Saubermann. Und ein bisschen Wokeness wird nicht genügen. Also abwarten. Noch ist Orban nicht am Ende, wie Mr. Friedman richtig schrieb...

Frank Klaus | Mi., 10. April 2024 - 12:01

Wieder ein Angriff globalistischer NGO's auf ein souveränes Land, das sich deren Agenda verweigert. Mehr fällt mir dazu nicht ein.
Hoffentlich halten die Ungarn stand und lassen sich ihre Regierung nicht wegputschen wie die armen Ukrainer 2014.
Denn man weiß ja, wohin die globalistische Agenda führt: zu Unfreiheit und Krieg.

Gerhard Lenz | Mi., 10. April 2024 - 14:05

Antwort auf von Frank Klaus

Ach, weiss man das? Na dann werden Sie doch mal genauer, ich weiß es nämlich nicht.

Wer plant was?

Meinten Sie die angeblichen Eliten, zur Zeit auch von Leuten wie Ihnen lieber "globalistisch", als "jüdisch" genannt, die mit der "Menschheit" Finsteres vorhaben?

Und die es, so wie "damals", wieder zu bekämpfen gilt?

Tomas Poth | Mi., 10. April 2024 - 12:04

Der Wokeness-Rausch in gewissen Politikkreisen und in den Medien wird sich verflüchtigen, der Widerstand aus der Bevölkerungsmehrheit ist zu stark.
Da müßte schon ein Ermächtigungsgesetz her, um eine Durchsetzung zu erzwingen.

Für die Massenmigration gilt dasselbe, wir sind schon längst über den Kipppunkt hinweg. Politik und Medien ziehen hinhaltend nach, versuchen ohne Gesichtsverlust aus ihrer Jubelnummer herauszukommen, nach und nach werden wir die Schließung unserer Grenzen vornehmen.
Der kurzfristige Nutzen heimischer Hilfsorganisation und Dienstleister aus der Massenmigration, kehrt sich in eine harte, langfristige, von Wohlstandsverlusten begleitete, Belastung unserer Gesellschaft.
Diese Erkenntnis bestimmt das Bewußtsein, nun vermehrt auch in der Politik. Das läßt sich nicht länger verdrängen.
Insofern hat Orbán zur Anerkennung der Realität in Europa einen guten Dienst erwiesen. Wie seine Wähler über ihn zukünftig urteilen ist deren Sache, wir werden es sehen.

das gilt auch für die Erkenntnis zur Massenmigration, um das Wort
nochmals aufzugreifen. Wie sich die EU dazu heute positioniert
ist gegenwärtig noch völlig unklar. Eine Pressekonferenz bei uns
mit dem Eingeständnis von eigentlich erwartbaren Zahlen sollte
man lieber noch nicht überbewerten.

Im ZDF-Interview am gestrigen Abend waren doch schon wieder
altbekannte und relativierende Argumente zu hören.

Dass Orban am Ende sei, kann ich auch nicht so recht glauben,
es sind gegenwärtig zuviel Unwägbarkeiten im System und
genügend Erfahrung bringt er ja mit, um noch ein paar Monate
zu überstehen. Was dann im Sommer mit der EU passiert,
auch das werden wir wohl dann sehen.

MfG

Christa Wallau | Mi., 10. April 2024 - 12:10

schützenswert u. daher von der massenhaften Zuwanderung von Menschen mit anderen Wurzeln abzuraten ist, findet nicht nur in Ungarn die breite Zustimmung der Bevölkerung, sondern ist in allen Ländern der Welt tief verankert im Bewußtsein der Menschen.
Dies zu leugnen, ist die perfide Strategie einer
polit. Clique aus Menschen mit linkem
Denken, das von einer Weltgemeinschaft u. -herrschaft fantasiert, in ganz Europa.
Diese Ideologen zwingen ihre Ansichten den Bürgern auf, besonders in Deutschland! Sie schwafeln permanent von den positiven Wirkungen jeglicher Migration u. haben dies bei der UNO bereits im sog. Migrationspakt (den D maßgeblich mitgestaltet u. unterzeichnet hat) festgeschrieben.
In Italien, den Niederlanden usw. haben sich die
Leute bereits erfolgreich gegen diese Bevormundung gewehrt, doch bei uns wird die
Gegenwehr seit 11 Jahren erfolgreich unterdrückt, indem man die AfD verteufelt.

Orbans Fehler richten weniger Schaden an als die unserer deutschen Regierungen!

Donnerwetter, Frau Lehrerin. Das "klingt" aber "beeindruckend (lach...)

Sie meinen doch sicher wieder die Juden, die Sie in einer Zeit, in der Antsemitismus nicht so gut ankommt, lieber als Globalisten bezeichnen?

Und die "Gegenwehr (sic)" wird also unterdrückt...

So so. Ich dachte immer, eine demokratische Partei - was die AfD nach Ihren Aussagen ja wohl ist und nach meiner Überzeugung eben nicht - stelle sich dem politischen Wettbewerb.

Aber nein, Ihnen geht es offensichtlich um "Kampf". Na ja, Sie haben ja auch schon mal zur Revolute gegen unseren demokratischen Staat aufgerufen.

Da zeigt sich die "wahre" Demokratin.

Naumanna | Mi., 10. April 2024 - 12:16

Ich weiß nicht alles über Orban, aber seine Anti Migrations Haltung und seine Anti Woke Haltung sind mir mehr als sympathisch. Ungarn hat 1989 den DDR Bürgern den Weg in den Westen ermöglicht und auch jetzt steht Ungarn mit Orban gegen political correctness- gut so - was die Opposition in Ungarn 🇭🇺 gegen Orban betrifft bin ich mehr als skeptisch- wer weiß wer das nun wieder inszeniert hat ... ungarische Salami ist jedenfalls toll und das Land gehörte mal zum Kaiserreich Habsburg mit allen positiven kulturellen Konsequenzen- ich habe denEinheitsbrei zu dem Deutschland 🇩🇪 im Moment gehört sooooooo satt - ein bisschen Orban würde uns guttun

Gerhard Lenz | Mi., 10. April 2024 - 12:55

Man nehme ein paar imaginäre Feinde - Bösewichte, auch falsche, gibt es schliesslich überall - plustere sie zu Riesen auf, die von innen und/oder außen Volk, Heimat, Frieden, Sicherheit, Werte, Ehre, Sprache und "was weiß ich noch" bedrohen, hänge ihnen das Mäntelchen "kulturfremd oder woke" um, präsentiere sich als tapferen Verteidiger der wahren Interessen des Vaterlandes - und fertig ist der Wahlsieg!
In Ungarn zumindest, wo die Menschen nach Jahrzehnten kommunistischer "Verdummung" für "orbaneske" Rechtspopulisten offen sind.. Natürlich sind Typen wie Trump oder eben Orban politische Blindgänger, denn markige Worte können keine vernünfigtie Politik ersetzen. Also gilt es, Vorsorge zu schaffen: Willfährige Gerichte, Verfassungsänderungen, die Opposition bei Wahlen behindern und aus den Medien raushalten, überhaupt letztere Freunden u. Verbündeten übereignen.
Und jene, die einem Orban das Überleben sichern (die EU mit ihren Geldern), auch noch anzufeinden.

Das Geschrei um Orban ist gross, besonders von denen, die in einem Land leben, dass einen Verfassungsschutz hat, der das Bespitzeln von Anders denkenden als seine Aufgabe zu sehen beginnt. Orban ist weit weg, aber Faeser und Haldenwang vielleicht schon mit in der Leitung. Trump wird von Biden sicherlich noch vor der Wahl ins Gefaengnis gebracht. Dann ist die US Demokratie gerettet.

Karsten Kayser | Mi., 10. April 2024 - 13:08

Bei Orban bin ich hin und her gerissen. Ich teile etliche Einschätzungen - etwa die grundsätzliche Kritik an der europäischen Einwanderungs- und Asylpolitik oder zum Wokeinsmus und Gendern. Ich halte diese Entwicklungen auch für eine große Gefahr für den Fortbestand unseres freiheitlichen Rechtsstaats und als für einen wesentlichen Grund der Skepsis, auf die unser System mittlerweile bei vielen Bürgern stößt, denen es materiell gut geht. Ganz und gar nicht teilen kann ich aber das Vorgehen Orbans (und anderer, vergleichbarer Regierungen) gegen Mechanismen des Rechtsstaats, gegen die Meinungsfreiheit und nicht zuletzt die mir nicht erklärliche und wirklich abstoßende Nähe zu Rußland.

Armin Latell | Mi., 10. April 2024 - 15:14

Antwort auf von Karsten Kayser

gegen den Rechtsstaat, Herr Kayser? Bitte nennen Sie diese doch mit überprüfbaren Fakten. Abstoßende Nähe zu Russland? Abstoßend ist diese, Ihre Äußerung. Unsere Nähe zu Russland, als wir, damals noch Deutschland, enge wirtschaftliche Verbindungen dorthin hatten, war mir ausgesprochen wichtig und angenehm, schon alleine wegen der Lieferungen von Gas und sonstiger Energieträger von dort. Wahrscheinlich glauben Sie auch noch, NS II hätten uns die Russen weggesprengt. Ganz ehrlich kann ich solche Leute wie Sie, die sich hirnlos vereinnahmen lassen, nicht verstehen, schon gar nicht akzeptieren. Dummland leidet und stirbt exakt wegen solcher Nichtselbstdenker. Russland wird uns allemal überdauern. Dort gibt es auch keinen menschenfeindlichen Wokeismus oder Genderprofessuren. Ansonsten sehe ich den Rest Ihrer Meinung ähnlich.

Hans Jürgen Wienroth | Mi., 10. April 2024 - 13:34

Greift dieser Artikel nicht etwas zu kurz? Hier wird die schwache Opposition angeführt. Man weiß also nicht, woher die Demonstrationen befördert werden, nur dass Orban diese wohl überstehen könnte.

Nun, wer kommt als Initiator solcher Proteste sonst noch in Frage? Wie wäre es z. B. mit Soros „Open Society Foundations“ oder anderen „Zivilgesellschaften“ (NGOs), die sich dafür gerne auch von der EU und anderen „Wohltätern“ sponsern lassen. Ist das nicht auch eine Art „Korruption“, wenn man über diese Gesellschaften durch finanzielle Unterstützung Einfluss auf die Politik eines Landes nehmen will? Wer von denen „verdient“ gut an der Migration und möchte sein Geschäftsmodell gerne auf Ungarn ausdehnen, trotz all der Probleme, die dadurch in den anderen, offenen Ländern vorhanden sind?

Als letztes bleibt mir für unser Land und die EU nur der Satz: Wer im Glashaus sitzt, …

Gibt es nicht auch in der EU Korruptionsvorwürfe?

Andere NGOs? Vielleicht das Rote Kreuz (rot sollte man unterstreichen!) oder auch den Arbeiter-Samariter-Bund (Arbeiter, Achtung!!!!). Oder die Stiftung Warentest...(Stiftung hört sich auch irgendwie "marxistisch" an).

Klar, jeder der irgendwie am Gemeinwohl orientiert ist, der ist ein erbarmungsloser, verkappter Kommunist. Sorros sowieso. Der will ja die "Weltherrschaft". Falls ihm das reicht. Vielleicht greift er schon nach Mars, Mond und anderen Planete....Wohltäter, im Cicero-Foren-Speech "woke" genannt, bekommen ja nie den Hals voll.

Wie langweilig und einfallslos....

Vielleicht schreiben Sie mal was über die russische Unterstützung der AfD?

Ach nee, ist wohl was "Ehrenwertes".

Sehr geehrter Herr Wienroth, kann Ihrer Meinung bezüglich der Strippenzieher für die "demokratischen Demonstrationen" nur zustimmen. Durch den Russland-Ukraine Krieg erhalten die Guten, aber diesmal wohl noch etwas mehr Unterstützung, bestimmt von der friedvollen CIA und ihrer Brüssler Außenstelle.. Deshalb sehe ich sehr wohl eine Bedrohung für Viktor Orban, der letzte Putsch von Außen in Polen ist ja gelungen, man hat sicher Blut geleckt. Orban kennt sicher den einen Feind, als ehemaliger Student recht gut, aber heute treten zahlreiche Feinde, des freien und mündigen Bürgers gegen Ihn auf den Plan. So großen Dreck von Außen, kann man nur mit reichlich Weißmacher bekämpfen,
hoffentlich reichen da seine Mittel.
Wie sagte schon Cicero: "Keine Festung ist so stark, daß Geld sie nicht einnehmen kann."
Ihren rhetorischen Satz zur Korruption gibt es nichts hinzu zu fügen.

Susan | Mi., 10. April 2024 - 13:50

In Laendern, in denen gewaehlt wird, sollten Demonstrationen kein Mittel zum Umsturz sein. Ich hoffe die Ungarn duerfen weiterhin ueber die Wahlurne ihre Regierung waehlen. Mit Gruessen aus Israel, wo Biden/Obama nach der verlorenen Wahl ihrer Lieblingspolitiker, die die Wahl krachend verloren hatten, das Land systematisch ins Chaos stuerzten. Die gefallene Regierung regierte uebrigens mit Hilfe der moslemischen Brueder Partei, Mansour Abbas, die mit Hamas verbuendet ist.

Hans Willi Wergen | Mi., 10. April 2024 - 14:37

ist für mich einer mit Rückgrat, der seinem Volk in erster Linie Sicherheit und Zuversicht vor allen Gefahren der heutigen Zeit wie Masseneinwanderung von Terrorismus, Wokeinismus zusichert.
Dort kann die Bevölkerung noch so leben wie wir vor 30-40 Jahren ohne bei Events, im Schwimmbad, in Bussen und Bahnen, ja sogar in normalen Supermärkten und auch zuhause Angst vor irgendetwas zu haben.
Oder ist es nicht das Bedürfnis eines Jeden Menschen von Geburt an Angstfrei, Glücklich und zufrieden "sein Leben" nach "seinen Vorstellungen leben zu können.
Ich jedenfalls wünsche mir diese Zeit von damals gerne zurück.
Ich wünsche mir jedenfalls mehr von diesen Urbans auch in der EU, damit dieses linksversiffte Weltbild wieder gerade gerückt wird.

Armin Latell | Mi., 10. April 2024 - 14:56

aber Orban hat keine Ideologie geschaffen, sondern ist einfach bei seinen christlichen, konservativen Werten geblieben. Diese „Ideologie“ hat sich nicht verbreitet, sondern wurde und wird noch immer gewaltsam unterdrückt. Gott sei Dank dreht sich jetzt ein wenig der Wind, und die ursprünglichen, wirklichen europ. Werte kommen wieder etwas zur Geltung. Ich selbst brauche dafür keinen Orban, obwohl ich einen solchen charismatischen Mann gerne als politische Führung hätte. Was er mit Trump besprochen hatte, wissen wir nicht wirklich, aber deutlich war, dass er nicht mit dem debilen Biden gesprochen hatte. Seine Position ggü. Russland wird sich auszahlen. Für Orban gilt: Ungarn mit seinen christl. konservat. Werten first, dann der Rest. Ich glaube nicht, dass die aus dem Ausland gesteuerten Proteste irgendeinen Erfolg haben werden. Wenn doch-armes Ungarn.

Ernst-Günther Konrad | Mi., 10. April 2024 - 16:15

Unbestritten gibt es in Ungarn Demonstrationen, keine Frage. Alle aber gewaltfrei und von dem "bösen" Orban geduldet. Ich habe heute Morgen auf dem Kontrafunk eine andere Beschreibung der Vorkommnisse gehört. So dramatisch und so nur gegen Orban bezogen sind die Demos nämlich gar nicht. Es sind Menschen, die sind mit der ein oder anderen Entscheidung nicht einverstanden, fühlen sich benachteiligt und protestieren einfach mal auch deshalb, weil sie natürlich Orban weg haben wollen, weil der den woken Wahnsinn nicht mitmacht. Nur ein großer Umsturz, eine Abwahl oder ähnliches ist nicht zu erwarten. Und mal ehrlich. "Orbáns Position stand im Widerspruch zum europäischen Liberalismus." Welchem Liberalismus denn? Sie scheinen ein anderes Europa wahrzunehmen wie ich. Das EU-Diktat in allen Bereichen des Lebens der EU-Bürger hat mir Liberalismus nichts, aber gar nichts zu tun. Wir bewegen uns auf eine EU. Diktatur vor, der sich aber inzwischen etliche konservative Kräfte entgegenstellen.

Schlauer, R. | Mi., 10. April 2024 - 16:32

Habe diesen Unsinn wie "die! Ungaren wollen Orban nicht mehr.. , ... tausende auf den Straßen". heute in einigen strammen linksgrün versifften (Mainstream) Medien auch gelesen. Aha, also deswegen ist Herr Orban in den letzten 3 Legislaturperioden zweimal mit absoluter Mehrheit und einmal sogar mit 2/3 von den Ungarn, die ihn ja unbedingt loswerden wollen, gewählt worden. Für wie bescheuert hält man eigentlich seine Leser/Kunden.

Klaus Funke | Mi., 10. April 2024 - 18:10

Der ist ja Spezi in Sachen Farbrevolution und bei grenzwertigen kriminellen Aktionen wie Auf Ibiza. Oder das ZDF, welches auch schon aktiv geworden ist in Sachen Oban-Gate. Oder die ARD, die schon mit der Sprengung der Krimbrücke spekuliert. Oder der Stubenrevoluzzer Lenz, der hier wieder mal zur Höchstform aufläuft, dem sehe ich schon den Geifer tropfen. Trotzdem wird Orban diese Minirevolte, wo man sich in Brüssel schon die versifften Hände gerieben hat, überstehen. Und zwar in bewährter Weise, ganz souverän. Wetten dass?

Albert Schultheis | Mi., 10. April 2024 - 18:30

Der Orban hat längst nicht fertig, da helfen auch nich vom Ausland gesponsorte Demonstrationen! Die Mehrheit der Ungarn, weiß sehr genau, warum Sie Orban wählen - weil er für einen konsequenten Kurs gegen den ganzen RotGelbGrünen Bullschitt steht. Er hatte recht mit seinen Vorhersagen über die Masseneinwanderung, über die Sanktionen gegen Russland und er wird auch rechtbehalten über den Ausgang des Krieges, den die Ukraine elend verlieren wird und mit ihr all die waffengeilen und rachedurstigen Wehrdienstverweigerer in Berlin und Brüssel. Und wiederum liegen Sie falsch, Herr Friedman.

Henri Lassalle | Mi., 10. April 2024 - 20:07

dann meint er Ungarn. Er ist ein Instinktpolitiker,, der Ungarn nach Gutsherrenart regiert und von Europa nur wirtschaftliche Vorteile erwartet, das ist alles. Russland leifert Ungarn Energien, eine rigide Einwandererpolitik hält ihm die Probleme fern, mit denen sich die Länder südlich und nördlich der Alpen herumschlagen müssen. Das Problem Orbáns sind die jungen Ungarn, die politisch "Unangepassten", von denen viele ins Ausland abwandern, auch nach Deutschland.
Aber als gerissener Instinktpolitiker, mit einem ausgeprägten Überlebensinstinkt gesegnet, wird er wohl noch einige Zeit politisch im Ring stehen.