Rückzug des Iran Warum der Irak die entscheidende Front im Nahen Osten ist Nach dem Zusammenbruch seiner Position in Syrien und der massiven Schwächung der Hisbollah konzentriert sich der Iran auf seine Stellvertreter im Irak. Das Land wird damit zum zentralen Schauplatz regionaler Machtkämpfe. Dort entscheidet sich die künftige Ordnung des Nahen Ostens. VON KAMRAN BOKHARI
Offene Arme für die Islamisten in Damaskus und Kabul : Europas verspätete 180-Grad-Wende zum Realismus Europa kooperiert verschämt mit den Islamisten in Syrien und Afghanistan. Notwendig wurde das nur durch den Hypermoralismus der vergangenen Jahrzehnte, der den Orient nicht demokratisierte, sondern Europa destabilisierte. VON FERDINAND KNAUSS
Al-Sharah zu Besuch in Berlin : „Deutschland handelt aus Interesse, nicht aus Illusion“ Der neue syrische Präsident al-Sharah wird in Berlin empfangen – trotz schwerer Vorwürfe. Guido Steinberg erklärt, warum der Westen dennoch auf ihn setzt und weshalb Deutschland seine Interessen wahren muss, auch wenn Syrien kein demokratischer Partner werden wird. INTERVIEW MIT GUIDO STEINBERG
Angriffe auf Kurden in Syrien : Rojava brennt – Europa schweigt Der syrische Interimspräsident Ahmed al-Scharaa geht brutal gegen die autonomen Kurdengebiete im Norden des Landes vor – mithilfe von Kämpfern des „Islamischen Staates“. Trotzdem wird al-Scharaa vom Westen weiter hofiert. Und die Kurden werden wieder einmal fallengelassen. GASTBEITRAG VON ALI ERTAN TOPRAK
Syriens neuer Machthaber besucht Friedrich Merz : Warum Berlins Syrienkurs hochriskant ist Ahmed al-Shar’a gibt sich moderat, doch seine bewaffnete Basis bleibt ideologisch radikalisiert. Deutschlands Syrienpolitik vertraut auf Worte statt auf Taten – und übersieht, wie jihadistische Narrative in Syrien und der Diaspora fortwirken. EIN GASTBEITRAG VON MARWAN ABOU-TAAM
Vorstoß vor der Klausurtagung in Seeon : Die CSU pokert in der Migrationsfrage hoch Die CSU-Landesgruppe im Bundestag drängt auf schnelle Rückführungen von syrischen Flüchtlingen. Ein gewagter Vorstoß, der sowohl Risiken als auch Chancen birgt und zugleich die Glaubwürdigkeit der Union auf die Probe stellt. VON JAN UPHOFF
Drusische Minderheit in Syrien : „Auf deutschen Straßen wurde das Massaker sogar noch gefeiert“ Das Massaker an der drusischen Bevölkerung in Suweida schockierte im Juli die Weltöffentlichkeit. Im Interview spricht die Aktivistin Maya Azzam über die humanitäre Lage vor Ort und erklärt, wie die Angriffe in Syrien und in der Diaspora gesehen werden. VON CAROLINA KAUBE
Sturz des Assad-Regimes vor einem Jahr : Jubelfeiern ohne Solidarität mit Alawiten, Drusen und Christen Tausende Syrer feierten in Europa den Sturz Assads vor einem Jahr. Kein Thema bei diesen Freudenfesten: die zunehmende Verfolgung religiöser Minderheiten. Unter dem neuen islamistischen Regime kommt es immer wieder zu Terror und Massakern. VON GIDEON BÖSS
Debatte über Asyl und Migration : Die CDU und das „Wir schaffen das 2.0“ Die jüngsten Äußerungen von Außenminister Wadephul zu Syrien machen einmal mehr deutlich: Der Bundesregierung mangelt es in dieser Frage an politischen Leitlinien. Und die Union begeht Angela Merkels alten Fehler neu – nur unter anderen Vorzeichen. KOLUMNE: UNGEFILTERT VON WOLFGANG KUBICKI
Der deutsche Außenminister in Syrien : Wadephuls falsches Damaskus-Erlebnis Die Rückkehr nach Syrien sei eine Heimkehr „ins Nichts“. Aus dem Munde der grünen EU-Parlamentarierin Hannah Neumann überrascht diese Aussage nicht. Doch wenn auch der Bundesaußenminister die Rückkehr für „nur sehr eingeschränkt“ möglich hält, fragt sich, welches Land er gesehen hat. VON HANS-ULRICH SEIDT
Debatte über Rückführungen nach Syrien : Wer soll ein Land wieder aufbauen, wenn nicht die eigenen Leute? Nach Johann Wadephuls (CDU) Aussagen zur unmöglichen Rückkehr von Syrern in ihre Heimat bemühen sich Union und Kanzleramt um Schadensbegrenzung. Abschiebungen seien an eine Stabilisierung des Landes gekoppelt, heißt es jetzt. Im Koalitionsvertrag steht etwas anderes. VON BEN KRISCHKE
Massaker an den Drusen : Und wir schauen erneut weg Elf Jahre nach dem Völkermord an den Jesiden wiederholt sich die Geschichte – diesmal an den Drusen. Islamistischer Terror, weltweites Schweigen und die Verurteilung der Helfer: Haben wir wirklich nichts gelernt? VON TOBIAS HUCH
Massaker an Drusen : „Syrien steht am Scheideweg zwischen Staatlichkeit und Zerfall“ Israel führt Luftangriffe auf Damaskus durch, während in der drusischen Stadt Suwaida Gefechte tobten. Nahostexperte Hans-Jakob Schindler erläutert, wie diese Ereignisse zusammenhängen, welche Rolle die fragile Übergangsregierung dabei spielt, und welche strategischen Ziele Israel verfolgt. VON CLEMENS TRAUB
Massaker in Syrien : Alawiten in Gefahr Dschihadisten nutzen den Überfall von Assad-Getreuen auf syrische Sicherheitskräfte als Vorwand für Massaker an alawitischen Zivilisten. Ein Syrien, in dem die verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Religionen friedlich und gleichberechtigt miteinander leben, bleibt ein Wunschtraum. VON GUIDO STEINBERG
Der Nahe Osten nach dem Umsturz in Syrien : Herrscher und Vasallen Syrien kommt nicht zur Ruhe. Seit dem Arabischen Frühling herrschte Krieg in Syrien, das zum Spielball der Geopolitik wurde. Nun stürzten HTS-Kämpfer den Despoten. Wer profitiert, wer verliert und wer regiert? VON GUIDO STEINBERG