Debatte über Asyl und Migration Die CDU und das „Wir schaffen das 2.0“ Die jüngsten Äußerungen von Außenminister Wadephul zu Syrien machen einmal mehr deutlich: Der Bundesregierung mangelt es in dieser Frage an politischen Leitlinien. Und die Union begeht Angela Merkels alten Fehler neu – nur unter anderen Vorzeichen. KOLUMNE: UNGEFILTERT VON WOLFGANG KUBICKI
Der deutsche Außenminister in Syrien : Wadephuls falsches Damaskus-Erlebnis Die Rückkehr nach Syrien sei eine Heimkehr „ins Nichts“. Aus dem Munde der grünen EU-Parlamentarierin Hannah Neumann überrascht diese Aussage nicht. Doch wenn auch der Bundesaußenminister die Rückkehr für „nur sehr eingeschränkt“ möglich hält, fragt sich, welches Land er gesehen hat. VON HANS-ULRICH SEIDT
Debatte über Rückführungen nach Syrien : Wer soll ein Land wieder aufbauen, wenn nicht die eigenen Leute? Nach Johann Wadephuls (CDU) Aussagen zur unmöglichen Rückkehr von Syrern in ihre Heimat bemühen sich Union und Kanzleramt um Schadensbegrenzung. Abschiebungen seien an eine Stabilisierung des Landes gekoppelt, heißt es jetzt. Im Koalitionsvertrag steht etwas anderes. VON BEN KRISCHKE
Massaker an den Drusen : Und wir schauen erneut weg Elf Jahre nach dem Völkermord an den Jesiden wiederholt sich die Geschichte – diesmal an den Drusen. Islamistischer Terror, weltweites Schweigen und die Verurteilung der Helfer: Haben wir wirklich nichts gelernt? VON TOBIAS HUCH
Massaker an Drusen : „Syrien steht am Scheideweg zwischen Staatlichkeit und Zerfall“ Israel führt Luftangriffe auf Damaskus durch, während in der drusischen Stadt Suwaida Gefechte tobten. Nahostexperte Hans-Jakob Schindler erläutert, wie diese Ereignisse zusammenhängen, welche Rolle die fragile Übergangsregierung dabei spielt, und welche strategischen Ziele Israel verfolgt. VON CLEMENS TRAUB
Massaker in Syrien : Alawiten in Gefahr Dschihadisten nutzen den Überfall von Assad-Getreuen auf syrische Sicherheitskräfte als Vorwand für Massaker an alawitischen Zivilisten. Ein Syrien, in dem die verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Religionen friedlich und gleichberechtigt miteinander leben, bleibt ein Wunschtraum. VON GUIDO STEINBERG
Der Nahe Osten nach dem Umsturz in Syrien : Herrscher und Vasallen Syrien kommt nicht zur Ruhe. Seit dem Arabischen Frühling herrschte Krieg in Syrien, das zum Spielball der Geopolitik wurde. Nun stürzten HTS-Kämpfer den Despoten. Wer profitiert, wer verliert und wer regiert? VON GUIDO STEINBERG
Nach dem Sturz Assads : Steht der „Kurdenkonflikt“ vor dem Ende, Herr Aydın? Nach dem Sturz des syrischen Machthabers Assad werden die Karten in der Region neu gemischt. Im Interview erklärt Yaşar Aydın von der Stiftung Wissenschaft und Politik, welche Rolle die Türkei jetzt spielt – und welche Alternativen zu Krieg und Konflikten möglich wären. VON ILGIN SEREN EVISEN
Flüchtlinge aus Syrien : „In vielen Fällen waren Messerattacken vorhersehbar“ Ryyan Alshebl, Deutschlands erster syrischstämmiger Bürgermeister, kritisiert, dass deutsche Politiker den Sturz des Assad-Regimes vor allem unter dem Gesichtspunkt der Einwanderungspolitik betrachten. Dennoch fordert er eine schärfere Asylpolitik und die Abschiebung von Straftätern. INTERVIEW MIT RYYAN ALSHEBL
Nach dem Sturz von Assad : Warum Syrien unregierbar bleibt Die Geschichte Syriens ist die einer völlig zersplitterten Gesellschaft: ethnisch, kulturell, religiös sowie zwischen Stadt und Land. Und jetzt dürfte sich die soziale und wirtschaftliche Krise auch noch verschärfen. Gut möglich, dass die Situation schon bald völlig außer Kontrolle gerät. VON HILAL KHASHAN
Syrien nach Assad : Die neuen Herren in Damaskus Die Chancen für ein demokratisches, geeintes und stabiles Syrien nach dem Sturz Assads sind gering. Syriens Nachbarn sowie Minderheiten in Syrien sind besorgt über das neue islamistische Regime. Profitieren wird von dem Machtwechsel vor allem die Türkei. VON ALFRED SCHLICHT
Israels Interessen in Syrien : „Strategische Fähigkeiten zerstören“ Unmittelbar nach Assads Flucht rückte Israel mit Streitkräften auf den Golan-Höhen ein und vernichtete mit Luftangriffen die Reste der syrischen militärischen Kapazitäten. Es geht um eigene Sicherheitsinteressen – aber auch andere Länder wollen in Syrien mitmischen. VON ANDREW DAVIDSON
Syrien nach dem Sturz von Assad : Unruhige Zeiten für den Nahen Osten Der Sturz von Assad wird Syrien in absehbarer Zeit keinen Frieden und keine Stabilität bringen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Instabilität, das Chaos und die fehlende Ordnung im Lande noch lange anhalten und die Nachbarländer Syriens bedrohen werden. VON HILAL KHASHAN
Nach dem Sturz von Assad : Wie weiter in Syrien? Der Sturz des Assad-Regimes durch islamistische Rebellen hat in Syrien ein Machtvakuum hinterlassen, das viele Akteure auszunutzen versuchen. Zu den Verlierern zählen Russland und der Iran, während für Israel ein Feind gegen einen anderen ausgetauscht wird. VON KAMRAN BOKHARI
Syrien unter Kontrolle der HTS : „Mit den Taliban und der Hamas vergleichbar“ Die Islamistengruppe HTS hat Syrien binnen weniger Tage vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Der Islamwissenschaftler Guido Steinberg erklärt im Interview, wie die Herrschaft unter der HTS womöglich aussehen wird und welche Minderheiten nun mit Repressionen rechnen müssen. INTERVIEW MIT GUIDO STEINBERG