Literaturen im Februar Geschichte des Kapitalismus, Pascal Mercier, demokratische Ordnung, Skandal in Königsberg Vier Bücher, vier Blicke auf Macht, Geist und Geschichte: Beckert und Richter erklären den Kapitalismus, Mercier erkundet das Innenleben, Lepenies die Demokratie, Clark den preußischen Skandal – klug, kritisch, aktuell. VON DOMINIK PIETZCKER, VIOLA SCHENZ, ECKHARD JESSE UND RENÉ SCHLOTT
Knauß liest : Geschichten, die größer sind als ihre Epoche Drei Klassiker führen durch Liebe, Macht und Intrige und öffnen den Blick auf ganze Epochen. Sie erzählen von Karrierismus, politischer Verführung und moralischen Grauzonen und zeigen, warum große Literatur und Geschichtsschreibung bis heute nachwirken. VON FERDINAND KNAUSS
Film der Woche: „Der Astronaut – Project Hail Mary“ : Softie auf Todeskurs Ryan Gosling verkörpert in „Der Astronaut – Project Hail Mary“ das Ideal postmoderner Männlichkeit. Auf seiner kosmischen Opfermission weint und kuschelt er mit einem Alien. Sandra Hüllers Hollywood-Debüt verpufft in dieser missglückten Sci-Fi-Buddy-Komödie. VON URSULA KÄHLER
Literaturen im Januar : Demokratie, Krise und Gesellschaft Demokratie ohne Souveränität, Krisen als Dauerzustand, Gesellschaft im Wandel: Vier Bücher aus Staatsrecht, Philosophie, Literatur und Meinungsforschung liefern scharfe Analysen, große Erzählkunst und unbequeme Befunde über den Zustand unserer Gegenwart. VON MATHIAS BRODKORB, FERDINAND KNAUSS, VIOLA SCHENZ UND BENCE BAUER
Literaturen im November : Amerikas Katastrophengebiet, Wurzel des Nahostkonflikts, Zukunft der Stadt, Journalistenleben beim ÖRR Vier neue Bücher zeigen die Spannweite heutiger Literatur: T.C. Boyle seziert Amerikas Seelenzustand, Oren Kessler beleuchtet den Ursprung des Nahostkonflikts, Wolfgang Herles bilanziert sein Medienleben, Daniel Wisser warnt vor digitaler Dystopie. VON ULRICH BERLS, THOMAS SPECKMANN, ECKHARD JESSE UND BJÖRN HAYER
Literaturen im September : Hiroshima, Kriegsverbrecher, Todeskult Die Atombomben brachten in Japan ein verbrecherisches Regime zu Fall. Adorno und Gehlen akzeptierten keine Brandmauer. Palästinensische Mörder bedrohen die Zivilisation. Und Geschichtsmythen sind unausrottbar. VON THOMAS SPECKMANN, JOHANN MICHAEL MÖLLER, INGO WAY UND ECKHARD JESSE
Literaturen im August : Memoiren, Müller, Moral Ewald Frie erzählt seine Familiengeschichte vom Bauernhof, Herta Müller feiert ihren 70. Geburtstag mit einem Textband und Michael Lüders analysiert die deutsche Außenpolitik. VON CICERO-REDAKTION
Literaturen im Januar : Cormac McCarthy, Contergan-Zwerg, Chalandon Vor 16 Jahren hat Cormac McCarthy zuletzt ein Buch veröffentlicht. Nun sind gleich zwei Romane erschienen, die stilistisch höchst ungewöhnlich für den Autor sind. VON GREGOR BASZAK UND MARIANNA LIEDER
„Noch wach?“ von Benjamin von Stuckrad-Barre : Das Wort „Roman“ als Schutzbehauptung Der vor allem im Medienbetrieb mit Spannung erwartete neue Roman von Benjamin von Stuckrad-Barre ist vor allem das Porträt zweier Machtmenschen, die lange den Springer-Verlag prägten. Doch ihre Namen werden in „Noch wach?“ konsequent verschwiegen. VON SÖREN KITTEL
Interview mit Johann von Bülow : „20-Jährige haben oft noch das Gefühl, dass sie unsterblich sind" Der Schauspieler Johann von Bülow hat mit „Roxy“ seinen Debütroman vorgelegt. Im Cicero-Interview spricht er über die Unterschiede zwischen Film und Literatur, die Auseinandersetzung mit dem Tod und die Problematik politischer Statements auf der Berlinale. INTERVIEW MIT JOHANN VON BÜLOW
Literaturkritiken : Moser liest Das Jahr 2023 startet mit einigen Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt. Nicht alle sind gelungen. Unsere Kultur-Chefin Ulrike Moser hat neue Bücher von Simon Strauß, Bret Easton Ellis und Marlene Streeruwitz gelesen und trennt die Spreu vom Weizen. VON ULRIKE MOSER
Literaturen im Dezember : Plumpsklo, Porno, Polytheismus Péter Nádas bleibt mit seinen „Schauergeschichten“ weit hinter seinem Können zurück, und Julian Barnes fragt in „Elizabeth Finch“, ob der Polytheismus die Welt besser gemacht hätte. VON BJÖRN HAYER UND MARIA WINKLER
Marcel Proust : Der letzte Individualist Vor einhundert Jahren starb Marcel Proust in Paris. Sein Romanzyklus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ist noch immer ein Meisterwerk der Moderne. Proust selbst indes hat sich in dem Buch zu einem Fürsprecher des emanzipierten Individuums gemacht. VON ALEXANDER GRAU
Literaturen im November : Manierismen, Mädchen, Metropole Martin Mosebach schwankt zwischen genialer Kunst und epigonalem Kitsch. Annie Ernaux hebt zu einem neuerlichen Triumph ihres furchtlosen autofiktionalen Erzählens an. Und Harald Jähner verdichtet das Lebensgefühl der Roaring Twenties. Belletristik und Sachbuch im November. VON CICERO-REDAKTION
Schriftsteller Christian Baron : Der Davongekommene Alkohol, Schläge, zerplatzte Träume: Der Schriftsteller Christian Baron schreibt in wuchtiger Direktheit in seinem neuen Roman „Schön ist die Nacht“ über das proletarische Milieu der 1960er Jahre in seiner Heimatstadt Kaiserslautern. VON PETER HENNING