Viren spielen auch in den Romanen im März eine Rolle / dpa

Romane im März - Wenn die Welt aus den Fugen gerät

Orhan Pamuk lässt in seinem Roman „Die Nächte der Pest“ ein Bazillus auf ein eben noch intaktes Idyll los. Und Hanya Yanagihara entwirft in „Zum Paradies“ auf 900 langen Seiten ein elendes Eden.

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Orhan Pamuk: Die Nächte der Pest

Sars-CoV-2 spielt mit unseren Ängsten. Der kleine Eindringling aus der Gruppe der Betacoronaviren mag zwar nur ein Proteinklümpchen von wenigen Nanometern Größe sein, die aber haben es in sich und kitzeln an unserem kollektiven Unbewussten. 

Kaum nämlich, dass das neuartige Virus 2020 seinen Siegeszug um die Welt antrat, häuften sich im Leben wie in der Literatur Erzählungen, die mit dem Schwarzen Tod anbändelten. Der hatte besonders im 14. Jahrhundert binnen weniger Jahre 25 Millionen Menschen dahingerafft. Und auch wenn aus medizinischer Sicht die Pest-Assoziation – man verzeihe den kleinen Kalauer – von Anbeginn an ausgebeult erschien, die Erzählungen rund um das Bakterium Yersinia pestis verkauften sich in den letzten zwei Jahren durchweg prächtig. 

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Ernst-Günther Konrad | Mo, 21. März 2022 - 09:42

Wer sich für das Thema und die Historie damit verbunden interessiert, mag das kaufen und lesen. Offenbar sind die Inhalte auch nicht Evidenz basierend beschrieben, aber dafür evtl. gruselig? Egal. Das wäre doch ein Metier für KL. Rücktritt als Gesundheitsminister und Rückzug aus den Talkshows und abgeschieden ein Buch über das "best" Virus „ever“. Vielleicht wird er als moderner Märchenerzähler zu ungeahntem Ruhm kommen. Münchhausen hat er ja schon übertroffen.

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