Koalition streitet über Energiepreise Klingbeils Werk und Reiches Beitrag Im aktuellen Koalitionsstreit ist die Wandlungsfähigkeit von Lars Klingbeil erstaunlich. Dem SPD-Vorsitzenden fehlt der Mut, sich mit seiner Partei anzulegen. Das führt zu Folgekonflikten. VON MATHIAS BRODKORB
Die Kehrtwende als Merz-Muster : Der Umfaller Erst scheinmutig auftreten, dann wieder zurückrudern: Was man anfangs noch als Ausrutscher ansehen konnte, hat sich inzwischen als Handlungsmuster von Friedrich Merz entpuppt. Innenpolitisch ist das lähmend, außenpolitisch brandgefährlich. KOLUMNE: GRAUZONE
Bärbel Bas und Lars Klingbeil halten zusammen : Titanic-Moment bei der SPD Aus den schweren Niederlagen bei den Landtagswahlen basteln sich die beiden SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas eine kurzfristige Stärke. Mit dem Rücken zur Wand haben sie nur noch eine Chance. VON VOLKER RESING
CDU und FDP : Merz fehlt das strategische Gespür Kohls Friedrich Merz hat die FDP für tot erklärt. Auch Angela Merkel war 2013 nicht traurig, als die Freien Demokraten den Wiedereinzug ins Parlament verfehlten. Was für ein Unterschied zu Helmut Kohl: Der hatte in den Liberalen stets den potentiellen Koalitionspartner gesehen. VON HUGO MÜLLER-VOGG
Friedrich Merz und der Atomausstieg : Irreversibel? Der Iran-Krieg hat die völlige Verwirrtheit der deutschen Energiepolitik überdeutlich gemacht. Eine naheliegende Lösung schließt Kanzler Merz trotz Steilvorlage von Ursula von der Leyen mit Verweis auf irreversible Entscheidungen seiner Vorgänger aus. VON ULRICH GRÄBER
Baden-Württemberg nach der Wahl : Der Özdemir-Effekt Mit den ersten Prognosen wird klar: Die Grünen liegen vorn. Entscheidend: Cem Özdemir personifiziert die Grünen, verankert sie in der bürgerlichen Mitte und macht den Wahlkampf fast vollständig zu einer Abstimmung über seine Sympathie und Glaubwürdigkeit. VON MICHAEL SOMMER
Friedrich Merz im Oval Office : Statist auf Trumps Bühne Auf der Pressekonferenz im Oval Office schimpft Donald Trump über Großbritannien und Spanien wegen deren Haltung im Iran-Krieg. Der deutsche Kanzler sitzt daneben und schweigt. Das ist auch das einzig Richtige, was Merz tun konnte. VON VOLKER RESING
Der Bundeskanzler in Washington : Merz’ Pragmatismus und Trumps Beitrag Bei seinem dritten Besuch im Oval Office müsste der deutsche Bundeskanzler eigentlich das für Deutschland gefährliche Zollthema lösen. Doch angesichts des Iran-Kriegs hat Donald Trump andere Sorgen. VON VOLKER RESING
Ungarn : Was Orbán Merz voraus hat – und warum seine EU-Kritik oft ins Schwarze trifft Während Friedrich Merz im Modus des Kompromisses regiert, tritt Viktor Orbán als Machtstratege mit klaren Erzählungen auf. Wer Orbáns Erfolg verstehen will, muss über politisches Handwerk sprechen – und unbequeme Fragen zur EU, zu Souveränität und demokratischer Legitimation stellen. VON FLORIAN HARTLEB
Merz-Besuch in China : Die Kluft beginnt sich zu schließen Mit der größten Wirtschaftsdelegation seit Jahren reist Friedrich Merz nach Peking – und vollzieht dabei eine bemerkenswerte Korrektur seiner eigenen China-Rhetorik. Zwischen De-Risking und Realpolitik deutet vieles auf einen pragmatischeren Kurs hin. VON HENRIK BORK
CDU-Bundesparteitag in Stuttgart : In der Unentschiedenheit ist die CDU ganz bei sich Friedrich Merz schwört die CDU auf dem Parteitag auf die politische Mitte ein. Keine anderen Mehrheiten seien denkbar. Nicht allen war das genug, manche sehnen sich nach mehr CDU pur. Das lieferte ein anderer. VON VOLKER RESING
Vor dem CDU-Parteitag in Stuttgart : Ein Festakt für zwei Kanzler Vor dem CDU-Parteitag werden kontroverse Themen geschickt entschärft, während Debatten um ein Social-Media-Verbot für Minderjährige noch genug Stoff für Streit bieten, ohne die Inszenierung zu gefährden. Historisch aufgeladen wird das Treffen durch die Anwesenheit von Angela Merkel. VON VOLKER RESING
Merz verschenkt eine Chance : Konrad Adenauer hätte Rubios Rede geliebt Die Rede des US-Außenministers in München war eine Liebeserklärung an die westliche Zivilisation. Trotzdem hielt es Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz für angebracht, sich demonstrativ zu distanzieren. Konrad Adenauer aber hätte Marco Rubios Rede geliebt. VON FERDINAND KNAUSS
Friedrich Merz auf der Münchner Sicherheitskonferenz : Mächtiges Deutschland, mächtiges Europa Deutschland ist wieder da, als Akteur und nicht als Derivat, das ist die Botschaft von Friedrich Merz auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Mit seiner Eröffnungsrede markiert der Bundeskanzler seinen Führungsanspruch in Europa zur Verteidigung von Freiheit und Wohlstand. VON DIRK NOTHEIS
Reformstau : Merz oder die letzte Platzpatrone der Demokratie Nach einem Jahr Kanzlerschaft hat Friedrich Merz zentrale Erwartungen enttäuscht, den angekündigten „Herbst der Reformen“ ausfallen lassen und sich immer wieder der SPD unterworfen. Wenn diese Regierung „die letzte Patrone der Demokratie“ sein soll, dann ist mit ihr kein Treffer zu erzielen. KOLUMNE: UNGEFILTERT VON WOLFGANG KUBICKI