Woke Gender-Ideologie unterliegt Wie J.K. Rowling die größte Menschenrechtsorganisation der Welt in die Knie zwang Amnesty International erklärte eine von J.K. Rowling finanzierte Anlaufstelle für Vergewaltigungsopfer zur Bedrohung für Menschenrechte. Binnen drei Wochen zwang die Autorin die Organisation zu Rückzug, Entschuldigung und einer internen Untersuchung. Lernen wird sie daraus wohl nichts. VON SHANTANU PATNI
Kino-Dokumentation „Was haben wir gelacht“ : Das Tribunal der Gegenwart Es ist eine billige Form der Machtausübung, ein Opfer zu finden, das sich nicht mehr wehren kann. In „Was haben wir gelacht“ ist dieses Opfer die Moral der Vergangenheit. Die Kino-Dokumentation ist ein Sinnbild für die „Gratismut-Ökonomie“ unserer Zeit. VON HENNING BECK
Grünen-Manifest : Was die Grünen unter Männlichkeit verstehen Den Grünen laufen die männlichen Wähler davon. Deswegen wollen sie jetzt ein „positives Bild moderner Männlichkeit“ entwerfen. Das besteht allerdings nur aus Klischees: Bizeps, Boxhandschuhe, Playboy. Die Grünen halten Männer für unterkomplexe Barbaren. VON SHANTANU PATNI
Film der Woche: „Virginia Woolf’s Night and Day“ : Eher fliegt ein Hund ins All Eine junge Lady im edwardianischen England will lieber Astronomin werden, anstatt zu heiraten. Virginia Woolfs Roman „Night and Day“ gilt als altmodisch und gefällig. Nun soll er die Kinos erobern – als progressive Story weiblicher Selbstermächtigung. VON URSULA KÄHLER
Zwei Schritte vorwärts, einer zurück : Wenn gesellschaftlicher Fortschritt keiner ist Vieles, was sich als Fortschritt präsentiert, ist in Wirklichkeit Rückschritt. Ob Identitätspolitik, Feminismus, Islam-Debatte, Technologie, Wirtschaft oder Bildung – oft gefährden ideologisch motivierte Entwicklungen bewährte Errungenschaften. VON ANTJE JELINEK
Film der Woche: „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ : Ach, du armes Hascherl! Sinnlich und intellektuell will sich das Dokudrama „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ der Schriftstellerin nähern. Dabei stilisiert es sie zum leidenden Opfer und blendet ihre Stärke und ihren Charme aus. Morgen jährt sich Bachmanns Geburtstag zum 100. Mal. VON URSULA KÄHLER
Feminismus und Statistik : Die Verhaustierung des Mannes Im feministischen Milieu treibt der Hass auf Männer im Verbund mit grenzenloser Migrationsfreude paradoxe Blüten. Möglich macht das eine altbekannte Methode: Man verwendet nur die Statistiken, die ins eigene Weltbild passen. VON BERND STEGEMANN
Ausladung der jüdischen Autorin Mirna Funk : „Es hat mich schockiert“ Mirna Funk sollte im Comedia Theater Köln über Macht und Schönheit diskutieren. Kurz vor Beginn kommt die Absage. Im Interview erzählt die jüdische Autorin, wie sie davon erfuhr – und was das für sie bedeutet. Ein weiterer Fall von Cancel Culture im Kulturbetrieb. INTERVIEW MIT MIRNA FUNK
Kampf der Geschlechter : Wenn Ihnen der Zahlsklave plötzlich Blumen schenkt Behaarte Frauen, zarte Männer – der moderne Feminismus setzt sich für die Abschaffung von Mann und Frau ein. Unsere Autorin blickt auf den neuen Kampf der Geschlechter in ihrer Generation und fragt: Was bleibt, wenn Weiblichkeit und Männlichkeit gleichermaßen delegitimiert werden? VON MIA KILIAN
Kinder als Kapital : Der Sozialstaat schont die Schwachen nicht, er nutzt sie aus Der existierende Sozialstaat schont nicht etwa die Wehrlosen, nämlich Kinder, sondern er nutzt sie aus. Die Umverteilung ermöglicht sein schamloses Versprechen an die Kinderlosen, von den Kindern anderer Leute zu leben. VON KONRAD ADAM
Nach Druck auf Veranstaltungsort : Debatte über Transaktivismus wird gecancelt Eine Hamburger Lokalität hat dem Verein „Club Volantaire“ eine Diskussion abgesagt. Der Grund: Protestmails aus der queer-woken Szene. Die Gäste Marie-Luise Vollbrecht und Till Randolf Amelung wundert das nicht. Jetzt wird nach einer Alternative gesucht. VON CHRISTINE ZINNER
Stefanie Hubig im Porträt : Die Unaufgeregte Lange blieb sie im Schatten – nun rückt Stefanie Hubig ins Zentrum der Macht. Mit nüchterner Expertise und neuem politischen Ton mischt die Justizministerin Debatten über digitale Gewalt und Reformen auf. Entdeckt hier eine Beamtin das Politische für sich? VON MIA KILIAN
Gender-Debatte : Die meisten Männer sind nicht toxisch Männer werden in der öffentlichen Debatte zunehmend negativ dargestellt. So entsteht eine wachsende gesellschaftliche Schieflage. Es lohnt sich, Männlichkeit differenziert, reflektiert und jenseits ideologischer Verzerrungen neu zu betrachten. VON MICHAEL KLEIN
„Das Interview“ mit Mirna Funk : „Ich habe so viele Merkmale von Opfergruppen – aber ich lehne diesen Status ab“ Mirna Funk ist Autorin und Journalistin, die in Berlin und Tel Aviv lebt und arbeitet. Im Gespräch geht es um Judenfeindlichkeit in Berlin, Feminismus und Identitätspolitik – und um die Frage, wie sich ein Leben jenseits einfacher Zuschreibungen gestalten lässt. INTERVIEW MIT MIRNA FUNK
Ökofeministische Landwirtschaft : Frauen vor den Pflug! Nach Ackern ohne Chemie und Gene kommt jetzt das Ackern ohne Traktor. Der Bayerische Rundfunk stellte das Konzept gerade vor. Aus ökofeministischer Sicht ist der Vorschlag allerdings nicht zu Ende gedacht. Eine Glosse. VON LUDGER WESS