Islamische Republik Warum der Iran trotz seiner Niederlagen gefährlich bleibt Der Iran hat schwere strategische Rückschläge erlitten. Dennoch weist er Verhandlungen mit den USA zurück und hält an seinen regionalen Ambitionen fest. Sein Selbstbewusstsein gründet auf einem Herrschaftssystem, das religiöse Ideologie und militärische Gewalt miteinander verbindet. VON WAHIED WAHDAT-HAGH
Das Tor nach Zentralasien : Warum Europa den Südkaukasus neu entdeckt Wollen Deutschland und Europa in einer multipolaren Welt nicht zum Spielball werden, müssen sie selbst Akzente setzen. Auch in Regionen, die lange als geopolitische Peripherie galten. Der Südkaukasus ist eine solche Region – als Energielieferant und Tor zu Zentralasien. VON OLIVER ROLOFS
Lage in Israel : Auf den Iran-Krieg folgt die USA-Krise Israel hat im Krieg gegen den Iran militärische Stärke demonstriert. Doch trotz der militärischen Erfolge steht das Land außenpolitisch isoliert da. Das belastete Verhältnis zu den USA stellt Jerusalem vor neue strategische Herausforderungen. VON TAL LEDER
Nato-Gipfel : Was Erdoğan wirklich erreicht hat Der Nato-Gipfel war für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan vor allem ein Triumph der Inszenierung. Donald Trump half ihm dabei, sich auf internationalem Parkett als unverzichtbarer Machtpolitiker zu präsentieren. Hinter den symbolischen Gesten fällt die Bilanz für die Türkei nüchterner aus. VON YAŞAR AYDIN
Europäische Iran-Politik : Europa und Nahost sprechen nicht dieselbe Sprache Europa setzt im Umgang mit dem Iran auf Dialog und Verhandlungen. Doch Teheran verfolgt eigene strategische Ziele, die mit westlichen Vorstellungen nicht zu vereinbaren sind. Ohne eine Mischung aus Diplomatie und einer glaubwürdigen Drohkulisse wird aus Naivität schnell Appeasement. VON TAL LEDER
US-Kurs im Iran-Krieg : Keiner blickt mehr durch Zwischen Waffenstillständen und neuen Luftangriffen wächst in Washington die Verwirrung. Selbst republikanische Senatoren stellen inzwischen dieselbe Frage wie Millionen Amerikaner: Was versucht Amerika im Iran noch zu erreichen? VON LISA DAVIDSON
Angekündigter Austritt bei den Republikanern : Tucker Carlson schließt keine Türen, er lässt sie angelehnt Über Jahrzehnte galt Tucker Carlson als erster Cheerleader der Republikaner. Nun hat er wegen Donald Trumps außenpolitischem Kurs seinen Austritt erklärt. Trump und die Partei hätten die Bewegung verlassen, nicht er, findet Carlson. Und nun? VON LISA DAVIDSON
Deutschlands Niederlage im UN-Sicherheitsrat : Retten, was noch zu retten ist Nach Deutschlands verlorener Wahl in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen war der Katzenjammer groß. Trotz großer Hoffnungen war das Abstimmungsdebakel aber nur konsequent. Warum unser Ansehen in der Welt derart ramponiert ist. VON MARCUS SCHNEIDER
Wenn Minensucher den Bundestag benötigen : Die Bundeswehr demonstriert wieder ihre parlamentarische Lähmung Die Frage der Enstsendung von Minensuchern der Bundeswehr in den Persischen Golf zeigt: Die militärische Lähmung durch die Parlamentskontrolle macht eine grundlegende Reform notwendig. VON RICHARD DREXL
Nach dem Iran-Deal : „Die USA akzeptieren, dass dieses Regime weiter existiert“ Der Iran hat viel erreicht – aber der Konflikt ist nicht gelöst. Hans-Jakob Schindler erklärt, welche Zugeständnisse Teheran erhält, warum die USA ihre Strategie ändern und weshalb die Urananreicherung zum entscheidenden Test für das Abkommen wird. INTERVIEW MIT HANS-JAKOB SCHINDLER
Deutschland und der UN-Sicherheitsrat : „Die wichtigste Lehre besteht darin, die Welt so wahrzunehmen, wie sie tatsächlich ist“ Deutschland ist mit seiner Bewerbung um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Im Interview spricht der Politikwissenschaftler Volker Perthes über die Gründe – und was daraus folgen muss. Wie groß ist der Reputationsschaden für die Bundesrepublik wirklich? INTERVIEW MIT VOLKER PERTHES
Wahl zum UN-Sicherheitsrat : Historische Niederlage für Deutschland bei der UNO Zum ersten Mal scheitert Deutschland mit einer Kandidatur für den UN-Sicherheitsrat. Trotz Milliardenbeiträgen und diplomatischer Werbetour erhielt Berlin nicht genügend Stimmen. Portugal und Österreich ziehen vorbei. VON CICERO-REDAKTION
Pele Broberg im Porträt : Trumps Mann in der Arktis Der grönländische Politiker Pele Broberg dient sich der amerikanischen Regierung an und übt harte Kritik an Dänemark – einen Anschluss an die USA will er jedoch nicht. Damit steht er für einen Kurs, der Grönland zwischen Unabhängigkeit und neuen Abhängigkeiten positioniert. VON JENS MATTERN
US-Truppenabzug aus Deutschland : „Die Glaubwürdigkeit der Abschreckung steht auf dem Spiel“ Die USA wollen 5000 Soldaten aus Deutschland abziehen. Militärexperte Ralph Thiele beschreibt, warum Washington seinen Fokus zunehmend nach Asien verlagert. Er warnt vor den Folgen für Abschreckung, Nato-Strukturen und die strategische Stabilität in Europa. INTERVIEW MIT RALPH THIELE
Energiekrise : Auf alten Irrwegen Überall in der Welt stehen potenzielle Energiepartner bereit. Doch statt zu diversifizieren, steuert die deutsche Politik das Land erneut in eine einseitige Abhängigkeit – und riskiert damit die nächste Energiekrise. VON STEFAN LIEBING