Evakuierung von Eifel-Ort Waldbrand bedroht Hürtgenwald Ein Waldbrand in Nordrhein-Westfalen rückt immer näher an den Eifel-Ort Hürtgenwald heran. Gut 1800 Menschen müssen ihre Häuser verlassen, der Krisenstab ist einberufen. Experte: Deutschland bei Waldbränden nur bedingt vorbereitet. VON CICERO-REDAKTION
Der deutsche Einmarsch in die Sowjetunion : Barbarossa: Der Anfang vom Ende Vor genau 85 Jahren marschierte die Wehrmacht in die Sowjetunion ein. Der Feldzug gegen Stalin sollte das nationalsozialistische Imperium sichern, wurde jedoch zum Ausgangspunkt von Hitlers Niederlage – und liefert bis heute Lehren über die Gefahren ideologischer Verblendung. VON ULRICH SCHLIE
Ärger um den Weißen Adler : Wie Polens Präsident den Streit mit der Ukraine eskalieren lässt Die Ukraine ist Polens wichtigster strategischer Partner. Doch Präsident Karol Nawrocki treibt beide Länder mit einer symbolträchtigen Provokation auseinander. Der Streit um einen Orden hat auch Folgen für Europas Sicherheit. VON THOMAS URBAN
Film der Woche: „Nürnberg“ : Hochmut kommt vor der Kapsel Mal wieder will Hollywood das Dritte Reich profitabel melken. Kurz vor den Nürnberger Prozessen erliegt US-Militärpsychiater Douglas M. Kelley dem Charisma Hermann Görings. Doch „Nürnberg“ scheitert an historischer Unschärfe, narrativem Wirrwarr und Klischees. VON URSULA KÄHLER
Das Tagebuch der Anne Frank : Das Urteil einer Tochter In Anne Franks Tagebuch liest die Welt von Verfolgung, Angst und Hoffnung im Versteck. Weniger beachtet wird eine andere Geschichte, die zwischen den Zeilen steht: die schwierige Beziehung eines jungen Mädchens zur eigenen Mutter. Doch was begegnet uns in diesen Zeilen eigentlich? VON LISA DAVIDSON
Film der Woche: „Der Tiger“ : Ins Herz der Finsternis An der Ostfront 1943 sucht die Besatzung eines Tiger-Panzers nach einem verschollenen Oberst. Der Auftrag entwickelt sich zum Horrortrip. „Der Tiger“ ist ein ungewöhnlicher Antikriegsfilm. Sein Spiel mit der Realität geht unter die Haut. VON URSULA KÄHLER
125. Geburtstag von Antoine de Saint-Exupéry : Fliegend die Welt verstehen Antoine de Saint-Exupéry wurde berühmt als der Autor des „Kleinen Prinzen“ und viel gelesener Fliegerbücher. Sein Leben und Tod sind ein Spiegel der Geschichte Frankreichs. Seine ewige Suche nach dem wahren Leben machte den Einzelgänger und Individualisten zu einem Sinnbild der Moderne. VON ALEXANDER GRAU
Siegesparade auf dem Roten Platz : Und immer wieder die Formel vom „glorreichen russischen Sieg“ Die Überhöhung des Sieges über den „Hitler-Faschismus“, wie der offizielle Begriff lautet, ist in der Geschichtspolitik des Kremls die Klammer, die Russland zusammenhalten soll. Auch bei der Siegesparade in Moskau gilt nur eine Wahrheit: die von Putin. VON THOMAS URBAN
80 Jahre nach Kriegsende : Ohne absolute Härte gegen Judenhass kann man sich die Erinnerungskultur sparen Kein Land der Welt hat sich je so intensiv mit der eigenen historischen Schande beschäftigt wie Deutschland. Die Erinnerungskultur scheint also ein hohes Gut zu sein. Und doch zeigt sie in der Bundesrepublik mittlerweile dramatische Risse. VON GIDEON BÖSS
Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg : Hat Deutschland eine Pflicht zur postheroischen Wehrlosigkeit? 80 Jahre nach der Kapitulation der Wehrmacht steht in Deutschland jegliche Verteidigungsbereitschaft noch immer unter Verdacht. Die gesellschaftliche Einstellung zum Militärischen muss sich ändern – und auch die zum eigenen Land. VON RONALD G. ASCH
Film der Woche: „Die Fotografin“ : Von inneren und äußeren Kriegen Die Amerikanerin Lee Miller dokumentierte mit ihren Fotografien die Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Sie schuf ikonische Aufnahmen. Das Biopic „Die Fotografin“ portraitiert Miller als inspirierende, aber zerrissene Persönlichkeit. VON URSULA KÄHLER
80. Jahrestag des D-Day in der Normandie : Am Pilgerort der Atlantiker Am 6. Juni 1944 lancierten die Alliierten mit der „Operation Overlord“ den Sturm auf das Nazi-Regime. Seither haben sich die Fronten radikal verschoben, wie ein historischer Blick auf die Zeremonien in der Normandie zeigt. VON STEFAN BRÄNDLE
Offiziersmord von Katyn : Der Geheimdienst des Kremls beschuldigt wieder die Deutschen Laut einem Bericht des Auslandssenders des Kreml sollen nicht Soldaten der Roten Armee, sondern deutsche Besatzer das Massaker von Katyn begangenen haben. Der Bericht strotzt vor Falsch- und Fehlinformationen – und lässt Entscheidendes weg. VON THOMAS URBAN
80 Jahre Stalingrad : Die gefährliche Instrumentalisierung des Erinnerns Der Jahrestag des Endes der Schlacht von Stalingrad wird in Russland für propagandistische Zwecke missbraucht. Aber auch für die Ukraine und ihre deutschen Unterstützer gilt: Historisches Erinnern sollte niemals zur Legitimation von aktuellem politischen Handeln herangezogen werden. VON ALEXANDER GRAU
80 Jahre Schlacht von Stalingrad : Verdrängung eines Traumas Am 10. Januar 1943 begann der Schlussakt des Dramas von Stalingrad. Zunächst galten die Soldaten der 6. Armee als Opfer verbrecherischer Dilettanten, später dann selbst als Täter. Inzwischen jedoch regiert betretene Ignoranz. Dabei wäre Erinnern aktuell wichtiger denn je. KOLUMNE: GRAUZONE