Progress Pride statt Regenbogen Vom schwulen Außenseiter zur queeren Hegemonie Die queere Bewegung dominiert heute Diskurs und Symbolik – doch der schwule Mann verliert darin zunehmend an Profil. Wie konnte aus dem schwulen Außenseiter ein konformer Teil einer identitären Zivilreligion werden? VON NICO HOPPE
Flaggen-Eklat im Bundestag : Wenn die bunten Fahnen wehen Die Bundestagspräsidentin lässt die Regenbogenfahnen einholen und kehrt zur demokratischen Farbenlehre zurück. Schon wird es manchem zu bunt. Sind die Woken auch ohne Regenbogen noch die farben-bestimmende Community der Republik? VON FRANK A. MEYER
Buchauszug „Wot se fack, Deutschland?“ : Der akademische Siegeszug der Irrationalität Postmodernes Denken lehrt, den eigenen Intuitionen mehr zu vertrauen als wissenschaftlichen Tatsachen und Erkenntnissen. Wie zur Hölle konnte sich dieser Unsinn ausgerechnet in der akademischen Welt durchsetzen? Unser Gastautor Vince Ebert wundert sich. VON VINCE EBERT
Kirche auf Gegenkurs : Bischöfe stoppen Queer-Papier für Schulen Ein affirmativer Queer-Leitfaden für Schulen wurde von den deutschen Bischöfen gestoppt. Ein Zeichen für einen kirchlichen Kurswechsel – oder doch nur ein Rückzieher inmitten gesellschaftlicher Spannungen? Und was hat der neue Papst damit zu tun? VON BENJAMIN LEVEN
Queerer Aktivismus : Über die Zerstörung schwulen Lebens Von schwulen Männern wird wieder bedingungsloser Gehorsam eingefordert. Nicht durch „heteronormative“ Männer, sondern durch queere Aktivisten und ihre Unterstützer. Was als „Fortschritt“ verkauft wird, läuft auf die Zerstörung schwulen Lebens hinaus. VON FLORIAN GRELLER
Geschlechtsangleichende Operationen : Körperwelten Wer sich chirurgischen Eingriffen unterzieht, um den eigenen Körper mit Attributen des je anderen Geschlechts auszustatten, geht Risiken ein. Am Ende droht der Verlust der Lust. VON MARTINA LENZEN-SCHULTE
Queer-Beauftragter zeigt Reichelt an : In wessen Namen jagt Alfonso Pantisano? Alfonso Pantisano will in seiner Funktion als „Ansprechperson Queeres Berlin“ des Landes und des Senats Strafanzeige gegen missliebige Journalisten gestellt haben. Die Berliner CDU sieht das anders, insinuiert einen Alleingang. Was denn nun? VON BEN KRISCHKE
Pantisano zeigt Julian Reichelt an : Queermannsheil Der Queer-Beauftragte Berlins, Alfonso Pantisano, macht mit hanebüchenen Strafanzeigen Jagd auf zeitgeistkritische Journalisten. Damit will er zweifellos ein Exempel statuieren. Das ist schon ziemlich irre. VON BEN KRISCHKE
Feminismus in der Entwicklungspolitik : Gut gemeint ist nicht gut gemacht Außenministerin Annalena Baerbock und Entwicklungsministerin Svenja Schulze haben am 1. März Leitlinien für eine „feministische Außen- und Entwicklungspolitik“ vorgestellt. Doch den von Baerbock angekündigten „Realfeminismus“ sucht man in einer sehr weit gefassten, eurozentristischen Perspektive vergeblich. VON KATHARINA HOPP
Man sieht nur, was man sucht : Als der Vatikan eine lustfreudige Lasterhöhle war Der splitternackte Barberinische Satyr bezeugt die Freizügigkeit von Papst Urban VIII. gegenüber homosexuellen Neigungen. Warum nicht heute die Flagge von LGBT+ von der Loggia des Petersdoms flattern lassen? Es täte nichts anderes bedeuten, als den unter Soutanen verheimlichten Tatsachen zu entsprechen. VON BEAT WYSS
Die meistgelesenen Cicero-Artikel 2022 : Energiekrise, Ralf Schuler verlässt „Bild“, das System Scholz Die Energiepolitik der Bundesregierung hat verheerende Auswirkungen auf Haushalte und Unternehmen. Ralf Schuler verlässt die „Bild“, weil sie ihm zu woke geworden ist. Und im Kanzleramt sitzt ein Mann, der seine ganze Karriere lang mit unfassbaren Skandalen durchgekommen ist. Dies waren die meistgelesenen „Cicero“-Artikel im Juli, August und September. VON CICERO-REDAKTION
Ralf Schuler verlässt „Bild“ : „Ich bin nicht bereit, für eine politische Bewegung und unter ihrer Flagge zu arbeiten“ Mit Ralf Schuler verlässt einer der renommiertesten Politikjournalisten des Landes die „Bild“. Als Leiter der Parlamentsredaktion stand er zuletzt wie kein zweiter für die politische Berichterstattung des Boulevardblattes. In einem Brief an Springer-Chef Mathias Döpfner und „Bild“-Chefredakteur Johannes Boie, der Cicero exklusiv vorliegt und dessen Echtheit Schuler auf Nachfrage bestätigt, findet der Journalist klare, aber auch nachdenkliche Worte. Schuler kritisiert einen zu unkritischen Umgang des Konzerns mit der LGBTQ-Bewegung und eine Richtungsentscheidung der Führungsetage, sich auf die Seite der Queer-Aktivisten zu schlagen. VON BEN KRISCHKE
Eine Woche im Leben unserer Ampel-Koalition : Wie ein Keil auf der Flagge zwei Frauen entzweit Die Arbeit der Ampel-Koalition muss nicht kommentiert werden – sie kommentiert sich weitgehend selbst. Deswegen hat unser Autor Jens Peter Paul eine Art Chronologie der vergangenen acht Tage erstellt. Es ist ein Tagebuch der Kuriositäten. VON JENS PETER PAUL
Kampagne gegen Luke Mockridge : „An den Arsch gegriffen, so richtig mit Schmackes“ Luke Mockridge kehrt zurück auf die Bühne. Weil ihn seine Ex-Freundin wegen versuchter Vergewaltigung angezeigt hatte, zog er sich im August aus dem Fernsehen zurück. Dabei wurde der Vorwurf nie bewiesen. Doch weil Feministinnen und der „Spiegel“ das suggerierten, nahm der Komiker eine Auszeit. Die Chronologie einer Verleumdungskampagne. VON ANTJE HILDEBRANDT
Tessa Ganserer im Bundestag : Eine Transfrau schreibt Geschichte Die transidente Politikerin Tessa Ganserer ist für die Grünen in den Bundestag eingezogen. Jetzt wirft ihr die feministische Initiative „Geschlecht zählt“ einen „Missbrauch der Frauenquote“ vor. Denn Ganserer wird im Bundestag als Frau geführt, obwohl sie sowohl biologisch als auch rechtlich ein Mann ist. Ganserer und ihre Unterstützer kämpfen jedoch dafür, dass jeder sein Geschlecht selbst definieren kann. Ben Krischke hat die Politikerin in der November-Ausgabe von Cicero porträtiert. VON BEN KRISCHKE