Zum Tod von Jürgen Habermas Der doppelte Philosoph Jürgen Habermas ist mit 96 Jahren verstorben. Seinen Einfluss erwarb er sich nicht allein mit philosophischen Werken. Habermas trat zugleich immer als politischer Intellektueller in Erscheinung. Nicht immer auf rühmliche Weise. Wesentlichen Fragen wich er dabei aus. VON MATHIAS BRODKORB
Zum Tod von Jürgen Habermas : Der Staatsdenker Jürgen Habermas hat die politische Kultur und die akademische Landschaft der Bundesrepublik geprägt wie kein anderer Intellektueller. Sein Denken wurde zur Staatsideologie der Bundesrepublik. Sein Tod markiert ein Epochenende. VON ALEXANDER GRAU
Corona-Aufarbeitung : Staatsdenker auf Linie Die Freiheitseinschränkungen in der Coronakrise und die Rufe nach einer Impfpflicht waren autoritär und ethisch unbegründet. Leider haben dabei auch Moralphilosophen und der Ethikrat Schützenhilfe geleistet. VON UWE STEINHOFF
Kinderbuchverlag schreibt Bücher von Michael Ende um : Jim Knopf, Jürgen Habermas und der Neger Der Irrsinn der Sprachreinigungsorgien geht weiter. Nun sind auch noch die Geschichten um den kleinen Jim Knopf betroffen. Aber wann ist endlich auch Jürgen Habermas an der Reihe? VON MATHIAS BRODKORB
Jürgen Habermas mischt sich erneut in die Ukraine-Debatte ein : Das Orakel vom Starnberger See Jürgen Habermas pocht in einem unlängst veröffentlichten Essay abermals auf Verhandlungen mit Russland. Doch das prätentiöse Schreiben trieft vor Banalitäten und analytischen Ungenauigkeiten. Warum fühlt sich der weltbekannte Philosoph dazu bemüßigt, der Politik Ratschläge zur Lösung ausweglos erscheinender Sachfragen zu geben, obwohl er keine Kompetenz dafür besitzt? VON MATHIAS BRODKORB
Streitgespräch mit einer KI-Maschine : „Ich bin nicht in der Lage, selbständig zu denken“ Mit ChatGPT ist eine Künstliche Intelligenz (KI) des Unternehmens „OpenAI“ seit kurzem im Testmodus online. Die KI soll über erstaunliche Fähigkeiten verfügen. Unser Autor Mathias Brodkorb hat sich mit ihr unterhalten – über Jürgen Habermas. GESPRÄCH MIT CHATGPT
Sachbücher im November: Habermas, Precht, Welzer : Diese Lücke, diese entsetzliche Lücke Jürgen Habermas will mit seiner Kritik an den sozialen Medien eine Kluft in seinem Werk schließen. Und Richard David Precht und Harald Welzer sehen Abgründe zwischen Volk und Medien. Alle drei sehen die Demokratie gefährdet - wenngleich aus unterschiedlichen Richtungen. VON MATHIAS BRODKORB
Debatten über den Ukraine-Krieg : Pardon, ich weiß es einfach nicht Seit über zwei Monaten wird in der Ukraine gekämpft. Mit jedem Kriegstag dort scheint hier in Deutschland die öffentliche Erwartungshaltung zu steigen, als Bürger nicht nur solidarisch mit der Ukraine zu sein, sondern auch bei besonders kontroversen Themen klar Position zu beziehen. Wer zweifelt, findet sich deshalb zunehmend allein auf weiter Flur wieder. Dabei kann niemand mit letzter Sicherheit sagen, welche Maßnahmen welche Folgen für den Kriegsverlauf haben werden. VON BEN KRISCHKE
Waffenlieferungen an die Ukraine : Churchill oder Habermas? Die Texte von Jürgen Habermas und anderen deutschen Intellektuellen, die sich gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine wenden, zeichnen sich durch eine Verengung des Blicks auf eine innenpolitische Dimension aus und folgen der Logik des Appeasement. Mit Habermas’scher Kommunikationstheorie aber lassen sich keine Aggressoren in ihre Schranken weisen. VON BERND STEGEMANN
Alice Schwarzer schreibt offenen Brief an Olaf Scholz : Wer zu spät kommt… Prominente wie die Feministin Alice Schwarzer haben in einem Offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) appelliert, nicht noch mehr schwere Waffen an die Ukraine zu liefern. Ihre Position kann man sich allerdings nur leisten, solange man in gutbürgerlichen Verhältnissen lebt – in Friedenszeiten. Zudem kommt ihr Appell zu spät, um überhaupt noch Einfluss nehmen zu können. VON MATHIAS BRODKORB
Jürgen Habermas : Geschwätz von gestern: Der Philosoph und der Notstand Mit dem gesellschaftlichen Leben scheinen wegen der Corona-Pandemie auch so manche gesellschaftspolitischen Erkenntnisse auf Eis gelegt worden zu sein. Renommierte Intellektuelle aus der systemkritischen Sphäre werden plötzlich zu den unbarmherzigsten Verteidigern der neuen Normalität. Darunter auch Deutschlands berühmtester Denker: Jürgen Habermas. VON PHILIPP FESS
Philosoph der Ausgrenzung : Habermas' linker Politstempel Der Philosoph Jürgen Habermas gilt als wichtiger Vordenker der politischen Linken. Mit der nach links gerückten CDU eröffnet sich für ihn eine „zweite Chance“, die postnationalen Visionen eines integrierten EU-Europas umzusetzen. Die Konsequenz: Die Delegitimierung der politischen Rechten. KOLUMNE: GRAUZONE VON ALEXANDER GRAU
Jürgen Habermas : Liberal, nicht ideal Der von Jürgen Habermas vertretene Verfassungspatriotismus hat mehr Stärken, als seine Verächter meinen. Und mehr Schwächen, als seine Adepten ahnen. Eine Würdigung zum 90. Geburtstag des Philosophen und Soziologen VON PETER STRASSER
Niall Ferguson über Meinungsfreiheit : „Die Linken haben die Macht übernommen“ Niall Ferguson ist einer der renommiertesten Historiker Großbritanniens, wenn nicht der Welt. In einem Interview hat er nun zu einem Rundumschlag gegen den akademischen Betrieb ausgeholt. An den Universitäten dominierten linke Professoren, die alle Andersdenkenden ausgrenzten EIN FUNDSTÜCK VON ALEXANDER KISSLER
Streitkultur : Das Ende des Politikmodells „Merkel“ Weil Vernunft und Unvernunft die einzigen Parameter in der Politik geworden sind, wird nicht mehr um die beste Lösung gestritten. Damit hat sich die Bundeskanzlerin in eine Sackgasse manövriert. Die Linke muss die Chance nutzen, um sie von ihrem Thron zu stoßen EIN GASTBEITRAG VON NILS HEISTERHAGEN