Gesellschaft in der KI-Revolution Epochenbruch Noch wirkt alles ruhig. Doch KI hat bereits begonnen, die Grundlagen unseres Lebens zu verändern: Wissen verliert seine Knappheit, Arbeit organisiert sich neu, gesellschaftliche Strukturen verschieben sich. Ohne es zu bemerken, erleben wir eine Revolution, die den Kompass der Menschheit neu justiert. VON CARSTEN KORFMACHER
Zum 120. Geburtstag von Hannah Arendt : Die öffentliche Frau Die Philosophin Hannah Arendt hat mit ihrem oft eigensinnigen Denkstil die Großen Debatten des 20. Jahrhundert geprägt. Ihre wichtigste Leistung aber bleiben das „Wagnis der Öffentlichkeit“ und der Glaube an das Menschliche im Menschen. VON RALF HANSELLE
Szenario der Zukunft : „Der Bürgerkrieg kommt in den Westen“ Der Kriegsforscher David Betz glaubt, dass Westeuropa Bürgerkriege bevorstehen, in denen das Militär eher eine Nebenrolle spielen wird. Der schwindende Wohlstand und die zunehmenden Risse in westlichen Gesellschaften sind nur einige der Faktoren, die zu Unruhen und Konflikten führen. INTERVIEW MIT DAVID BETZ
Cicero im Dezember : Neue Stadtbilder Unser Stadtbild hat sich radikal verändert. Das sieht ein jeder, der die Realität nüchtern betrachtet. Unkontrollierte Migration ist eine Ursache, aber nicht die einzige. Für unsere Dezember-Ausgabe haben wir uns in ganz Deutschland umgesehen. VON ALEXANDER MARGUIER
Das politische Buch : Bettina Stark-Watzinger liest „Zivilisierte Verachtung“ Unser Grundgesetz bündelt Freiheit, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit – Werte, die heute lauter verteidigt werden müssen. Wenn Extreme sie missbrauchen, gilt Strengers Mahnung: Kritik ist kein Angriff, sondern Grundlage der offenen Gesellschaft. VON BETTINA STARK-WATZINGER
Literaturen im August : Selbstaufklärer, Streitschrift, Naturbäder und Fantasiemaschine Steffen Mau erzählt über die Ost-West Ungleichheit, Ingolfur Blühdorn stellt Fragen über die Wahrheit der Gesellschaft, Melanie Möller verteidigt die Literatur, T. C. Boyle präsentiert 13 Kurzgeschichten und Saša Stanišic schreibt über eine Fantasiemaschine. VON DOMINIK PIETZCKER, RENÉ SCHLOTT, VIOLA SCHENZ UND BJÖRN HAYER
Pluralismus ja, Wokeismus nein : Diversity ist tot – es lebe die Vielfalt! Diversity als woke Modeerscheinung ist out – und kaum einer wird sie vermissen. Die gute alte Vielfalt hingegen ist es wert, verteidigt zu werden. Sie ist und bleibt, richtig verstanden, ein elementarer Pfeiler unserer politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ordnung. VON MARTIN HAGEN
Sachbuchtipps im Februar : Brodkorb liest Philip Manow attackiert die Selbstverliebtheit der „liberalen Demokraten“, Pascal Bruckner spürt gedanklich scharf der selbstzerstörerischen „Pathologie der Anerkennung“ des Westens nach, und Peter Probsts kurze Geschichte der afrikanischen Kunst ist unkritisch vom postkolonialen Geist erfüllt. VON MATHIAS BRODKORB
Literaturen im September : Melancholie, Märtyrer, Mahlzeiten Björn Hayer liest Romane über Krankheit, John Sweeney legt eine Biografie Alexey Nawalnys vor, Ute Cohen probiert den Geschmack der Freiheit, und Marion Messina polemisiert gegen die implodierende Gesellschaft. VON BJÖRN HAYER, VIOLA SCHENZ UND DOMINIK PIETZCKER
Supermodels : Das Comeback der Schönheit Naomi Campbell, Christy Turlington, Linda Evangelista: Die Supermodels sind zurück. Was sagt das über unsere Gesellschaft und den täglichen Wandel aus? VON DANIEL HAAS
Generation A : Der Weltuntergang fällt aus Gut möglich, dass die Apokalypse ausbleibt. Und dann? Was folgt auf die Generation Z, wenn auch am Ende des Alphabets noch Zukunft übrig ist? Unser Autor plädiert für Hoffnung – und für einen Neuanfang: Ein Manifest wider die Endzeitstimmung. VON FELIX HUBER
Annette Schavan liest... : Das politische Buch In seinem neuen Buch „Abschied von der Öffentlichkeit“ zeigt Michael Hüther einen Verlust der Öffentlichkeit als Raum der Freiheit. Annette Schavan hat den Essay für uns gelesen. VON ANNETTE SCHAVAN
Zukunft des Theaters : „Sterbende“ gegen „Letzte Generation“ Theater in der Krise: Wie lange braucht eine Gesellschaft, die das Leben selbst zum Spektakel macht, die Bühne noch als Ort, an dem die Zukunft verhandelt wird? VON AXEL BRÜGGEMANN
Reiner Haseloff liest ... : Das politische Buch Der Literaturwissenschaftler und Publizist Dirk Oschmann hält das Land für tief gespalten in Ost und West. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, hat Oschmanns jüngstes Buch „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ für uns gelesen. VON REINER HASELOFF
Hartmut Rosa : Die Systemfrage stellen Hartmut Rosa ist einer der bekanntesten Soziologen des Landes. Die Aufgabe der Soziologie sieht er nicht allein darin, gesellschaftliche Zustände zu diagnostizieren und zu beschreiben. Nun wird ihm der Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft verliehen. VON ULRIKE MOSER