Natalie Pawlik im Porträt Opposition in der Regierung Natalie Pawlik (SPD) hat eine eigene erfolgreiche Migrationsgeschichte hinter sich. Die 33-Jährige emigrierte wie Tausende andere russische Spätaussiedler nach Deutschland. Als Integrationsbeauftragte kritisiert sie nun die selbst mitbeschlossene Migrationswende. VON FELIX HUBER
Zehn Jahre „Wir schaffen das“ : Angela Merkel bereut nichts Wer eine Erklärung für Kulturkämpfe, die polarisierte Politiklandschaft und den Vertrauensverlust der Wähler sucht, kommt immer wieder auf den Tag der Grenzöffnung vom 25. August 2015 zurück. Dennoch würde die damalige Kanzlerin Angela Merkel alles noch mal genau so machen. VON FELIX HUBER
Das politische Buch : Philipp Lengsfeld liest „Die Täuschung“ Eckart Lohse zieht Bilanz der 16-jährigen Kanzlerschaft von Angela Merkel. In seinem Buch „Die Täuschung“ prangert er genau diese an. Es geht um Fehlentscheidungen – und um solche, die nie getroffen wurden. Philipp Lengsfeld betrachtet das Buch im Lichte seiner eigenen Erfahrungen. VON PHILIPP LENGSFELD
Migrationswende in Japan : Ungekannte Fahrwasser Für Deutschlands Rechte heißt das große Vorbild Japan: Eine restriktive Migrations- und Flüchtlingspolitik führe zu niedrigen Kriminalitätsraten. Was dabei übersehen wird: Das ostasiatische Land hat sich von dieser Linie verabschiedet, weil Abschottung zu ökonomischem Schrumpfen geführt hat. VON FELIX LILL
Schwarz-Rot in Hessen : „CDU pur“ in der Flüchtlingspolitik Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD in Hessen trägt, vor allem was die Flüchtlingspolitik betrifft, eindeutig die Handschrift der Union. Die SPD musste einiges hinnehmen, um nicht weitere vier Jahre in der Opposition zu verbringen. VON HUGO MÜLLER-VOGG
Ausschreitungen von Eritreern in Israel : Gewaltausbruch mit Ansage Wie zuvor schon in Gießen und anderen Städten kam es am Wochenende zu Ausschreitungen zwischen Eritreern in Tel Aviv. Es sei ein Streit zwischen Gegner und Anhängern des Regimes, heißt es. Aber wer sind die Gewalttäter wirklich? VON ALFRED SCHLICHT
Buch-Auszug „Der Selbstbetrug“ : Die Ressourcen der Kommunen für Flüchtlinge sind erschöpft Deutschlands Kommunen sind am Ende ihrer Leistungsfähigkeit bei der Unterbringung und Versorgung von Migranten. Im Gesundheitssystem, in der Verwaltung, auf dem Wohnungsmarkt und vor allem an den Schulen hat dies schon spürbare Folgen. VON BORIS PALMER
Neue Flüchtlingskrise : „Wir schaffen das - nicht!“ Boris Palmer, der grüne Oberbürgermeister von Tübingen, plädiert für mehr Realismus in der Flüchtlingsfrage. Mit seinem ungebrochenen Sinn für Realismus wäre er der richtige Innenminister für Deutschland. VON MATHIAS BRODKORB
EU-Migrationsgipfel : Beschlüsse ohne Fahrplan Die Europäische Union hat sich auf eine Verschärfung der Migrationspolitik geeinigt. Ob das nur eine unverbindliche Absichtsbekundung oder eine grundlegende Änderung ist, wird sich zeigen müssen. Vor allem Deutschland lehnt zahlreiche Maßnahmen ab. VON THOMAS JÄGER
Bundestagswahlkampf : Rhetorische Chiffonschleifen Ob es um die Rente geht, Corona oder die Verschuldung: Die Probleme, die sie auslösen, werden erst gar nicht benannt. Die Salbe der inhaltslosen Wahlkampfparolen verklebt den klaren Blick auf die Zustände. Genau das macht vielen Bürgern Angst. VON REINHARD MOHR
Attentat in Würzburg : Der perfide Kampf um die Deutungshoheit Kaum hatte sich die Nachricht von den schrecklichen Ereignissen in Würzburg herumgesprochen, formierten sich im Netz die Fraktionen zum Kampf um die Deutungshoheit. Doch der geht an der Sache vorbei. Es geht nicht mehr um Fakten, sondern um Symbole. So entsteht ein Klima, das Tätern wie dem von Würzburg erst Raum gibt. KOLUMNE: GRAUZONE VON ALEXANDER GRAU
Flüchtling porträtiert Kanzlerin : Die heilige Merkel Teresa der Kitschköpfe Der geflüchtete Maler Mulugeta Tekle hat ein Bild von Angela Merkel in Gestalt von Mutter Teresa gemalt. Es ist eine kitschige Darstellung, die am Ende aber mehr über den Zustand der deutschen Flüchtlingspolitik verrät als jeglicher Realismus. VON RALF HANSELLE
Moria und Moral : Der scheinheilige EU-Patriotismus der urbanen Eliten Nach dem verheerenden Brand im Flüchtlingslager Moria zeigt sich wieder einmal: Die EU versagt in der Migrationspolitik. Trotzdem feiern gerade Progressive die Staatengemeinschaft als neue patriotische Instanz. Ein bizarrer Widerspruch. KOLUMNE: TRIGGERWARNUNG VON JUDITH SEVINÇ BASAD
Gemeinsame Migrationspolitik der EU : Die Wiedergutmachung Angela Merkels Migrationspolitik hat Europa geschadet. Die deutsche Ratspräsidentschaft ist eine gute Gelegenheit, diesen Schaden zu beheben. Es würde die EU mehr einen als jedes noch so große Corona-Hilfspaket. Hat die Kanzlerin diese Kraft? Und den Willen? VON CHRISTOPH SCHWENNICKE
Flüchtlingspolitik der EU : Europa macht die Grenzen dicht Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte dürfen Flüchtlinge an der EU-Grenze abgeschoben werden. Das Urteil passt zu dem neuen Kurs, den die EU in der Flüchtlingspolitik eingeschlagen hat. VON ERIC BONSE