Attentat in Würzburg - Der perfide Kampf um die Deutungshoheit

Kaum hatte sich die Nachricht von den schrecklichen Ereignissen in Würzburg herumgesprochen, formierten sich im Netz die Fraktionen zum Kampf um die Deutungshoheit. Doch der geht an der Sache vorbei. Es geht nicht mehr um Fakten, sondern um Symbole. So entsteht ein Klima, das Tätern wie dem von Würzburg erst Raum gibt.

Kerzen und Blumen liegen vor einem geschlossenen und abgesperrten Geschäft in der Innenstadt.
Kerzen und Blumen liegen vor einem geschlossenen und abgesperrten Geschäft in der Würzburger Innenstadt / dpa

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Er veröffentlichte u.a. „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“ und „Kulturpessimismus. Ein Plädoyer". Zuletzt erschien von ihm „Politischer Kitsch. Eine deutsche Spezialität“ bei Claudius.

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Alexander Grau

Ein Spindoctor ist ein Journalist oder Kommunikationsberater, der Ereignissen den richtigen medialen „Spin“ geben soll, also den richtigen politischen Dreh. Doch Spindoctoren gibt es heutzutage nicht nur im Profibereich und nach Wahlkampfdebatten: Wann immer sich in Deutschland etwa ein Amoklauf ereignet, Menschen auf offener Straße getötet werden oder ein vergleichbares Verbrechen geschieht, greifen in Deutschland tausende selbsternannter Spindoctoren in die Tasten. Ihr Ziel: Der Berichterstattung über die Tat die richtige Richtung zu geben. Am besten so, dass das eigene politische Lager von der Tat profitiert. Und zugleich dem jeweiligen politischen Gegner irgendwie eine Mitverantwortung für das Verbrechen in die Schuhe zu schieben. Das alles geschieht in der Regel im Brustton absoluter Empörung. Es ist ein widerliches Ritual.

Als am gestrigen frühen Abend die ersten Meldungen über einen Amoklauf in der Würzburger Innenstadt die Runde machten und nach und nach deutlich wurde, dass ein 24-jähriger Somalier drei Menschen getötet und mehrere teils schwer verletzt hatte, gab es kein Halten. Unter dem Hashtag #Würzburg formierten sich umgehend zwei Fraktionen: Auf der einen Seite die routinierten Antifaschisten, die in jedem kritischen Kommentar Rassismus witterten, vor Spekulationen und Gerüchten warnten und davor, die Tat politisch zu instrumentalisieren. Auf der anderen Seite jene, die sich über die Berichterstattung der öffentlichen Medien mokierten, Merkels Flüchtlingspolitik für die Tat verantwortlich machten und Hohn und Spott über die Migrationspolitik der letzten Jahre ausgossen. Das alles war in seiner Absehbarkeit mehr als öde und man fragt sich, ob sich die Leute dabei nicht selbst langweilen. Tun sie aber nicht.

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Markus Michaelis | Sa, 26. Juni 2021 - 12:17

das sehe ich wie der Artikel. Es geht um die langfristigen sozialen, ökonomischen, kulturellen, gesellschaftlichen Veränderungen. Eine neutrale Berichterstattung ist daher das eine - die sollte es geben. Aber das scheint mir auch nicht der Hauptpunkt. Die relevantere und größere Debatte, die auch und gerade im Journalismus geführt wird, ist eine politische Debatte um die Ausrichtung der Gesellschaft und geltende Werte und Sichtweisen. Das ist auch wichtig, man sollte nur weniger so tun als teile man objektive Wahrheiten mit und mehr explizit sagen, dass man über das schreibt, wie man die Gesellschaft und die Menschen gerne hätte.

Dass die Gesellschaft (die deutsche, europäische, westliche in irgendwelchen Mischungen) dabei im Moment vielfältiger wird, d.h. uneinheitlicher und divergenter, scheint mir offensichtlich. Umso mehr kämpfen die verschiedensten Gruppen um ihre Wahrheiten, im Großen, wie meist, in zwei Lager aufgeteilt, weil den einzelnen Gruppen sonst die Schlagkraft fehlt.

auch wenn ich gerne zustimme.

Innerhalb der Journaille gibt es diese Debatte nicht.

Da ist längst die Richtung klar....auf, auf nach links so weit es geht.

Der Cicero hier ist ein Ausnahme, aber auch hier scheint sich der Kurs zu verändern.
Immer häufiger werden Komm. nicht freigeschaltet.
Oder tagesaktuelle Themen "ausgespart" da sie links nicht goutieren sondern schaden könnten.
(vermutl. kommt dieser Komm. auch wieder nicht durch)

Karl-Heinz Weiß | Sa, 26. Juni 2021 - 12:34

Deutschland muss noch bis September abwarten. Dann kann auch die CDU angemessen mit dem Thema umgehen. Solange gilt Sprechverbot ( "dann ist das nicht mehr mein Land"). AKK wollte nicht so lange warten und ist an der CDU-Omerta gescheitert.

Helmut Bachmann | Sa, 26. Juni 2021 - 13:02

Ein kleiner Einwurf: wenn der Mann vor kurzem noch im psychotischen Zustand wegen Gefährlichkeit in die Psychiatrie eingewiesen sein sollte, dann ist es merkwürdig, dass er nicht länger untergebracht worden ist. Die Psychiatrie muss ihn für nichtpsychotisch und ungefährlich gehalten haben, oder er ist entwischt. Ansonsten wird die richterliche Unterbringung angeordnet, die dauert länger als die polizeiliche. Vielleicht ist es viel einfacher. Da ist jemand hochfrustriert und „dreht durch“, heißt noch nicht einmal, dass er ein Islamist gewesen sein muss, könnte sein, dass er nur von der Wirkung des Rufes wusste.
Ich sehe im Übrigen die Verantwortung für das oben beschriebene spindoctern bei der Regierung und den Medien. Dort sitzt die Macht, dort liegt der Ursprung. Dass immer mehr den Spieß umdrehen, ist eine Reaktion darauf. Egal wie wenig sinnvoll dies erscheint.

Ellen Wolff | Sa, 26. Juni 2021 - 13:10

Danke Herr Grau, für ihre klaren Worte. Leider werden Sie nicht von jenen gelesen, die dringend dieser Worte bedürfen.

Christoph Wirtz | Sa, 26. Juni 2021 - 13:26

" ... Umgang mancher Medien mit psychischen Erkrankungen. Bei Tätern mir Migrationshintergrund gelten sie schnell als die eigentliche Handlungsursache, was immer der Täter an politischen und religiösen Bekenntnissen geäußert haben mag. Attentäter mit rechtsextremen Internetaktivitäten und Äußerungen werden hingegen konsequent als politische Täter kategorisiert – unabhängig von ihrer Krankenakte."

Das ist exakt meine Wahnehmung über den Umgang der Leitmedien mit Gewalttaten, die einer bestimmten Agenda entweder förderlich sind oder nicht. Und dieser Umgang ist keine vertrauensbildende Maßnahme, sondern als politisch motiviert zu erkennen.

dem Farbigen und seinem 40cm Messer gezeigt ... könnte die Leute ja verunsichern. Den "gestörten Rechten" mit seinem Gewehr hinter dem Auto hingegen konnte man bei den Öffentlich-Rechtlichen den Leuten garnicht oft genug zeigen.
Das nennt man NEUTRALEN Journalismus!!! Gottseidank konnte man sich im Netz sein eigenes Bild machen ("die da oben" arbeiten schon dran ... )- also wie lange noch?

Romuald Veselic | Sa, 26. Juni 2021 - 13:29

richtig.
Ansichten Links: Solange es ein Moslem ist (der Attentäter/Mörder); dann muss man jedes Wort abwägen u. von einem extremen Einzelfall ausgehen, den man in Schaltjahren verrechnet. Diese dezidiert immer währende Sympathie für Klerikalfanatiker seitens der D-Linken, ist ein Unikum. Denn: Lenin/Mao/Pol Pot bekämpften jegliche Religiosität, darunter speziell den Islam, wenn man die Pazifizierung Mittelasiens in 1920-ern sich ansieht. Dagegen ist der Balkan Bürgerkrieg v. 1999, nur eine Randepisode.
Obwohl der Aktivist, nach linkem Duktus, Nizar Banat mindestens so brutal wie George Floyd umgebracht wurde (v. PLO-Geheimdienst), regt sich keiner auf. Hier wurde kein Zeichen der Profi-Zeichensetzer gesetzt.
Die Schwertenthauptung auf offener Straße kommt aus der sau dischen Folklore, genauso wie das Messertragen offen/verdeckt gehört dem Nah/Mittleren Orient & Umgebung zu gutem Ton, sowie ein Aspekt der Männlichkeit, denn ihre Ehre, kann auf jedem Schritt verletzt werden.

Cornelia Karopka | Sa, 26. Juni 2021 - 14:00

Grundsätzlich haben Sie recht, Herr Grau. Das Problem sehe ich darin, dass eine ehrliche und faktenbasierte Berichterstattung (was das Wort selbst schon sagt) zu noch mehr Fragen und Zorn führen würde. Seehofer sagte 2015, die Flasche ist auf und wir bekommen sie nicht mehr zu- eines der wenigen Statements, die absolut ehrlich klangen. Was ist seither alles passiert? Frau reker empfahl „eine Armlänge Abstand“, es gab den Berliner Weihnachtsmarkt, Silvester in Köln, mehrere Morde an jungen Frauen (man weiß sie schon gar nicht mehr alle), das Zugattentat von Würzburg (Kühnast:“Fraaaagen“), das Messerattentat von Dresden, Macheten auf der Straße, Tote in Chemnitz, Cottbus, unzählige Vergewaltigungen…was ist zu lesen: Einzelfall, psychisch krank, nicht instrumentalisieren…Andersherum Hanau, ein schwer psychisch gestörter Mann- rechtsextrem, das Attentat von München- im Nachhinein als rechtsextrem eingestuft, es ist das Messen mit zweierlei Maß, was mich so empört und verzweifeln lässt!!!

Man addiere die Taten, an denen Menschen mit Migrationshintergrund beteiligt werden, und suggeriert ..was?

Dass alle Migranten potentielle Terroristen sind? Oder was wollen Sie eigentlich sagen? Sie machen genau das, was sie selbst verurteilen: Kriminelle Taten politisch zu instrumentalisieren!

Ach so: Ein politischer Hintergrund ist bei dem Attentäter von Hanau dagegen nicht feststellbar. Der wurde ihm später sozusagen verpasst - wahrscheinlich von Demokraten und den sogenannten "Mainstreammedien". Das gleiche gilt wohl auch für die Täter von Kassel und Halle. Und selbst der Messerangriff auf die erwähnte Frau Reker - der Täter wollte ein Zeichen gegen Migration setzen - hatte dann wohl keinen politischen Hintergrund. Da waren natürlich nur psychisch gestörte Persönlichkeiten zugange.

Die Tat von Würzburg ist barbarisch und unentschuldbar.

Daraus eine Generalanklage zu basteln, die alle Migranten betrifft, billig und schäbig.

So instrumentalisiert man eben eine abscheuliche Tat.

"Man addiere die Taten, an denen Menschen OHNE Migrationshintergrund beteiligt werden, und suggeriert ..was?

Dass alle NICHT-Migranten potentielle Terroristen sind? Oder was wollen Sie eigentlich sagen? Sie machen genau das, was Sie selbst verurteilen: Kriminelle Taten politisch zu instrumentalisieren!"

Nun, es bleibt dabei: Der Balken im eigenen Auge besteht bei vielen Menschen aus Glas.

Jörg Adams | Sa, 26. Juni 2021 - 14:03

Kann man nicht meckern.

Gerhard Schwedes | Sa, 26. Juni 2021 - 14:21

Ich habe viele ehrenwerte und intellektuell bestechende Kommentare von Ihnen gelesen. Mit dem vorliegendem vermag ich jedoch nicht einverstanden zu sein. Zu ihrem Urteil scheint man m. E. nur dann gelangen zu können, wenn man eine Art sub-specie-aeternitatis-Perspektive einzunehmen gedenkt. Nein, diese Morde sind ganz konkret im Hier und Heute geschehen, sind von ganz konkreten Menschen erlitten worden und lassen einem, egal auf welcher politischen Seite man steht, einfach nur die Haare zu Berge stehen. Mag sein, dass es sich hier um eine ausschließlich paranoide Tat handelt, hunderte andere Taten waren eben nicht Ausgeburt einer psychischen Erkrankung, sondern kamen aus dem Humus einer Religion, die sehr wohl gewaltaffin ist. Da kann man nicht beiseite stehen und à lá Taschenrechner zu dem Ergebnis kommen, die sozialen Verwerfungen seien nun einmal die noch schlimmeren. Das ist zwar abstrakt richtig, relativiert aber nicht das Entsetzen und die Betroffenheit über die aktuelle Tat.

Das sehe ich genau wie Sie, Herr Schwedes. Vorkommnisse wie der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarktin in Berlin oder eben auch dieses Messerattentat bedeuten sehr konkrete Opferschicksale und ganz konkretes Entsetzen.
Herr Grau schreibt zwar, man solle das nicht verharmlosen, verharmlost es dann aber irghendwie selbst mit einer nachfolgenden Relativierung gegenüber "langfristigen sozialen, ökonomischen und kulturellen Veränderungen", die das eigentliche Problem gegenüber "allem anderen" als vermeintlichen "rhetorischen Nebenkriegsschauplätzen" seien.
Die Thematisierung von drei ermordeten Menschen durch einen psychisch gestörten Islamisten, der eigentlich nicht mehr im Land hätte sein dürfen (wenn Abschiebungen funktionieren würden) ist kein "rhetorischer Nebenkriegsschauplatz". Ich hoffe, Herr Grau sieht ein, dass er sich hier unglücklich ausgedrückt hat. Ich denke nicht, dass er das so meint.

Günter Johannsen | Sa, 26. Juni 2021 - 14:23

Wie schnell ist man dabei, dem islamistischen Wahnsinn eine psychiatrische Note zu verpassen. Dass dieser Islamist aus Somalia beim Morden allāhu akbar gerufen hat, habe ich nicht ein Mal von den sogenannten Öffentlich Rechtlichen gehört. Es wurde absichtlich verschwiegen???
Will man damit die (verfehlte) Flüchtlingspolitik der Noch-Kanzlerin nicht beschädigen? Das weiß doch inzwischen jeder denkende Mensch, dass ein papierloser Massen-Grenzübertritt Folgen hat. Warum traut man dem Souverän nicht die Tatsachen/die Wirklichkeit zu? Noch einmal: das hat mit Demokratie nichts zu tun!
Allein dem Souverän - dem Volk - gehört die Macht!
Dabei muss es bleiben!

"Ihr Ziel: Der Berichterstattung über die Tat die richtige Richtung zu geben. Am besten so, dass das eigene politische Lager von der Tat profitiert."
Inzwischen hat man den Ruf des Mörders bei seiner menschenverachtenden islamistischen Tat - allāhu akbar - auch in den ÖR zugegeben. Aber man eiert immer noch wie die Katze um den heißen Brei: könnte; eventuell; mutmaßlich; noch nicht erwiesen, anstatt dem Souverän die volle Wahrheit zuzumuten bzw. zuzutrauen.
Unabhängige Berichterstattung ist das jedenfalls nicht. Und man traut den Menschen in unserem Land immer noch nicht zu, diese mörderische Tat richtig ein zu ordnen: Ein Mehrfach-Mord mit islamistischen Hintergrund - Ein islamistischer Terrorakt. Und noch peinlicher: dieser Täter ist zuvor schon (gewaltvoll)aufgefallen!

Hubert Sieweke | Sa, 26. Juni 2021 - 14:56

Wer Tür und Tor an den Granaten öffnet und nicht mal weiß, wer gekommen ist, aus afrikanisches Stammesgesellschaften, darf sich doch nicht wundern, dass dem einen oder anderen wegen der Perspektivlosigkeit der Kragen Platz.
Mit Worten können dieses Leute nicht kämpfen , sie manchen es auf ihre Weise.
Das wir uns aus Afrika und Syrien etc. Seit Jahren die Rosinen picken, Ärzte, Ingenieure und besser Gestellte, wird hier total verschwiegen.
Dass dadurch in den dortigen Staaten ein Brain Drain entsteht und alles Nich schlimmer macht, will keiner wissen. Nicht mal die Wohlstands Linken.
Jedes Ereignis ist dann ein 20 Wochen Aufmacher für Bild und Co.

A. Friedrich | Sa, 26. Juni 2021 - 15:53

Es ist nur allzu offensichtlich, dass solche Taten von mehreren Seiten instrumentalisiert werden. Dabei kann es aber nicht mehr darum gehen, was 2015 geschah. Vorbei!!!!
Aber eine (angenommene oder auch tatsächlich) existierende psychische Erkrankung darf in keinem Fall als Feigenblatt in dem Sinne dienen, dass man so etwas eben nicht verhindern könne.
Man kann!!!! Aber man muss auch die Kapazitäten im Gesundheitswesen bereitstellen und sich entsprechend kümmern.
Denn es ist offensichtlich und auch sehr verständlich, dass Menschen, deren Lebensträume zerrinnen und die keine Perspektive für sich sehen, psychisch erkranken können. Hinzu kommt die Gewaltaffinität der Gruppe: Muslimisch, männlich, desintegriert. Das alles ist kein Geheimnis ,und genau dort setzt für mich die Verantwortung der Politik an., der man sich nicht einfach mit dem selbst erteilten Freispruch „psychisch krank“ entziehen kann.

Bernd Muhlack | Sa, 26. Juni 2021 - 16:43

Bei Bielefeld berufe ich mich auf Wilsberg (ZDF)
u Somalia is a NO-state, a failed-state;
dies dürfte allg. bekannt sein.
Warlords, Clans, tribales System - like Afghanistan.

Da ist also ein 24j Somalier seit einigen Jahren hier bei uns. OK, ich wollte ebenfalls nicht in Somalia leben.
Sein Asylantrag wurde (bestandskräftig?) abgelehnt, gleichwohl ist ER noch hier.

Spätestens jetzt wird es krass!
Man weiß, dass der Bursche verpeilt ist, weiß dass er im Zweifel "ein Gefährder" ist.
"Bring back my Bonny to me!" werden die korrupten somalischen Behörden sicherlich nicht gesungen haben!

Na klar, eines Tages dreht er durch - meuchelt wildfremde Personen!
Allahu akbar ist hier wohl unerheblich: er will hier bleiben, auch im Knast.
Andere zahlen eben keine GEZ - ein blöder Vergleich, ich weiß!

"Er hat sich spontan radikalisiert" sagte man zu Beginn dieser Anschläge.
DAS war absehbar.
BK Dr. Merkel hat in 2015 die Büchse der Pandora geöffnet - irreversibel!

"Sie kennen mich!" - LEIDER!

Natürlich stimmt das, aber halt doch nur zum Teil. Die Kanzlerin hat ihr eigenes Süppchen gekocht, aber gegessen haben es die anderen, nämlich ihre eigene Partei (Laschet: er habe die Willkommenskultur wie einen Rausch empfunden), das gesamte Parlament mit Ausnahme der AfD, der Großteil der Medien und nicht zuletzt der Großteil der Wähler. Und bis zum heutigen Tag ist eine solche Katastrophenkanzlerin die beliebteste Politikerin der Deutschen. Angesichts all dieser traurigen bis entsetzlichen Fakten wäre ein Schopenhauer-Zitat angebracht: "Ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntniß ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwenglichen Dummheit verachte, und mich schäme ihr anzugehören.“

Bernd Haushalter | Sa, 26. Juni 2021 - 17:17

Mein Eindruck zum Verfolgungsvideo ist, dass die Polizei den Täter vor größerem Schaden bewahrt hat.

Rob Schuberth | Sa, 26. Juni 2021 - 17:46

Auch wenn mir sonst die Artikel des Herrn Grau zusagen, hier irrt er, resp. traut er sich nicht klarer zu schreiben und phrasiert mir zu viel.

Denn heute, es ist der 26.6. weiß man deutlich mehr, als dass es noch sogn. "Spindoktoren" bedürfe, die diese Tat in eine bestimmte Richtung deuten möchten.

Die Polizei hält allerdings noch immer eindeutige Hinweise u. Belege (z. B. sein Handy m. Hassvideos, die eindeutigen Aussagen seiner Mitbewohner u. a.) zurück.

DAS ist auch wieder typisch.
Wenn es irgendwie geht, dann werden von unseren Behörden u. den Medien islamistisch motivierte (Straf-)Taten nicht als solche bezeichnet.

Wie viel Opfer, Tote und Schwerverletzte bedarf es denn noch, um endlich zu handeln.
Handeln bedeutet ABSCHIEBEN.
Zur Not, weil das Herkunftsland die Rücknahme verweigert, in Länder die das für Geld machen (analog zu DK).

Ich bin es so leid wie hier immer wieder relativiert wird.

Wolfgang Jäger | Sa, 26. Juni 2021 - 18:35

Können wir einfach mal folgendes festhalten:
Merkels Willkommenspolitik und ihr fatales "Wir schaffen das!", dazu das Versagen der Politik in der konsequenten Anwendung geltenden Rechts sind die Ursachen für die zahlreichen Opfer islamistischer Angriffe der letzten Jahre. Dabei sollte es belanglos sein, ob da etwa auch psychische Störungen der Täter eine Rolle gespielt haben. Wäre ich Angehöriger eines der Opfer, würde ich versuchen, die unverantwortlichen Politiker juristisch zur Verantwortung zu ziehen. Was muss eigentlich noch alles passieren, bis die links-grüne Verharmloser-Truppe der Klima- und Weltretter begreift, was in diesem Lande alles schiefläuft? Alimentierte Messermänner! Ja, die gibt es. Und die hätten wir nicht, wenn wir endlich mal den Mut hätten (gehabt hätten), das zu tun, was z.B. Dänemark jetzt tut. Endlich die Konsequenzen aus den Fehlern der Vergangenheit ziehen. Statt Kritiker und warnende Stimmen pauschal in die rechte Schublade zu stecken.

Heidemarie Heim | Sa, 26. Juni 2021 - 18:51

Einspruch Euer Ehren! Ob unkontrollierte Einwanderung, Asyl usw. richtig oder falsch, ob psychisch erkrankt oder radikalisiert oder beides zusammen, es kommt sehr wohl auf den Hintergrund bzw. Herkunft derer an, die wie der Täter von Würzburg seit Jahren von einem Bundesland ins nächste ziehen und wahrscheinlich nach mehrjährigen Asylverfahren nun jährlich zu verlängernden subsidiären Schutz genießen, nicht integrierbar sind, zwischendurch auffällig werden bis hin zur Zwangseinweisung und nach ihren meist
erfolglosen "Therapien" wieder auf der Straße landen oder ins nächste Bundesland und dessen Verwaltung ziehen. Angeblich soll ein ehemaliger Mitasylbewerber gemeldet haben, dass der Täter selbst von "Taten" sprach, die er in Somalia im Alter von 12 Jahren beging. Wer kann wissen bzw. konnte kontrollieren ob dieser sichtlich total verkorkste, sehr brutal und professionell mit dem Messer hantierende Mörder nicht z.B. der al shabaab-Miliz als sog. Kindersoldat angehörte in Somalia? FG

Jochen Rollwagen | Sa, 26. Juni 2021 - 19:07

Was passiert, wenn junge Männer aus Kriegsgebieten nach Deutschland kommen, von denen ein gewisser Prozentsatz eine schwere Post-Traumatische Belastungsstörung habt, weil Sie ( s.o.) jahrelang permanent schwer traumatisierenden Gegebenheiten ausgesetzt waren ?

Fragen Sie einen Psychologen.

Wir schaffen das.

hermann klein | Sa, 26. Juni 2021 - 21:10

Messerattacke in Würzburg, keine Kommentare zu dem Artikel bei Cicero?
Ein Schelm wer dabei böses denkt.

Yvonne Stange | Sa, 26. Juni 2021 - 22:49

... ist sehr wohl bekannt, man nennt sie Islam. Sie richtet sich gegen Ungläubige. In diesem konkreten Fall hatte es der Täter auf unverschleierte, westliche Frauen vor allem abgesehen. Und der Schlachtruf immer voran. Der Mainstream tut, was er immer tut, abwiegeln, verharmlosen. NEIN! Diesmal sind die Fakten genauso erdrückend wie in den anderen Fällen: abgelehnter Asylbewerber, Kontakte zu Islamisten, persönlicher Dschihad. Wie immer, das gleiche Muster. Die Frage ist: wie lange noch? Wieviele tickende Zeitbomben sind noch im Land? Wann gehen sie hoch? Wieviele sind noch auf dem Weg...? Fragen, die keiner stellen darf, wäre ja islamophob,fremdenfeindlich und voll nazi! Ich habe Wut! Unsagbare Wut! Mein Gefühl ist bei den Angehörigen, die schlimme Verluste erlitten haben und meine Gedanken sind bei den Menschen, die noch mit dem Tod ringen. Dieses Blut und das aller anderen Opfer auch, klebt am den Händen von Kanzlerin Merkel, dieser Regierung und aller, die sie gewählt haben!!

Es wurde zumindest billigend in Kauf genommen.
Auf der Titanic ist der verantwortliche Kapitän mitertrunken. Keine Sonderrettung für ihn.
Wenigstens. Denn lebendig wurden ein paar tausend Passagiere dadurch auch nicht.
Das ist "romantische" Vergangenheit.
"Rettungsboot klar,Herr Kapitän" heißt es Heute
Verantwortung ist durch Lebenswirklichkeit rechtswirksam abgeschafft.
Heute ertrinken nur die im Maschinenraum.
Deren Familien man Beileidkarten schicken lässt.

Sie haben in allen Punkten Recht - nur ganz zum Schluss bin ich anderer Ansicht.

"Dieses Blut und das aller anderen Opfer auch, klebt am den Händen von Kanzlerin Merkel, dieser Regierung und aller, die sie gewählt haben!!"

Nein, nicht alle die Kanzlerin Dr. Merkel in 2013 gewählt haben, sind für das Fiasko in 2015 verantwortlich. So etwas wie diese sinnfreie, staats- und gesellschaftszersetzende Aktion hätte wohl niemand für möglich gehalten, oder?

In der Tat, alle damaligen Teddybär-Werfer & Refugees Welcome-Rufer würde ich eine gewisse Mitverantwortung zuschreiben, aber nicht allen Union-Wählern.
Und Sigmar Gabriel, Horst Seehofer hatten das mit abgenickt - beide damals Parteichef.

Werte Frau Stange, das Kind ist in den Brunnen gefallen und das wars - basta.
Wenn man jedoch nicht einmal aktuell diese "Schutzsuchenden" zurückweist bzw. "kaserniert", dann ist wohl klar, was diese Regierung von den bereits länger hier Lebenden hält.
Und nach Merkel wird sich nichts ändern - NICHTS!

Jochen Rollwagen | Mo, 28. Juni 2021 - 09:34

In reply to by Bernd Muhlack

"So etwas wie diese sinnfreie, staats- und gesellschaftszersetzende Aktion hätte wohl niemand für möglich gehalten"

Wer Millionen junger Männer, von denen ein gewisser Prozentsatz aufgrund ihrer Erlebnisse - schlimmstenfalls während ihrer prägenden Kindheit - schwerstens traumatisiert ist aus Kriegsgebieten und archaischen Gesellschaftsstrukturen nach Deutschland holt und sich dann wundert, wenn - wie in Würzburg - eine dieser schwerst gestörten Personen durchknallt, der ist bestenfalls naiv.

Yvonne Stange | Mo, 28. Juni 2021 - 13:32

In reply to by Bernd Muhlack

ich - und nicht nur als sozialisierter Ossi - hätte NIEMALS diese Frau mit dieser Vergangenheit auch nur als Schriftführer in einem Verein gewählt, geschweige denn zur Kanzlerin.

Urban Will | Sa, 26. Juni 2021 - 23:06

etablierten Medien, der zu diesem „widerlichen Ritual“ jeweiligen Ausschlachtens der vorgefallenen Dinge führt. Da haben Sie durchaus Recht, Herr Grau. In meinem leider nicht veröffentlichten Kommentar zum Erstbericht dieses Magazins (Messerattacke in Würzburg) sprach ich von „einseitiger Lähmung“.
Aber die Tatsache, dass eine Seite, die des links – grünen Mainstreams, dem auch die Leitmedien folgen, klar dominiert, macht die Sache eben so kompliziert.
Daher sollte man einfach bei den Fakten bleiben. Dieser Täter hätte gar nicht mehr im Lande sein dürfen. Er hätte gar nicht erst ins Land kommen dürfen, bei genauer Anwendung von Art 16a GG.
So wie viele Hunderttausende anderer auch. Und das kann und darf nicht einfach beiseite gewischt werden. Die langfristigen „sozialen, ökonomischen und kulturellen Veränderungen“ stehen erst noch bevor. Gestern sah man eine hässliche Fratze davon, es gibt auch Gutes, keine Frage.
Aber spätestens bei Opfer 1 hätte man innehalten sollen und nachdenken

Herr Will bin ganz bei ihnen bis auf "Links - Grün" da machen wir es uns zu einfach. Es sind 16 Jahre Merkel und CDU/CSU also die "Schwarzen" die uns dahin gebracht haben wo wir heute sind. Und 2015 hat ganz allein Frau Merkel zu verantworten denn so viel ich weiss hat sie vorher niemand gefragt die durften nur hinterher abnicken und Beifall klatschen. Man kann die Medien Links - Grün einstufen aber regiert werden wir von Frau Merkel und dem Kabinett (übrigens bin ich überzeugt mit Herrn Schröder hätte wir einige Probleme weniger aber der wurde ja zum Paria erklärt weil nicht transantlantisch genug und ums verrecken seine Verbindung zu Russland nicht kappen will wofür wir vielleicht mal noch dankbar sind). Also wenn schon Links - Grün dann auch das "Schwarze" nicht ausklammern. Übrigens habe mich über Herrn Söder und Dobrind köstlich amüsiert die ehemaligen Gegner von "Ehe für alle" haben sich gerade, wie putzig, ebenfalls mit Regenbogen-Masken geschmückt aus Solidarität.

Urban Will | Mo, 28. Juni 2021 - 18:09

In reply to by Juliana Keppelen

was die politische Seite angeht. Da tragen Merkel und ihr Abnick – Verein die Hauptverantwortung.
Links – grün zog zwar sofort mit und ist heute, wo es auf das hoffentliche Ende von Merkel zugeht, der Haupttreiber weiterer unkontrollierter Zuwanderung.
Aber in meinem Kommentar sprach ich in erster Linie von der Übermacht des links – grünen Mainstreams in den Medien, die in Sachen Berichterstattung und Kommentierung dieses bestialischen Verbrechens (und anderer) die Deutungshoheit besitzen.
Es ist unfassbar, dass sich Merkel nach wie vor nicht persönlich zu dieser Tat geäußert hat, sondern ihren Schoßpudel Seibert nach vorne schickte und dies in den Medien eigentlich gar nicht zur Sprache kommt.
Ich hoffe sehr, dass diese Tat trotz aller Verharmlosungs – Versuche eine Art „Zündfunke“ zu einer kompletten Strategie – Änderung bei der ganzen Migrations- und Asylpolitik wird. Merkels Stern sinkt endlich, andere kommen ans Ruder und das Volk kann man nicht ewig für dumm verkaufen.

Iris Daniel-Werth | So, 27. Juni 2021 - 00:24

Es gibt mehrere Tote und einen Mörder. ( Nebenbei erwähnt, lebt seid 2015 hier, arbeitet nicht , war schön auffällig) und hat sein Recht hier zu leben noch nicht verwirkt und wird auch weiterhin hier einsitzen bis zur unbedingbaren mindes Rente)
Aber gemordet hat er trotz alle dem. Na Bravo

Robert Friedrich | So, 27. Juni 2021 - 08:13

Die Zivilgesellschaft hat sich doch schon lange selbst entwaffnet. Sollen Asylbewerber abgeschoben werden, geht nich, klare Worte geht nicht, Videoüberwachungen geht nicht, Kontrollen durch Polizei geht nicht, Urteile vor Gericht, die der Bürger als scharfes Schwert versteht geht nicht, Grenzen dicht gegen unkontrollierten Eintritt geht nur bei Corona, andere Fälle geht nicht usw.

Werner Peters | So, 27. Juni 2021 - 09:18

BILD beklagt zu Recht, dass es Herr Seibert in seiner Reaktion auf Würzburg bewusst vermied, auf ein evtl. islamistisches Motiv hinzuweisen und nur von Amoklauf sprach. Aber im Fall Chemnitz vor Jahren wusste Herr Seibert sofort, das es sich um "Hetzjagden" gehandelt hat. Was für ein armseliger Diener seiner Herrin.

Ernst-Günther Konrad | So, 27. Juni 2021 - 10:34

Ich stimme Ihrem Artikel durchaus zu Herr Dr. Grau. In der psychiatrischen Forensik ist es Aufgabe festzustellen, ob erst eine psychische Erkrankung vorlag und dann ein Mensch politisch, religiös oder aus anderen Motiven heraus zum Täter wird oder umgekehrt oder zeitgleich einsetzte. Ob der Somalier schon immer krank war, durch seine Lebensumstände (Krieg, Religion,Sozialisierung) erst zum Täter wurde müsste für das Strafverfahren geklärt werden. Nur ist das sehr schwer und oft nicht zu leisten. Die Sucht der Politik und ihrer jeweiligen Anhänger und der Medien, alles und sofort öffentlich kommentiert als Wissen zu deuten, je nach eigener politischer Ausrichtung zu nutzen und zu interpretieren, ist das Übel. Reporter, die sofort und gleich Zeugen, Opfer und Täter interviewen, vermeintliche Hintergründe "aufdecken" und gerne der Sache ihren "Drive" geben, nutzen ihre Möglichkeiten je nach eigener politischer Ausrichtung. Das alles sofort gefilmt und veröffentlicht wird hilft da nicht.

Hubert Sieweke | So, 27. Juni 2021 - 10:36

Taten von Islamisten werden sofort mit psychisch labilem Hintergrund eingestuft. Wenn überhaupt die Identität feststeht.
Bei Taten von linksextremistischen greift sofort die Verharmlosung oder das Negieren.
Bei Taten von Rechtsextremen wird sofort politisch gesucht, wer damit indirekt verantwortlich ist.
Gibt nicht vielen Parteien, denen man sowas in die Schuhe schieben kann. Dazu suchen dann einschlägige Medien die Bataillone, die hinter der Tat stehen.
Wir sollten das StGB dahingehend ändern!!!

Christopher Jahn | So, 27. Juni 2021 - 12:36

Natürlich folgt einer solchen Tat eine gesellschaftliche Auseinandersetzung (hier "Kampf um die Deutungshoheit" genannt). Was auch sonst? Auf der einen Seite stehen "Willkommenkulturalisten". Sie sind der Meinung, dass die Politik von 2015 und fortfoldend eine moralische Pflicht war und begegnen Kritik daran mit moralisierend.
Auf der anderen Seite sind jene, die die Politik von 2015 und fortfolgend als fatal einstufen, sie mitunter auch für rechtswidrig befinden. Hier wird den Befürwortern jener Politik Kurzsichtigkeit, mithin Naivität vorgeworfen.
Irgendwo zwischen beiden Polen finden sich am Ende alle ein. "Kampf um Deutungshoheit" heißt also: Die einen wollen nach einer solchen Tat vermutete Zusammenhänge mit der Flüchtlingspolitik thematisieren, andere partout nicht.
Hr Grau sagt nun: "Das Problem der Entscheidung von 2015 ist nicht das punktuelle Ansteigen von Kriminalität". Erstens: Wieso punktuell? Ist es nicht eher strukturell? Zweitens ist derlei kein "Nebenkriegsschauplatz"!

Christoph Kuhlmann | So, 27. Juni 2021 - 18:04

zu einem Minenfeld gemacht worden. Es ist völlig egal ob da Diffamierungsstrategien je nach Tätergruppe und politischem Standort oder um Bagatellisierungsstrategien oder Zweifel am Geisteszustand des Täters kolportiert werden oder nicht. Tatsache ist, die Reaktion der Rassisten richtet sich immer entsprechend der Herkunft und Religion des Täters und der Opfer aus. Genau das ist die Definition von Rassismus.