CDU und Metapolitik Erst der Kühlschrank, dann das Gefühl Das bürgerliche Lager hat die Metapolitik entdeckt und will die Stimmung im Land drehen. Mit hippen Agenturen, jungen Influencerinnen und einer Prise Gramsci. Doch Bürgerlichkeit war nie euphorische Stimmung, sondern ein konkretes Versprechen. VON OLIVER ERRICHIELLO
Politische Krise des Westens : Die Tragik des Populismus Ist der gegenwärtige Populismus Ursache der Krise westlicher Demokratien – oder lediglich ihr Symptom? Und warum scheitern populistische Bewegungen so häufig an ihrem eigenen Anspruch? Die klassische Elitentheorie liefert darauf eine ebenso unbequeme wie überraschend aktuelle Antwort. VON JAN UPHOFF
Danger Dan, Bündnis Widersetzen und Herbert Marcuse : Die befreiende Intoleranz Von Danger Dans „Keine Angst“ bis zu den Aussagen des Bündnisses Widersetzen über „faschistische Journalisten“: Intoleranz gilt als moralisch gerechtfertigt, wenn sie „die Richtigen“ trifft. Aber warum? Eine mögliche Erklärung findet sich bei Herbert Marcuse. VON JAN UPHOFF
Populisten sind die Folge, nicht die Ursache des Niedergangs : Der lahme Westen Seit Jahrzehnten wirken politische Kräfte im Innern westlicher Gesellschaften, die Selbstaufgabe zur moralischen Pflicht erklärten. Nun klagen sie über ausufernden Populismus und machen Trump zum Sündenbock. Doch die Misere ist das Ergebnis ihres eigenen Erfolgs. VON FERDINAND KNAUSS
Zum Tod von Jürgen Habermas : Der Staatsdenker Jürgen Habermas hat die politische Kultur und die akademische Landschaft der Bundesrepublik geprägt wie kein anderer Intellektueller. Sein Denken wurde zur Staatsideologie der Bundesrepublik. Sein Tod markiert ein Epochenende. VON ALEXANDER GRAU
Antisemitismus hat unter Linken Tradition : Alter Wein in neuen Schläuchen Nach dem Blutbad vom 7. Oktober 2023 sprechen Linke dem Opfer das Recht ab, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Doch schon 1967, als arabische Staaten wieder einmal erfolglos versucht hatten, Israel auszulöschen, prangerten westdeutsche Linke den jüdischen Staat als „Aggressor“ an. VON FRANK JÖRICKE
Zum 80. Geburtstag von Jimi Hendrix : Im Rock’n’Roll-Feuer verbrannt Vor 80 Jahren wurde Jimi Hendrix geboren. Er revolutionierte die Spielweise und den Sound der E-Gitarre, gab der Rockmusik einen unglaublichen Innovationsschub, der bis heute nachwirkt. Doch die große Karriere endete nach wenigen Jahren im Drogenrausch. VON RAINER BALCEROWIAK
Corona-Rebellen von rechts : Der antiautoritäre Staat Angesichts der Corona-Rebellen von rechts, die auch 68er-Methoden kopieren, zeigt sich der eklatante Mangel an staatlicher Autorität. Denn der Staat, längst in den Händen der rotgrünen Erben von 68, weiß nicht, was er dieser Herausforderung entgegensetzen soll, außer einer Endlosschleife aus Infektionsschutzverordnungen und Impfappellen. VON REINHARD MOHR
40. Todestag von Rudi Dutschke : „Der strengste Seitenscheitel seit 1945“ An Heiligabend des Jahres 1979 starb der legendäre Studentenführer Rudi Dutschke an den Folgen eines Attentats. Die deutsche Linke hatte bereits zu seinen Lebzeiten ein Problem mit ihm – weil sie schon damals an Realitätsverlust litt VON CARSTEN PRIEN
Rezo und Co. : Rebellen wie damals Oma und Opa Nach den Europawahlen und dem Video von Rezo werden Jugendliche als Revolutionäre und neue 68er gefeiert. Vornehmlich von denen, die durch den Marsch durch die Institutionen längst selbst welche geworden sind. So können sich alle auf die Schulter klopfen und davon ablenken, was wirklich weh tut VON CONSTANTIN WISSMANN
Die 68er-Revolution und ihre Folgen : Reflexion verpönt, Kritik unerwünscht Von der 68ern ist außer der Political Correctness wenig übrig geblieben. Statt Debatten über grundlegende Zukunftsfragen zu führen, wird Stillstand mit Scheinaktivitäten kaschiert. Deutschland ist schon mal weiter gewesen EIN GASTBEITRAG VON PETER DERSCHKA UND REINOLD REHBERGER
Papst Benedikt und der sexuelle Missbrauch : Die 68er waren's Der massenhafte sexuelle Missbrauch von Kindern hat die Katholische Kirche unter Druck gesetzt. Um seinen Nachfolger Franziskus zu unterstützen, hat sich Benedikt XVI. plötzlich zu Wort gemeldet. Sein Beitrag dürfte jedoch nicht dazu beitragen, die Aufarbeitung zu befördern EIN FUNDSTÜCK VON ANTJE HILDEBRANDT
68er : Unsere Maoisten Sie wurden Minister, Millionär, Landesvater. Und schwärmten einst für einen Massenmörder. Eine Deutschlandreise zu Maos alten Freunden VON HOLGER FUSS
50 Jahre Prager Frühling : „Seid ihr närrisch? Da drüben kommt der Russ!“ Am 21. August 1968 marschierten etwa eine halbe Million Soldaten des Warschauer Pakts in die damalige Tschechoslowakei ein. Sie begruben die Hoffnungen auf baldige Reformen im Ostblock. Unser Autor erinnert sich, wie er als Reporter der Invasion vor genau 50 Jahren nur knapp entkam VON HEINZ SÜNDER
Deutsche Geschichte : Die Nazibeschimpfung Als Nazi beschimpft zu werden, gilt als sicheres Erpressungsmittel. Doch damit wird kritisches Denken auf gefährliche Weise eingedämmt. Die betonte Vielfalt der Linken wird zur Vielfalt der Gleichdenkenden. Von Sabine Bergk KOLUMNE: MORGENS UM HALB SECHS