Lehren aus dem Ukraine-Krieg Warum der Iran nicht auf die Atombombe verzichten wird Russlands nukleare Abschreckung hat den Westen von einer direkten Intervention abgehalten. Diese Lektion ist auch in Teheran angekommen: Kernwaffen sind die ultimative Garantie für den Fortbestand des Regimes. Daher wird kein Abkommen das iranische Atomprogramm beenden. VON JAN SOLWYN
Amerikas Ernüchterung am Persischen Golf : Wie Netanyahu Trump in den Krieg hineinziehen konnte Donald Trump ließ sich von Netanyahu zu einem großangelegten Militärschlag drängen, obwohl die eigenen Geheimdienste ihn für unrealistisch hielten. Jetzt kontrolliert Iran die Straße von Hormus – und die USA verhandeln um das, was sie zuvor kostenlos hatten. VON SHANTANU PATNI
Zukunft des Iran : „Wenn die Iraner frei sind, dann sind wir es auch“ Der Iran-Experte Beni Sabti spricht im Interview über die Dynamik im iranischen Machtapparat, die Stimmung in der Bevölkerung und mögliche regionale Folgen – von einem geschwächten Mullah-Regime bis hin zu einem Regimewechsel und einer möglichen Annäherung zwischen Iran und Israel. INTERVIEW MIT BENI SABTI
Eine Waffe, die uns abhängig macht : Deutschland sollte keine weiteren F-35-Flugzeuge in den USA kaufen Das Kampfflugzeug, das die Bundeswehr in Amerika einkaufen will, ist nicht kampffähig, wenn die US-Regierung es verhindern will. Waffen ohne souveräne Verfügungsgewalt sind im Ernstfall wertlos. Das darf nicht passieren, erst recht nicht in der Ära Trump. VON RICHARD DREXL
Russland in der Defensive : Wer kontrolliert die Atomwaffen? Die Streitigkeiten zwischen der Wagner-Miliz und dem Kreml machen deutlich, dass die russische Regierung an Macht und Möglichkeiten verliert. Dennoch wäre ein militärischer Sieg der Ukraine mit großen Risiken verbunden. Denn die Option eines Nuklearschlags ist nicht vom Tisch. VON GEORGE FRIEDMAN
Atomwaffen im Ukraine-Krieg : Kuba-Krise in Zeitlupe? Die Rückschläge, die die russische Armee zuletzt in den von ihr besetzten Gebieten in der Ukraine hinnehmen musste, erhöhen nach Meinung der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) das Risiko einer nuklearen Eskalation. „Die reale Gefahr besteht, dass aufgrund von Fehlkalkulationen oder absichtlich Nuklearwaffen von Russland eingesetzt werden“, schreibt ein prominent besetztes Autorenteam aus Reihen des 1959 gegründeten Zusammenschlusses von u.a. Diplomaten, Friedensforschern und Politologen in einer aktuellen Stellungnahme. „Cicero“ dokumentiert den Text im Wortlaut. EIN FUNDSTÜCK DER CICERO REDAKTION
Nato-Gipfel in Madrid : Braucht Europa eine autonome atomare Abschreckung? Die atomare Abschreckung durch die USA hat Europa während des Ukraine-Kriegs mutmaßlich davor bewahrt, den Forderungen Russlands zu erliegen, schreibt Brigadegeneral a.D. Helmut W. Ganser in seinem Gastbeitrag. Doch nicht erst seit dem Nato-Gipfel in Madrid stellt sich die Frage, wie lange Europa noch auf den Schutzschirm der USA vertrauen kann. Sollte sich die EU nicht besser um ihre eigene nukleare Abwehr bemühen? EINE ANALYSE VON HELMUT W. GANSER
Wettrüsten zwischen China und den USA : Das Risiko eines Atomkriegs wird größer China rüstet sein Arsenal an Atomwaffen massiv auf und ist bereits in der Lage, große Teile der Vereinigten Staaten auszulöschen. Die USA hinken hinterher. Die Welt erlebt derzeit eine Wiederkehr des Kalten Kriegs – aber unter völlig anderen Bedingungen als zu Zeiten der Sowjetunion. VON PHILLIP ORCHARD
Die EU und die Nato : Der Nukleus der europäischen Armee Die EU ist weit von einer strategischen Autonomie entfernt. Die Zukunft ihrer militärischen Sicherheit liegt innerhalb der Nato. Dennoch muss Europa endlich mehr Eigenverantwortung übernehmen. Drei konkrete Schritte könnten dabei helfen. EIN GASTBEITRAG VON HARALD KUJAT
Nuklearabkommen zwischen USA und Russland : Jetzt ein Zeichen setzen Kurz vor der US-Wahl will Donald Trump eine rüstungskontrollpolitische Vereinbarung mit Russland. Allzu durchsichtig ist das damit verbundene Kalkül: Schnell noch soll so ein außenpolitischer Erfolg präsentiert werden. Die USA sollten dafür auf Wladimir Putins neuen Vorschlag eingehen. EIN GASTBEITRAG VON RÜDIGER LÜDEKING
Abzug von US-Truppen aus Deutschland : Wohin steuert Präsident Trump? Präsident Trump will US-Soldaten aus Deutschland abziehen. Damit setzt er den außenpolitischen Alleingang der USA und das Ringen um ihre Vormachtstellung im Konzert der Großmächte fort. Was bedeutet seine präsidentielle Selbstbezogenheit für seine Nato-Partner? GASTBEITRAG VON RÜDIGER LÜDEKING
Rudolf Scharping zur Debatte über Nukleare Teilhabe : Die SPD ist besser als ihr Ruf In der Debatte um die nukleare Teilhabe Deutschlands stehen die Nato und Sicherheitspolitik auf dem Prüfstand. Der ehemalige Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) blickt zurück und folgert, Deutschland müsse im Schulterschluss mit den europäischen Ländern für die Abrüstung stehen. EIN GASTBEITRAG VON RUDOLF SCHARPING
Nukleare Teilhabe : Eine deutsche Absage bringt keine atomwaffenfreie Welt Die Debatte um die nukleare Teilhabe Deutschlands in der Nato ist emotionsgeladen. Dabei wäre eine nüchterne Analyse angebrachter. Denn ein einfacher Verzicht würde die grundlegenden Probleme nicht lösen. EIN GASTBEITRAG VON RÜDIGER LÜDEKING
INF-Vertrag : Deutschland in der Falle US-Präsident Donald Trump wirft Russland vor, erneut die eigenen Nuklaerwaffenarsenale auszubauen und droht mit einer Kündigung des INF-Vertrages. Vor allem in Deutschland sollten die nationalstrategischen Alarmglocken läuten VON ROLF BERGMEIER
US-Rückzug aus INF-Vertrag : Anbruch eines neuen nuklearen Zeitalters Die USA unter Präsident Donald Trump drohen, sich aus dem INF-Vertrag zurückzuziehen. Die Folgen könnten vor allem für Europa dramatisch sein. Es könnte zum Brennpunkt eines nuklearen Rüstungswettlaufes werden VON CARLO MASALA