Kabinettsumbildung mit Hindernissen Friedrich Merz stolpert in die Sommerpause Die Union hat darauf verzichtet, den Kanzler-Vertrauten und neuen Fraktionschef Thorsten Frei stellvertretend abzustrafen. Gleichwohl geht Friedrich Merz angeschlagen in die Sommerpause. Die Chance, das Kabinett neu aufzustellen, hat er verstolpert. VON HUGO MÜLLER-VOGG
Kritik an Friedrich Merz nach Kabinettsumbildung : Faktenwidrige Empörung Die Empörung über die Personalpolitik des Bundeskanzlers geht fehl: Nicht Friedrich Merz, sondern Jens Spahn hat die Krise ausgelöst. Nicht Merz, sondern Patrick Schnieder hat wenig überzeugend performt, nicht Merz, sondern Fritz Güntzler hat verantwortungslos gehandelt. VON MANFRED LÜTZ
Personalrochade im Kabinett : Der Kanzler baut um Bundeskanzler Merz nutzt den Wechsel von Kanzleramtsminister Frei an die Spitze der Fraktion für mehrere Veränderungen im Kabinett. Und macht mit der bisherigen Gesundheitsministerin Warken erstmals eine Frau zur Kanzleramtsministerin. VON HUGO MÜLLER-VOGG
Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft : Und schon wieder vorbei Das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft ist bitter. Hat aber auch seine tröstlichen Seiten. Erstens müssen wir uns jetzt nicht von „MBélé“ abschießen lassen. Und zweitens war es eine rein sportliche Niederlage – unbeeinflusst von Politik und wokem Quatsch. VON BEN KRISCHKE
Zwei Länder, ein Muster : Was der Rücktritt von Keir Starmer für Friedrich Merz bedeutet Der britische Premier Keir Starmer ist zurückgetreten, auch Friedrich Merz steht unter politischem Druck. Beide wurden als Antwort auf strukturelle Krisen gewählt, die sie beruhigen sollten. Doch genau dieser Versuch scheint selbst zum Problem zu werden. VON JAN UPHOFF
Politischer Stillstand in Berlin : Das große Reformtheater Gipfel, Ankündigungen und wohlklingende Versprechen prägen die Berliner Politik. Doch SPD und Kanzler Friedrich Merz verwässern notwendige Reformen aus Angst vor Konflikten und führen Deutschland in eine Phase politischer Lähmung. Dabei weiß es zumindest Merz eigentlich besser. KOLUMNE: UNGEFILTERT VON WOLFGANG KUBICKI
Merz und die Koalition in der Krise : Alles andere wäre die Hölle Die Regierung ist zum Erfolg verdammt, denn die Alternativen sehen düster aus. Vor allem die SPD muss endlich den Sprung aus der Arbeiterromantik in die Realität wagen. Deswegen kommt es darauf an, dass der Kanzler jetzt ins Risiko geht und um den Preis des Scheiterns politische Führung übernimmt. VON MATHIAS BRODKORB
Systemkrise als Strukturkrise : Das hilflose Agieren der politischen Akteure ist nicht die Ursache unserer Probleme Unser politisches System steckt in einer tiefen Krise. Medien und Meinungsmacher erwecken den Eindruck, mit besserem Regierungshandwerk sei das alles in den Griff zu bekommen. Das ist naiv, weil hier Symptom und Ursache verwechselt wird. KOLUMNE: GRAUZONE
Bundeskanzler als „Lügenfritz“ : Politiker dürfen keine Mimosen sein Ein Gericht verurteilt einen Facebook-Nutzer, weil er den Bundeskanzler als „Lügenfritz“ bezeichnet hatte. Hier waren übereifrige Richter und Staatsanwälte am Werk. Das Urteil ist juristisch falsch – und Politikerbeleidigung sollte aus dem Strafgesetzbuch verschwinden. VON VOLKER BOEHME-NESSLER
Die Zukunft der Union : Wüst wäre die unmögliche Wiederholung von Merkel Die Wunschvorstellung in manchen Unionskreisen, Hendrik Wüst möge der Kanzlernachfolger werden, ist ein Nachhall des Merkelismus. Wer wissen will, woran man mit Wüst (und Söder) ist, lese ein Positionspapier von 2007 – und vergleiche es mit dem, was kam. VON FERDINAND KNAUSS
Kanzler-Talk bei Caren Miosga : Feuerlöscher in eigener Sache Die Brände seien unter Kontrolle, so vermittelte es Friedrich Merz im Talk mit Caren Miosga. Der Kanzler will mit der SPD weiterregieren – und mit keinem anderen. Seine Ankündigung klang für einige fast wie eine Drohung. VON VOLKER RESING
Merz in Interviews und Umfragen : Der Kanzler entfernt sich rasant von seinem Volk Wofür andere Regierende mehrere Jahre brauchen, schafft der Bundeskanzler in einem einzigen: Entfremdung von Bürgern und Wirklichkeit. Statt Umfragen als Zeichen an der Wand zu lesen, klagt Merz über seine vermeintliche Herabwürdigung in den sozialen Medien. VON FERDINAND KNAUSS
Merz stellt die gesetzliche Rente infrage : Vom Lebensstandard zur Basisabsicherung Soll die Rente künftig nur noch eine „Basisabsicherung“ sein? Kanzler Merz hat dies jetzt vorgeschlagen, ohne näher auszuführen, wie er sich einen solchen Umbau des Rentensystems vorstellt. Man ist versucht zu sagen: typisch Merz! VON HUGO MÜLLER-VOGG
CDU-Politiker Amthor hält Rechts-links-Unterscheidung für überholt : Rechts versprochen, links geliefert Links und rechts sind gängige politische Standortbestimmungen. Philipp Amthor, Mitglied im CDU-Bundesvorstand, hält diese Unterscheidung für überholt. Aber die Wähler merken, wenn sie linke Politik bekommen – auch wenn sie nicht so genannt wird. VON HUGO MÜLLER-VOGG
Bilanz der Regierung Merz : Das verflixte erste Jahr Bundeskanzler Friedrich Merz hat außenpolitisch geliefert. Doch wo war der Reformkanzler? Zwischen blockierten Projekten, fehlender Koordination und zögerlichen Reformen zeigt sich ein Jahr Kanzlerschaft, das mehr enttäuschte Erwartungen als Durchbrüche bringt. VON VOLKER RESING