Literaturen im November Amerikas Katastrophengebiet, Wurzel des Nahostkonflikts, Zukunft der Stadt, Journalistenleben beim ÖRR Vier neue Bücher zeigen die Spannweite heutiger Literatur: T.C. Boyle seziert Amerikas Seelenzustand, Oren Kessler beleuchtet den Ursprung des Nahostkonflikts, Wolfgang Herles bilanziert sein Medienleben, Daniel Wisser warnt vor digitaler Dystopie. VON ULRICH BERLS, THOMAS SPECKMANN, ECKHARD JESSE UND BJÖRN HAYER
Literaturen im Oktober : Frage der Mittäterschaft, „tugendhafter Antisemitismus“, Wildwestgeschichten Götz Aly macht Neid und Habgier zum Nährboden der Mittäterschaft in der Nazizeit. Eva Illouz sieht im Poststrukturalismus den Grundstein für den neuen „tugendhaften Antisemitismus“. Yasmina Reza macht aus Strafprozessen literarische Dramen. Christoph Nußbaumeder entführt in den Wilden Westen. VON PETER HOERES, RALF HANSELLE, VIOLA SCHENZ UND RENÉ SCHLOTT
Literaturen im Juli : Washington, Moskau, Kalifornien Vier neue Sachbücher zeigen, wie Macht zerfällt – in Washington, Moskau, Kalifornien und der deutschen Gegenwart. Es geht um senile Präsidenten, zaristische Eliten, Cancel Culture und Thomas Manns Exil – und um die Frage, wer Wahrheit noch aussprechen darf. VON FERDINAND KNAUSS, RENÉ SCHLOTT UND BJÖRN HAYER
Moser liest : Künstlerliebe, Randzonen, Arthur Schnitzlers „Reigen“ Drei neue Romane zeigen, wie unterschiedlich Literatur heute erzählt: Martin Mosebach blickt in „Die Richtige“ auf Macht und Missbrauch in der Kunstwelt, Helene Hegemann erzählt in „Striker“ vom Überleben am Rand der Gesellschaft, Roland Schimmelpfennig adaptiert Schnitzlers „Reigen“ in die Gegenwart. VON ULRIKE MOSER
Literaturen im Juni : Hölle hier, Brandmauer dort Ein junger Fotograf verkauft seine Seele für Ruhm – Knausgårds moderner Faust zwischen Macht, Moral und Verfall. Dazu scharfe Blicke auf Politik und Gesellschaft: AfD, Zukunft und dunkle Schatten unserer Welt. Literatur, die den Spiegel vorhält. VON CICERO-REDAKTION
Moser liest : Stadt der Hunde, Unmöglicher Abschied, Wild nach einem wilden Traum Ein Chirurg sucht in einer surrealen Zwischenwelt nach Erlösung, während Han Kang die Schrecken eines verdrängten Massakers in poetischer Wucht offenbart. Schoch schließlich erkundet die Verbindung zwischen Erinnerung, Liebe und Schreiben. Über Läuterung, Trauma und die Kraft der Worte. VON ULRIKE MOSER
Literaturen im März : Gott, Operation Donnerschlag, Shitbürgertum Der Bestseller-Psychologe Jordan B. Peterson deutet unbeschwert die Symbolsprache der Bibel, Lukas Willmy erklärt die Motivation der britischen Luftangriffe 1945 und Ulf Poschardt zürnt dem meinungsmachenden Milieu der neuen Spießer. VON CICERO-REDAKTION
Das politische Buch : Hans-Peter Bartels liest „Himmel über Charkiw“ Seit drei Jahren tobt der russische Angriffskrieg in den Städten und Dörfern der Ukraine. Der Widerstand bleibt ungebrochen, trotz einer Vielzahl von Problemen. „Himmel über Charkiw“ bietet einen kurzen Einblick, was Krieg wirklich bedeutet. VON HANS-PETER BARTELS
Literaturen im Februar : Randzonen, Regelbruch, Romantik Drei ostdeutsche Autoren erklären den Osten, Heinz Strunk erklimmt den Zauberberg, Leander Steinkopf plädiert für den Regelverstoß im Alltag, und Charles Nodier entführt ins frühe 19. Jahrhundert. VON CICERO-REDAKTION
Moser liest : Stasi-Akten, Chorgesang, Gewalt Prostitution in der DDR, das Leben in einem Bochumer Plattenbau und die Geschichte einer modernen Frau. In drei Neuerscheinungen dieses Monats prallen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander. VON ULRIKE MOSER
Cicero-Buch „Im Demokratielabor“ : Ostdeutschland zwischen Freiheit und Populismus Im Cicero-Buch „Im Demokratielabor – Ostdeutschland zwischen Freiheit und Populismus“ befassen sich renommierte Autorinnen und Autoren in pointierten Essays mit dem Osten als Seismograph gesellschaftlicher und politischer Umbrüche. Lesen Sie hier den Beitrag von Marko Martin. VON MARKO MARTIN
Frank Schäffler liest … : Das politische Buch Morten Freidel zeigt in seinem neuen Buch „So rettet ihr das Klima nicht!“ eindrücklich den ökonomischen und ökologischen Irrsinn der deutschen Energiewende auf. VON FRANK SCHÄFFLER
Literaturen im Juli : Sterblichkeit, Schriftsteller, Smartphones Maxim Leo besiegt den Tod, Gerhard Roth reist ins Jenseits, Uwe Wittstock erzählt von Exilanten in Marseille, und Jonathan Haidt warnt vor der der smartphone-basierten Kindheit. VON BJÖRN HAYER, RENÉ SCHLOTT UND ALEXANDER GRAU
Kristian Klinck liest … : Das politische Buch Die Berliner Rechtsanwältin Asha Hedayati hat das Thema Gewalt an Frauen in einem aufrüttelnden und lesenswerten Buch aufgearbeitet. Die Autorin nimmt darin kein Blatt vor den Mund. VON KRISTIAN KLINCK
Antisemitismus nach dem 7. Oktober : „Ein Dammbruch sondergleichen“ Seit dem Hamas-Pogrom im Oktober sind Juden weltweit extremen Anfeindungen ausgesetzt. Philipp Peyman Engel schreibt darüber in seinem neuen Buch „Deutsche Lebenslügen“. Im Interview spricht er über den Schockzustand, in dem sich die jüdische Gemeinschaft befindet. INTERVIEW MIT PHILIPP PEYMAN ENGEL