Windräder
Demnächst auch vor Ihrem Wohnzimmerfenster: Windräder, hier in Bayern / dpa

Politikfähigkeit der Grünen - Wenn Befindlichkeiten wichtiger sind als Tatsachen

Nicht nur mit ihrer Klimapolitik, die steigende Preise und Wohlstandsverluste für Normalverdiener bedeutet, beweisen die Grünen einen eklatanten Mangel an Regierungsfähigkeit: Denn man kann nicht gleichzeitig einem Land dienen und dessen Bevölkerung verachten.

Autoreninfo

Jens Peter Paul war Zeitungsredakteur, Politischer Korrespondent für den Hessischen Rundfunk in Bonn und Berlin, und ist seit 2004 TV-Produzent in Berlin. Er promovierte zur Entstehungsgeschichte des Euro: Bilanz einer gescheiterten Kommunikation.

So erreichen Sie Jens Peter Paul:

Muss man als Politiker sein Land lieben und die Menschen, die dort leben, dazu? Natürlich nicht. Gustav Heinemann achtete sein Land, aber er liebte seine Frau – das genügte der Bevölkerung bereits in den 70ern vollauf. Mehr verlangte sie von ihrem Präsidenten nicht, empfand vielmehr diese Abgrenzung zwischen Öffentlichkeit und Privatleben als sinnvoll und angenehm, als zartes Zeichen, dass der höchste Repräsentant des Staatswesens Grenzen eben jenes Staates kennt und respektiert.  

Es ist diese Abgrenzung zwischen Draußen und Drinnen, zwischen Masse und Individuum, die ausgerechnet den Grünen aber heute nicht mehr gelingt. Und jene Indifferenz, jene Nicht-Diskriminierung im Sinne einer Unfähigkeit der Unterscheidung, hat sie bereits vier Wochen nach der Amtsübernahme in große Schwierigkeiten gebracht und wird das auch weiter tun, vielleicht sogar exponentiell.  

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Werner Peters | So, 9. Januar 2022 - 18:06

Habeck ist ein Märchenerzähler. Aber was Annalenas Outfit betrifft, kann ich nur bestätigen, meist sehr chic. Nach 16 Jahren eintöniger Merkel-Uniform (Hosenanzug, Blazer) eine Wohltat. Aber ob das reicht ?

Lisa Werle | Mo, 10. Januar 2022 - 11:25

In reply to by Werner Peters

"Chic" ist offensichtlich seit Jahren das wichtigste bei den deutschen Außenministern. Steht inzwischen als Kernkompetenz so in der Job-Beschreibung. Alles andere sekundär. 😉

Frau Werle, Fanden Sie Herrn Maas wirklich chic angezogen ? Im Ernst jetzt ? Wenn einer Anzug trägt, ist das für mich allein nicht gleich chic.

Erinnern Sie noch Hans-Dietrich Genschers gelbe Pullover?
Ein Marken-/Erkennungszeichen wie Dr. Gaulands Hundekrawatte!
Es wird kolportiert dass er etwa fünfzig Stück davon besaß!

Genschman war mMn nicht nur ein Vielflieger sondern auch ein Überflieger!

Solches Personal ist leider abhanden gekommen.

Lisa Werle | So, 9. Januar 2022 - 18:38

Die Grünen sind NICHT Regierungs-tauglich! Denn das möchten sie gar nicht sein. Das hieße ja, Regierung zu sein für nicht nur ideologische 14%. Sie wollen, dass ihnen die anderen 86% untertan werden. Daraus wird nichts, ihr grünen Rechthaber. Je eher ihr das einseht, umso besser. In Bezug auf Baerbock: was hat der Kleiderstil mit guter Politik zu tun? Noch habe ich nichts gehört, was auf Baerbocks Haben-Seite zu buchen wäre. Selbst nach dreimaligem Lesen habe ich in den groß aufgemachten Artikeln zu ihrem Marokko-Besuch nicht extrahieren können, was denn das so wunderbare Ergebnis gewesen sein soll. Offensichtlich sind die Medien angewiesen worden, Baerbock zumindest positiv zu headlinen.

Enka Hein | So, 9. Januar 2022 - 18:40

....werter Herr Paul. Die Analyse lässt einen zwar schaudern. Aber so sieht die Wirklichkeit für uns Bürger mit dieser Partei leider aus.
Wenn man die Reihen der Grünen durchgeht fallen einem Aussagen auf, die mit SS(Schlagstock)Saskia einen traurigen Höhepunkt erreicht haben.
Aber Richtung AFD haltet den Dieb rufen.
Hätten wir einen unabhängigen Verfassungsschutz gehörte ein größer Teil dieser Antifa Truppe unter Beobachtung.
Und richtig widerlich wird es man man sich ohne Skruppel mit einer Mauermörderpartei in Landesparlamenten ins Bett legt.
Ansonsten vielen Dank für den Artikel.
Allen einen schönen Start in die Woche.

roswitha lasser | So, 9. Januar 2022 - 18:41

selbst bescheidener wirtschaftlicher Sachverstand hätte genügt, um zu sehen, dass die Grünen mit ihrer zerstörerischen Ideologie das Land in den Abgrund reissen wollen- mit voller Absicht, denn sie hassen dieses Land, in dem jeder Nazi ist, der nicht ihrem totalitärem Denken folgt. Es gibt keinen Bereich des Lebens, den sie nicht mit Verboten überziehen wollen, nicht einmal Fleisch und Milch darf man nach diesem grünen Irssinn essen- alles Klima- schädlich. Dass die Windräder Menschen schwer krank machen, spielt für diese Leute keine Rolle. Am besten wäre es wohl, zunächst einmal sämtlichen Uni-Städten den Strom radikal abzustellen, dann können sie mit ihren Forschungen ja zeigen, dass es auch ohne die Steckdosen geht.
Ihr Text ist exzellent, Bärbock allerdings bleibt eine Fehlbesetzung: wohin bitte soll die Wirtschaft exportieren, wenn nicht nach China? Es ist auch menschenrechtsverletzend, die eigene Bevölkerung in die Armut zu treiben- warten wir bis China die UN alarmiert.

Hans Jürgen Wienroth | Mo, 10. Januar 2022 - 11:12

In reply to by roswitha lasser

Wovon wollen wir leben, wenn China uns nicht mehr beliefert? Was können wir heute alles nicht mehr selbst produzieren und sind auf Exporte aus diesem Riesenreich angewiesen?

Hans Jürgen Wienroth | So, 9. Januar 2022 - 18:48

Gute Beschreibung. Was soll man von einer Partei halten, in der führende Vertreter ihre Abneigung zum Land offen bekunden. Leider fehlt ihnen auch die naturwissenschaftliche Expertise, weshalb Herr Habeck gleich viele Staatssekretäre ausgetauscht haben soll. Der 1. Mann kommt von Agora Energiewende, einer Windkraftlobby. Soll der ihm bei der möglichst schnellen Umsetzung der sog. „erneuerbaren Energien“ helfen? Der naturwissenschaftlich gebildete Mensch kennt den Energieerhaltungssatz, er weiß, dass hier nichts „erneuerbar“ ist. Was auf einer Erde vollgestellt mit Windrädern mit dem Klima geschieht (wenn kaum ein Lüftchen weht, weil alles in Strom gewandelt wurde), mag ich mir nicht vorstellen.
Das fatale am Vorgehen ist, dass man jedes stillgelegte Kraftwerk (auch div. Stein- und Braunkohlekraftwerke wurden in 2021 stilgelegt) umgehend abreißt, damit es nicht wieder in Betrieb geht. Für den Ersatz durch Gaskraftwerke fehlen sowohl Investoren als auch Gas. Hilft da auch Frau Baerbock?

Ernst-Günther Konrad | So, 9. Januar 2022 - 19:02

innerhalb der GRÜNEN. Sie beschreiben es für mich richtig. Da wird Natur- und Landschaftsschutz, Artenschutz und erneuerbare Energien sich gegenseitig auffressen. Über Jahrzehnte schwätzen ist eine Sache, ohne Verantwortung Forderungen in die Welt schreien eine andere. Die Realitätswand wird täglich größer für die selbstverliebten links-grünen Ideologen und ich bin mir sehr sicher, dass es in den nächsten Monaten dazu kommt, dass sich die Fronten und Lager innerhalb der UR-Grünen und ihre Klientel aufbrechen werden und die Ikonen Habeck und auch Baerbock mit ihrer eigenen verbohrten und unüberlegten Aussagen, wie mit einem Klammersack gepudert konfrontiert werden. Es brodelt unter der giftgrünen wabernden Soße. Ginge es nur um die Partei hätte ich Freude daran. So aber geht es um unser Land und die Menschen, weshalb ich die Befürchtung hege, dass unwiederbringliche Entscheidungen unseren Wohlstand und unser Staatsgefüge irreparabel beschädigen werden und es noch totalitärer wird.

Bernd Windisch | So, 9. Januar 2022 - 20:05

Die rigorose Abschaltung der AKW wurde nicht unter den Grünen beschlossen, sondern nur vollzogen. Die Generalabrechnung des Autors muss inhaltlich leider auch der SPD und weiten Teilen der von Merkel "modernisierten" CDU gelten.

Eliten dienen nicht, Eliten wissen es besser sonst wären es ja keine Eliten. Denken zumindest die Gernegroßen im Kabinett Scholz.

Für außerparlamentarische Opposition hat der Verfassungsschutz auch schon einen Tatbestand geliefert. „Demokratiefeindliche und sicherheitsgefährdende Delegitimierung des Staates“. Die DDR hätte es nicht schöner sagen können. Die Entfremdung vieler Menschen von der Politik hat gute Gründe. Hoffentlich gelingt es Friedrich Merz die CDU zeitnah wieder in die Spur zu bringen. Merkels Scherbenhaufen den sie im Lande angerichtet hat ist riesengroß und wird in den nächsten Jahren mit Sicherheit nicht kleiner.

Ohne FDP wären die Roten und die grün grundierten Roten nicht in der Lage uns die nun anstehenden Bärendienste zu erweisen.

Ja, Herr Windisch, bei der Linken, in der SPD, CDU und wohl auch in der FDP zeigen die Berufspolitiker häufig das gleiche "grüne" Politikverständnis, auch wenn sie im Einzelnen nicht jede Position so radikal vertreten wie die Grünen selbst. Sie sind ja auch - wie grüne Berufspolitiker und wie die Medienmacher - Produkte unserer schulischen und akademischen Bildung.

Die ideologischen Netzwerke sind längst parteiübergreifend und haben starke Bastionen in den Universitäten und Forschungseinrichtungen erobert. Sie definieren heute die Zugehörigkeit zu den "Eliten". Sie durchdringen Politik und Medien, so wie vor 150 Jahren die Burschenschaften. Ihre treffende Bemerkung "Eliten dienen nicht, Eliten wissen es besser, sonst wären es ja keine Eliten." ist heute nach wie vor gültig. Weil moderne Netzwerke der eigenen Ideologie - wie weiland der Marxismus - für die Öffentlichkeit eine wissenschaftliche Tarnkappe überziehen können (und dürfen), sind sie vielleicht sogar noch effektiver.

Ingofrank | So, 9. Januar 2022 - 20:16

die dort leben, lieben?
Das kommt darauf an, wer und was man unter Liebe versteht.
Ich bin in diesem Jahr 40 Jahre verheiratet. Unter Liebe verstehe ich vor allem uneingeschränkt für einander da zu sein, sich gegenseitig zu achten, zu verstehen ganz einfach ein Miteinander. Auch sollten die Interessen der sich Liebenden, in großen Teilen
Übereinstimmen im täglichen Leben und vor allem in den Zielen, ist eine hohe Gemeinsamkeit unabdingbar. Die wenigen Unterschiede müssen beidseitig akzeptiert und anerkannt werden. Stillstand ist das Ende der Liebe. Und Liebe entwickelt sich immer wieder weiter.
Und nun zu den Grünen. Sie lieben weder das Land, noch die Menschen die da leben.
Sie liebe sich maximal selbst und das Land ist ihnen egal.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

....werter Herr Ingofrank.
Die Grünen lieben dieses Land eher nach dem Motto von Mielke: "Ich liebe - Ich liebe doch alle - alle Menschen - Na ich liebe doch - Ich setzte mich doch dafür ein!"
-Erich Mielke, 13. November 1989

Oder Habecks „Liebe“ zu diesem Land und den Menschen. Denn beides gehört untrennbar zusammen.
„Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland noch nie etwas anzufangen und weiß es bis heute nicht."

lieber Herr Ingofrank, liebe Foristen & Herr Paul?
Und dies unabhängig vom Strickmuster einer Partei oder Ideologie?

Und dies unabhängig vom Thema bzw. Auftrag wie z.B. Flüchlingspolitik,
Energiepolitik, Finanzwirtschaft, der Art & Weise des Umgangs mit Corona, die Bildung unserer Kinder zu selbst denkenden Individuum & die Integration der Mio. zu uns gekommenen "Neufacharbeiter" oder das Verhältnis Staat - Bauer??????

Gegen sie mal Person zu Person, Partei zu Partei durch.
Sie werden höchstens eine Gänsehaut bekommen, wenn Sie alt genug sind, um innerlich frühere Persönlichkeiten mit den heutigen ehrlich & gleichwertig zu vergleichen.

Aber selbst die damals, die kein Gottvertrauen hatten, standen mit Anstand & Demut zu ihrer Berufung , egal wer.

Erst wo ehemalige Terroristen & Extremisten durch Westmedien hoffähig gemacht wurden, die aus der DDR bezahlt & longiert wurden, begann der Respekt untereinander so wie die Demut zum Volk immer mehr schwinden (inklusiv aller Parteien).

Jens Böhme | So, 9. Januar 2022 - 20:21

Phantastereien scheitern bereits am ersten Tag. Stromausfall in Ostberlin heute wegen Kraftwerksproblem, ca.370000 Haushalte betroffen. Kein Strom, kein Warmwasser, keine Heizung. Mehrere Stunden solls dauern. Winter. Ein Vorgeschmack, wenn die Grünen ihre Realitäten wahr werden lassen wollen/dürfen.

Tomas Poth | So, 9. Januar 2022 - 20:45

... das ist eine kurze und prägnante Beschreibung Grüner Politik.
Grüne wollen:
- das Klima retten,
- den Wald retten, den aber nur wenn dieser keine Windräder und Solaranlagen behindert
- die Menschheit nach Deutschland retten
- Deutschland verteidigungsunfähig machen,
- das Land an die EU verhökern
- die ganze Welt belehren und am Grünen Wesen genesen lassen.
Koste es was es wolle, leisten müssen es ja alle anderen, nämlich der Steuerzahler, nicht die Empfänger von irgendwelchen Bezügen oder Hilfen!
Dieses Grüne Gedankengut steckt aber nicht nur in Grünen Köpfen sondern wurde auch schon von fast allen anderen Parteien adaptiert.
Das Augenmaß in der Politik ist vollkommen abhanden gekommen. Die RotGrüne Abrissbirne geht in Deutschland um.

Dr.Andreas Oltmann | So, 9. Januar 2022 - 21:15

Ihrem Artikel, Herr Paul, kann ich voller Begeisterung zustimmen. Insbesondere die permanente Wiederholung des Wortes „Respekt“ durch den Nichts-Sagen-Kanzler hat den Begriff diskriminiert. Nur zur Person Baerbock glaube ich noch nicht an eine Erleuchtung, aber vielleicht gewinnt sie an Überzeugungskraft und Standfestikeit, wenn es nicht nur um schöne Worte geht.

Brigitte Simon | So, 9. Januar 2022 - 21:52

42 Jahre grüne Partei im Bundestag haben der Republik schwer zugesetzt. Grün zersplittert die
Gesellschaft und machte sie anfällig für para-noide Reaktionen. Nur so konnte die Katas-trophe in Fukushima zu einer hysterisch und wirren Energiewende in Deutschland führen. Sie tragen einen wesentlichen Teil der Verant- wortung dafür, daß die Gesellschaft zerfled-dert, sich in Parallelgesellschaften aufspaltet.
Die Welt auf den Kopf stellen, die Realität in ihr Gegenteil verkehren, Menschen oder Gruppen von Menschen provozieren, quälen, mobben, der Teufel sein, aber den moralistischen Natur-und Menschheitsretter geben - das alles ist die grüne höchste Wahrheit.

Karl-Heinz Weiß | So, 9. Januar 2022 - 22:27

Vielleicht ist mir etwas entgangen: nach meiner Erinnerung waren die GRÜNEN in den vergangenen 16 Jahren nicht an der Regierung beteiligt. Den Atomausstieg initiierte Angela Merkel. Deshalb kommt diese Schimpfkanonade mindestens 52 Wochen zu früh.

Werner Zillig | So, 9. Januar 2022 - 23:06

"Denn bis auf weiteres gilt: Sie sind mit ihrem Land nicht im Reinen und nicht mit sich selbst."

Vorschlag, dass wir diese guten Worte auf die gesamte deutsche Gesellschaft 2022 anwenden. "Wir sind mit unserem Land nicht im Reinen und nicht mit uns selbst."

Wir wollen die Vereinbarkeit des Unvereinbaren, und tadeln "die Politik", die diesen abstrus-hirnrissigen Wunsch nicht Wirklichkeit werden lässt. Weil er einfach nicht umzusetzen ist. Aber das will niemand hören.

Realistisch ist: Wir müssen unsere Ansprüche des "Weiter wie gewohnt!" herunterfahren. Skiurlaub, Fernreisen, Autofahren, Alltagskonsum -- alles runterfahren! Wie das geht? Steuern erhöhen, und zwar drastisch, und das Geld in die Umwelttechnologien umlenken.

Wie sagt da der Realist: "Politisch nicht durchsetzbar!" Er hat recht, der Realist. Und wir fahren an die ökologische Wand. That's it!

Christopher Zoerb | So, 9. Januar 2022 - 23:52

Sehr geehrter, lieber Herr Paul,
ich glaube, es sollte eher Strafe als vielweniger "Streife" heissen.

Ansonsten: chapeau bas!

Bitte loeschen bzw. veroeffentlichen Sie meinen Kommentar nicht.
Herzlichen Dank, c.

Norbert Heyer | Mo, 10. Januar 2022 - 06:10

Die Grünen machen einen schmerzhaften Lernprozess durch -Realität trifft auf Wunschdenken. Es wurden 3 AKW und 3 KKW zum Jahresende abgeschaltet und damit haben wir unsere Versorgungssicherheit noch weiter gefährdet. Frau Baerbock hat mit ihren Äußerungen zur neuen Gaspipeline die Situation noch weiter verschärft. Daher verstehe ich auch nicht die Lobhudeleien im Kommentar. Gleichzeitig haben unsere „Freunde“ in der EU beschlossen, das Atom und Gas „grüne Energie“ sind. Sie folgen nicht dem „Hippie-Staat“ auf dessen Irrweg. Auch Herr Habeck hat wohl festgestellt, dass der totale Umbau von Gesellschaft und Industrie derartige Verwerfungen mit sich bringt, dass die Ampel nur ein kurzes Gastspiel gibt. Wenn die Bürger dann noch merken, dass alles zu ihren Lasten geht und sie nur ausgenommen und von den Grünen trotzdem noch verachtet und dezimiert werden, ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Diese Ampel wird grandios scheitern, vorher aber Deutschland noch massiven Schaden zufügen.

Ferdinand Schulze | Mo, 10. Januar 2022 - 08:45

"Andernfalls hätten sie nach einer rationalen Kosten-Nutzen-Abwägung die Atomkraftwerke Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen wenigstens so lange weiterlaufen lassen, bis klimaverträglicher Ersatz nicht nur für irgendwann geplant, sondern tatsächlich am Netz ist."
Wie hätte das "mal eben" funktionieren sollen? Der Zug war dank grüner CDU/CSU längst abgefahren, und ich fürchte, auch die restlichen drei AKW sind zum Ende dieses Jahres nicht mehr zum Weiterlaufen zu bewegen, wenn man Äußerungen von Chefs der Energieunternehmen glauben darf. Es ist richtig, die entsprechende Stimmung haben Grüne erzeugt, aber "gemacht" haben CDU/CSU und SPD. Ich werde das bei den nächsten Wahlen noch in Erinnerung haben.

gabriele bondzio | Mo, 10. Januar 2022 - 08:50

überfordert ihren Horizont.

Wenn man sich diese Konstellation, so richtig durchdenkt. Klima vor Natur zu schieben, kommt man auch zu dem Schluss, dass es den Grünen nicht um Ökologie geht. Sondern um alleinige Durchsetzung ihrer Vorstellungen. In der die komplexen Verflechtungen der Natur keine Rolle spielen.

Es überfordert sie bzw. spielt keine Rolle in ihrem Gedankengut, über politisch-planvolle Strategien für den Erhalt der biologischen Vielfalt nachzudenken. Sie haben das Klima auf ihrer Agenda bzw. weitere unqualifizierte Einwanderung....sonst nichts.

Das „Naturfreunde, lokale Bürgerinitiativen und Tierschutzgruppen ab sofort die Klappe zu halten haben“ ist eine Folge dieses Gedankengut. Sonstige Wirkungsketten und Verflechtungen in der Natur ...ade.

Es passt auch in die begrenzte Auffassungsgabe, dass Baerbock vor Rom-Besuch gleich mal Solidarität bei Migration verspricht.
Auch wenn uns das Wasser ehe schon bis zum Hals steht.

Gerhard Lenz | Mo, 10. Januar 2022 - 10:31

offenbart sich fast schon erwartungsgemäß als besonderer "Freund" der Gründen.

Wer denen allerdings bereits in der Einleitung zum zu erwartenden Verriß Verachtung für die eigene Bevölkerung vorwirft, kann nicht wirklich erwarten, dass noch irgendein folgendes Argument verfängt.

So schiesst man frühzeitig ein klassisches Eigentor, das doch nur von denen bejubelt wird, die das, was kommt, sowieso wussten. Und das meist auch noch besser

Allerdings würden die Grünen nach der beliebten Sonntagsfrage noch immer weit vor der AfD landen, so wie bei der letzten Wahl. Die Bevölkerung findet sich offensichtlich - im Gegensatz zu Herrn Paul - durchaus nicht verachtet.

Weiteres werden Wahlen zeigen, die dieses Jahr in einigen westdeutschen Bundesländern stattfinden.

Ich wette, dass auch dort die AfD abgeschlagen hinten landen wird, während die Grünen gute Ergebnisse erreichen werden.

So doof, wie es sich mancher AfD-Anhänger gerne ausmalt, sind die Deutschen dann doch nicht.

Iris daniel-werth | Mo, 10. Januar 2022 - 10:31

Hoffentlich und so schnell wie möglich. 86 %der Wähler waren gegen die Grünen und noch mehr gegen die FDP, erst recht für eine Ampel und aufgeblähten Bundestag, sowie unerfahrene und naive Idiologisteals als Minister.
Als auch einen Bundeskanzler und Bundespräsidenten ohne Format und Glaubwürdigkeit.

Petra Horn | Mo, 10. Januar 2022 - 11:01

Das sieht man doch an den Grünen, wie weit man
Roth marschiert unter dem Banner: "Deutschland, du mieses Stück Sch..." und ist seit Jahren Bundestagsvizepräsidentin und nun Kulturirgendwas.
Die Deutschen zu verachten und sich an ihrem Geld zu bereichern klappt ganz hervorragend.
Wenn alle Geldhähne für Deutschlandverächter abgeschaltet würden, würde sich auch schlagartig der Respekt für den Bürger und Steuerzahler wieder einstellen.

Kurt Walther | Mo, 10. Januar 2022 - 13:37

Die Grünen befinden sich mit ihrem Totalitarismus auf einem Irrweg.
Anstatt eigener Worte hier ein Zitat des Politologen Prof. Herfried Münkler, ehem. Humboldt-Uni Berlin, dem ich mich vollinhaltlich anschließe:

"Wir können in Deutschland noch so viel Treibhausgase einsparen – ohne China, Russland und die USA ist alles vergebens. Hierzulande glauben leider viele Leute, dass wir die Guten auf der Welt seien und unser Wort deshalb mehr gelte. So funktioniert Politik aber nicht. Diese Erkenntnis wird auch so mancher Grüner noch haben."

Mir geht es weniger um Erkenntnisprozesse innerhalb der Grünen, sondern um das Wahlverhalten der mehrheitlich rational denkenden deutschen Wähler: ca. 16 % zur Zeit für die Grünen. Ich befürchte, es muss erst richtig weh tun, leider.

Urban Will | Mo, 10. Januar 2022 - 13:43

Artikels erstaunt war, dass mein erster nicht durch kam)
Man kann dieser „Partei“ (die m.M. nach wie vor mehr einer Sekte ähnelt) eigentlich nicht böse sein, dass sie ihre Ziele verfolgt, so unsinnig und gefährlich sie auch sind. Man muss an diejenigen ran, die mit ihnen paktieren (also alle außer der AfD)
In der Tat werden sie ohne mit der Wimper zu zucken die Umwelt schänden und das Land mit Windrädern vollpacken, sie waren noch nie „wirklich“ eine Umweltpartei, sondern eine inkonsequente, verwirrte Vereinigung, die genau wusste wie und mit welchen Mitteln man Macht ausübt
Schon in den 80ern klebte der Parteien – Sticker auf den stinkigsten Blechkarren, die herum fuhren.
Die Umwelt ist ihnen egal, es ging und geht ihnen immer nur um die Gängelung der Menschen, das übermoralische „von oben herab“ - Dirigieren eines ihren Vorstellungen entsprechenden Lebenswandels.
Demokratie ist ihnen dann fremd, wenn andere als ihre Auffassungen dominieren, Dann kommt die Keule (Nazi, Klima...)

>>Man muss an diejenigen ran, die mit ihnen paktieren (also alle außer der AfD)>>

„Diejenigen“ wollen an die Macht. Durch Teilnahme an der Stigmatisierung der AfD, hat man sich eine Option genommen.
Im Moment sehen sie keine Möglichkeit die Einbahnstr. zu verlassen.

D.h., um ihren Machtanspruch zu realisieren bleibt ihnen in unserer „Parteiendiktatur“ nur diese Möglichkeit. Die wird uns, obwohl einige Kommentatoren meinen die Koa hält keine 2 Jahre, mindestens eine Legislaturperiode erhalten bleiben. Ich befürchte auch darüber hinaus. Einmal an der Macht geben sie sie nicht so schnell wieder her. Dafür steht auch der grün durchseuchte Mainstream, der macht Gewinner und Verlierer.

Hanno Woitek | Di, 11. Januar 2022 - 17:31

wunderbarer und zutreffender Artikel. Nur ist es geradezu niedlich wie detailliert sich mit den Grünen auseinandergesetzt wird hier. Man sollte es der Wahrheit gemäß endlich auf einen Satz bringen. Die Baerbock, der Habeck, die Lange, derNoripur - egal wie man den schreibt - sind einfach nur dumm und ignorant.