Anne Will mit Gästen / Screenshot ARD

„Anne Will“ zu Israel und Gaza - „Es nützt der Hamas, wenn die Leute nicht fliehen“

Das Humanitäre Völkerrecht bedeutet nicht, dass Israel sich gegen seine Feinde nicht militärisch verteidigen darf. Da waren sich die Gäste in der Talkshow „Anne Will“ einig. Annalena Baerbock und Kevin Kühnert versprachen deutsche Hilfe für Israel - ließen aber offen, wie die aussehen soll.

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Ingo Way ist Chef vom Dienst bei Cicero Online.

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Deutsche Talkshows anzuschauen, ist in der Regel kein Vergnügen. Doch die gestrige Ausgabe von „Anne Will“ konnte man fast als angenehm bezeichnen: Die Gäste fanden größtenteils die richtigen Worte, ließen einander ausreden, bekamen Gelegenheit, ihre Argumente in Ruhe auszuführen. In der Sendung mit dem Thema „Nach dem Terror-Angriff auf Israel – Droht ein Flächenbrand in Nahost?“ ließen Arye Sharuz Shalicar, Sprecher des israelischen Militärs, der Historiker Michael Wolffsohn, SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert, die deutsch-iranische Journalistin Natalie Amiri und BND-Veteran Gerhard Conrad – Außenministerin Annalena Baerbock war per vorab aufgezeichnetem Videointerview zu sehen – keine Zweifel daran, dass die Ermordung von mehr als 1300 Israelis vor einer Woche ein in der langen Geschichte nahöstlichen Terrors beispielloses Verbrechen ist und dass Israel und die Welt nun vor der Aufgabe stehen, die Verantwortlichen – die Hamas – zur Rechenschaft zu ziehen und unschädlich zu machen. Die Frage war nur, wie.  

Der Twitter-Aufforderung der SPD-Politikerin Sawsan Chebli, jede Talkshow zum Thema Israel und Gaza sollte paritätisch besetzt werden („mindestens ein/e Israeli/n und ein/e Palästinenser/in“) war die Anne-Will-Redaktion übrigens nicht nachgekommen. Entweder hatte sich kein Palästinenser gefunden, der sich unmissverständlich zur Hamas äußern wollte, oder aber, derjenige hätte in einem solchen Fall unangenehme Konsequenzen zu fürchten.   

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Norbert Heyer | Mo., 16. Oktober 2023 - 06:58

Deutschland ähnelt einem Menschen, der mit einem Feuerzeug den Inhalt eines Benzinkanisters feststellen will. Wir haben jüdische Mitbürger, denen wir aufgrund unseres Vergehens an diesem Volk besonderen Schutz gewähren müssen. Gleichzeitig kamen Migranten, die seit Urzeiten Todfeinde Israels sind. Jetzt besteht die große Gefahr, das deutsche Dummheit und Fahrlässigkeit zu einer Situation führen wird, die „ unschöne Bilder“ produziert. Und ausgerechnet unsere weichgespülte Polizei soll hier für Recht und Ordnung sorgen? Sie, die zwar harmlose Corona-Gegner verprügelte, soll sich gegen wehrerprobte Hamas-Jünger durchsetzen, um Juden zu schützen? Was die uns Regierenden hier angerichtet haben, wird mit dieser Polizei niemals verhindert werden. Lagerfeld und sein berühmter Satz, man hat ihn deswegen verunglimpft, dieser Satz war ein Weckruf - ohne jede politische Reaktion. Jetzt können die Verantwortlichen zeigen, wie sie
dieses Problem lösen. Es wird - wie alles - erbärmlich scheitern.

Werter Herr Heyer, leider wahr.
Auch ich denke seit Jahren an diesen Satz von K.Lagerfeld. Ein Weckruf unter vielen. Stets ungehörten.
Und die Leitmedien im engen Schulterschluss mit den (mittlerweile seit Jahrzehnten) politisch Verantwortlichen (allen voran Merkel) faseln den unerträglichen Schwachsinn vom "friedlichen und barmherzigen und toleranten" Islam und den immer auf's Neu "traurigen Einzelfällen", die ja nie mit Religion zu tun haben, wenn wieder einer der aus der "friedlichen Religion" Entstammender mit dem Schlachtruf seiner Religion mordend durch die Gegend zieht.
Und wenn seit Jahren dieses Geschmeiss auf seinen AlQuds-Tagen u. dgl. Wiederlichkeiten vom Schlage "Juden in's Gas - Hamas, Hamas" skandiert, regt sich im Blätterwald genau: NICHTS.
Nicht zu vergessen die vielen "Partyszenen" - seit Jahren über Jahren: NULL Reaktion. Außer immer noch mehr Augen und Ohren zu und Nichtstun.
Dieses Land ist verloren.
D. schafft sich ab - Sarrazin, 2010. Er hatte komplett recht.

Christa Wallau | Mo., 16. Oktober 2023 - 09:36

Antwort auf von Wolfram Fischer

Seit 2013 gibt es eine Partei, welche die gleichen Warnungen ausgesprochen hat wie diese beiden Herren:
die "Alternative für Deutschland".
Alle Bürger hätten sie seitdem wählen können!!!

Stattdessen brach ein wüster Sturm der Verachtung u. Ausgrenzung über alle Menschen herein, die sich mit der neuen Partei identifizierten.
Es zeigte sich, daß jahrzehntelange Gehirnwäsche ganze Arbeit geleistet hatte: Mit der Faschismuskeule ließen sich 95% der Deutschen von verantwortungslosen Politikern u. Medienfritzen so hinters Licht führen, daß sie die Interessen Wildfremder ü b e r ihre eigenen stellten.

Dümmer kann kein Volk auf der Welt sein, um die Chance verstreichen zu lassen, wenigstens n a c h 2015 der Merkel-Politik ein Ende zu bereiten!

Bis heute begreifen viele "Gutmenschen" in unserem Land nicht, daß sie selbst es waren, die zugelassen haben, daß sich Radikalinskis aller Couleur bei uns einnisten durften und sogar noch fürstlich versorgt werden.

DUMMHEIT SCHÜTZT VOR STRAFE NICHT!

wo ich hingeraten bin. Selbst der brutale Überfall auf die Menschen in Israel wird noch instrumentalisiert, um für die AfD Werbung zu machen. Und, wie man es von der Foristin kennt, ist jeder einfach nur DUMM, der diese Partei nicht wählt. Liest man ihre trotzig-selbstmitleidigen Sätze, könnte man fast meinen, das Opfer der AfD wäre noch größer als jenes der Menschen in Israel.
Selbstverständlich sind die Auftritte von Juden-Hassern auf deutschen Straßen widerlich, sie sind im übrigen verboten. Angebracht wäre jetzt ein Appell an alle Deutschen, alle Parteien, sich klar auf die Seite Israels zu stellen, jüdischen Menschen in DE Mitgefühl und Unterstützung zuzusichern.
Solange sie nicht Friedman, Knoblauch oder Schuster heissen. Da spielen AfDler nicht mit.
Es geht aber noch besser. Ein Herr Chrupalla meinte jüngst, man müsse auf den Hamas-Terror mit Diplomatie antworten! Selbst die "Juden in der AfD", die sonst nur Alibi-Funktionen erfüllen, wagten zaghafte Kritik.
Na ja, AfD eben.

Damit meinen Sie die Solidarität für die Israelis, welche jetzt geboten ist.

S i e, Herr Lenz scheinen ja Einblicke in das Innerste der AfD zu haben, die mir als Mitglied nie gewährt wurden. I c h kenne keinen in der Partei, der sich jemals antisemitisch geäußert hätte!
Das bedeutet freilich nicht, daß Leute aus der Partei an der konkreten Politik des Staates Israel Kritik üben. Dies ist absolut legitim und wird auch von a l l e n
Parteien in Deutschland so gehandhabt.

Sie unterstellen in Ihrem fanatischen Haß auf die AfD einfach einen Anti-Judaismus, wo er gar nicht zu finden ist!

Haben Sie die Rede von Herrn Dr. Gauland im Bundestag nicht gehört?
Eindeutiger kann man sich in der momentanen Lage doch wohl kaum auf die Seite Israels stellen!

Liebe Frau Wallau,
lese mir immer alle Kommentare durch- auch die von Herrn Lenz.
Habe aber festgestellt, daß er grundsätzlich nichts zum Thema beiträgt und stattdessen nur dumpfes AfD Bashing betreibt. Darum erspare ich mir grundsätzlich eine Antwort auf seine Kommentare.

der stetig wachsende Antisemitismus in Deutschland, woher er nur kommt 🤔
Fakt 1: Die Mainstream Medien tragen, zusammen mit den regierenden Parteien (seit 2015) die Hauptverantwortung am importierten Antisemitismus.
Fakt 2: Jede Art von Bedenken oder Kritik am Kurs der „offenen Grenzen“ wurde von eben jenen aufs Übelste diffamiert.
Ergo hat Frau Wallau recht und immer mehr Menschen sehen das.
Und noch etwas: Bitte verschonen Sie uns von hohlen Appellen von Mitgefühl und Unterstützung für jüdische Menschen. Das ist selbstverständlich. Auch für alle anderen Geschädigten von importierter Gewalt. „Wir schaffen das“ muss heißen: Recht und Gesetz muss von staatlicher Seite umgesetzt werden. Nicht mit ,Armlängen Abstand‘ oder ,täglich neuem Aushandeln‘

Achgottchen, Herr Lenz... rührend: Die widerlichen Demos sind VERBOTEN .... mach Sachen aber auch! Man hätt's ja nicht gedacht - schön daß SIE es UNS sagen...
Das sind sie seit Jahren über Jahren. Und?
Die einzigen, die dieses fürchterliche Unwesen seit Jahren benennen, ist wer?
EBEN.
Und statt Einsicht (bei Ihnen zu viel verlangt... klar) diese "Instrumentalisierungs"-Keule. Merken Sie eigentlich gar nicht wie lachhaft dümmlich dieser unsägliche Versuch der Moraletikettierung ist? Sie und Ihresgleichen hatten doch die vielen vergangenen Jahre nichts besseres zu tun als JEDEN, der den völlig außer Kontrolle geratenen muslimischen Zuzug, dessen widerwärtige Konsequenz nun SEHENDEN AUGES "zu Deutschland gehört", kritisiert hat, in die Nazi-Ecke zu stellen. Und Sie - ausgerechnet Sie - wollen jetzt diejenigen, die nun - und mehr Berechtigung hierfür geht gar nicht! - auf dieses Staatsversagen hinweisen, maßregeln?
Man müsste lauthals lachen, wenn es nicht so tragikkomisch wäre.

Werte Frau Wallau, warum nur die beiden?
Weil ich zum einen den K.Lagerfeld- Bezug zum Vorkommentator genommen habe. Und weil man zum anderen die ganze Katastrophe, die sich in diesem Land seit Jahrzehnten abspielt, einfach nicht besser zusammenfassen kann als über den (nur-vier-Worte-) Buchtitel des Herrn Sarrazin - damit ist eigentlich ALLES gesagt.
Natürlich gibt es viele andere von mir hoch geschätzte Menschen, welche diese -nochmal: Katastrophe - klar benennen.
Wenn ich diese nur auszugsweise zitieren würde, würden auch 100.000 Zeichen nicht reichen... dann wär's vermutlich ein Buch geworden und wenn DIESES einen Verlag fände, würde ich mich noch am Tage der Veröffentlichung in der Nazi-Ecke wiederfinden...
Nicht, daß mir das noch etwas ausmachen würde - das habe ich hinter mir:
Ich habe die Mechanismen unserer Leitmedien, die Sie ja so treffend beschreiben, schon sehr gut verstanden.
Viele andere leider nicht, siehe Wahlergebnisse...

Lagerfeld war ein hochintelligenter, sehr belesener und wacher Geist. Wahrscheinlich hat er den Mief, den Neid und die Bigotterie hierzulande nicht ertragen und ist deshalb aus D weg. Und genau diese Bigotterie hat er mit dieser vielfach zitierten Aussage – zu Recht – angeprangert. Denn eines muss man festhalten: Wenn man es ernst meint, mit der historischen Schuld , wenn man es ernst meint, mit dem „nie wieder“, dann muss man jetzt, jetzt, angesichts der monströsen Ereignisse, die sich vor aller Welt Augen abgespielt haben, Farbe bekennen. Ohne Relativierung, ohne wenn und aber. Wenn eine Regierung zulässt, dass ‚unaussprechliches‘ auf hiesigem Boden skandiert wird, von wem auch immer, dann muss sie sich das zurechnen lassen. Weniger als 100 Jahre, und wieder zeigt sich die hässliche Fratze des Antisemitismus auf den Strassen. Als wäre sie nie weg gewesen. "Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich ……"

Urban Will | Mo., 16. Oktober 2023 - 08:04

zu sein, das liegt wohl auch an der Sendezeit und dem Sender.
Gestern hätte sie es vielleicht werden können, aber mit Baerbock, der stümperhaftesten und intelligenzbefreitesten Außenministerin, die Deutschland je hatte (geschlechterübergreifend und auf Jahrhunderte zurückgeblickt) und dem ungelernten Callcenter – Buben Kühnert war es halt wieder beschämend, was da aus der Politik dabei war.
Was Baerbock daher flötet, ist unterstes Kindergartenniveau, auch wenn sie seit anderthalb Jahren Spaß am „Kriegführen“ gefunden hat.
Das mit dem „in D sicher leben“, war Realsatire. Wir haben uns den Steinzeit-Islam ins Land geholt. Schon fast surreal, dass in der ARD und anderswo kommentiert wird, Ägypten lasse seine Grenzen zu, um sich nicht die Probleme der Palästinenser ins Land zu holen. Die gleichen Journalisten, die das Gegenteil in D seit 2015 wohlwollend besingen.
Israel pfeift auf Deutschland und das Gequassel, das unsere Hobby-Politiker so von sich geben.
Die machen ihr Ding.

das Sie mit einer korrekten Benennung des Rangs unserer Außenministerin haben, Herr Will, macht einmal mehr deutlich, wo wir hinkommen, wenn wir auf das generische Maskulinum verzichten. Auch bei Merkel war das schon das Problem. Da wir noch nie eine AußenministerIN hatten und noch nie eine KanzlerIN, besagt es ja nichts, wenn wir die Damen als "schlechtese Außenministerin", bzw. "schlechteste Kanzlerin" benennen. Mir fällt da auch keine sprachlich elegante und zutreffende Einwort-Lösung ein. Ich behelfe mich im privaten Sprachgebrauch mit dem Neutrum- das schlechteste Außenminister, das schlechteste Kanzler.

Maria Arenz | Mo., 16. Oktober 2023 - 08:36

wie weit die Solidarität mit Israel `al longue wirklich gehen kann, sollte man sich ein Foto vom vergangenen Mai in Erinnerung rufen. Als unser damals noch so schmucker Wirt-schaftsminster- ganz im Gegensatz zu seinem Outfit bei 60-Jahr-Feier des Elyseevertrages in Anzug und mit Krawatte- vor dem Oberscheich Al Thani einen so tiefen "Diener" gemacht hat, wie ihn keiner meiner Tanzstundenherren je hinbekommen hat. Un die waren da erst 16 Jahre alt. Der "Diener" vor einem der Hauptfinanziers der Hammas hatte Gründe, die uns und unsere Solidarität mit Israel spätestens bei einem auch nur durchschnittlichen Winter wieder einholen werden.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 16. Oktober 2023 - 08:40

Natürlich müssen die Israelis die Angreifer aus dem Land treiben und sich gegen den Raketenbeschuss wehren. Da sich der Terroristen hinter dem gemeinen Volk verstecken wird es unvermeidbar sein, will man weitere Raketenangriffe verhindern, sie an ihren Abschussstellen anzugreifen und wird zwangsläufig auch Zivilisten treffen. Nicht gewollt, aber es wird sog. Kollateralschäden geben. Auch wenn die Bevölkerung vorher gewarnt wird, kommt es zwangsläufig zu unschönen Bildern. So richtig eklig wird es, sollten Bodentruppen ins Land gehen. Nur was wird das letztendlich bringen? Der Hass aufeinander wird nicht mit Gewalt aus den Köpfen der Menschen gehen. Was hat man die letzten Jahren unternommen, um den Frieden voranzutreiben? Selbst wenn man alles Hamas Terroristen tötet, der Iran wird neue schicken, wird weiter zündeln, gemeinsam mit anderen Staaten, die gegen Israel sind. Der ehem. gute Einfluss deutscher Diplomaten auf die Kontrahenten ist schon vor Baerbock im Amt zerbröselt.

"Der Hass aufeinander wird nicht mit Gewalt aus den Köpfen der Menschen gehen. Was hat man die letzten Jahren unternommen, um den Frieden voranzutreiben?" - Wer ist gemeint, dass Hass aufeinander bestünde? Seit vielen Jahren haben die Palästinensischen Autonomiegebiete in Gaza und Westbank Gelegenheit, Strukturen einer zivilisierten Gesellschaft aufzubauen. Die EU ist hier der größte Geldgeber. Israel ist lediglich Nachbarstaat und mischt sich nicht ein und lässt diese Gebiete in Frieden. Es sei denn, die "autonomen" Palästinenser übersäen Israel mit Terror. Das deutsche Außenministerium hatte zu keiner Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg guten Einflussin dieser Region. Eigentlich keinen Einfluss.

. da haben Sie Recht. Was wird das bringen? Erst einmal Sühne ggü. den ermordeten Israelis.
Und, ich schrieb es schon in einem anderen Beitrag, wird das einzige Mittel die Abschreckung sein. Ein waffenstarrendes Israel, an das sich keinem mehr heranwagt und unbarmherzige Konsequenzen bei Übertretungen wird kommen müssen. Und die Hamas und die Hisbollah soweit wegbomben, bis die militärisch am Boden sind.
Das sehe ich als einzigen Weg.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo., 16. Oktober 2023 - 09:08

vor allem als "Militärstrategen" in Erinnerung, einen ernstzunehmenden, weil er auch Historiker ist.
Ich bin überhaupt kein Freund von Herrn Netanjahu und hoffe deshalb ganz besonders auf die zivilisatorische Intelligenz Israels.
Eine vordergründig "asymmetrische" militärische Mobilisierung gegen Israel kann die Hamas nicht gewinnen.
Die umliegenden Staaten dürften/sollten zudem kein Interesse an einem militärischen Kampf gegen Israel haben.
Es wäre eventuell zu wünschen, dass der Kampf der Hamas indirekt von den ansonsten befreundeten turk/arabisch/afrikanischen Staaten eingedämmt würde.
Keine Frage, dass die Bundesrepublik Israel stützen und schützen wird, vielleicht aber nicht die Hardliner in Israel?
Ich hoffe, dass Israel ausreichend in die Welt kommuniziert, denn eine reine Militärmacht Israel hat m.E. trotz USA keine friedliche Perspektive in der Gegend.
Ich bin so gut wie sicher, dass eine friedliche Ko-Existenz die Sehnsucht vieler Israelis ist.
Da kann die Welt auch helfen.

Peter Sommerhalder | Mo., 16. Oktober 2023 - 09:13

fanden größtenteils die richtigen Worte, ließen einander ausreden, bekamen Gelegenheit, ihre Argumente in Ruhe auszuführen.“

Das stimmt, ausser beim Thema „Deutsche Finanzhilfen an palästinensischen Einrichtungen“, als Michael Wolffsohn deutlich, sehr deutlich wurde. Denn das gefiel Anne Will ganz und gar nicht und deshalb Sie so „schön“ entlarvend, abrupt zu Kevin Kühnert wechselte.

Kevin Kühnert, der dann auf „kevinsche Art“ dieses Problem gekonnt herunterspielte…

Wilfried Düring | Mo., 16. Oktober 2023 - 09:59

Antwort auf von Peter Sommerhalder

Die Jusos unter ihrem Führer Kevin Kühnert deklarierten sich auf ihrem Bundeskongreß selber als 'Schwestern und Brüder' der Fatah-Jugend. Die Fatah ist die politische Partei der Judenmörder Arafat und Abbas und herrscht zur Zeit in der Westbank. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß auch Fatah-Palis den Tod jüdischer Frauen und Kinder lautstark bejubelt haben! Das korrupte nationalistische Abbas-Regime in Ramallah erscheint nur im AUGENBLICK weniger gefährlich und verwerflich - die HAMAS-Terroristen sind Marionetten des iranischen Mullah-Regimes und haben halt den ersten Zugriff auf das dortige Geld. - Einen 'Bruder' der Pali-Terroristen wie Juso-Kevin quasi als Nahost-Experten in DIE deutsche Talkshow einladen - schlimmer kann man dem leidgeprüften jüdischen Volk nicht ins Gesicht schlagen! Mindestens propagandistisch haben Kevin-Jusos mitgeschossen! Dafür sollten sie sich verantworten müssen - politisch wie juristisch. Darum: Jusos verbieten und auflösen - Kevin vor Gericht!

Ich möchte mich bei der Cicero-Redaktion für die Freischaltung meines - 'umstrittenen' - Kommentars bedanken. Solidaritätsbekundungen, warme Worte usw. helfen den Israelis selber nur wenig. Sie entlasten das Gewissen der ERKLÄRENDEN - und das ist der Zweck!
Gefragt sind Taten - durchgreifend und nachhaltig. Es gilt in Deutschland die Strukturen der Juden- und Israelfeindlichkeit aller Richtungen mit Gewalt zu zerschlagen. DAS würde Israel helfen! Ich erinnere an die Dokumenta-Verbrecher und die politisch verantwortliche Staatsministerin Roth. Ich erinnere an die lange Liste von 'Kulturschaffenden' und angeblichen Wissenschaftlern, die sich von der bekannten Anti-BDS-Resolution des Bundestages 'distanziert' haben. Dieses antiisraelische Biotop gilt es zu zerschlagen! Diesen Leuten muß man an das Geld, an die Posten - und an die Wäsche! --- Mein obiger Kommentar ist gestern im Forum der ARD 'Anne Will' der Zensur zum Opfer gefallen. Mit-Täter im ÖRR schützen andere Täter vor Kritik!

Ingofrank | Mo., 16. Oktober 2023 - 09:42

ausgesetzt …… Genau so, wie die Einstellung der Seenotrettung die vollmundig angekündigt wurde aber von in Verantwortung der Grünen Außenministerin weiter geleistet wird …..
Kann man dieser(n) Regierung(en) trauen ? Da bin ich mir schon lange, seit 2015, nicht mehr sichern. Die etablierten Parteien haben keine Lösungen mehr, im Gegenteil, sie sind ganz einfach das Problem.
Und ja ich teile die Einschätzung der gestrigen Sendung von AW. Und es ist so wie der ehemalige BND Mann bezüglich des Dschihad ausführte in dem sich Frauen, Kinder und Greise in der Pflicht zum heiligen Krieg sehen.
Dabei ist aber nicht die Frage beleuchtet wurden, wie viele Dschihadisten sich auf Grund der unkontrollierten Einwanderung im Buntland Germany befinden und Schutz und Geldvorteile in diesem Land genießen. Aber rumtönen, „wir stehen an der Seite Israels“ ….. ich frage mich dann diesbezüglich nur W O ? ?
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Gerhard Lenz | Mo., 16. Oktober 2023 - 09:45

die Arbeit der AfD, indem er den Frieden in Deutschland durch offene Grenzen bedroht sieht. Was AfD-Fans in diesem Forum natürlich sofort mit Begeisterung aufgreifen.
Selbstverständlich müssen wir unsere jüdischen Mitbürger unter allen Umständen schützen. Aber es gibt nicht nur den offenen Israel-Hass muslimischer Fundamentalisten auf deutschen Straßen. Es gibt auch den Antisemitismus von Rechtsaußen, der in unterschiedlichen Formen auftritt. Wenn z.B. aus den Reihen der AfD das Märchen vom "Great Reset" fleißigst verbreitet wird, hinter der jüdisch-amerikanische Kreise stecken sollen. Wenn ein Flügel-Anhänger in diesem Forum behauptet, hinter dem brutalen Überfall der Hamas stecke eine von Netanjahu angezettelte Verschwörung, dürfte selbst solcher Blödsinn keine Einzelmeinung sein.
Oder man bedient einen ebenso beliebten Anti-Amerikanismus: Der stellvertretende AfD-Landes- und Fraktionschef in Sachsen-Anhalt, Tillschneider beschuldigt öffentlich, natürlich, die USA als Drahtzieher!!

Sicht versperren, dann übersieht man halt geflissentlich und untertänigst, was auf deutschen Straßen in Sachen islamischer Antisemitismus los ist.
Da schiebt man schnell mal den von rechts kommenden Antisemitismus als … was eigentlich? … dazwischen.
Was wollen Sie uns mit Ihrem Geschwafel eigentlich sagen? Dass die widerlichen anti – jüdischen Demonstrationen dieser Tage nur „halb so schlimm“ sind, weil es ja auch rechtsradikalen Antisemitismus gibt?

An anderer Stelle regen Sie sich auf, dass dieser feige Hamas – Angriff von einigen Ihnen hier verhassten Foristen „missbraucht“ wird und Sie machen hier nichts anderes. Das ist billig.
Und dass Sie nicht sehen wollen, dass dieser widerliche Judenhass von Seiten junger Muslime ganz klar und beabsichtigt in unser Land importiert wurde, zeigt Ihre Verblendung oder eben, da Absicht, Ihre Scheinheiligkeit.
Sie, Herr Lenz, werden zu den ersten gehören, die auf Israel schimpfen, wenn es da unten ernst macht.

Wilfried Düring | Mo., 16. Oktober 2023 - 10:46

Für mich selber gilt das Wort des holländischen sogenannten 'Rächtz-Populisten' Geert Wilders:
'Wir alle sind Israel - und Israel ist in uns allen!'
Dies gilt bedingungslos, uneingeschränkt, jederzeit und überall. Es gilt - auf furchtbare Weise - gerade auch für die, denen das Schicksal der Israelis heute noch gleich-gültig ist! -
Denn das Schicksal der Israelis heute;
morgen wird es UNSER Schicksal sein! -
Herr Lenz hat richtig erkannt: Der Krieg in Nahost hat das Potential, die sich in Deutschland und Europa mühsam aufbauende Opposition der Unzufriedenen diffussen 'Rächten' zu zerreißen.
Es gibt (auch) da einfach zu viele Leute, die blind und maßlos sind in ihrem Amerika-Haß
und die den 'imperialistischen' Staat Israel schon deshalb prinzipiell ablehnen
(wie linke Amerika-Hasser auch).
Man darf sich nichts vormachen:
Wenn die Bilder von den ersten Toten der israelischen Vergeltungsangriffe um die Welt gehen, werden sie überlaufen.
- Die Rede von Gauland im Bundestag war gut!

Hanno Woitek | Mo., 16. Oktober 2023 - 11:15

ist der permanente Versuch von Frau Will gewesen, immer wieder herausarbeiten zu wollen, dass Israel in letzter Konsequenz eben doch gegen das Völkerrecht verstoßen wird und Kriegsverbrechen begeht.... begehen muss. Was soll das eigentlich?Klar gesagt werden müßte auch von einer Moderatorin mal, dass wir uns mit Gaza Flüchtlingen so gut wie sicher einen Haufen weiterer Terroristen, nach den Syrern, ins Land holen. Ich würde mir einen Kanzler mit klarer Kante, wo ist Schröder!!!???, wünschen, der der gefühlshudeligen Aussentrulla Baerbock sagt, was sie sagen darf, ohne künstlich rausgedrückte Tränen und das wir keine palestinensischen Flüchtlinge ins Land lassen.

Jürgen Rachow | Mo., 16. Oktober 2023 - 11:35

was treibt die sich in diesen Zeiten da unten rum und verursacht bei ihren Gesprächspartner ob ihrer feministischen Außenpolitik allenfalls genervtes Augenrollen.
Beziehungsweise schlimmer noch, wenn sie das Treffen mit Geiselangehörigen zur eigenen tränenfeuchten feministischen "Politshow" mißbraucht wie sich der Vater einer Geisel später beschwerte.

Jürgen Rachow | Mo., 16. Oktober 2023 - 11:51

...zudem nicht verkneifen, am Ende ihres Interviews allen Unzufriedenen im Lande noch ein mahnendes Schlusswort mitzugeben:"

Ja das Lenchen. Was glaubt sie denn wie Zufriedenheit aufkommen soll, wenn seit einigen Jahren in Deutschland der öffentliche Raum immer unsicherer, für einige final unsicher wurde? Von wegen Tag und Nacht dankbar. Die Frau ist nicht von dieser Welt.

Chris Groll | Mo., 16. Oktober 2023 - 18:42

Gestern war auf Servus TV die Sendung "Links-Rechts-Mitte". Einer der Gäste war Ahmad Mansour (ein deutsch-israelischer Psychologe und Autor arabisch-palästinensischer Herkunft.)
Ein Mann mit viel Wissen und gesundem Menschenverstand, selbst Muslim. Als er sagte, daß der Antisemetismus zum größten Teil durch die Invasoren nach Westeuropa/Deutschland/Österreich importiert wurde, wies Herr Johannes Varwick ( ein anderer Gast) beharrlich darauf hin, daß es den schon in großem Maße vorher gab. Die anderen Gäste bestätigten, daß es auch vorher schon Antsemetismus gab, aber nicht in diesem Ausmaß und der wurde auch nicht geduldet. Anders als heute.
Herr Mansur sagte dann auch noch, wenn dieses Thema immer wieder tabuisiert und verharmlost würde, würde man der Gewalt Tor und Tür öffnen.(In meinen Worten gesagt). Seine leidenschaftliche Brandrede gegen die Hamas und ihre Gräueltaten war für mich sehr beeindruckend.

Kai Hügle | Di., 17. Oktober 2023 - 06:25

Während deutsche Linke den monströsen Terroranschlag der Hamas mit den exakt gleichen Argumenten relativieren wie deutsche Rechte (und einige Linke) den russischen Angriffskrieg in der Ukraine ("Konflikt hat nicht erst vor einer Woche angefangen " etc.), fokussiert man sich in diesem Forum auf die deutsche Einwanderungspolitik und, wieder voll auf Kreml-Linie, die angebliche Rolle der USA.
Solidarität mit Israel oder die Frage, wer die Hamas und die Hizbollah eigentlich unterstützt (Iran und Syrien): Weitgehend Fehlanzeige. Wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass hier nicht selten von der "amerikanischen Ostküste", "Globalisten" u.ä. Unfug die Rede ist.

Derweil fordert Chrupalla, ähnlich wie im Zusammenhang mit dem russischen Überfall auf die Ukraine, eine "diplomatische Lösung" - als ob man mit den Hamas verhandeln könnte!