Dieter Jung im Porträt Wie es leuchtet Der deutsche Medienkünstler Dieter Jung ist ein Pionier der Holografie. Zu seinem 85. Geburtstag ehrt ihn das Budapester Vasarely-Museum mit einer Werkschau. Sein Werk kreist seit Jahrzehnten um Licht, Wahrnehmung und die Grenzen zwischen Kunst und Wirklichkeit. VON RALF HANSELLE
Udo Lindenberg wird 80 : Das Bundes-Rock-Maskottchen Kaum ein Musiker hat so erfolgreich den schmalen Grat zwischen Rock und Schlager beschritten wie Udo Lindenberg. Mit imponierender Beharrlichkeit entwarf er eine sehr deutsche Kunstfigur irgendwo zwischen Authentizität und Lächerlichkeit. KOLUMNE: GRAUZONE
Julius von Bismarck im Porträt : Die Kunst der Katastrophe Der Künstler Julius von Bismarck erforscht die Künstlichkeit unserer Naturvorstellungen und inszeniert extreme Begegnungen mit Landschaft und Elementen. Das Kunsthaus Wien zeigt nun eine Übersichtsschau seiner körperlich fordernden, philosophischen Arbeiten. VON CORDELIA DVORÁK
Pro & Contra : Kann Künstliche Intelligenz kreativ sein? Kann KI kreativ sein – oder simuliert sie nur? Die einen sagen: Kreativität misst sich an Neuheit und Wert, nicht am Bewusstsein. Die anderen halten dagegen: Ohne Geist kein Geistesblitz. Zwischen Maschine und Mensch geht es um nichts Geringeres als die Frage, was Kreativität wirklich ist. VON CARSTEN KORFMACHER UND FERDINAND KNAUSS
Schauspielerin Lisa Wagner im Porträt : Theaterdonner im Staatsschauspiel Die Münchner Schauspielerin Lisa Wagner überzeugt in unzähligen Filmen und Serien mit Tiefe und Temperament. Ihre mürrische Schnoddrigkeit aber kommt erst im Theater richtig zur Geltung – eine Schauspielerin mit Wucht, Witz und Wahrhaftigkeit. VON VIOLA SCHENZ
Freiheitskritik, Popmusik, Konformismus : „Im Grunde waren wir Anarchisten“ Wir leben in einer freiheitsfeindlichen Zeit, sagt der Songwriter und Sänger Stephan Sulke. Im Interview spricht er über geistige Unterwerfung, Antisemitismus im Kulturbetrieb und über die Gründe, warum heutige Popmusik oft so schlecht ist. INTERVIEW MIT STEPHAN SULKE
Meister der Metamorphosen William Kentridge : Alles zerfließt Der südafrikanische Künstler William Kentridge ist ein Meister der Metamorphosen. Er feiert die Ungewissheit, das Prozesshafte und die ständige Verwandlung. Nun beweist er in gleich vier Ausstellungen die Veränderbarkeit der Welt. VON RALF HANSELLE
Die letzten 24 Stunden von Malakoff Kowalski : „La grande bouffe“ und Mozarts „Requiem“ Wie will man den letzten Tag verbringen? Musiker Malakoff Kowalski entwirft ein sinnliches, melancholisches und hedonistisches Szenario zwischen Berliner Frühstück, Mozart-Requiem, Technoclub und Champagner – ein Abschied voller Musik, Erinnerungen und Stil. VON NADINE EMMERICH
Landauf, landab : Die Träume der alten Mauern Zwischen bröckelndem Putz und Barockstuck: Auf Schloss Meiselberg wurde mein Kindheitstraum lebendig. Eine zweitägige Ausstellung voller Kunst, Leben und Dolce Vita zeigte, was passiert, wenn Vision, Geschichte und Gegenwart aufeinandertreffen. VON SOPHIE VON MALTZAHN
Man sieht nur, was man sucht : Ein ketzerischer Selbstdarsteller im Zeitalter der Inquisition Pieter van Laer, alias Bamboccio, scherzte im barocken Rom über den Teufel. Das „Selbstporträt als Alchemist“ musste in der Schublade bleiben. VON BEAT WYSS
Schauspieler Sam Riley im Porträt : Der talentierte Mister Riley Sam Riley brilliert in „Islands“ als charismatischer Antiheld – und das gleich doppelt: Für seine Rollen in „Islands“ und „Cranko“ ist der britische Schauspieler für den Deutschen Filmpreis nominiert. Ein Brite, der in Berlin große Kino-Träume lebt. VON DIETER OSSWALD
Jörg Maurer im Porträt : Der Würger von Garmisch Was immer der Schriftsteller und Kabarettist Jörg Maurer anfasst, das gelingt ihm. Am besten aber ist der Erfinder von Kommissar Jennerwein bei Mord und Totschlag. VON VIOLA SCHENZ
Erwin Wurm im Porträt : Der Nutzwert-Entzieher Der Österreicher Erwin Wurm serviert Gurken, Semmeln und Würstchen auf Beinen. Jetzt ist der lustige Grantler, dessen Werke alles andere als Klamauk sind, 70 Jahre alt. VON VIOLA SCHENZ
Man sieht nur, was man sucht : Schandmal eines von Gott begnadeten Königs Dem Architekturmaler Eduard von Gaertner war das Berliner Schloss ein Dorn im Auge. Heute fördert es vor allem Geschichtsvergessenheit. VON BEAT WYSS