Politische Krise des Westens Die Tragik des Populismus Ist der gegenwärtige Populismus Ursache der Krise westlicher Demokratien – oder lediglich ihr Symptom? Und warum scheitern populistische Bewegungen so häufig an ihrem eigenen Anspruch? Die klassische Elitentheorie liefert darauf eine ebenso unbequeme wie überraschend aktuelle Antwort. VON JAN UPHOFF
Die Zukunft der Union : Wüst wäre die unmögliche Wiederholung von Merkel Die Wunschvorstellung in manchen Unionskreisen, Hendrik Wüst möge der Kanzlernachfolger werden, ist ein Nachhall des Merkelismus. Wer wissen will, woran man mit Wüst (und Söder) ist, lese ein Positionspapier von 2007 – und vergleiche es mit dem, was kam. VON FERDINAND KNAUSS
Peter Gauweiler und eine sehr alte Idee : Die CSU braucht Grundsätze, nicht die bundesweite Ausdehnung Es gärt in der CSU. Markus Söder regiert zwar erfolgreich, aber die Wahlergebnisse sind für weiß-blaue Verhältnisse bescheiden. Da kommt das Urgestein Peter Gauweiler mit einem Uralt-Vorschlag um die Ecke: Die CSU solle auch außerhalb Bayerns antreten. VON HUGO MÜLLER-VOGG
Manfred Weber und Ricarda Lang : Die Rückkehr des Gemeinwohls – und seine Versuchung Manfred Webers Pfingstbrief wurde in München vor allem als Seitenhieb auf Markus Söder verstanden. Tatsächlich geht er tiefer. Der CSU-Vize und EVP-Chef fragt, wie viel Substanz hinter der christlich-sozialen Sprache seiner Partei noch steckt – und warum das Gemeinwohl wieder politisch wird. VON FELIX NIKLAS BINDER
Freiheit im Kreuzfeuer : „Libertäre haben mit Linken mehr gemein als mit Rechten“ Als Teil des globalen Atlas-Netzwerks steht die liberale Vorfeldorganisation Prometheus oft in der Kritik. Im Interview spricht Mitgründer Clemens Schneider über Lobbyismus-Vorwürfe, die Nähe Libertärer zu rechten Milieus – und den Kern freiheitlichen Denkens selbst. INTERVIEW MIT CLEMENS SCHNEIDER
Neuropolitik und die Biologisierung des Politischen : Abweichende Meinung als Hirndefekt Haben Konservative und Populisten einfach ein defektes Gehirn? In der Neurowissenschaft gibt es Vorstöße, nicht genehme politische Ansichten mit anatomischen Besonderheiten des Gehirns zu erklären. Die Therapie wird nicht lange auf sich warten lassen. VON MATTHIAS SCHRAPPE
Maga-Bewegung : Die Prediger des Präsidenten Der ideologische Unterbau der Maga-Bewegung speist sich aus zahlreichen Denkschulen. Die einflussreichste kommt aus dem kalifornischen Claremont – und sie reicht weit über akademische Debatten hinaus bis in die Machtzentren der amerikanischen Rechten. VON SEBASTIAN MOLL
„Das Interview“ mit Rüdiger Safranski : „Liebe zum eigenen Land spüre ich bei unseren Politikern selten“ Rüdiger Safranski gilt als einer der prägenden Intellektuellen des Landes. Im Interview spricht der Philosoph über die Hasenfüßigkeit des Bundeskanzlers und das Fehlen einer selbstbewussten konservativ-bürgerlichen Elite. Außerdem erklärt er, was die CDU von Giorgia Meloni lernen kann. INTERVIEW MIT RÜDIGER SAFRANSKI
„Das Interview“ mit Jan Fleischhauer : „Die Leute haben Mallorca gebucht und sind in Bukarest aufgewacht” CDU gewählt, SPD bekommen: Zum Auftakt unserer Reihe „Das Interview“ erklärt Jan Fleischhauer, warum er bei seiner ersten Wahl die SPD wählte – und weshalb sich heute viele Bürger von der Bundesregierung nicht vertreten fühlen. INTERVIEW MIT JAN FLEISCHHAUER
Die AfD und die Wehrpflicht : Wohlstandsspießer im Gewand des Patrioten Die AfD geriert sich als patriotische Partei. Doch zur Landesverteidigung hat man ein gespaltenes Verhältnis. Das ist verräterisch. Ist die AfD am Ende doch nur die Partei wohlstandsverwahrloster, bequemer Egoisten? Zeit, erwachsen zu werden. KOLUMNE: GRAUZONE
Das Ende des 20. Jahrhunderts : Warum die Wokeness das letzte Kapitel des Liberalismus ist Aus Angst vor dem Totalitären hat der Westen eine Ideologie geschaffen, die alles Verbindende zersetzt. Wokeness ist ihr Endstadium – und die Liberal-Konservativen sind zu schwach, um sie aufzuhalten. VON NOAM PETRI, DAN PETRI UND RON PETRI
Fehlender Gemeinschaftsgeist : Merz zwischen Argwohn und Ungeduld Der Kanzler ist eingeklemmt zwischen Antifa-Paranoia und enttäuschten Konservativen, für die er keine Botschaft hat. Gerichte und Experten schnüren den Handlungsspielraum – und der Kanzler sucht nach einer konservativen Erzählung. VON BERND STEGEMANN
Neues Weimar? : Was Charlie Kirks Tod für die Debattenkultur der USA bedeutet Der Mord an Charlie Kirk erschüttert die USA. Der konservative Aktivist galt als Stimme der Jugend im Trump-Lager. Sein gewaltsames Ende wirft ein beunruhigendes Licht auf die Normalisierung politischer Gewalt in Amerika. VON JAN UPHOFF
Tyrannei der Mitte : Die linksliberale Erfindung des „modernen Konservativen“ Die Berliner Republik will die Republik der Mitte sein, und was die Mitte ist, entscheiden Linke und Liberale. Konservative werden nur geduldet, solange sie keine eigene Meinung artikulieren. Sie müssen endlich bereit sein, Normen zu setzen und Sprache zu prägen. VON DAVID MÜLLER
Zukunft bürgerlicher Politik : „Meine Idee ist eine konservative Neuerfindung der Idee des Westens“ Droht trotz Wahlsieg der Union die versprochene Politikwende auszubleiben? Im Interview spricht der Historiker und R21-Gründer Andreas Rödder über konservative Narrative, totalitäre Sehnsüchte und das Problem der Brandmauer. Rödder plädiert stattdessen für rote Linien. VON VOLKER RESING