Galt in seiner Partei lange Zeit als konservativer Hoffnungsträger: CDU-Vorsitzender Friedrich Merz / picture alliance

Zukunft der Union - „Diese Herausforderung kann zur Überlebensfrage für die CDU werden“

Als Leiter der CDU-Grundwertekommission plädiert der Historiker Andreas Rödder für ein neues intellektuelles Selbstverständnis seiner Partei. Pragmatismus, sagt er im Interview, dürfe nicht zu einem Synonym für politische Orientierungslosigkeit verkommen.

Autoreninfo

Clemens Traub ist Buchautor und Cicero-Volontär. Zuletzt erschien sein Buch „Future for Fridays?“ im Quadriga-Verlag.

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Andreas Rödder gilt als einer der renommiertesten Historiker Deutschlands. Seit 2005 hat er die Professur für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz inne und lehrt zurzeit als Gastprofessor an der Johns Hopkins University in Washington. Zudem ist Rödder Leiter der CDU-Grundwertekommission und der Denkfabrik R21, die sich für eine neue bürgerliche Politik und eine offenere Debattenkultur einsetzt.

Herr Rödder, seit etwas länger als einem Jahr ist die CDU nun die größte Oppositionspartei im Deutschen Bundestag. Wie bewerten Sie ihr bisheriges Auftreten?

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Mucker | Fr., 6. Januar 2023 - 11:18

Nicht jeder kann auf das Geburtsjahr 1949 blicken. Die Gnade der postnazistischen Geburt, das Geschenk der Flucht aus der bolschewistisch-leninistischen KADERFUNKTIONÄRSDIKTATUR "DDR" und mehr als 45 Berufsjahre als freqent travelling Exportkaufmann habe meine Blick auf "meine Heimat" extrem konturiert.

Deutschland 2022/3 ist leider eine ständisch-korporative Besitzstandsgesellschaft mit einer neuen sozialen Marktwirtschaft geworden, die faktisch jedoch zu einer Investitions- und Finanzkapitalspekulationsplanwirtschaft mutiert ist.

Die heute real-existierende Vermögens- und Spitzeneinkommenskonzentration hat eine Geldherrschaftsdespotie entstehen lassen, die durch den operativ-praktischen Klientel- und Lobbyinteressenvertretungsparlamentarismus in ihrer Existenz so gesichert ist, die die "DDR" durch die Diktatur des Proletariats.

Und der Genickbruck der Gesellschaft wird durch die "Aktienrente" nach dem Larry Fink Modell Realität werden.

Norbert Heyer | Fr., 6. Januar 2023 - 11:42

Die CDU ist nicht mehr konservativ, sagt der MP von NRW, der mit den Grünen nun den Umbau eines Industrie-Standortes zur Agrar-Gesellschaft fördert. Merz versucht geradezu krampfhaft, alles zu unterlassen, was die Grünen stören könnte. Die Bevorzugung von Frauen, die Geschlechterfrage, den Erhalt des Heiligenscheines von Merkel - er bedient nur die Felder, die ihn zumindest zum Steigbügelhalter einer von Grünen gesteuerten Bundesregierung machen könnten. Die CDU hat keine Programme, keine Ziele, keine Wertvorstellungen mehr - sie ist ausschließlich davon geleitet, das erforderliche Anhängsel von Grün zu werden - zu jedem Preis. BW ist ein Beispiel für die völlige Aufgabe eigener Richtlinien. Wer CDU wählt, kann auch jede andere Partei wählen, wir werden dann immer wieder eine Blockbildung erleben, die ausschließlich von Grün bestimmt und gesteuert wird. Solange die bestimmenden Medien weiterhin auf Grün stehen, wird sich an dieser Patt-Situation nichts ändern - ein sehr trauriges Fazit

Christa Wallau | Fr., 6. Januar 2023 - 11:50

sondern es i s t die Überlebensfrage der CDU, welche Weltanschauung sie mit ihrem Parteiprogramm vertritt!
Bei der CDU dürfte es nicht mehr den geringsten Zweifel darüber geben, was ein Wähler wählt, wenn er sie wählt. Eben n i c h t den Sozialismus und k e i n e neue Klimareligion!

Ob die CDU ihre Vorstellungen dann hinterher auch wirklich 1 : 1 umsetzen kann, steht - dank unseres deutschen Systems, das auf Koalitionen angewiesen ist - auf einem anderen Blatt. Aber es müßte unmißverständlich vorher klargestellt sein, wem die CDU programmatisch am nächsten steht. Wäre sie wirklich noch d i e bürgerlich-konservative Partei von früher, dann gäbe es nur zwei Parteien, die sie eindeutig bevorzugen müßte: die FDP u n d die AfD. Da gibt es kein Vertun!
So lange die CDU dies nicht kapiert, sondern herumeiert, mit den Grünen liebäugelt u. nichts gegen einen linken (!) Landeschef in Thüringen tut, bleibt sie unglaubwürdig!
Da mag sie sich drehen u. wenden, wie sie will:
Es ist aus mit ihr!

....werte Frau Wallau.
Auch die Kommentare von Frau Heim, Herrn Konrad und Herrn Frank stellvertretend für weitere Kommentare.
Solange man sich lieber mit einer Mauermörderpartei und deren Koalitionären ins Bett legt und die liberal konservative AFD und deren überwiegend ehemaligen CDU Wähler diskreditiert, solange wird das nix mit der CDU.
Italien lässt grüßen.

In Hessen hat der Wahlkampf begonnen. Die SPD als Partei des Respekts macht nun die CDU für die Ermordung des Herrn Lübke mitverantwortlich und kann die Aufregung bei der CDU darüber nicht verstehen.
Linke Deutungshoheit ist halt unangreifbar. Wenn die CDU nicht endlich in der Opposition ankommt und kräftig mit sachlichen Argumenten dagegen hält, wird sie bald genauso aussätzig wie die AfD.

Karl-Heinz Weiß | Fr., 6. Januar 2023 - 11:55

Die Zukunft der Union ist seit 2011 im früheren Stammland Baden-Württemberg zu besichtigen: Grabenkämpfe innerhalb der Partei, unterdurchschnittliches Personal, Anbiederung an die GRÜNEN. Getoppt wird das nur durch den fränkischen Badman-Egomanen und Laschet-Schreck im Nachbarland.

Ingo Frank | Fr., 6. Januar 2023 - 12:12

Problem der CDU“
Das mag sein, da die SPD „mitmerkelte“. Dies wurde aber in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Die Folge, eine „gewonnene BTW“ mit rd. 3% Vorsprung aber auch nur deshalb weil der Hick Hack über „Luschi“ die BTW überlagerte.
Das Problem der CDU ist nach der Inthtonisierung d. Sauerländers, die alleinige Verantwortung für die Fehler der merkelschen Regierungsjahre zu übernehmen. Im übrigen spricht man ja, mit Recht, über die Verantwortung der FDP auch nicht!
Somit sollte sich die CDU nicht herausreden und eben die alleinige Verantwortung übernehmen und damit „Größe“ zeigen. Aber, in dem verwahrlosten Haufen von Karieristen ist keiner in Sicht der den A…..rsch in der Hose hat, dies zu bekennen. Und nebenbei, sind doch die wenigen % Vorsprung vor SPD & Grünlingen, nicht guter Oppositionsarbeit geschuldet, sondern unterirdischer Regierungsarbeit durch d. Hampel Ampel.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

...ganz genau, ein Problem der CDU. Ihr objektiver Kommentar freut mich lieber Herr Frank und tut mir gut. Viele der Foristen vergessen, wer als Vizekanzler
neben ihr saß. Scholz bennent immer die "vorherige Regierung". Auch er war ein willenloser Merkelianer, jedoch nach Bedarf vergeßlich. Ich weiß von nichts, mein Name ist Scholz. Warum Merz dessen Gedächtnis nicht zum Leben erweckt, kann ich nicht nachvollziehen.
Die Probleme in D liegen tiefer, ich kann sie nicht nur mit links oder grün be-schreiben. Vielleicht von den jeweiligen Merkel-Regierungen teilweise bewußt herbeigeführt. Merz allein kann diese fast tödlichen Verwerfungen, die durch die Ampelkoalition vollendet werden, nicht beseitigen. Er benötigt eine geschlossene Union, die sich endlich an das erinnert, was D nach vorne brachte und große Teile unserer Bevölkerung hinter sich hatten.

Welche Alternativen - Merz ist also out - können die Merz-Gegner benennen?
Mein Vorschlag: Kanzler Merz und Vizekanzlerin Weidel.

Tomas Poth | Fr., 6. Januar 2023 - 12:19

Die CDU ist noch stark im Merkelismus verfangen und braucht noch lange um das abzustreifen. Was dann dabei herauskommt? Wir wissen es nicht!
Merz ist und bleibt nur Übergangsvorsitzender.

Ingo Frank | Fr., 6. Januar 2023 - 15:52

Antwort auf von Tomas Poth

Sehe ich zu 100% genau so! ABER mich treibt eine andere Frage um, wer kann oder soll’s machen, die CDU aus links grünen Fängen zu befreien. und ihr wieder Richtung, Linie, eine wertebasierte ,keine beliebige, pol. Ausrichtung zu geben?
So kurios dieser Gedanke auch sein mag, mir fällt nur das Beispiel Österreich ein…. Buntland bräuchte einen S. Kurz, intelligent, Jung, unverbraucht & mutig, der die Partei zuschneidet & modernisiert in dem Sinn, Koalitionen mit allen gewählten Parteien einzugehen. Allerdings, wenn an der Macht, ohne der Korruption? ? zu erliegen. Aber so einen Typen hat Buntland Germany im Allgemeinem und in der CDU im Besonderem eben n i c h t zu bieten. Der muss erst noch geboren werden …, wenn dann noch das grün linke Schulsystem durchlaufen wird, ist die Hoffnung völlig zerstört. ….. Alles hängt irgendwie fest …. Fest und verquickt…… Ein Neuanfang nur auf Trümmern möglich?

Ds wird sich vielleicht bis zur nächsten BT-Wahl, spätestens danach, zeigen. Momentan bleiben mögliche Kandidaten noch in Deckung.

Günter Johannsen | Fr., 6. Januar 2023 - 12:24

Ich würde eher sagen: Die aktuelle Herausforderung kann für die EU-Politiker zur Überlebensfrage werden.
Große Freude über die Inflation. Ursula von der Leyen und der Rest der EU-Mitarbeiter erhalten zum zweiten Mal in sechs Monaten mehr Lohn. Automatisch

B.Kühn | Fr., 6. Januar 2023 - 12:36

"... Angela Merkels auseinadersetzen"

Ich bezweifle, dass die Union das Personal hat, welches fähig und willens ist sich mit diesen Fehlern auseinanderzusetzen. Die fehlende inner-parteiliche Demokratie (siehe Nominierung La-schet als Kanzlerkandidat) erschwert diese Auseinandersetzung zusätzlich.

Das aktuelle Personal der Union – wie auch das der anderen Parteien – ist mehr in das Amt verliebt, als in die damit verbundene Aufgabe!

Wenn Merz endlich das Merkeln lassen und offen zu seiner konservativen Linie stehen würde, käme CDU/CSU allein an die 50 % ran!
CDU/CSU hat nur eine Chance, wieder von einer deutlichen Mehrheit des Souverän gewählt zu werden, wenn sie Merkels "Modernisierung" nach links zurückfährt und zu ihren konservativen Werten zurückkehrt!
Christlich konservativ ist: „Löscht den Geist nicht aus. Verachtet prophetisches Reden nicht. Prüft alles und behaltet das Gute!“ (1. Tess. 5, 19-21)
Und bitte ehrlich bleiben und nicht verdrehen:
Wirklicher Konservatismus ist Weitsicht mit Verstand. Wer das Bewahrenswerte nicht wertschätzt und achtet, wird unsere Welt kaputt-modernisieren!

Markus Michaelis | Fr., 6. Januar 2023 - 12:36

Ich glaube neben dem Deutschland, wie es immer schon war, mit einer CDU, die in der Opposition Schwierigkeiten hat, gibt es neue Elemente, über die es sich zu reden lohnt. Die Gesellschaft scheint mir durch Europa, Globalisierung, Migration offener und bunter geworden. In einer solchen Umgebung gilt glaube ich mehr die Aussage: "Pragmatismus braucht aber Leitplanken, sonst dümpelt er richtungslos vor sich hin oder fährt vor die Wand." Politiker wie Wüst oder Laschet und viele andere scheinen umgänglich-pragmatisch und machen dass, was die "Gesellschaft zusammenhält". Aber was ist das in einer offenen Gesellschaft? Man sagt dann sowas wie Demokratie, Menschenrechte und GG oder so, aber das sagt glaube ich wenig Konkretes aus - das scheinen mir mehr Beschwörungsformeln einer gewünschten Einheit, die man nicht festlegen will. Das Vakuum wird dann von anderen mit Inhalten gefüllt - dem man "pragmatisch" hinterherläuft. Oder anders: die Welteinheit kann man nicht einfach normativ setzen.

Gisela Fimiani | Fr., 6. Januar 2023 - 12:38

Mahnungen, große Worte wie bspw. „Wertefundament“ dienen auch Herrn Rödder dazu, kleinliches Sündenbock-Denken zu verschleiern. Merkel, Mittun der SPD sollen ent-schuldigen, relativieren und dem Einzelnen alle Selbstkritik ersparen. Der Abgeordnete ist seinem Gewissen verpflichtet, er ist frei - so er will. Politik wird von Menschen gemacht. Insofern ist die entscheidende Frage nicht die nach irgendeiner Partei. Die grundsätzliche, entscheidende Frage muß für jeden Politiker, die nach dem Gewissen, nach dem „Kompass“ sein. Menschen vermögen „Großes“ zu verbringen, oder im Orkus der eigenen Schwächen und Laster zu versinken. Rödder entzieht sich die Voraussetzungen anzusprechen, ohne die Begriffe wie „Werte“ schwammig bleiben: Anstand, Rückgrat,innere Unabhängigkeit,Demut, Selbstkritik-wie hältst du es mit deinem Gewissen?-die apriorischen Fundamente schlechthin. Leeres wohlfeiles Wortgeklingel,weil kein Appell an die Verantwortung jedes Einzelnen, die Basis individueller Menschen-Würde

Christoph Schnörr | Fr., 6. Januar 2023 - 12:48

... kann zur Überlebensfrage für die Partei werden." Nicht nur für diese Partei. Aber mehr als Prokrastination ist von der CDU nicht wahrzunehmen.

Ronald Lehmann | Fr., 6. Januar 2023 - 12:49

SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT

beißt sich aber mit:
Konzernen, Aktien-Gesellschaften &&&
sowie Außenhandel
Solange der Außenhandel nicht so funktioniert - SO VIEL WIE GERADE NÖTIG - werden die Veränderung zum Verhältnis Mutter Erde , geschweige Klimawandel mehr als Illusion bleiben

weil dort nur die schwarzen zweistelligen Zahlen zählen, die reine Gier

Wunderschöner Artikel mit Harken wie Herr Funke ...- ein Frosch soll den Sumpf entwässern???
Brüssel
Berlin mit allen Säulen dieses System
(Wird Herr Maaßen in sein altes Amt wieder eingesetzt - :-)))

RELIGIONEN
Nicht mehr der verlängerte Arm der Politik?
Keine Moralkeule der oberen Kirchenleitung, sondern das lehren von Liebe, Demut & Freiheit des Geistes in dieser materiellen Welt?

alte TRATITIONEN
wo man den Beruf als Beruf-ung sieht, wo Titel, Auszeichnungen wie materielle Schau-Werte keine Rolle spielen, weil der Mensch spielerisch als Sünder im tagtäglichen Gedankenspiel mit sich selbst den Pfad der Gerechtigkeit & Tugend sucht? :-

Ernst-Günther Konrad | Fr., 6. Januar 2023 - 13:04

Viele hohle Phrasen, wenig konkretes und schon gar keine deutliche Selbstkritik kennzeichnet auch dieses Interview. Es lag nicht an Herrn Traub. Es lag daran, dass auch der Historiker Rödder es tunlichst vermeidet, die wahren Gründe des inhaltlichen Zerfalls und der Entkernung dieser Partei anzusprechen. Warum? Es haben bis heute zu viele mitgemacht und sehnen sich eigentlich wieder nach Merkels sedierendem Geschwurbel und der Stimmung "Alles wird gut". Merz ist ein Placebo, der an seiner eigenen Zauderhaftigkeit und fehlendem Mut, die Partei wachzurütteln scheitert. Die Themen der CDU sind längst von den Blauen belegt und alles was nur ansatzweise in die Richtung geht, wird als toxisch empfunden und deshalb meistens gemieden. Was macht eigentlich das Parteiprogramm? Wo wird in den Ländern, in denen die UNION mitregiert den Behörden und dem ÖRR das Gendern untersagt? Die UNION ist grün gewaschen, weil sie allein nichts mehr hinbekommt und mit den Blauen nicht will, die GRÜNEN braucht.

Heidemarie Heim | Fr., 6. Januar 2023 - 13:37

Das Problem der Union, will heißen die Entfremdung des konservativen Wählers begann m.E. schon vor Merkels Zeit und nahm mehr und mehr seinen Lauf unter ihr. Selbst ihre "Opfer" wie ein Herr Merz, Röttgen, Schäuble und wie sie alle heißen, trauen sich bis heute nicht die Verursacherin dieses parteilichen Dilemmas offen und ehrlich zu benennen. Aus Klatschhasen und Hasenvideos wurden sozusagen Angsthasen, die sich von einer angeblichen Minderheit von nach wie vor Mutti-Anhängern in der eigenen Partei, von einem stringenten neuen Kurs, ihrer ehemals konservativen Identität und Programmen abhalten lassen. Dazu noch die angesichts von drohenden Landtagswahlen in 2023 gemachten Äußerungen, Wendehalsmanöver oder Rückzugsgefechte von Landeschefs, man wolle/solle es sich doch nicht mit den unentbehrlichen Grünen verderben. Mehr Wählerabschreckung geht nicht. Denn denen ist es egal ob Merz den internen Moderator geben muss o. wer unter welchem unbewältigten Merkel-Trauma leidet. MfG

geht nicht“
Sehe ich genauso. Und Schauen Sie sich doch an wo die Reise hingeht …. Im Osten beginnend.
Sehen Sie sich die Umfragen in den Ländern an, selbst mit großen Differenzen. Die AfD belegt in allen Ostländern Platz 1 od. Mindestens Platz 3. in Gera der 3. größten Stadt Thüringens geht ohne 1/3 AfD Stadverordneten nichts. Aber da die Summe der Einwohner im Osten kleiner ist wie die EW Zahl in NRW, weigert sich der Westen dies zur Kenntnis zu nehmen. Und das, das kann, nein das wird, sich böse rächen! Von der unter 10 % Partei die Grünen mal ganz abgesehen. Und bei der SPD sieht’s auch nicht viel besser aus. Die dümpelt in Thüringen auch um die 10% herum.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Frieda Frey | Fr., 6. Januar 2023 - 14:21

von Herrn Rödder klar und richtig benannt, sind aber schon seit vielen Jahren bekannt. Dennoch scheint es in der CDU kaum noch eine pragmatische Herangehensweise zur Problemerkennung und Problemlösung zu geben, anders kann ich mir nicht die Einführung der Frauenquote (Welches Problem gab es, welches wurde gelöst?) oder die Gründung der Klima Union e.V. erklären. Auch Herr Merz macht auf mich eher den Eindruck verkrampft auf Popularitätszüge aufspringen zu wollen - oder was genau hatte er in Kiew zu suchen? Das Christentum verliert an Bedeutung, aber die CDU könnte noch immer Familien und den steuerzahlenden Bürger vertreten, die einfach ohne moralinsaure Klima-Woke-Identität-Themen ihr Leben bestreiten und ihren Kindern eine Zukunft bieten wollen, ohne dass sie für all die "guten" Zwecke geschröpft werden. Es ist eigentlich gar nicht so schwierig - Pragmatismus eben.

Helmut Bachmann | Sa., 7. Januar 2023 - 00:56

Der Konservative wägt nicht nur ab, was in unserer Gesellschaft verändert und was bleiben sollte. Er stellt auch die Kraft dar, die überhaupt weiß, dass es so etwas wie UNSERE Gesellschaft gibt. Nicht abgeschottet, aber doch auch nicht zu allen Seiten hin offen. Und er schätzt, dass es Vieles gibt, was bleiben sollte, da es lange gewachsen und sehr wertvoll ist. Doch um das zu benennen ist es wohl noch zu früh. Und ja, es ist wichtig, dies nicht populistisch zu tun, sondern besonnen, aber bestimmt. Viel Glück für Herrn Rödder und R21.