Friedrich Merz: Rückzugsgefecht statt Attacke / dpa

Friedrich Merz rudert zurück - Kotau vor dem politischen Gegner

Konservative sind die ewigen Verlierer. Sie räumen Position für Position. Wie es soweit kommen konnte, demonstrierte in dieser Woche Friedrich Merz, als er sich von seiner „Sozialtourismus“-Formulierung distanzierte. Denn wer sich laufend für sein eigenes Denken und Reden entschuldigt, beugt sich der Logik des politischen Gegners. Debatten gewinnt man so nicht. Wähler auch nicht.

Alexander Grau

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Er veröffentlichte u.a. „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“. Im Januar erschien von ihm „Entfremdet. Zwischen Realitätsverlust und Identitätsfalle“ bei zu Klampen.

So erreichen Sie Alexander Grau:

Warum sind Konservative eigentlich die dauernden Loser? Weshalb ziehen sie in den Auseinandersetzungen mit der politischen Linken permanent den Kürzeren? Weshalb verlieren sie jede, aber auch jede gesellschaftspolitische Auseinandersetzung?

Wen diese Frage schon immer umtreibt, der bekam am vergangenen Dienstag die Antwort. Und zwar von Friedrich Merz. Der ehemaligen Hoffnung aller Konservativen in der CDU. Den nicht mehr ganz so neuen Vorsitzenden der Christdemokraten.

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Urban Will | Sa., 1. Oktober 2022 - 09:09

war. Diese „Sozialtourismus“ - Sache (er hat ja vollkommen recht damit) war nur die letzte und erbärmlichste Demonstration seiner Feigheit.
Er ist nicht derjenige, der den Konservatismus zurück bringt nach D, wenn das überhaupt noch möglich ist.
Mit ihrer fatalen, aber voll beabsichtigten Hinwendung zum Cafe Latte – Links – Grün – Milieu, und das unter dem Applaus ihrer Untergebenen in d Partei, hat Merkel das politische System in D, wie es einst gut und auch demokratisch geboten war, komplett nach links verschoben.
Die hier erwähnten Herren (Strauß, etc.) würde man heute alle als rechtsradikal abkanzeln (nur würden die dies eben nicht mit sich machen lassen).
Deutschland geht auch hier seinen fatalen Sonderweg, da Links – Grün alle wichtigen Themen (Klima, Energie, Migration) einzig und alleine emotional und ideologisch anzugehen bereit und fähig ist. Die Vernunft ist konservativ und somit rechts und somit bäh.
Dafür wird dieses Volk noch einen sehr hohen Preis zahlen.

Ich stimme Ihren Ausführungen voll und ganz zu. Merz hat ja wohl ins Schwarze getroffen, als er von Sozialtourismus sprach. Warum wohl sind viele Hotels in Baden-Baden von Ukrainern belegt? Schade, dass Merz so feige ist und sich dem rot-grünen Mainstream gebeugt hat. Eigentlich setzt die CDU damit nur ihren bisherigen Merkel-Kurs fort. Schade, denn Sie schreiben richtigerweise, dass die Vernunft konservativ ist und nicht links-rot-grün. Mein eigener Kommentar wurde übrigens nicht veröffentlicht. Cicero vollzieht da wohl auch einen Kotau ..

Volle Zustimmung, Herr Will (und auch zu Herrn Grau). In Zeiten von Strauß, Dregger und Geissler bestimmten noch Argumente und der Austausch von (durchaus kontroversen) Meinungen die politische Diskussion. Heute, seit Merkel, ist „alternativlose“ Politik das Mittel der Wahl, da haben sich Argumente und Streit erübrigt. Die Meinungsbildung übernehmen nicht mehr die politischen Parteien, wie es im GG steht, sondern die so nett als „Zivilgesellschaften“ bezeichneten Interessengemeinschaften, die man auch als „Lobbyisten“ bezeichnen kann.
Wollen wir von der „liberalen“ Gemeinschaft, die früher als sozialistisch bezeichnet worden wäre, wieder zu einer demokratischen Gesellschaft mit Streit und Diskussion, ohne Diffamierung Andersdenkender werden, dann müssen wir die inhaltliche, argumentative Auseinandersetzung erst wieder lernen. Dann kann es auch Konservative wieder geben.
Bis dahin müssen wir wohl dem alternativlosen, ideologisch-grünen Zeitgeist folgen.

Gabriele Bondzio | Sa., 1. Oktober 2022 - 09:35

So ist es Herr Grau.
Was hat sich Merz gedacht, in seiner Position.
Als er das Sprüchlein vom „Sozialtourismus“, dass 2013 zum "Unwort des Jahres" gekürt wurde, neu beleben wollte.

Es diskriminiere (lt. Begründung) Menschen, die aus purer Not in Deutschland eine bessere Zukunft suchen.
Wobei es nicht außschließlich pure Not ist, was Menschen dazu treibt, sich bis nach DE vorzuarbeiten; zig Länder zu durchqueren.
Wo die Not auch gelindert werden könnte.

Merz weis das, auch seine Kritiker. Die sich am Folgetag recht zahlreich auf ihn stürzten, besonders die in der Presse.

Es ist bald Landtagswahl in Niedersachsen.
Und er hofft, dass in den Köpfen der Gegner Migration (Aussage) und in den Köpfen der Befürworter (Entschuldigung) etwas hängen bleibt.
Sein Name und CDU.

Gerhard Lenz | Sa., 1. Oktober 2022 - 09:37

sollte man aber nicht.

Sozialtourismus, das klingt nach Schmarotzern, die mal eben hier auftauchen, sich ins gemachte Nest setzen, es sich auf Kosten der selbstverständlich schwer arbeitenden, indigenen Bevölkerung gut gehen lassen. Denen man, so z.B.die radikalen Spinner von Pegida vor Jahren, alles hinterher wirft, neuestes Mobiltelefon-Modell eingeschlossen.

Um eine von Herrn Graus rhetorischen Fragen doch noch zu beantworten: Ein Geißler hätte einen solchen Bock vermutlich nicht geschossen. Ein Dregger vielleicht schon, so wie ein Gauland - obwohl der mal in Frankfurt eine recht liberale Flüchtlingspolitik betrieb. Und andere vom damaligen rechten Unionsflügel. Aber den gibt es heute nicht mehr. Er hat sich in der AfD formiert, ständig radikalisiert und bildet heute mit anderen Kräften, die genauso gut in der NPD aufgehoben wären, eine rechtsextreme Partei.

Konservativ ist das nicht, was die Neu- und Altrechten da machen; die wollen ein völlig anderes Deutschland.

"...Konservativ ist das nicht, was die Neu- und Altrechten da machen; die wollen ein völlig anderes Deutschland..."

Da gebe ich Ihnen in Teilen recht, die wollen ein anderes Deutschland. Nämlich eins indem das Grundgesetz nicht ausgehebelt wird, innere und äußere Sicherheit bewahrt wird, Energiesicherheit besteht, Meinungsfreiheit nicht sanktioniert wird, eine eigene und stabile Währung besitzt, man sich um Krisenbewältigung kümmert, anstatt um x Geschlechter und Genderquatsch.
DAS, Herr Lenz ist konservativ. Und es wird wieder in diese Richtung gehen, auf die eine oder andere Weise, egal wie sehr Sie dagegen anschreiben. Ich hoffe, ich erlebe das noch.

Enka Hein | Sa., 1. Oktober 2022 - 15:21

Antwort auf von Stefan Forbrig

....werter Herr Forbrig.
Ohne denn den Ursprungskommentar gelesen zu haben, weil eh immer der gleiche Schmontz drin steht und ich meine Zeit damit nicht vergeuden will,
So stimme ich Ihren Ausführungen vollumfänglich zu. Danke

Sie und Ihre sozialistischen Freunde aus dem woken Ampel Milieu. Außer halbgare Beschwichtigungen und die ewige Leier von der Gefahr von rechts kommt zu den multiplen Krisen unseres Landes nur ein infantiles und unausgegorenes Wumms und Doppel Wumms mit dem Geld anderer Leute.

Sozialtourismus klingt nach dem, was es ist https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/merz-und-der-sozialtourismus… nämlich das Ausnutzen von falsch gesetzten finanziellen Anreizen. Ein Land, dass seine Probleme nicht einmal mehr benennen, kann ist ja wohl völlig Gaga!

Ihr neues Deutschland ist eine finstere Nord – Korea - Dystopie. Erst wenn alle Familien gleich arm sind und niemand mehr ohne zu fragen Auto fährt, ist der neidische Sozialist wohl am heiß ersehnten Ziel. Gruselig!

Was das "neue" Deutschland" angeht:

"„Ein paar Korrekturen und Reförmchen werden nicht ausreichen, aber die deutsche Unbedingtheit wird der Garant dafür sein, dass wir die Sache gründlich und grundsätzlich anpacken werden.."
Auch wenn wir leider ein paar Volksteile verlieren werden......
(Originalton Björn Hoecke)

Stattdessen erbauen Sie sich an ein paar abgedroschenen Politfloskeln über Sozialisten, "woke" Linke, Genderquatsch und ein paar - zugegebenen - albernen Ausdrücken unseres Kanzlers. Typische Argumentation!

Merz hat sich im Ton vergriffen und das eingesehen. Noch bekommt in DE nur HartzIV, wer hier einen Wohnsitz hat.

Dass es Ihnen mißfällt, hilfsbedürftigen Menschen zu helfen, während doch der - angeblich - notleidende Rentner kaum über die Runden kommt, ist mir klar. Die AfD lebt davon, Migranten und Asylsuchende zu verteufeln.

Seien Sie lieber froh, dass Merz nicht im Revier der AfD wildert. Mit ihr zusammenarbeiten wird er garantiert nicht.

So blöd ist er nicht.

"...Seien Sie lieber froh, dass Merz nicht im Revier der AfD wildert..."

Ob Sie das glauben, oder nicht, es wäre mir sogar lieber, wenn Merz im Revier der AfD wildern würde, dann würde es die AfD nicht mehr brauchen als konservatives Gegengewicht. Konservative CDUler holen die ca. 85% konservativen AfDler zur CDU zurück. Würde ich super finden. Aber dazu wird es leider nicht kommen, da 4/5tel der CDU nicht mehr wissen, was konservativ ist, bzw. es nicht mehr sein wollen, sondern lieber grün. Was konservativ ist, hatte ich Ihnen ja oben beschrieben.

Sie behaupten: "Noch bekommt in DE nur HartzIV, wer hier einen Wohnsitz hat."
Fakt ist: Geflüchtete aus der Ukraine benötigen für Grundleistungen in Deutschland lediglich einen Aufenthaltstitel.

Aber was sind schon Details wenn man an der "sozialistischen Weltrepublik" arbeitet.

Gerhard Lenz | Mo., 3. Oktober 2022 - 12:56

Antwort auf von Bernd Windisch

Floskeln (sozialistische Weltrepublik) statt Fakten. Ein typischer Windisch. Es wird nicht erkennbar besser

Aufenthaltstitel:
Für Ausländer erforderliche Berechtigung für die Einreise und den Aufenthalt im Bundesgebiet.

Ich wiederhole: Aufenthalt.

Auch dafür gibt es eine Definition. Die dürfen Sie sich selbst suchen.

Es bedeutet nicht: Grenze überqueren, abkassieren, wieder verschwinden...

Herr Forbig:

Richtig. Ich glaube Ihnen nicht. 85% Konservative AfDler? Der war gut.

Und da erwarten Sie, dass ich Ihnen glaube?

Ich hänge mich gerne Ihrem Kommentar an. So und nicht anders ist D Gegenwart und noch schlimmer die Zukunft, lieber Herr Windisch. Leider entbehren die Medien jeglichen Qualitätsjournalismus. Diesen suche ich auch vergeblich in Dr. Grau´s "Kotau vor dem politischen Gegner". Er bezeichnet Herrn Merz als "Gestalt". Diese Bezeichnung ist unanständig. Herr Merz bleibt immer Herr Merz.

Sind Sie sich sicher, werter Herr Dr. Grau, "daß künftige Historiker den Niedergang des Konservatismus zum 21. Jahrhundert untersuchen werden auf "Gestalten" wie Friedrich Merz verweisen? Kann ich mir nicht vorstellen. Historiker verfügen über Niveau und Wahrheitsempfinden.

Aber ein Kotau? Oder Kotaus? Diese vollzieht die Ampel und entzieht uns unser Recht in Würde unsere Lebensqualität, im von uns erarbeiteten Wohlstand zu leben. Wir müssen einen Sozialtourismus erdulden, Flüchtlingsgewalt, die D zu einer weltweiten Kolonie erstarren läßt. Das ist unsere Flüchtlingspolitik. Kotaus vor gierigen Flüchtlingen

Ihr Kommentar, werte Frau Simon, erfreut mich sehr. Endlich mal jemand (natürlich ein weibliches Wesen), das nicht auch auf Friedrich Merz eindrischt! Herr Grau ist kein Freund von Merz. Das muss man nicht beanstanden. Aber ihn so - wie auch die meisten Medien dies tun - niederzumachen, finde ich nicht fair. Er hat etwas in den Raum gestellt, von dem man, natürlich auch er, wusste, dass es Wellen schlagen würde. Was erwartet man denn von einer links-grünen Regierung und Medienlandschaft anders!? Ihn mit Kohl, Strauß oder anderen konservativen früheren Politikern zu vergleichen, ist abstrus! Die hatten zu ihrer Zeit nicht mit den gnadenlosen, irren „sozialen“ Medien zu tun und zu kämpfen. Merz ist in der Situation, dass viele meinen, dass er sich von der Merkel-Ära distanzieren muss. Das ist eine Herkules Aufgabe, da er weiß, wie viele in der Partei noch Merkel-süchtig sind. Die kann er nicht verprellen. Lasst ihm einfach Zeit, die er braucht. Ich glaube jedenfalls an ihn!

hat man Respekt, vor Gestalten nicht. Insofern: Herr Grau hat korrekt formuliert.
Warum, Frau Simon, sollten Historiker über mehr Niveau und Wahrheitsempfinden verfügen als andere Menschen? Die werden irgendwann einmal, je nach Sozialisation, ihre eigenen Schlüsse ziehen, die Vergangenheit auswerten und behaupten, daraus gelernt zu haben. Wie heute eben auch schon.

Vielen Dank, werter Herr Windisch, für den Link zum FAZ Artikel von R. Müller. Dieser überrascht mich sehr, da ich das Gefühl hatte, dass die FAZ auch ganz schön nach links Richtung „Mainstream“ driftet. Zu Merkel‘s Zeiten war sie immer linientreu! Wäre begrüßenswert, wenn sie sich in Sachen „Asylpolitik“ wieder etwas Richtung „Realpolitik“ bewegen würde! Danke für den Hinweis!

Das ist genau der spießige Moralismus, der zurecht immer mehr an (Be)achtung verliert. Wer seine Meinung mit Moralismus schützt, hat zwar ein Gefühl der Überlegenheit, aber keine Argumente.

Konstantin von Buttlar | Sa., 1. Oktober 2022 - 09:37

Schade, ich hätte es wirklich anders erwartet.
Leider läutet Friedrich Merz nun den entgültigen Niedergang der CDU ein.
Attacke gibt es nur gegen die, nun wirklich harmlose, AFD.
Der echte Feind, das linksgrüne Ungeheuer, kann ungehindert unser Land weiterhin ruinieren.
Und dann?
Mir wird langsam Angst und Bange.

Christoph Kuhlmann | Sa., 1. Oktober 2022 - 09:40

Die Leute nehmen mit, was sie kriegen können. Das ist OK und kein Grund, sie zu diffamieren. Boris Palmer nannte es zwei Klassen Asyl- bzw. Flüchtlingsrecht. Das trifft den Kern der Sache. Aber es stimmt schon, die Konservativen haben extrem viel brave Mitläufer und sehen sich nicht mehr in der Meinungsführerschaft. Sie knicken ein, wenn ihnen der Wind ins Gesicht bläst. Wer es nur mit Rückenwind kann, ist für Führungsaufgaben ungeeignet. Allerdings bröckelt bei den Regierungsparteien momentan auch so einiges. Ich denke, Merz sollte seinen Laden dringend in den Griff kriegen. Er hat nicht ewig Zeit. Niemand weiß, wie lange die Koalition hält.

hat exakt die Wirklichkeit getroffen. Das zu erwartende Zurückrudern an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Die Leute nehmen, was sie kriegen können, stimmt zwar, aber das macht es nicht besser. Ein Verhalten, das dem "Wirtskörper" ausschließlich schadet ohne ihm gleichzeitig irgendeinen Nutzen zu bringen, nennt man schmarotzen. Biedermann und die Brandstifter...Ich gönne sie Ihnen, mir nicht.

Werner Peters | Sa., 1. Oktober 2022 - 09:46

Ja Merz ist eine große Enttäuschung. Er hat kein Stehvermögen, schielt ständig nach dem Urteil des Mainstream. Aber die ganze Union incl. CSU ist davon betroffen. Merkel hat ganz Arbeit geleistet mit ihrer jahrelangen "Entkernung" der Union.

Georg Chiste | Sa., 1. Oktober 2022 - 09:51

Er sagt etwas, später gibt es einen Shitstorm, die Stimmung kippt und Merz der Standhafte kippt mit.
Keine Ahnung warum "konservativ" immer so lächerlich gemacht wird. Konservativ heißt eigentlich festhalten am Bewährten oder man kann es auch Vernunft nennen. Niemand wird Altbewährtes aufgeben, wenn das Neue nicht deutliche Vorteile für die Zukunft verspricht. Es gibt aber Leute, die meinen die Zukunft zu kennen und sind richtig aggressiv gegen jeden, der sich dieser Weltanschauung nicht anschließen will.

Ingo Frank | Sa., 1. Oktober 2022 - 10:08

Verbeugung bei der der Kopf die Erde berührt“
(aus dem chinesischen)
und erkennt damit die Deutungshoheit des politischen Gegners an.
Da mußte ich erst nachlesen werter Herr Grau.
Jedoch in dem Zusammenhang mit Merz und seiner „Art des Konservativen“ und seiner Rolle als Oppositionsführer in E I N E M W O R T
A L L E S G E S A G T.
Und das ist genau der Punkt. Sollte die Hampel-
Ampel scheitern mit wem soll‘s weiter gehen? Mit schwarz/ grün, großer Koalition? Alles andere wurde ausgeschlossen. Macht endlich Schluß mit dem „Einheitsbrei der Nationalen Front aus CDU, SPD, GRÜNEN & FDP“.Das hat nicht, und wird nicht funktionieren.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Christa Wallau | Sa., 1. Oktober 2022 - 10:08

Sie haben exakt beschrieben, lieber Herr Grau, worin die Ursache für den Niedergang des Konservatismus in Deutschland zu suchen ist.
Es gibt nur noch wenige "echte" Konservative, ganz besonders in der CDU!
Denn - wie Sie zutreffend schreiben: Dazu gehört eine gehörige Partion MUT und EIGENSINN.
Vor allem aber: Eine feste ÜBERZEUGUNG!
Wer laufend vor dem politischen Gegner einknickt, hat schon verloren u. überläßt ihm das Feld. Genau das ist in den letzten Jahrzehnten geschehen - mit dem Ergebnis, was wir heute sehen.
Ich vermute, der für D katastrophale Ruin des Konservatismus (Er ist ja ein absolut notwendiges Korrektiv für jedes Gemeinwesen!) ist zurückzuführen auf zunehmenden Materialismus u. Konsum-Gier vieler, eigentlich vernünftiger Menschen, die in einem Wohlstandsland vergessen haben, daß sie sich auch um den Erhalt der Grundlagen ihres guten Lebens sorgen müssen, statt nur immer reicher werden zu wollen.
Wenn die Klugen satt u. faul sind, regieren halt die eifrigen Dummen!

Kai Hügle | Sa., 1. Oktober 2022 - 10:39

Sie behaupten, Kohl und Geißler hätten sich für verbale Entgleisungen nie entschuldigt, sondern eher nachgelegt. Abgesehen davon, dass ich nicht weiß, was daran konservativ sein soll, ist es einfach falsch. Kohl z. B. hat sich für den unsäglichen Gorbatschow-Goebbels-Vergleich entschuldigt.
Wer sich wie Merz für eine "unzutreffende Beschreibung eines in Einzelfällen zu beobachtenden Problems“ entschuldigt, der
fügt sich nicht dem Denken seines politischen Gegners, der besinnt sich auf die Grundregeln eines Diskurses, der für alle daran Beteiligten gelten sollte und der u.a. vorsieht, auf unzulässige Verallgemeinerungen zu verzichten - zumal wenn diese geeignet sind, Ressentiments gegen bestimmte Gruppen zu schüren.

Nebenbei: Mich persönlich stört die Verwendung englischer Begriffe in der deutschen Sprache nicht so sehr, aber wenn man unbedingt das englische Wort für "Verlierer" bevorzugt, warum auch immer, dann sollte man es schon richtig schreiben (können).

Achim Koester | Sa., 1. Oktober 2022 - 11:33

Antwort auf von Kai Hügle

das Wort "Loser" ist richtig geschrieben, aber das wissen Sie wahrscheinlich nicht, ein Blick ins www.dict.leo.org wäre hilfreich gewesen.

Kai Hügle | Sa., 1. Oktober 2022 - 12:06

Antwort auf von Kai Hügle

Wie ich sehe, hat die Moderation den Fehler korrigiert. In der ursprünglichen Version war „Loser“ ja mit zwei „o“ geschrieben.

Sie können die einlaufenden Kommentare des Forums schon vor der Veröffentlichung lesen???

wenn man keine Argumente hat, wird es entweder persönlich oder alternativ wird die Rechtschreibung bemängelt. Teppichniveau.

Walter Bühler | Sa., 1. Oktober 2022 - 13:14

Antwort auf von Kai Hügle

... kann ich als ehemaliger Pauker prinzipiell gut nachvollziehen.

Allerdings scheint Ihnen Ihr außergewöhnliches Gedächtnis dieses Mal einen Streich gespielt zu haben, denn die Schreibweise "loser" ist im Englischen richtig.

Herablassende Belehrungen sollte man deshalb vorsichtshalber auf das beschränken, was man selber wirklich kann.

Mein Gedächtnis spielt mir leider immer häufiger einen Streich, aber in diesem Fall nicht. Wie gesagt, die Redaktion hat den Fehler nachträglich korrigiert. Bis etwa 11 Uhr war "loser" mit zwei "o" geschrieben.
Ist für mich eigentlich auch keine große Sache. Mich stören bei dem Artikel von Herrn Grau andere Dinge wesentlich mehr, aber darauf ist natürlich niemand hier eingegangen.

Christa Wallau | Sa., 1. Oktober 2022 - 18:35

Antwort auf von Kai Hügle

mit Doppel-o geschrieben.
So weit, so weltbewegend.
Ihre besserwisserische Attitüde, Herr Hügle, beschränkt sich allerdings nicht auf das kleinliche Feststellen von Rechtschreibfehlern, sondern i m m e r dezidiert und pointiert auf grundsätzlich andere Meinungen als die Ihre, welche Sie niemals ohne Hinweise auf angeblich zuverlässige Quellen (Kein Mensch kann das wirklich nachprüfen!) spitzfindig zu widerlegen versuchen.
Sie tun so, als seien Sie der Faktenchecker beim CICERO.
Irgendwie nimmt ihnen das aber hier niemand so richtig ab.
Haben Sie das schon bemerkt?

Ihre Ansicht ist eine von vielen möglichen. Mehr nicht.
Bitte, schreiben Sie doch selbst mehr eigene Kommentare statt immer wieder
dieselben Foristen mit Frontalangriffen zu attackieren u. als minderbemittelt hinzustellen ("Was weiß denn schon eine GS-Lehrerin?")
Gerne würden wir mehr über IHRE persönlichen Hintergründe erfahren, z. B.
Beruf u. evtl. Parteimitgliedschaft.
Trauen Sie sich nicht, Farbe zu bekennen?

Peter Sommerhalder | Sa., 1. Oktober 2022 - 13:46

Antwort auf von Kai Hügle

ist er wieder, der strenge Kai Hügle.
Ich kann eigentlich nur hoffen, dass Sie bei meinen Kommentaren nicht so streng/nicht so genau hinschauen, denn meine Schreibweise ist ganz sicher alles andere als fehlerfrei. Genaugenommen bin ich der schlechteste Schreiber im Cicero-Forum...

Jedenfalls ist es für mich eine Freude, diese gut bis sehr gut, ja brillant geschriebenen Kommentare hier im Cicero-Forum zu lesen...

Brigitte Simon | Sa., 1. Oktober 2022 - 20:19

Antwort auf von Peter Sommerhalder

Die Schlechteste bin ich!!! Irgendwann muß ich doch endlich einmal die Erste sein.
Gönnen Sie mir meinen ersten Sieg. Danke!
MfG

Urban Will | So., 2. Oktober 2022 - 19:29

Antwort auf von Kai Hügle

ein Meister Ihres Faches. Während Sie anderen mangelnde Sorgfalt vorwerfen, gespickt mit subtilen Beleidigungen, nehmen Sie selbst es meist alles andere als genau mit Ihren Aussagen. Nirgendwo schreibt Herr Grau , Geissler, Kohl, etc. hätten sich „nie“ für verbale Entgleisungen entschuldigt.
Er spricht nur an, dass diese Herren sich nicht so leicht wie Merz hätten unterbuttern lassen, dass sie dagegen hielten. Und da hat er recht. Kohls Goebbels – Vergleich war natürlich unterirdisch und er hatte dann den Schneid, sich zu entschuldigen. Aber was Merz mit „Sozialtourismus“ ansprach, war ein paar Kategorien harmloser. Und es stimmt auch, wenn man sich die Tatsachen anschaut.
Herr Hügle, werden Sie erst einmal selbst Ihren Ansprüchen gerecht, bevor Sie andere tadeln.
Was den „loser“ angeht, haben Sie hoffentlich Ihre Lektion gelernt. Es war das „können“ in (). Und das war arrogant und überflüssig und da können Sie sich auch nicht mit d nachträgl. Korrektur seitens Verlages herausreden.

Ernst-Günther Konrad | Sa., 1. Oktober 2022 - 10:40

Mehrere Berichte beim Focus und anderswo hatten zum Inhalt, das sich Betreiber einzelner Tafeln offen beschwerten, wie sich einige Ukrainer erhalten würden und gar Ansprüche stellten und mit teuren Fahrzeugen vorfuhren.
Merz wäre gut beraten gewesen, vor dieser Äußerung ein paar Zahlen und Daten sammeln zu lassen. Aber egal wie man es nimmt, er hat ein reales Problem angesprochen, das sicherlich nicht alle Ukrainer betrifft und hätte dagegen halten müssen. Eine öffentliche Diskussion herbeiführen und vor allem Rückgrat zeigen müssen. Stattdessen ließ er sich wie in Gummiadler abschießen. Und mit dem soll die entkernte CDU Liberalität, Bürgerlichkeit oder Konservatismus neu beleben?
Es ist ein GEN in den UNIONS-Parteien durch Merkel implantiert wurden. Das Umfall Gen.
Wer soll die noch wählen? Und der schickt sich an Kanzler werden zu wollen? Da machen einige seine Kollegen hier im Interview flotte Sprüche und wo waren die bei diesem "Shitstorm"?
Die CDU braucht niemand mehr.

Herr Merz erweist sich (wieder einmal) als Papiertiger. Vielleicht hat ihn Frau Merkel doch früher und besser erkannt und ihn deshalb in die Ecke gestellt. Nichts ist für einen Politiker (oder einen Kommentator) fataler als zunächst forsch aufzutreten und sich dann hinter sich selber zurückzuziehen. Was mich selber betrifft, so kann ich hier bei CICERO ziemlich "frei" reden, denn man veröffentlicht mich (wegen meiner von mir vertretenen Ansichten) ja sowieso nicht. Und ich mach das im Grunde nur, damit die Herren Moderatoren oder Redakteure sehen, mich gibt es noch, ich gebe nicht klein bei. Meinen Fundamentalkritiker Lenz kann ich nicht so recht ernst nehmen. Er "veröffentlicht" ja ausschließlich bei CICERO. Noch nie habe ich ihn woanders wahrgenommen. Das ist natürlich außerordentlich schwach und relativiert seinen kommentatorischen Wert. Zurück zu Herrn Merz. Leider ist er von vielen überbewertet worden. Mit so einem Chef wird es mit der CDU jedenfalls nichs. Leider!

Wolfgang Tröbner | Sa., 1. Oktober 2022 - 10:43

Natürlich hatte Merz mit seinen Vorwürfen gegen die ukrainischen Flüchtlinge recht. Man muss nur nach Baden-Baden gehen und sehen, welche Autos dort vor den gewisslich nicht billigen Hotels stehen. Wenn Merz einen Rückzieher macht, beweist er nur, was für ein feiger Mensch er ist. Sie haben vollkommen recht, Herr Grau. Einen "Konservatismus", wie ihn Merz vertritt, brauchen wir nicht. Wir brauchen auch nicht solche Figuren wie Merz. Ohne Rückgrat und ohne Mumm. Die wie ein Fähnchen im Wind hin- und her schwanken, je nachdem was die grün-rote Meute gerade fordert (kleine Anmerkung: Gerade fordern die Jusos die Ausstrahlung von Pornos im ÖRR). Was wir hingegen brauchen sind Menschen wie Uwe Tellkamp. Wer gesehen hat, wie klar, souverän und kämpferisch Tellkamp anlässlich der Vorstellung des letzten Sarrazin-Buches auf Angriffe von Journalisten reagiert hat, weiß, was ich meine. Nur so und nicht anders lassen sich die Grünen, Roten und Linken stellen. Argumente haben sie nämlich keine

Kurt Walther | Sa., 1. Oktober 2022 - 10:52

Meine volle Zustimmung, Herr Dr. Grau, zu jedem Ihrer Sätze. Die CDU ist für mich zwar schon lange erledigt. Da ist kaum noch etwas Konservatives feststellbar. Aber Friedrich Merz war zumindest rhetorisch immer so etwas wie ein Hoffnungsschimmer. Schade, er ist nun auch im Denken und Sprache völlig vor den Links-Grünen eingeknickt. Und was "Sozialtourismus" anbelangt, den gibt es selbstverständlich - auch unter Ukrainern. Das darf aber laut deutscher Sprachpolizei öffentlich nicht so genannt werden. Nun gut, es gibt ja noch eine kleinere Partei, wo die Dinge korrekt benannt und angeprangert werden.
Grüße von der "Oder-Neiße-Friedensgrenze" (DDR-Jargon)

Dr.Andreas Oltmann | Sa., 1. Oktober 2022 - 10:57

Sehr geehrter Herr Grau! Ihr Kommentar trifft voll ins Schwarze! Selten hat ein Politiker solche Umfallerqualitäten bewiesen, wie Merz. Zu seinen Bewerbungen markige Worte, wenn es zur Sache geht, treibt er wie eine Feder durch die Luft. Er hat keine Überzeugungen, kein Credo, hängt seine Meinung in den Wind. Er missachtet die Meinung von 30-40% der eigentlich eher konservativen Wähler im Land. Siehaben niemanden, der ihre Meinung vertritt, sind heimatlos und können sich nur zur AfD wenden, oder nicht wählen. Oder das Original in Rot/Grün. Er kann die Partei nicht in eine bessere Zukunft führen. Er kann es nicht.

Dominik Roth | Sa., 1. Oktober 2022 - 10:59

Ich empfehle in diesem Zusammenhang das konservative Manifest von Dr. Jordan B. Peterson der am Donnerstag im ausverkauften Tempodrom in Berlin zu Gast war.

Da könntet Ihr auch mal was zu schreiben, lieber Cicero.

Gabriele Bondzio | So., 2. Oktober 2022 - 08:18

Antwort auf von Dominik Roth

Klasse...den würde ich auch gern mal life zuhören. Er liegt fast ganz auf meiner Linie und meinen Prinzipien.
"12 Rules for Life. An Antidote to Chaos"... Selbsthilfebuch des kanadischen klinischen Psychologen und Psychologieprofessors, werde ich mir auf jeden Fall noch für den Lese-Winter besorgen.

"Das Buch geht davon aus, dass Menschen mit einem Gefühl für Ethik und Sinnhaftigkeit geboren würden. Die Menschen sollten Verantwortung übernehmen und nach Bedeutung suchen, die über ihren eigenen Interessen liegen (Kapitel 7, Pursue what is meaningful (not what is expedient)). Solches Denken spiegle sich in zeitgenössischen Geschichten wie Pinocchio, Der König der Löwen und Harry Potter oder alten Geschichten in der Bibel wider. " (wiki)

Bernd Windisch | Sa., 1. Oktober 2022 - 11:02

Wer den Weg des Friedrich Merz zurück aus der Wirtschaft hinein in die Politik verfolgt hat muss erkennen, dass es gegen eine rot grün dominierte Medienlandschaft kein Politiker in Deutschland in Amt und Würden schafft. Das sozialistische Establishment in der eigenen Partei hatte Merz mehrfach unter Beifall und mit Unterstützung der „Merkelhörigen“ https://www.faz.net/aktuell/politik/kommentar-friedrich-merz-und-der-cd… Presse verhindert. (Populist und Sauerlandtrump) Erst eine noch in Reflexen konservative Basis hat nach dem Bundestagswaldesaster Merz dann doch noch in Amt und Würden gehoben. Daraus hat Merz als Karrierist gelernt und sich bereits jetzt abgeschliffen und glatt gemacht. Auf die übrigen Lappen in der CDU ist ebenfalls nicht zu hoffen.

Eine Schwarz Rot Grün geführte Bundesregierung ließe das Land genauso in den Abgrund rauschen, wie es aktuell geschieht.

Viele, auch hier im Forum, halten dies für moderne Politik. Trauerspiel trifft es

Klaus Elbert | Sa., 1. Oktober 2022 - 11:06

Dazu passt auch die Behauptung des MP von NRW Hendrik Wüst in einem Interview, das Konservative gehöre nicht zum Markenkern der CDU (Cicero vom 25.9.2022 Hugo Müller -Vogg) Im Klartext heißt das, die von Merkel betriebene Entkernung dieser Partei geht weiter und dient der Vorbereitung einer künftigen schwarz-grünen Bundesregierung. Wer/was ist dann noch für das bürgerlich-konservative Lager wählbar, nachdem auch die FDP zunehmend dem linken Zeitgeist hinterherläuft?

Walter Bühler | Sa., 1. Oktober 2022 - 11:10

... aus genau dem gleichen Holz geschnitzt wie die Funktionäre und Berufspolitiker der anderen Parteien, die irgendwo in Deutschland mitregieren. Sie haben ja auch die gleiche Ausbildung und Lebenserfahrung hinter sich, und bewegen sich in den gleichen Netzwerken.
Und schließlich ist ja die Blase, in der die deutsche Politik und die deutsche Medien miteinander Fangen spielen,, längst nur noch grün ausgeleuchtet.

CD(S)U-Funktionäre träumen deshalb schon sehr lange von der grün-schwarzen Idylle in Deutschland und Europa.

Aus folkloristischen Gründen - oder vielleicht auch um ein wenig Demokratie zu simulieren -führen sie ab und zu einen Schuhplattler in konservativen Lederhosen auf. Zu mehr reicht es schon längst nicht mehr, lieber Herr Grau.

Konservative Politiker gibt es wohl - wenn überhaupt - nur noch außerhalb Deutschlands.

Sie sind allerdings dünn gesät, was auch nicht weiter verwunderlich ist, weil sie von vornherein als "Rechte" (inzwischen gleichbedeutend mit "Rechtsradikale") verteufelt werden, sogar von der CDU.
Ich denke da an Männer u. Frauen, die sich zum großen Teil wieder aus der Politik verabschiedet haben, wie z. B. Prof. Dr. Lucke, Konrad Adam oder Frau Steinbach (früher engagierte CDU-Leute).
Außerdem hat die AfD außer einer Reihe von "Irrlichtern" und Karrieristen, wie es sie in a l l e n Parteien gibt, immer noch viel mehr gute, konservative Politiker zu bieten, als den meisten bewußt ist.
Z. B. Dr. Bernd Baumann, Dr. Peter Boehringer, Dr. Götz Frömming, Leif-Erik Holm, Martin Erwin Renner, Dr. Alice Weidel, Beatrix von Storch, Prof. Dr. Harald Weyel, Dr. Gottfried Curio, Dr. Marc Jongen und viele andere in den Landesparlamenten oder im EU-Parlament (Nicolaus Fest, Sohn v. Joachim Fest).

Heute gehört mehr als einfach nur MUT dazu, sich als konservativ zu "outen", nämlich BEKENNERMUT!

Werner Gottschämmer | Sa., 1. Oktober 2022 - 11:39

Was soll er denn anderes machen? Er will doch auch von den Medien geliebt werden. Der neuen Regierung. Für mich nur ein Spiel. Man knallt etwas in den Raum von dem man weiß, dass es die üblichen Verdächtigen attackieren und ihm alles mögliche vorwerfen können, man kennt das ja, sie Unmensch usw. Dann gibt man sich einsichtig erkennt seinen Fehler, seine Unmenschlichkeit, und bittet auf Knien um die Wiederaufnahme in den Kreis der Erleuchteten. Huch wie konnt ich das nur sagen. Das hat doch wesentlich mehr Effekt als jetzt aufzumerken es gab und gibt keinen dieser Pullfaktoren. In den USA sehr beliebt, gefallene und aufgestandene Engel sind dort sehr erfolgreich.

Auf Merz und Andere trifft halt auch nur zu.
Feigheit/Faulheit/Bequemheit.

hermann klein | Sa., 1. Oktober 2022 - 11:42

Die CDU ist unfähig den Begriff „Konservativ“ vor Diskriminierung in Schutz zu nehmen, geschweige denn selbstbewusst politisch zu besetzen. Der einst als konservativ geltender Friedrich Merz dient als bestes Beispiel.
Die CDU mit ihrem Parteivorsitzenden ist gleichfalls nicht willens und in der Lage nationales konservatives Bewusstsein, Werte und Herausforderungen unserer Zeit zu geben.
Diejenige Partei, die im Grunde richtungsweisend das Erbe der alten Union angetreten hat, wird als Nazi-Partei beschmutzt wird und teilweise vom Verfassungsschutz beobachtet; während gewaltfreudigen, extremen Linken noch Steuergelder für ihre anarchistische Tätigkeit vom Staat bekommen, angeblich zur Verteidigend der Demokratie.
Die AfD mag keine Alternative für Deutschland sein, aber sie ist zweifellos eine Alternative für eine wachsende Zahl von Wählern, die gegen den Berliner Einheitsblock aufbegehren. Nicht nur für die heimatlosen Werte-Konservativen und Nationalliberalen.

Peter Sommerhalder | Sa., 1. Oktober 2022 - 13:00

Friedrich Merz: «Das war eine unzutreffende Beschreibung eines in Einzelfällen zu beobachtenden Problems.»

Handkehrum ist das Wort "Einzelfällen" natürlich sehr stark untertrieben...

Solange die halbe Welt weiss, dass es in Deutschland diesen Sozialtourismus gibt, solange wird dies auch rege/munter ausgenutzt...

Gisela Fimiani | Sa., 1. Oktober 2022 - 15:08

Friedrich Merz repräsentiert leider die Geisteshaltung der gesamten CDU. Einer Partei, die sich gänzlich überflüssig machte und nur noch als bequeme Versorgungsanstalt derer dient, die es sich auf dem geistig-intellektuellen „Faulbett“ bequem mach(t)en. Die Idee des Konservativen bedarf der Wiedergeburt. Sie bedarf der ernsthaften, authentischen Menschen, für welche Begriffe wie: Gemeinsinn, Verantwortungsbewusstsein, Anstand….. noch eine Bedeutung haben. Leider bestimmt das Beuteprinzip das Handeln zu Vieler. Friedrich Merz hat über seine rhetorische Begabung hinaus nichts zu bieten. Eine „entleerte“, erschlaffte CDU griff nach dem Strohhalm des begnadeten Phrasen Produzenten, der sich seinerseits als Lobbyist seinem Blackrock Mentor erkenntlich zeigt. Womöglich bewundert ihn mancher Parteigenosse sogar dafür.

H.v. Weissensand | Sa., 1. Oktober 2022 - 15:42

Danke Herr Grau, dem ist nichts hinzuzufügen! Ich befürchte nur, daß Herr Merz nicht weiß was Konservativ ist, sonst hätte er sich den konservativen Denkansatz zu nütze gemacht um endlich ernsthaft mit der dringend notwendigenden Opposition anzufangen.

Volker Huber | Sa., 1. Oktober 2022 - 21:27

ist die Analyse von Herrn Grau prinzipiell zutreffend. Allerdings sollte man nicht nur Rückgrat beweisen, sondern auch die richtige Wahl der Mittel treffen. Mit dem kontaminierten Begriff "Sozialtourismus" gelingt das nicht. Als Angegriffene erscheinen dabei die Flüchtlinge, mit deren Schicksal sich das Publikum leicht identifizieren kann - auch wenn diese ihren Vorteil suchen. Es wird ihnen von den Regierenden ja auch geradezu nahegelegt. Diese aber sollten vielmehr der Adressat der Kritik sein, die sozialstaatliche Ressourcen verantwortungslos verschleudern. Das würde auch die Zustimmung eines breiteren Spektrums finden.

Fritz Elvers | So., 2. Oktober 2022 - 00:04

nicht, auch wenn man sich geirrt oder übertrieben hat. Das ist nicht konservativ, sondern ein Zeichen von Schwäche. Srrauß und seine Mitsträuße hatten sicherlich anderes zu tun, als sich andauernd zu entschuldigen. Auch Wehner natütlich "Was hampeln Sie hier herum? Sie sind doch Geschäftsführer und nicht Geschlechtsführer". Das Plenum verließ den Saal.

Gisela Hachenberg | So., 2. Oktober 2022 - 14:08

Liebe Cicero Redaktion, ich hatte einen Kommentar geschrieben, der leider nicht veröffentlicht wurde. Ich frage mich, warum. Er war nicht bösartig oder sonstiges. Hat vielleicht nur Herrn Grau nicht gepasst? Schade.

Tomas Poth | So., 2. Oktober 2022 - 16:19

Hr. Merz-Merkel wird CDU-Übergangsvorsitzender bleiben, das ist eine Rolle die er ausfüllen kann. Mehr ist ihm nicht möglich.
Schauen wir mal auf die Niedersachsenwahl und wie danach die politische Landschaft aussieht.
Hoffentlich können die Niedersachsen besser eine Wahl organisieren als die Berliner!
Sonst bekommen wir noch ein weiteres Fake-Parlament, eine weitere Fake-Regierung.

Franz Jürgens | So., 2. Oktober 2022 - 21:35

Auf Herrn Merz habe ich einmal vorsichtige Hoffnung gesetzt, dahingehend, dass er mit der Merkel-Ära bricht. Ich habe mich vertan, da kommt nichts.

Brigitte Miller | Mo., 3. Oktober 2022 - 09:03

Konservativ ist eine politische Denkform. Diese Denkform ist von einer Skepsis gegenüber vermeintlichen Gewissheiten und Ideologien getragen, und sie baut auf Erfahrung und Pragmatismus statt auf Theorien oder Utopien auf. Darüber hinaus gibt sie der Gesellschaft Vorrang vor einem Staat, der alles reguliert. Konservativ ist nichts, was sich über fixe oder ewige inhaltliche Bestandteile definiert.
Frage: Damit ist Konservatismus das Gegenteil dessen, wofür er immer im Verdacht steht, nämlich nur eine beharrende Kraft zu sein.
Rödder: Richtig. Konservativ heißt, den Wandel so zu gestalten, dass er verträglich wird. Und konservatives Denken heißt, immer wieder neu zu begründen.
Andreas Rödder, aus einem Interview

Gerhard Lenz | Mo., 3. Oktober 2022 - 10:48

hier in wenigen Worten zusammenfassen:

Merz vollzieht nicht die (erz-)konservative Wende und nähert sich nicht, wie erhofft, der rechtsextremen AfD an.

Dafür liefert er einen weiteren Beweis: Er entschuldigt sich für den Gebrauch des Ausdrucks :Sozialtourismus, ein Begriff mit einem hässlichen Beigeschmack, der Migranten zu Schmarotzern degradiert.

Ein Begriff, der allerdings zur politischen Kampfrhetorik des rechten Randes gehört. Und in einer zivilisierten demokratischen Debatte aber auch gar nichts zu suchen hat.