Wirtschaftsminister Robert Habeck in der Gedenkstätte Auschwitz / Bundesregierung/Marvin Ibo Güngör

Robert Habeck in Auschwitz - Nichts als warme Worte

Die Selbstinszenierung von Robert Habeck bei seinem Besuch in der Auschwitz-Gedenkstätte ist zwar peinlich, aber kein Skandal. Viel bedeutender ist, was der grüne Minister gegen heutigen Antisemitismus unternimmt – oder eben unterlässt.

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Ingo Way ist Chef vom Dienst bei Cicero Online.

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Wenn es Auschwitz nicht gäbe, müsste man es erfinden. Denn es lässt sich vortrefflich Wahlkampf „gegen Rechts“ damit betreiben. Und Rechts fängt bekanntlich da an, wo Rot-Grün aufhört. Hatte gestern bereits Gesundheitsminister Karl Lauterbach, ganz bewusst am 80. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, in einem Tweet (den er kurz darauf kleinlaut wieder löschte) die Vorschläge des CDU-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz für eine Begrenzung der illegalen Migration mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht, ging der grüne Wirtschaftsminister Robert Habeck zwar etwas subtiler, dafür aber auch ein ganzes Stückchen kitschig-klebriger vor. 

Auf Instagram und X postete er Fotos und Videos von sich selbst bei einem Besuch der Gedenkstätte Auschwitz und schrieb dazu (auf X): „Heute, am 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, habe ich in Polen das Stammlager I und später das Konzentrations- und Vernichtungslager in Auschwitz-Birkenau besucht. Neben dem offiziellen Teil gab es auch ein paar Momente allein. Ich brauche dazu nichts zu sagen, denke ich.“ Und sagte dann (auf Instagram) doch noch etwas: „Wir alle sollten die Erinnerung an den Weg der Deutschen in den Zivilisationsbruch der Shoa als Mahnung nehmen und daraus den Blick für die eigene Zeit schärfen. Das ist unsere Verpflichtung gegenüber den Opfern und für die Zukunft. Für ein Leben in Würde und Freiheit für alle, sicher und frei von Angst.“

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Sabine Lehmann | Di., 28. Januar 2025 - 16:19

Herrn Ways Ausführungen ist kaum etwas hinzuzufügen, denn ich sehe die Angelegenheit ganz ähnlich, für einen Skandal halte ich das auch nicht, höchstens für einen Fauxpas.
Man kann zwar einen roten Faden von Befindlichkeiten erkennen, ein Faden der darauf beruht, sich selbst und das eigene omnipräsente Ego bei sämtlichen passenden und unpassenden Gelegenheiten persönlich zu bespiegeln und dafür den eigentlichen Sachverhalt in den Hintergrund zu drängen, aber um die Verhöhnung der Holocaust Opfer geht es hier nicht. An anderer Stelle hingegen schon u. zwar monströs.
Da sind zum Einen seine Kollegen, die nicht zu blöd und infam sind, um Tage nach den Ermordeten von Aschaffenburg durch einen islamischen Asylanten eben genau diese Politik zu feiern, u. zum Anderen moralinsauer in Redundanzschleife zu betonen, ihre Politik der offenen Grenzen für islamische Neubürger sei "bereichernd", "bunt" & "schön". Welche Substanzen für diese hirnlose Geisteshaltung verantwortlich ist, weiß man nicht.

Stefan Jarzombek | Di., 28. Januar 2025 - 16:23

Zitat
Zu dem wachsenden Antisemitismus in Deutschland und von wem dieser vornehmlich ausgeht, zu den israelfeindlichen Demos auf deutschen Straßen und den immer zahlreicher werdenden Angriffen auf Juden sagt er nichts ...
Diese Art von Doppelmoral gepaart mit Opportunismus ist den Grünen und vor allem den Baerbocks und Habecks zu eigen.
Sie suchen den Feind lieber pro forma bei den Deutschen selbst, als daß sie das Kind beim Namen nennen.
Jedesmal wenn sich der Auschwitz Jahrestag jährt werden Bekundungen laut den Antisemitismus doch mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln einzudämmen und jedesmal bezieht es sich nicht auf diejenigen die den Terror gegen alle in diesem Staat lebende Bevölkerung gestartet haben, sondern auf lediglich eine bestimmte Gruppe.
Das ist nicht nur falsch, sondern auch in höchstem Maße verlogen.
Aber so ist er halt, der Robert Habeck, ein Mann dessen Reden zumindest mir langsam zum Halse heraus hängen.

S.Weisser | Di., 28. Januar 2025 - 16:54

Ich finde es abstoßend & widerlich Ausschwitz zur eigenen Selbstdarstellung zu nutzen. Pfui, Herr Habeck, schämen Sie sich!

Christa Wallau | Di., 28. Januar 2025 - 17:01

die andere Menschen nach den Maßstäben ihrer Ideologie messen - das heißt: Sie kennen Opfer erster u. zweiter Klasse.
Ihre ganze Mitmenschlichkeit läßt da stark nach, wo Leute betroffen sind, die nicht in ihre eigene Weltanschauung passen. Ermordete Deutsche sind ihnen daher weniger wert als von Diskriminierung u. tätlichen Angriffen betroffene Eingewanderte. Und ermordete u. von der "Ausrottung" durch radikale Muslime bedrohte Israelis zählen weniger als getötete Palästinenser. Kein Wort davon, daß die Hamas ihre e i g e n e n Leute, ihre palästinensischen Mitbürger, als Schutzschilde mißbraucht!
Wo bleibt eigentlich Habecks Aufschrei, wenn AfD-Politiker tätlich angegriffen werden?

Es widert mich an, wie er sich in Auschwitz als Retter der Menschlichkeit in Deutschland darstellt. Ich habe schon an anderer Stelle geschrieben, daß er besser zu einem heuchlerischen Prediger in der evangelischen Kirche getaugt hätte als zum Politiker, genau so wie seine Parteifreundin Göring-Eckardt.

Heidemarie Heim | Di., 28. Januar 2025 - 17:10

Das Ganze unterlegt mit atmosphärischen Fotos zum Beweis wie betroffen man ist. Als ich damals Dachau besuchte, insbesondere als ich mit Blick an die Decke der Kammer realisierte wo und unter was ich da stand, wären alles andere als solch melancholische, X-oder sonst wie social media taugliche Aufnahmen dabei herausgekommen. Vielleicht sollte unser Vizekanzler sich wahlkampftechnisch an einer Stätte heutiger antisemitischer Gewalt, z.B. an einer unserer Unis zu einem Fototermin einfinden? Oder als Kinderbuchautor würde sich auch ein wie Fort Knox gesicherter jüdischer Kindergarten anbieten. Dort lässt sich bestimmt auch ein die Authentizität bewahrender Küchentisch auftreiben. MfG

Raymon Schneider | Di., 28. Januar 2025 - 17:15

Leider bewirkt die Migrationspolitik der Partei Habecks neuen und schrecklichen Antisemitismus. Für meine israelischen Freunde ist die Analogie seiner Partei zur einstigen Partei der Antisemiten evident.

Lisa Werle | Di., 28. Januar 2025 - 17:46

Die Worte von Ron Prosor sind nett gemeint - immerhin ist Habeck für - dem Himmel sei Dank - nur noch ein paar Tage Vizekanzler. Allerdings trifft nichts von den Worten Prosors auf Habeck zu. Prosor: "Man konnte spüren, wie bewegt er war. Vor Ort hat er die richtigen Worte gefunden. Es ist gut, dass der Vizekanzler auch in den sozialen Medien die Erinnerung an den Holocaust wach hält." Robert Habeck ist immer nur von sicher selber bewegt und davon 'berührt', wie 'emotional' bewegt er sich doch fühlt. Es ging ihm - nach meinem Eindruck - auch keineswegs darum, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten. Auschwitz war für ihn einfach ein weitere Möglichkeit, Wahlkampf zu machen und sich als 'bewegt' zu inszenieren. Ob Küchentisch, ob Auschwitz - immer 'emotional bewegt'. Wäre es Habeck um ein wirkliches persönliches Gedenken gegangen, hätte er keine Fotografen mitgeschleppt. Habecks Auftritte werden zunehmend ekliger, klebriger, inszenierter und sind kaum mehr zu ertragen.

Ich freue mich auf die Zeit wo dieser Mann genug Zeit hat, wieder Kinderbücher zu schreiben.
Ich möchte nur noch in diesem Zusammenhang etwas von dem Küchentischblauderer sehen und hören!

Karl | Di., 28. Januar 2025 - 18:29

Es ist doch alles so durchschaubar, auch ohne Fernglas, egal bei welchen Themen der Grünen Sekte.
Du weißt schon vorher, das hinterher nichts bei raus kommt.
Zitate:
620 MILLIONEN STEUERGELD futsch.
HABECK macht Northvolt - Pleite zur GEHEIMSACHE.
HABECK hat ein wichtiges Gutachten der Wirtschaftsprüfer PLÖTZLICH als geheim eingestuft.

Es ist besser, in Ehren zu versagen, als durch Betrug erfolgreich zu sein.
(Sophokles)
Zitat Ende

Migration im Zeichen der Grünen:
Noch mehr FAMILIENNACHZUG, freiwillige Ausreise und Millionen - Verschwendung von deutschen Steuergeldern für die SEENOTTAXIS ins "SCHLARAFFENLAND".
Ah, so bekämpft man Antisemitismus, man was für eine Geistesleistung.
Morgen kracht es richtig in der Glaskuppel, mit Ansage, und ich freue mich drauf !!!
Zitat:
Das kleinste Ego erkennst du immer an den größten LÜGEN.
(Thom Renzie)
Zitat Ende
Ich wähle König Kallewirsch und seine Blechbüchsen - Armee. 😂

Sabine Jung | Di., 28. Januar 2025 - 19:58

zurzeit, und das es ganau jetzt in diese Zeit passt.
Für mich nur anwidernd, der Herr Habeck und sein Gehabe in Auschwitz. Aber jedes Mittel ist eben im Wahlkampf recht, genauso wie der Herr Merz, einfach nur noch anwidernd.......

Hanno Woitek | Di., 28. Januar 2025 - 20:00

als mit 6 Mio ermordeter Juden Wahlkampf zu machen. Politischer Drecksack, das ist er. mehr Worte braucht es nicht.

Sabine Lehmann | Di., 28. Januar 2025 - 20:25

Direkt nach diesem KZ-Besuch könnte sich unser "Bündnismöchtegernkanzler" ja mal an den Küchentisch eines Holocaust-Überlebenden setzen und sich dort die Frage aller Fragen stellen lassen.
Nämlich, warum er und seine Jünger sich vehement und fast ausschließlich für Muslime, die schlimmsten Feinde des jüdischen Volkes, verwenden, deren Einwanderung nach Deutschland forcieren und vor ihrer Gewaltbereitschaft und ihrem Hass auf alles Jüdische die Augen, Ohren und den Mund verschließen? (Vom Hirn mal ganz abgesehen.)

Frau Lehmann, es dürfte schwer sein, heute noch Schoah Überlebende zu finden.
Sehe sehr viel die Sendung Faszination Israel mit interessanten Berichten aus Israel, von und über Israelis und auch mit Schoah Überlebenden.
Was mich dabei immer wieder fasziniert, ist, daß diese Menschen keinen Haß gegen Deutsche haben, sondern nur warnen, daß die Jugend wachsam sein muß. Viel auch in Bezug zu den Grünen und ihrer antiisraelischen und antijüdischen Politik.
Das Besuche in Vernichtungslagern immer aufwühlend sind, kann ich bezeugen.
Es nimmt einem den Atem. Es hinterläßt eine tiefe Wut auf die Täter und Mitläufer. Diese Mitläufer gibt es leider heute wieder zuhauf.

Albert Schultheis | Di., 28. Januar 2025 - 22:23

Alles an diesen Polit-Schaustellern der RotGrünen Khmer ist gestellt, falsch und fake! Zwei Tage nach den Beileidsbekundigungen in Aschaffenburg ("In meinen Gedanken bin ich bei ... Blablabla!") inszenieren sie die große Party gegen Rechts mit dem lustigen, ausgelassenen Selfie einer Horde lachender Gundschulkinder! Sie merken nicht einmal, dass sie sich auf dieselbe Stufe stellen wie diese angesäuselten Partysänger auf Sylt.
Gleichermaßen ist sich der Küchentisch-Psychologe und -Bebalzer aus dem Wirtschafts- und Energieministerium nicht zu schade, seine billigen Holocaust-Kitsch-Befindlichkeiten auf den billigsten sozialen Medien hinauszuposaunen! Wer wollte denn so ein pissblödes Pseudo-Geraune hören! Hat der Mann keinen Anstand! Da hat sich doch gerade erst ein vorheriger dünnschissiger Außenminister völlig über Auschwitz entblödet! Selbst im kitschigsten Als-ob versuchen die noch ihre billigsten Instrumentalisierungen zu lancieren! Die geistig-mentale Not muss wohl sehr groß sein!

Rainer Dellinger | Mi., 29. Januar 2025 - 09:41

Es ist schon verwunderlich, das die Befreier (Rote Armee), ehemals Sowjetunion, jetzt Rußland als politischer Nachfolger und der jüdische Ministerpräsident nicht eingeladen waren. Schließlich haben Menschen dieser Länder die größten Opfer gebracht. Diese Selbstinszenierung der deutschen Politiker ist zugleich entlarvend.

Ernst-Günther Konrad | Mi., 29. Januar 2025 - 09:43

Keine Frage. Rechtsextreme Judenhasser sind genauso namentlich zu benennen, wie alle anderen, oder etwa nicht? Ich frage mich, wo Juden sich lautstark gegen links-grüne Judenhasser wenden? Gegen die muslimischen und besonders die Palästinenser begehren sie zurecht auf. Nur, warum werden nicht auch die solche zumindest zweifelhaften Menschen wie Habeck und Konsorten, die offenkundig nur zum Schein sich vor Juden stellen, warum werden die nicht auch offen benannt und zur Rede durch Juden gestellt? Wann immer ein rechtsextremer Idiot sich antisemitisch äußert oder gar durch Taten auffällt wird zurecht öffentlich darauf hingewiesen. Und was ist mit links-grünen Politikern, die bei antijüdischen Demos mitlaufen, die sich offen oder auch verdeckt gegen Juden im Netz positionieren? Ich will, das niemand, egal welcher Religion und Herkunft in irgendeiner Weise deshalb "verfolgt" wird. Ich höre niemand aus dem Zentralrat, der die links-grüne antijüdische Verlogenheitspolitik offen kritisiert.

Sven G. | Mi., 29. Januar 2025 - 16:47

Nordkurier:
“Habecks Urgroßvater gehörte zu Hitlers engstem Zirkel.
Habeck hat sich dazu nun erstmals geäußert und zwar im Magazin „Bunte“, das an diesem Donnerstag einem Bericht über seine Vorfahren veröffentlicht hat. Demnach gehörte sein Urgroßvater Walter Granzow (1887-1952) zum innersten Führungszirkel des Hitler-Regimes und war mit Propagandaminister Joseph Goebbels eng befreundet. Granzow war demnach Brigadeführer der SS und wurde als Kriegsverbrecher verurteilt, Habecks Großvater Kurt Granzow (1912-1952) war Obersturmführer der SA.”

Ur- und Opa-Bilanz:
27 + 6 Millionen Untermenschen

Deutscher Autor Habeck:
Spiegel:
»Die einzige Wahrheit, die aus Russland kommt, ist die Lüge«
Ntv:
“Müssen Putins (Russlands) Macht zerstören.”
T-Online 2016
"Das Shoppen in München in den Malls von den Frauen von den Schlächtern ist vorbei.”
“Guten Tag Herr Putin, Sie kennen mich noch nicht! “

Da täuscht sich Enkel Robert, - Russlands Archive sind voll von solchen Westdeutschen Biografien.