Die Grünen - Was sie wirklich wollen

Die CDU träumt noch immer von einem schwarz-grünen Bündnis. Dabei zeigen jetzt auch die Weichenstellungen in Bremen: In Wahrheit zieht es die Ökopartei nach links. Grün-Rot-Rot wird damit auch im Bund zur naheliegenden Perspektive

Robert Habeck
Wäre Robert Habeck als Bundeskanzler geeignet? / picture alliance

Autoreninfo

Wolfgang Bok war Chefredakteur und Ressortleiter in Stuttgart und Heilbronn sowie Direktor bei der Berliner Agentur Scholz & Friends. Der promovierte Politologe lehrt an der Hochschule Heilbronn Strategische Kommunikation. Regelmäßig schreibt er für verschiedene Medien Kolumnen zu gesellschaftspolitischen Themen und ist Buchautor.

So erreichen Sie Wolfgang Bok:

Wer Robert Habeck zuhört, wähnt sich Ökotopia ganz nahe: Die Menschen in Einklang mit der Natur, das Klima durch Verzicht gerettet, gesellschaftliche Gräben von Harmonie überbrückt. Wer so wohlig im Ungefähren bleibt, verströmt eine geradezu messianische Strahlkraft, die ihn in Windeseile zum beliebtesten Politiker und nächstmöglichen Kanzler katapultiert.

Mit Robert Habeck und der grünen Co-Vorsitzenden Annalena Baerbock rückt in greifbare Nähe, was für die einen Albtraum, für eine Mehrheit aber die neue Hoffnung ist: ein grün geführtes Kanzleramt, gestützt auf eine grün-rot-rote Mehrheit im Parlament.

Party-Hochburg Berlin

Wer hingegen dorthin schaut, wo Grüne, SPD und Linkspartei bereits regieren, verspürt mehr Chaos denn Ökotopia. Zu besichtigen etwa in Berlin, wo Grüne und Linkspartei dem mäßig beliebten Sozialdemokraten Michael Müller ins Amt des Regierenden Bürgermeisters verhalfen. Die Stadt macht vor allem als Party-Hochburg von sich reden, in der wenig funktioniert und man so tut, als ließe sich der Mangel an günstigen Wohnungen durch Mietpreisdeckel oder Enteignungen lösen.

In Bremen, wo sich die Grünen nun anschicken, eine faktisch abgewählte SPD-Führung erneut an die Schalthebel der Macht zu hieven, ist die Erfolgsbilanz kaum weniger ernüchternd: Das kleinste Bundesland hängt ewig am Tropf des Länderfinanzausgleichs und rangiert bei nahezu allen Rankings als Schlusslicht. Dies hat zwar der SPD geschadet, die mit knapp 26 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit 73 Jahren einfuhr und erstmals hinter die CDU zurückfiel – nicht aber den mitregierenden Grünen.

Die Wahllokomotive Kretschmann

Selbst in Stuttgart, wo alle Spitzenämter (Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Regierungspräsident Wolfgang Reimer und bald auch der Posten des Regionspräsidenten) mit Grünen besetzt sind, überrascht dieser Tefloneffekt. Alle Unzufriedenheit prallt von der einstigen Antipartei-Partei ab, so dass die FAZ für Baden-Württemberg bereits das Besenstil-Theorem bemüht: Trotz ungelöster Verkehrs-, Wohnbau- oder Migrationsproblemen würden selbst in schwarzen Hochburgen CDU-Persönlichkeiten abgestraft und stattdessen kaum bekannte grüne Kandidaten gewählt.

Dies ist vor allem Winfried Kretschmann zu verdanken. Denn der erste grüne Ministerpräsident ist im bürgerlichen Lager beliebter als in der eigenen Partei, die auf den 70-Jährigen als Wahllokomotive noch lange nicht verzichten kann und will. Ohne den präsidial regierenden Ministerpräsidenten würden die Grünen im Südwesten bei weitem nicht so realpolitisch agieren und mit dem frustrierten Juniorpartner CDU relativ gut harmonieren. Deshalb gibt nicht Baden-Württemberg, sondern eben Berlin oder Bremen den Fingerzeig, wohin grüne (Bundes-)Politik tatsächlich führt: klar nach links.

Die Mühen der ökosozialen Umgestaltung

So realpolitisch angepasst sich die Habeck-Baerbock-Partei neuerdings gibt, so spannend dürfte daher das praktische Regieren werden. Zumal, wenn nicht ein konservativ-liberales Gegengewicht wie in einer Jamaika-Koalition aus Grünen, Union und FDP den grünen Hang zum Dogmatismus bremst, sondern Linke und Sozialdemokraten die grünen Fundis wiederbeleben. Für sie ist kompromisslose Klimapolitik auch der Hebel zum grundlegenden gesellschaftlichen Umbau. Dafür steht letztlich – ganz anders als Kretschmann – der gelernte Philosoph Habeck: „Wir müssen wegkommen vom Wirtschaftsmodell des blinden immer mehr.“

„Wenn die Leute nicht mehr mit ihrem Auto in die Städte fahren oder für den Kurzurlaub nach Mallorca fliegen können, dann wollen wir erst einmal sehen, ob immer noch über 20 Prozent für die Grünen stimmen“, sagt Andrea Römmele der NZZ mit Blick auf die Mühen der ökosozialen Umgestaltung. Nicht nur für die Politologin an der Hertie School of Governance in Berlin sind Themen wie Renten oder die Reform des Hartz-IV-Systems „für breitere Bevölkerungsschichten viel schwerer vermittelbar als der zum Mainstream gewordene Klimaschutz“.

Und selbst der wird teuer, wie man beim Wohnungsbau sieht, wo ehrgeizige Ziele zur CO2-Vermeidung eine hochpreisige Energieeinsparverordnung nach der anderen vorschreiben. Grüne Landes- und Kommunalpolitiker sind es auch, die „den Flächenfraß stoppen“ und damit das ohnehin teure Bauland weiter verknappen wollen. Zugleich möchte die Partei aber Migration erleichtern und Asylsuchende besserstellen. Dies dürfte den Bedarf an Wohnraum und Infrastruktur weiter erhöhen.

Mögliche Vizekanzlerin Katja Kipping

Sind die aktuellen Umfragen mehr als eine Momentaufnahme im Klima-Rettungs-Hype, so wollen die Bundesbürger mehrheitlich auch einen politischen Neustart. Offenbar nur zu gerne mit einem grünen Kanzler an der Spitze. Ob ihnen bewusst ist, dass sie damit eine tiefroten Katja Kipping von der Linkspartei als mögliche Vizekanzlerin bekommen? Nach der Weichenstellung von Bremen könnte dies eine reale Perspektive für das Land sein.

Also ist es an der Zeit, dass sich die politische Debatte darauf konzentriert. Habeck und Co. sollten auch dazu konkrete Antworten liefern. Am besten, indem die Medien die Grünen genauso kritisch ins Visier nehmen, wie sie es bei den anderen Parteien längst tun. Und wie es eigentlich journalistische Pflicht ist.

Maria Fischer | Do, 6. Juni 2019 - 18:33

sagt Habeck !!?
Der „belehrende Ton“ ärgerte Sartre und de Beauvoir an Camus. „In Combat wird zu viel über Moral und zu wenig über Politik geschrieben“ (Sartre)
„Beauvoir war der Meinung, Camus Denken sei zu kurzsichtig und schütze sich selbst, indem er sich weigerte, auf schwierige Fragen zu antworten. Es sei einfacher, sich hinter moralischen Prinzipien zu verstecken, als sich im Sumpf von Ideen und Politik die Hände schmutzig zu machen“ Poirier

Danke für diesen guten Kommentar. Sehr selten trifft ein Kommentar
so genau den Punkt!
"Es sei einfacher, sich hinter moralischen Prinzipien zu verstecken, als sich im Sumpf von Ideen und Politik die Hände schmutzig zu machen“ Poirier

aber deshalb waren Sartre undde Beauvoir nicht besser und hellsichtiger. Zum Zeitpunkt als Mao ca. 80 Millionen Chinesen seinem Wahn der kommunistischen Umgestaltung des Landes opferte, verteilte das "Philosophenpaar" die Zeitung des Großen Vorsitzenden "la cause du peuple" in Paris und traten als dessen Apologeten auf. Somit dürfte Camus der Eineugige unter den Blinden der Linken gewesen sein :-).

Liebe Frau Fischer,

unser literaturbewandeter Robert Habeck, Bundeskanzler in spe, liebte
auch Robin Hood - mittlerweile wird Hood´s Hilfsbereitschaft infrage
gestellt. Oder heißt Robin Hood neuzeitlich Robert Habeck?

Monsieur Beuvoir´s Meinung über Habeck wäre ebenso vernichtend.
Inhaltsleer, konzeptionslos, schwach und pathossüchtig, so seine Kritiker.
Rot-Grün-Rot? Die endgültige Vernichtung realisiert Habeck. Er ist, wie
seine grünen Mitläufer, nicht deutschlandfreundlich gepoolt. Sagt er.

Heidemarie Heim | Do, 6. Juni 2019 - 19:18

Dresscode: Das kleine Rote;) Autor Bok scheint ja ein echter Party-Muffel zu sein! Jedoch ein Optimist was unsere Medienvertretungen betrifft. Aus welchem Grund sollten diese so kurz vor dem Ziel ihrer Aktion, nämlich eine gründominierte Regierung regelrecht "herbeigeschrieben" zu haben ablassen, bzw. die so Gepushten einer näheren Betrachtung aussetzen?
Vielleicht brauchen wir Deutschen mal wieder das, was man unter einer sogenannten Konfrontationstherapie versteht, zur Bekämpfung verschiedenartiger Phobien. Warum kommt mir da umgehend die schwarze Witwe in den Sinn? Egal, lasst uns Party machen! Auf "guugel" finden sich bestimmt zuhauf Rezepte gegen den Kater danach. Ups! Das war nicht gendergerecht! Also machen wir aus dem Kater besser diversen Katzenjammer!
PS: Sollte Frau K. tatsächlich das Kunststück gelingen Vizechefin unseres Landes zu werden, kratze ich auf meine alten Tage die Kurve. Und zwar vor Ende der Festivität! MfG

Jacqueline Gafner | Fr, 7. Juni 2019 - 11:26

In reply to by Heidemarie Heim

sollen sich Herr und Frau Jedermann an der rot-rot-roten Diät-Suppe - grün ist da bloss der dekorative Tupfer Basilikum-Pesto obenauf - doch richtig sattessen und das wohlig-warme Gefühl im Bauch geniessen, der erklärtermassen deutlich an Umfang verlieren soll. Die Chancen, dass das auf breiter Front auch nachhaltig gelingt, stehen gut, so man parallel dazu alle ungesunden Nahrungsmittel aus dem Sortiment der Einzelhandelsketten verbannt oder zumindest so verteuert, dass das Gros der Diät-Begeisterten darauf gerne freiwillig verzichtet. Mit den purzelnden Kilos wird man sukzessive auch die Tagesrationen so weit reduzieren können, dass die Suppe auch noch für interessierte Gäste reicht, die sich an diesem zukunftsweisenden Experiment beteiligen möchten. Wohl bekomms!

Martin Höllriegl | Fr, 7. Juni 2019 - 15:43

In reply to by Heidemarie Heim

Hoffentlich ist die Kipping bald Vergangenheit, die Dame denkt zu viel Lifestyle und hat zu wenig Boden unter den Füssen.

Norbert Heyer | Do, 6. Juni 2019 - 19:31

Eine G-R-R Koalition im Bund wäre der größtmögliche Gau für Deutschland auf den Weg in die Mittelmäßigkeit. Nachdem die Medien durch jahrzehntelange pflegliche Schonung der Kanzlerin diesen Stillstand der Politik mit verursacht hat, wurden gleichzeitig die Grünen kritiklos hochgejubelt. Jetzt ist guter Rat teuer. Macht man sich schon Gedanken darüber, wie sich das auf die industrielle Substanz, auf Investitionen und gesellschaftliche Verwerfungen auswirkt? Wollen die Deutschen in ihrer Mehrheit Europa wieder einmal durch einen gefürchteten Sonderweg in die Krise stürzen? Die Grünen werden ihre Chance nutzen, mit den Linken und Roten eine Regierungsbildung hinzubekommen. Da gibt es verwandtschaftliche Gefühle.Damit wären beide Volksparteien am Ende. Den kommenden Umbau unserer Heimat wird keiner
unbeschadet überstehen. Das ist eben Demokratie, verstehen muss ich das aber nicht, wie viele meiner Landsleute auf totale Blender derartig reinfallen können, die Deutschland abschaffen wollen

Robert Müller | Sa, 8. Juni 2019 - 08:48

In reply to by Norbert Heyer

Jetzt wo die Arbeitslosigkeit wieder zunimmt und das mindestens dieses und nächstes Jahr so weiter gehen wird, wird es entscheidend sein, wann die Wahlen zum nächsten Bundestag abgehalten werden. Kommt das noch dieses Jahr, könnte GRR kommen, wenn es länger dauern wird, wird das eher unwahrscheinlich. Übrigens, die gerade neu gestartete Masseneinwanderung - genannt Fachkräfte-Zuwanderungsgesetz - kommt genau zum falschen Zeitpunkt und ich bin sicher, dass man keine Regelung mit eingebaut hat, um bei steigender Arbeitslosigkeit die "Tür" wieder zu schließen. Offenbar wollen Schwarz-Rot 2015 wiederholen. Die AfD wird sich freuen.

Giesela Kramski | Mo, 10. Juni 2019 - 14:52

In reply to by Norbert Heyer

Ich verstehe meine Landsleute auch nicht. Wie können sie die drei islamfreundlichsten Parteien an die Macht haben wollen?
Der angesprochene Umbau unserer Heimat könnte irreversibel sein.

Nach beiden Kriegen lag Deutschland in Schutt und Asche und wurde jedesmal von sehr fleißigen Menschen aufgebaut.
Heute braucht es für so einen Zustand keinen Krieg mehr, dafür reicht eine R-G-R-Regierung. Die Frage aber bleibt, ob man mit der Zuwanderung von Fachkräften den Wiederaufbau und Beseitigung der angerichteten Schäden schafft, denn die Fridays for Future-Jugend und ihre Eltern haben null Bock auf sowas. Außerdem stellt sich die Frage, ob wir überhaupt noch ein Deutschland danach haben werden. Habeck kann mit Deutschland nichts anfangen und Claudia Roth befürwortet beim Demo-Mitlaufen „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ oder „Deutschland verrecke“.
Viele werden froh sein, dass sie solche Zukunft nicht mehr erleben müssen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 6. Juni 2019 - 19:49

ich glaube nicht, dass die Grünen davor Angst haben müßten.
Sie haben nicht nur zwei auch charismatische Personen an der Spitze, sondern viele über das ganze Land verteilt.
Und sie können mit fast allen gemeinsame Politik auf die Beine stellen.
Beachtlich, um es ganz neidlos anzuerkennen.
Wenn sie wenigstens in Klimafragen Antworten geben können....
"Was kann der Habeck, die Annalena dafür, dass sie so.... sind"?
Da möge jeder einsetzen, was er für richtig hält.
Nicht ganz ernst gemeint;)

Gisela Fimiani | Do, 6. Juni 2019 - 21:09

..... „ein liberal konservatives Gegengewicht“ sollte von wem dargestellt werden? Gewiß nicht von von CDUlern, welche die Grünen entscheidend ge-und befördert haben. Die sich bis dato nicht entblödet haben, auf eine Koalition mit den Grünen zu hoffen. Die CDU hat als liberal konservative Kraft versagt und darüberhinaus jede Glaubwürdigkeit verloren.

gabriele bondzio | Do, 6. Juni 2019 - 22:25

habe ich ohne Zweifel, wenn ich vor meine Haustür trete. Ich liebe Grün und Nachhaltigkeit, aber sicher nicht das von Habeck und &. Das Meine ist eine Passion, Liebe zur Natur und Tieren, alten Bautechniken. Das Seine, ein Streben nach Macht und Einfluss, die Natur, Umwelt und Klima nur Mittel zum Zweck.
Eine grün-rot-rote Mehrheit im Parlament, ein erschreckender Gedanke, mit Blick auf die Zustände in Berlin.
Und dieses Chaos offiziell im ganzen Land, ungelöste Verkehrs-, Wohnbau- oder Migrationsprobleme. Dann diese irrigen Gedanken nach Enteignung, die dann mehrheitsfähig werden könnten. Und wer zahlt dann den Länderfinanzausgleich, wenn alle Länder gleichmäßig heruntergewirtschaftet werden? Die Einwanderung (das Pseudonym Asyl kann dann offiziell gestrichen werden) die jetzt immer noch happig ist, würde mit Sicherheit Fahrt aufnehmen.
Habeck-Baerbock-Partei auf dem Kanzlerstuhl, Vizekanzlerin Katja Kipping, mir wird richtig schlecht bei dem Gedanken.

helmut armbruster | So, 9. Juni 2019 - 09:42

In reply to by gabriele bondzio

stimme Ihrer Schilderung voll und ganz zu..
Leider wird dieser Zug nicht zu stoppen sein, da er schon zu viel Fahrt aufgenommen hat. Die Frage ist was man als Passagier tun soll.
Abspringen - sprich auswandern - bevor es zu spät ist oder die Fahrt gegen die Wand bis zum Ende mit machen in der Hoffnung, dass vielleicht doch nicht alles so heiß gegesssen wird wie es gekocht wurde.

Roland Völkel | So, 9. Juni 2019 - 15:41

In reply to by gabriele bondzio

Hallo Frau Bondzio,
sehr schönes, treffsicheres Wortspiel: ÖKOTOPIA.
Haben sie es sich wenigstens Schützen lassen?
Falls es zum Wortcase: "Habeck-Baerbock-Partei auf dem Kanzlerstuhl, Vizekanzlerin Katja Kipping" kommen sollte, würde ein neues Kapitel aufgeschlagen: Das Untergang der alten BRD (in Rekordzeit).
Historiker, Analysten, Schriftsteller & Verlage u.a. würden sich die Hände reiben!
Die wären auf Jahrzehnte ausgelastet mit Büchern in Millionen Auflage. Jede Talksendung (Quasselbude) würde sich mit dem Thema beschäftigen.
Ach, da wäre ja noch Hollywood, die Filmstudios im Babelsberg sowie die dt. Dokumenttarfilmer.
Titelvorschläge für Bücher o. Filmprojekte: Es war einmal die BRD (amerk. Once upon a Time in Germany), Das Ende (wie es wirklich war!), Deutschland schaffte sich ab (Teil 2), Der Untergang (jetzt neu: Der Entgültige), Der Sch(m)uh der Grünen, Desillusionierte pflastern ihren Weg, Die Ritter der Tafelrunde, Games of Greens, DSDS (D.Suchte Den Selbstmord).
Bye

Urban Will | Do, 6. Juni 2019 - 22:47

wenn der Souverän sie an die Macht schickt, dann müssen die Grünen wohl ran.
Demokratie.

Wenn Habeck philosophiert vom Weniger, also von der Abkehr vom blinden Glauben an stetiges Wirtschaftswachstum, gebe ich ihm sogar recht.
Das geht auf Dauer nicht.

Aber um eine Lösung dieses Problems und der vielen anderen intelligent hinzukriegen, so meine Meinung, fehlt es bei den Grünen an ausreichend Hirnmasse. Und bei den potentiellen Koalitionspartnern sehe ich auch nicht viel.
Eigentlich fast nirgendwo mehr.

Der ungebremste Klimahype macht mir Sorgen. Wie leicht das ging, sich nach oben zu katapultieren. Und alle rennen hinterher bis auf... aber ich will neutral bleiben.
Ist so die Politik von heute?

Keiner da, der schreit: „Halt Stopp!!“
Im Sinne von: „Lasst uns endlich mal das Denken anfangen!“

Das kritische Visier der Medien...
Holt es endlich heraus und legt die Schwimmärmel ab, es wurde genug im Strom geschwommen!
@ CICERO: Sie meine ich damit nicht, danke für die guten Artikel

Christa Wallau | Do, 6. Juni 2019 - 23:16

Ja, die zeichnet sich immer stärker als reale Möglichkeit am politischen Horizont ab.

Dabei ist das bürgerlich-liberale Lager stärker als
die "Linksfront" - zumindest in geringem Maße; denn CDU/CSU, FDP und AFD haben zusammen
immer noch m e h r Wählerstimmen als die Links-Grünen.
Doch im Gegensatz zu einer Partei, die sich als Nachfolger der SED (!) ungehemmt etablieren konnte, geben die Altparteien der AfD k e i n e Gelegenheit zum Mit-Regieren und schaffen damit Raum für das hochgefährliche Experiment: Grün-Rot-Rot.
In meinen Augen: Wieder ein eklatantes Versagen der ehemals vernünftigen Volkspartei CDU!
Da lassen sie lieber unser Land in das unvermeidbare Chaos stürzen, das die Links-Grünen m. E. mit tödlicher Sicherheit anrichten werden, anstatt in den sauren Apfel zu beißen und die Konkurrenz rechts von ihnen endlich als Mitspieler zu akzeptieren, wie es sich für "echte" Demokraten gehörte - um Deutschland und den
Deutschen zu dienen.

Da liegt das Problem... im einen Lager wird koaliert egal wie die sich geben bzw. mit wem die zusammenarbeiten ... Stichwort Antifa. Das andere Lager schließt eine zusammenarbeit aus! Dann kommt Rot Rot Grün als Ergebnis und alle heulen! Den einzigen Ausweg den ich grad sehe, mit dem ich Leben könnte und wollte, wäre wenn die Freien Wähler wie in Bayern sich an einer Regierung im Bund beteiligen würden! Seine Stimmer aus Protest der Afd zu geben.. naja... "ihr" die das tut... seid dann mit Schuld an einer linken Regierung! Dass man CDU und SPD nicht mehr wählen kann seh ich ja auch so...

Maria Fischer | Fr, 7. Juni 2019 - 06:10

Sind Sie schon einmal deutschen „Ökospießer“ in Palermo begegnet? Salamanca, Paris, Rom oder Nizza?
Wie sie versuchen eine Spaghetti Aglio e Olio ohne Knoblauch zu bestellen? Pata Negra als Skandal bezeichnen und Steak Frites als Barbarei?
Mussten Sie schon einmal mit ansehen wie Fiori di Zucca seziert werden?
Ich hoffe, dass diese deutsche Spezies in „Ökotopia" so glücklich wird, dass sie andere mit ihrer Präsens nicht mehr belästigen müssen.

Christoph Kuhlmann | Fr, 7. Juni 2019 - 07:28

wäre mal ein interessanter Ansatz. Endlich ein durchgehendes Tempolimit, selbst für Elektro - Porsche. Dafür nehme ich dann auch gerne steigende Mieten und Nebenkosten in kauf. Damit Oberstudienräte bei staatlich garantierter 15%iger Kapitalverzinsung völlig ineffiziente Solaranlagen anschaffen können. Öfter mal ein Stromausfall bei Dunkelflaute wird uns gut tun, gerade im Stress um Weihnachten und Neujahr. Wahrscheinlich werden die Aktienkurse der Akku-Hersteller in astronomische Höhen steigen, damit wenigstens das Handy funktioniert. Die Rückbesinnung auf ein gutes Buch im Kerzenschein wird uns gut tun, wenn wir an den Mohrrüben vom Biobauern knabbern, die endlich endlich fair zum dreifachen Preis gehandelt werden. Vielleicht wird sich sogar die Briefpost erholen, da E-Mails dann kein zuverlässiges Transportmedium wären und wir uns mit dem ÖPNV zum Einkaufen in die Stadt aufmachen, da Paketdienste und Amazon an nicht mehr zu finanzierenden Spritpreisen pleite gehen.

Ernst-Günther Konrad | Fr, 7. Juni 2019 - 07:32

Das ist gar nicht so schwer, hätten sich SPD und CDU mal inhaltich den Sachthemen gestellt und Schritt für Schritt die utopischen Weltverbesserungsideen praktisch nicht umsetzbar seziert und dies auch "lautstark" in Debatten und Talksshows, sowie der schreibenden Zunft unters Volk gebracht. Die gesamte CO² - Debatte wäre so nicht gelaufen, hätten mal Umweltfachleute in der eigenen Partei, sowohl die IPCC - Ausssagen auf Entstehung und Personalbesetzung durchleuchtet. Die Klimahysterie wäre zu verhindern gewesen, es hat sich aber niemand inhaltlich dagegen gestellt. Die Regierung hat sich diktieren lassen und musste mangels Kenntnisse und Überzeugung von den Grünen getrieben, den Part der gesetzgebrischen und praktischen Umsetzbarkeit übernehmen. Es wurde wortreich alles mögliche gefordert, umsetzen sollten es andere. Bis heute bleiben die Grünen ganz praktische konkrete Umsetzungsvorschläge schuldig. Frau Merkel hat in der Partei den Rasen ausgesät und keiner darf ih betreten.

Ernst-Günther Konrad | Fr, 7. Juni 2019 - 07:49

Natürlich haben die Grünen mit ihrem ideologischen Weltfriedensgedanken "Rettung der Erde" und dem Grundsatz: " Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb," jeden friedliebenden Menschen angesprochen und eingelullt. Was in Bremen jetzt stattfindet ist eine Selbstentzauberung. Die wollen einfach nur Macht, wie die anderen auch. Das wäre jetzt gerade für die CDU die Chance, die utopischen Inhalte der Grünen durch Fachpolitiker auseinander zu nehmen und der Öffentlichkeit die Wahrheit hinter grüner Politik zu offenbaren. Dies würde aber bedeuten, endlich der Undercover- Grünen Merkel endlich Paroli zu bieten. Wer im Bundestag die Debatten aber hört erkennt, dass außer AFDlern, keiner, aber wirklich keiner inhaltlich argumentiert. Die haben einfach keine Ahnung und wollen es sich mit dem anderen nichtverderben. Anstatt den Grünen den Spiegel der Realität vorzuhalten, läßt man sie gewähren, vielleicht braucht man sie zur Koalition. Die Wahlen im Osten werden CDU und SPD den Rest geben.

Es wäre so einfach, die Widersprüche der Grünen aufzudecken, aber da müsste man sich den klugen Beiträgen der AfD anschließen. Auf Focus Online wurde kürzlich die Grüne bayerische Schnatterente interviewt. Mehr Windkraft, näher noch an Wohngebiete, die Insekten und Bienchen sollen gerettet werden etc. Und dann kam es : Katha Schulz hat eine Bambus Zahnbürste, die wahrscheinlich auch mit nach Kalifornien nimmt. Und der Schreiberling fragte nicht einmal, wo diese Zahnbürste denn wohl herkommt. Aus heimischem Bambus? Fällt darüber hinaus niemandem auf, dass die massiven Eingriffe in die Schöpfung diese Welt in Gefahr bringt? Dummheit ist die Pest unserer Tage

Das geht wohl gar nicht - oder doch: zum Sinnbild grüner Doppelmoral avancierte im Netz die Gute-Laune-Schleuder der bayrischen Grünen mit Fotos von einem Wochenend-Ausflug (!) aus den USA. Wegwerf-Eisbecher mit Einweglöffel in der Hand … viel Kerosin verbrannt für einen Wochenend-Trip – aber Geld spielt ja keine Rolle … Umwelt und Klimaschutz auch nicht … ?
Zu Hause verbietet man dem Dieselfahrer die Einkaufsfahrt zum Lidl-Markt, aber man selbst fliegt übers Wochenende mal so eben um den halben Erdball. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
Oder auch wenn ein ehemaliger Grünen-Politiker jetzt bei´m Chemiekonzern Bayer als Lobbyist für Glyphosat in Lohn und Brot steht. Beide führen jetzt ihre private Lebenshaltung vor: „erstens kommt das Fressen, dann kommt die Moral!“
(Brecht)

Ernst-Günther Konrad | Di, 11. Juni 2019 - 09:02

In reply to by Günter Johannsen

Und wo wird das dick und breit in den Staatsmedien ausgebreitet, lächerlich gemacht, als politischer Widerspruch hämisch dem Volk präsentiert? Die Grünen können derzeit alles machen, die ör und die Mainstreammedien legen schützend ihre Hand über sie, in dem es nicht erwähnt oder nur ganz kurz in einer nichtsagenden Überschrift versteckt oder aber als rechter Populismus abgetan wird. Wo sind die angeblichen Parteien der Mitte, die doch ganz frisch die Grünen als Gegner erkannt haben wollen? Wo sind die Statements der CDU/CSU, FDP? Warum entzaubert niemand das links-grüne Wellness-Traum-Gebilde?
Die Grünen liefern Unmengen Munition, nur die Parteien haben offenbar nicht die "Waffen" die Munition zu verschießen. Die einzigen die das tun, werden von den Medien ausgeblendet, verschwiegen oder umgedeutet und deren Wähler beschimpft. Genau Herr Johannsen, der Grüne bei Bayer, das müsste doch einen medialen Aufschrei erzeugen oder? Das wäre doch die Möglichkeit für die CDU/CSU,
SPD,FDP?

Aber Frau Jung, die grüne Abo Dauer Grinsende Schulze musste doch aus privater Verpflichtung in Kalifornien mal kurz Eis essen fliegen, der Anton nach Grönland, Eis schmelzen begutachten, der Özdemir mal nach Südamerika Besuch abstatten und der struppige Habeck nach Indien die Umwelt retten. Das waren doch alles umweltfreundliche Tretpedalenflugzeuge und man hat noch was für die Gesundheit getan. Sind Sie doch nicht so böse auf die Grünen, versprochen die werden jetzt das ganze Weltklima von Deutschland aus retten, mit den 2% CO'2 Ausstoss der Deutschen, wo bleibt Ihr Optimismus. Bis zum Weltuntergang haben wir noch genau 12 Jahre Zeit sagen sie. Also E-Autos mit sehr umweltfreundlichen Akkus, die nie explodieren können müssen her, wir werden alle Veganer, gehen nur noch per pedes, rasieren uns nur noch nass, oder nicht, Robert praktiziert das schon
verbieten die Deutschlandfahne usw. und rumms, Klima gerettet. Sonnenauf-untergang wird auch grün geregelt. Alles gut

Gestern mal wieder nebenbei in die BT-Debatte(??) gehört. Dabei fiel mir auf, das sich am Gekeife gegen die AfD und den dazu Applaudierenden der anderen Parteien unmerkliche Verschiebungen auftaten. Das so dachte ich mir, könnte als Gradmesser dessen dienen, was auch der Artikel hier über mögliche Koalitionsabsichten versucht zu beleuchten. Bis auf einzelne Gegenreden mit wirklich bösartig gespickten Unterstellungen gegen die größte Opposition unter Zuhilfenahme längst widerlegter Statistiken und üblicher Anekdoten,fiel bei Einigen eine gewisse Konzilianz auf gegenüber angesprochenen AfD-Anliegen. Beim Thema Verbot der Hamas und Al Quds-Demo wurde natürlich die gute Absicht und Glaubwürdigkeit der Antragssteller scharf negiert, aber ansonsten gerne angenommen um sich je nachdem gegen links-grün abzugrenzen. Die FDP könnte auch mal langsam deutlicher werden im Untermauern von Lindners Ansagen vor der Wahl, anstatt die "Sphinx zu geben". Ansonsten blickt das Kaninchen Richtung Ost;) LG

Da begehen Sie einen Denkfehler Herr Konrad.
Das *Tun* (= Ironie an sich) "Derjenigen welche" beruht nicht auf Ahnungslosigkeit.
Das hat schlichtere Gründe.
a) wider besseres Wissens (= Frage weshalb)
b) Allein Worte genügen (= müssen nicht mal sprachlich die richtigen sein)
Nur die letzten 100 Jahre sind Beleg genug .

Rosa Luxemburgs “Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“ wird von den Grün-Linken umgedeutet und Werte-Umwandlung getarnt mit der Formel „Modernisierung“. Die Modernisierer wollen das Gute - das Glück für alle Menschen – auch für die, die es noch nicht begriffen haben! Die selbsternannten Weltbeglücker wollen Zwangsbeglückung auch für Menschen mit eigener Meinung - wie es auch Hitler, Stalin und Honecker wollten.
Der bekannte Psychotherapeut und Autor Paul Watzlawick formulierte es auf seine Weise: „Das kompromisslose Streben nach dem höchsten Gut – sei es Sicherheit, Vaterland, Friede, Freiheit, Glück oder sonst was immer – ist eine Patendlösung oder (mit Verlaub, Herr Geheimer Rat) eine Kraft, die "stets Gutes will und stets das Böse schafft.“ … Wobei Pat-end-lösung kein Schreibfehler ist, sondern Watzlawicks Vereinigung der beiden Begriffe „Patent“ (positiv) und „Endlösung“ (gruselig).
So bekommt das Schlechte im Guten immer wieder zum Schuss!

helmut armbruster | Fr, 7. Juni 2019 - 08:21

social engineering! Die Gesellschaft besteht aus vielen Individuen. Alle zusammen formen und bilden die Gesellschaft, in der sie leben.
Wer also von gesellschaftlichem Umbau redet meint in Wirklichkeit Umbau des Menschen.
Und dann sind wir sehr schnell in einer Gesinnungsdiktatur, wo einige Funktionäre die einzigen sind, die wissen, was gut oder schlecht ist und daraus die Berechtigung ableiten allen anderen vorzuschreiben dürfen, was sie zu tun und zu lassen haben.

... all dieser linken Gesellschaftsumbauexperimente der letzten 100 Jahre?
100 Millionen Tote, Diktatur, Unterdrückung, Entrechtung, politische Häftlinge usw. usw.
Die Phantasie reicht nicht aus, um die Schrecken dieser linken Experimente zu denken.
Und ein großer Teil unserer Gesellschaft ist tatsächlich bereit, einen linken Gesellschaftsumbau toll zu finden? Warum in aller Welt soll eine rrg Regierung das in der Geschichte ERSTE, ja wirklich ALLERERSTE linke Experiment werden, das funktioniert?
100 Prozent aller bisheringen linken Experimente sind vollumfänglich krachend gescheitert!
Wir naiv können Menschen eigentlich sein... unfassbar...
Danke Herr Armbruster - ich sehe das genauso...

Herr Armbruster, sie haben den Sachverhalt erkannt. Die Linken haben aus der Geschichte nichts gelernt. Vor 30 Jahren implodierte der Arbeiter und Bauern Staat sozialistischer Prägung. Heute, so glaubt man, haben die Menschen diese Diktatur vergessen. Die Idee des Sozialismus blüht wieder auf. Dabei verschweigt man oder will es nicht wahr haben, dass im Sozialismus der Mensch nur ein Objekt ist. Ein Subjekt liebt die Freiheit des Geistes, damit kann der Sozialismus nichts anfangen; Seine Lehre ist absolut und nicht verhandelbar. Denn er ist ja nur die Vorstufe zum Kommunismus, wo alles absolut gleich ist - bis auf die Nomenklatura. Jeder sollte mal darüber reflektieren, weshalb wir in Europa 70 Jahre in Freiheit und Frieden leben - weil das Subjekt Mensch keine Lust verspürt sich selbst ins Unglück zu stürzen.

Dennis Staudmann | Fr, 7. Juni 2019 - 08:49

schon sehr gläubig. Jeder, der nun meint, dass die Grünen uns nun die weisse Weihnacht und auch den verregneten Sommer zurückbringen, sollte einfach mal einen Blick auf den Globus werfen. Da sieht man einen ganz kleinen Fleck und der heisst Deutschland. Selbst wenn wir morgen alle in Hütten aus Laub und Reisig wohnen und uns von Beeren ernähren würden, um kein Feuer anzünden zu müssen, würde das am Klimawandel nichts ändern. Aber man glaubt eben weiter daran und kann mit seiner Stimme für Robert die Greta umarmen. Kürzlich sah ich im TV die Katrin Göring-Eckardt. Auch wenn sie es gleich versuchte zu relativieren, fantasierte sie über die "alte Welt" und die "Moderne", womit sie selbstverständlich ein Land, beherrscht von den Grünen, meinte. In Berlin werden wir seit Jahren von dieser Partei (mit)regiert. Ich kann nur jeden einladen, sich anzuschauen, was das in der Realitöt bedeutet. Das alles gibt es gratis dazu, wenn man "grün" für's Klima wählt.

Bernd Schiebener | Fr, 7. Juni 2019 - 09:00

Für diesen Fall rate ich schon mal den Leistungsträgern und der produzierenden Industrie die Koffer zu packen und das Land der Windmühlen rechtzeitig zu verlassen. Über Hessen lacht heute die Sonne -über Deutschland die ganze Welt. Frau Kipping als Vize-Kanzlerin angedacht - liebe Cicero Redaktion bitte nehmen sie in Zukunft Rücksicht auf meinen hohen Blutdruck .........

Wolf-Dieter Hohe | Fr, 7. Juni 2019 - 11:44

@ Herr Urban
Wenn die Politik Intendanten, Programmdirektoren und Einnahmen Ihrer Lautsprecher - ehemals Stadtschreier benannt - bestimmt, ihre Redakteure parallel, indirekt via Sender geförderte, private Unternehmen führen...
Was bitte, Herr Urban, ist da zu erwarten.
Das sagt Einer der lange Jahrzente gebraucht hat zu begreifen wie das 3te Reich entstehen konnte, welches Ausmaß, dabei fingerzeigend auf andere Länder, die Korruption angenommen hat. Ich begreife Heute gar nicht wie ich angesichts der geschichtlichen Vergangenheit des sich selbst,als herausragendes Geschöpf, Mensch benennende Mitbewohner dieses Planeten, annehmen konnte, dass sich in der Minute meines zufälligen Lebens irgendetwas grundsätzlich geändert haben sollte. Ewig währende Steinzeit.
Das sagt jemand übrigens jemand der mit Resignation nichts am Hut hat.

Bernd Muhlack | Fr, 7. Juni 2019 - 15:37

"Everthing that can go wrong, goes wrong!"

Bei der Lektüre des sehr guten Artikels fiel mir ein Song des ollen Jürgen Zeltinger aus Kölle ein: "Entzug" - "... ich mach mer jetzt die Fläsch op, sunst jiedet nimmi wigger!"

Okay, turnusgemäß ist die nächste Bundestagswahl im Herbst 2021 und bis dahin läuft (hoffentlich) noch viel Wasser den Rhein herunter. Aus meiner Sicht ist das das worst-case-Szenario!

Wie sagte Lothar de Maizière in 2016 (?):
"Wenn ich alles sagen würde, was mir bekannt ist, könnte dies in Teilen der Bevölkerung zu massiver Beunruhigung führen"

Frohe Pfingsten!

Ernst-Günther Konrad | Fr, 7. Juni 2019 - 18:52

In reply to by Bernd Muhlack

.. ich mach mer jetzt die Fläsch op, sunst jiedet nimmi wigger!" Herrlich ihre Vielfalt an Kommentarinhalten, immer etwa humorgespickt. Man kann ja aus zwei Gründen trinken. Der eine, weil er sich oder andere oder einen Wahlerfolg feiert.
Der andere, weil er sich, das Elend anderer oder einen fuminanten Wahlmisserfolgt schön trinken will.
Ich hoffe, die Ostwahlen und dann notwendig werdende Neuwahlen, lassen uns Kommentatoren die Sektkorken knallen lassen. Wer weis, ob nicht auch Sekt demnächst als CO² fördernd im Anbau und dem Verzehr verboten wird.
Auch Ihnen und den übrigen Kommenatoren schöne, sonnige Pfingsten.

Susanne Dorn | Sa, 8. Juni 2019 - 20:53

Dem Souverän kann ich nur empfehlen, im Internet zu recherchieren, wie die Partei die GRÜNEN entstanden ist und welche Gesinnung die Gründer hatten. Diese Partei hasst das deutsche Volk und unser Land (wie SPD und SED auch). Und sie wird die Vernichtung gnadenlos und ohne irgendwelche Skrupel schnellstmöglich vorantreiben. Durch Islamisierung, Ökodiktatur und Planwirtschaft. Die durch und durch grüne Kanzlerin ist eine perfekte Helferin, dieses Ziel schnell zu erreichen. Die Umweltministerin und Physikerin Merkel sagte schon 1995 „CO2 sei so giftig, es könne die ganze Menschheit ausrotten“. Das ist ideologischer Ökowahn, der Tatsachen völlig ignoriert. Und wir haben diesen Unsinn, durch stabsmäßige Indoktrination, auch noch zu glauben. Wählerboykott gegen die GRÜNEN ist die einzige Lösung und Aufklärung eines jeden deutschen „Träumers“ durch uns Bürger mit gesundem Menschenverstand!

Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren!

Brigitte Simon | So, 9. Juni 2019 - 20:37

Nein, das sagte nicht Karl Valentin, das ist O-Ton
Robert Habeck. Sein volles Leben als philosophier-
ter, kurzfristig stellvertretender Ministerpräsident
in Schleswif-Holstein zuständig für Energiewende,
Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung.
"Es gab schon schlechtere Minister" kapitulierten
damals die Schleswig-Holsteiner. Abschiedneh-
mend forderte er:"Die GRÜNEN müssen im Norden
linker werden".
Was kommt auf uns zu? Habecks Mißachtung un-
serer Demokratie wird von den Medien ausge-
klammert. Er und seine Begleiterin Baerbock wer-
den von diesen umschwärmt. Von Trittin inspiriert,
getrieben.
Bereits 2011 erlebten die GRÜNEN mittig in der da-
maligen Legislaturperiode einen Höhenflug in den
Umfragen mit fast 23 %. Bei der Bundestagswahl
2013 gerademal 8,4 %. Die Hoffnung stirbt zu-
letzt.
Das Problem an den GRÜNEN, und zwar nicht nur
in Deutschland, sondern in ganz Europa ist, daß
sie keine Tagespolitik im klassischen Sinne betrei-
ben, sondern

Brigitte Simon | So, 9. Juni 2019 - 20:49

sondern letzten Endes die ganze Welt retten wollen. Sie ähneln dadurch mehr einer Sekte als einer poli-
tischen Partei, und dulden keine abweichenden
Meinungen. Gesinnung ersetzt bei ihnen Verant-
wortung, das diffuse, aber befriedigende Gefühl
auf der richtigen Seite zu stehen, substituiert,
wo Pragmatismus und robustes Zupacken notwen-
dig ist. Ich persönlich halte diese GRÜNE-Heilslehre
für eine der größten Bedrohungen unserer libera-len, individualistischen und freien Gesellschafts-
ordnung.

Sehr geehrte Frau Simon, Ihrer kritische Haltung gegenüber den Grünen möchte ich weitgehend zustimmen. Doch ob sie wirklich eine Bedrohung für unsere liberale, individualistische und freie Gesellschaftsordnung darstellen, diesbezüglich bin ich mir nicht so sicher. Denn gerade die Grünen sind ja diejenigen, die einen individualistischen Lebensstil besonders intensiv pflegen. Die Frage, die ich hier in den Raum stellen möchte: Ist es richtig, daß dem Individualismus in einer demokratischen Gesellschaft so ein hoher Stellenwert beigemessen wird; denn zu einer Demokratie, die diesen Namen verdient, gehören ja auch Solidarität und Gleichheit.
mfg

Klaus Peitzmeier | So, 9. Juni 2019 - 22:22

Die Bremer werden jetzt zum Polit-Versuchslabor.
Ohnehin in fast allen Kategorien im Länderranking auf den letzten Plätzen, bekommen sie jetzt vielleicht den erhellenden Rot-Rot-Grünen Gnadenschuß.
Deshalb: Nichts ist unnütz, es kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 11. Juni 2019 - 09:27

dass Ihnen so eine Entwicklung nicht schmeckt, aber im Wesentlichen haben sich die Grünen von der SPD abgespalten, die Linken bilden eine naheliegende Ergänzung.
Es spricht doch für das Hineinwachsen, wenn Grüne und Linke auch mit der CDU können.
Im Osten ohnehin.
Es wird bei anhaltend hohen Ergebnissen für die AfD im Osten, was ja nicht ausgemacht ist, eher zu Bündnissen mit den Linken als mit der AfD kommen, mit den Grünen sowieso.
Hat Merkel auf AKKs Bemerkung zu den Grünen gepocht?
Sie hat auch vor der Roten Gefahr in Thüringen gewarnt, um es kurz zu machen, Merkel nehme ich nicht ernst, aber AKK sollte genau ihre Worte wählen und am besten CDU-Politik nach vorne stellen statt in asymmetrischen Wahlen zum Juniorpartner der Grünen werden zu wollen.
CDU-Politik dürfte die AfD schrumpfen lassen, SPD-Politik auch die Grünen?
Nein, ich denke eher auch die AfD.
Einfach als Entwicklung, nicht als Ergebnis harter "Kämpfe" mit der AfD.
Unser System gewährt allen politische Arbeit

Günter Johannsen | Fr, 14. Juni 2019 - 16:54

Die SPD sollte sich auf ihre ureigensten Werte, Themen und Ziele besinnen - demokratisch und sozial mit der eigenen (!) Bevölkerung - und auf gestandene Politiker wie Willy Brandt zurückgreifen, der schon früh warnte: „Wer sich auf die kommunistische Einheitsfront einlässt, geht daran zugrunde!“ Also ´raus aus der Koalition mit den SED-Nachfolgern DIE LINKE in Thüringen.
Auch Kurt Schumacher hatte gewarnt: "Kommunisten sind nur rotlackierte Nazis. Ihnen ist gemeinsam der Hass auf die Demokratie und der Hang zur Gewalt!"
Und auch ´raus aus der Koalition mit der heruntergekommen CDU, die von einer früheren FDJ-Sekretärin an den Rand des Abgrundes geführt wurde! Zum echten Neuanfang gehört: sich auf sich selbst besinnen und auf seine Werte!
Die grüne Eintagsfliege hat sich selbst erledigt und ist am Abschmieren, denn mit Links-Populismus der APO- und RAF-Sympathisanten wollen denkende Menschen nix zu tun haben!