Diesel-Fahrverbote - Kampf dem Diesel, Kampf dem Wohlstand

In der Debatte um Diesel-Fahrverbote beklagt Volkswagen-Chef Herbert Diess einen „Feldzug“ gegen das Auto. Er handelt aus Eigeninteresse, trotzdem hat er recht. Die Konzernmanager würden unter einem Diesel-Aus nicht einmal besonders leiden, im Gegensatz zu Arbeitnehmern und Otto-Normalfahrern

Straßenschschild: Diesel-Fahrverbot
Was bringen Diesel-Fahrverbote wirklich? / picture alliance

Autoreninfo

Wolfgang Bok war Chefredakteur und Ressortleiter in Stuttgart und Heilbronn sowie Direktor bei der Berliner Agentur Scholz & Friends. Der promovierte Politologe lehrt an der Hochschule Heilbronn Strategische Kommunikation. Regelmäßig schreibt er für verschiedene Medien Kolumnen zu gesellschaftspolitischen Themen und ist Buchautor.

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Der Diesel ist an allem Schuld. Ein Verwaltungsgericht nach dem anderen verhängt Fahrverbote für den Selbstzünder, der einmal als geniale Erfindung deutscher Ingenieurskunst gegolten hat. Letztlich betroffen davon sind 15,2 Millionen Pkw-Besitzer. Denn ein Auto, das bestimmte Ziele nicht mehr anfahren darf, verliert drastisch an Wert und wird letztlich unbrauchbar.

Damit wird das Gebot der Verhältnismäßigkeit, das selbst das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in seiner Verbotsentscheidung angemahnt hat, außer Kraft gesetzt. Betroffen ist auch der Gelegenheitsfahrer, der die Umwelt weit weniger belastet als etwa der Vielfahrer mit Benziner. Doch keine Sorge: Auch ihnen wird es bald an den Kragen gehen. Dafür wird die selbsternannte „Deutsche Umwelthilfe“ (DUH), unterstützt von Grünen, Greenpeace & Co., schon sorgen.

Fakten spielen keine Rolle mehr 

Der Mehrheit der EU-Staaten ist die dominante deutsche Automobilindustrie mit ihren PS-starken Fahrzeugen ohnehin ein Dorn im Auge. Ihr können die Grenzwerte nicht streng genug sein. Dabei ist der Verbrennungsmotor das erste Opfer, das erbracht werden muss, um die Welt vor dem Höllenfeuer zu retten. Er ist zwar nur eine Ursache für den CO₂-Ausstoß, der maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich gemacht wird. Aber Fakten spielen in dieser Debatte ohnehin keine Rolle mehr. 

Das beginnt schon bei den Grenzwerten. Sie sind einzig von Statistiken abgeleitet und politisch gesetzt. Warum etwa sollen an Straßen nur 40 Mikrogramm Stickoxid (NOx) pro Kubikmeter erlaubt, am Arbeitsplatz aber 950 und in der Schweiz gar 6000? Würde man die strengen Werte von Kohlendioxid oder Stickoxid im Verkehr auf alle Lebensrisiken anwenden, müsste sofort das Rauchen verboten und der Verzehr von Fett und Zucker untersagt werden. Es ist kein einziger Fall nachgewiesen, wo jemand durch CO2, NOx  oder Feinstaub direkt zu Tode kam, rechnet Dieter Köhler, der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Lungenheilkunde, vor. 

Im Gegenteil, die Lebenserwartung der Deutschen steigt beständig, auch und gerade in den Großstädten. Denn dort stehen Notärzte binnen weniger Minuten bereit, um etwa Herzinfarkte – eine der größten Lebensrisiken – umgehend zu behandeln. Hier zählt jede Sekunde. So gesehen nützt dem Landvolk, das weite Wege zur medizinischen Versorgung gehen muss, seine vermeintlich saubere Luft wenig. Zudem: Warum zieht es so viele Menschen, junge wie alte, die die Städte, wenn das Leben dort so hektisch, teuer und gesundheitsschädlich ist? Um dann dort ein Landleben bei voller Infrastruktur zu fordern?

Deutschland ist auf den Diesel angewiesen

Dazu braucht es natürlich viele dienstbare Geister, die täglich von weit entfernt in die Metropolen pendeln – und dabei auf ihr Auto angewiesen sind. Auch viele Transporter und Lkw sind zur Versorgung nötig, allesamt mit Diesel betrieben. Ein Blick auf die morgendlichen Staus und übervollen Busse und Bahnen genügt, um ein realistisches Bild unserer Mobilität zu gewinnen. 

Man bedenke: Ein Drittel der Wertschöpfung eines E-Mobils entfällt auf die Batterie. Sie entfällt damit für Deutschland, wo immer noch mehr als 800.000 Menschen gut verdienend in der Automobilbranche beschäftigt sind. Und weitere Millionen als Zulieferer und Dienstleister. Auch hier verhilft ein Blick auf Gewerbe- und Stadtrandgebiete zur Wirklichkeit. Denn hier hieße die „Verkehrswende“ zunächst Verödung. Fahrradgeschäfte werden den prächtig wuchernden Wohlfahrtsstaat jedenfalls nicht nähren können. 

Keine gute Öko-Bilanz für E-Mobilität

Wenn heute drei Autos in einer Straße ihr E-Mobil gleichzeitig schnellladen wollen, bricht das örtliche Stromnetz zusammen. Dabei sind bislang gerade mal 5.861 Stromer zugelassen, also ein Bruchteil der angestrebten Millionen E-Pkw. Es fehlt also nicht nur am Strom, sondern an Transformatoren, dicken Kabeln und Ladestationen. Hartnäckig ignoriert werden auch jene Studien, die der E-Mobilität beileibe keine positivere Ökobilanz zusprechen. Allein die Herstellung der Großbatterien verschlingt viel Energie und belastet die Umwelt. Ungeklärt ist auch die Frage: Wohin mit den kleinen Chemiefabriken, wenn sie nach fünf bis sieben Jahren den Geist aufgeben? Jeder Heimwerker kennt die stark begrenzte Lebensdauer von Batterien. 

Es verwundert, ja frustriert, wie all diese negativen Aspekte einer „ökologischen Verkehrswende“ ausgeblendet werden und allein dem Diesel-Besitzer die Last durch kalte Enteignung aufgebürdet wird. Haben sie keine Lobby? Dass außer VW-Chef Herbert Diess die meisten Manager der Automobilindustrie schamhaft schweigen, kann man gut nachvollziehen: Sie erwarten zunächst einen Auftragsschub für Benziner – und wenn auch diese nicht mehr geduldet werden, sind sie durch satten Pensionsverträge abgesichert. Aber wo sind die Gewerkschaften, die doch im Automobil- und Motorenbau ihre stärksten Bataillone verorten müssen? Wo die Politiker, die sich in Talkshows um die „arbeitende Mittelschicht“ sorgen? 

Die Krisensignale sind bereits unüberhörbar. Brexit, Handelskrieg und die italienische Schuldenkrise sind nur drei Stichworte, die bereits auf die Konjunkturdaten drücken. Doch in Berlin regiert die Sorglosigkeit. Wohlstand macht blind. Auch dafür, dass mit dem Kampf gegen den Diesel für das Weltklima ohnehin wenig gewonnen ist: In Ost- und Südeuropa freut man sich über die vielen gebrauchten Dieselfahrzeuge, die nun günstig wie nie zu haben sein werden. 
 

martin falter | Do, 18. Oktober 2018 - 12:03

aber irgendwann bricht der Krug und wenn es beim falschen Aufhänger Diesel ist. Seit Jahrzehnten wird in Deutschland nur auf den Induvidual Verkehr Auto gesetzt. Wir besitzen zwei Autos die unbedingt notwendig sind um zur Arbeit zu kommen. Warum ist der öffentliche Nahverkehr in den 70 er stecken geblieben? Das ist doch der eigentliche Skandal. Die Hersteller wollen bloß verkaufen aber die Politik sollte auf der Seite des Volkes und der Umwelt stehen. Tun sie aber nicht.
Jetzt kommt das System an seine Grenzen.

Der öffentlliche Nahverkehr hat in der Konkurrenz zum Individualverkehr nicht die allergeringste Chance, weil er aus seiner Beschaffenheit heraus niemals so flexibel wie bsw. ein Auto sein kann. In Vietnam sind nur nur die wenigsten in der Lage sich ein Kfz. zu leisten. Nutzen die Menschen Hanois deshalb etwa in Mehrheit Bus & Bahn? Nein, sondern stattdessen in einer schier ohrenbetäubender Flut das Moped. Sind die Bürger Tiranas vor dem Zusammenbruch des Kommunismus nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren? Nein, für sie war stattdessen das Fahrrad das Fortbewegungsmittel der ersten Wahl gewesen. Ein Fahrrad, ein Moped oder ein Auto bedeutet FREIHEIT, denn es kennt keine (zeitlichen)Fahrpläne und Streckennetze und bringt seinen Nutzer bis vor die Haustür. Zudem ist man mit einem eigenen Gefährt nicht gezwungen seine Privatsphäre quasi Fahrstuhlkabineneng mit anderen (möglicherweise erkälteten) fremden Menschen zu teilen. Und billiger ist es zudem auch noch. Gegenargumente?

Viele Grüne waren in ihrer Jugend RAF-Sympathisanten und ultralinke Demokratiegegner, die z.T. von der DDR aus gesteuert und finanziert wurden. Heute ist die naive Nachfolgegeneration dieser Grün-LINKS-Phantasten am "Ruder" und träumt von Macht und "Weltfrieden", als wäre unser Planet ein Spielplatz für infantile Honecker-Jungpioniere!
Sie verschleudern unsere Werte ohne Sinn und Verstand, aber mit Fleiß! Wer Grüne wählt, wählt statt "Weltfrieden" den Untergang der Vernunft !
Die Panikmache vor dem Weltuntergang gehört zu ihrer "Überzeugungstaktik" und ist der erste Schritt zur sozialistischen Konzern-Verstaatlichung …
Das ist ganz im merkelschen Sinne?!

wurden von der Bundesbahn vom Fernverkehr abgehängt. Besonders macht sich das in Chemnitz bemerkbar - eine Großstadt ohne ordentliche Anbindung an das Fernverkehrsnetz. Auch der öffentliche Nahverkehr in viele Regionen entspricht nicht den Bedürfnissen der Menschen. Gute Verbindungen führen dazu, dass man das Auto lieber stehen lässt, anstatt sich damit in den Großstadt-Trubel zu wagen.

Michaela Diederichs | Do, 18. Oktober 2018 - 12:30

Erstklassiger Beitrag, dem nichts hinzu zu fügen ist.

Claus Bänsch | Do, 18. Oktober 2018 - 12:30

Am Beispiel des Streits um den Diesel lässt sich sehr schön erkennen, dass sich Diskussionen ohne Fakten viel kreativer führen lassen. Sonst müssten alle Teilnehmer dieses Diskurses eigentlich für ein Verbot von benzinbetriebenen Fahrzeugen eintreten, einfach deshalb, weil ein Dieselmotor einen höheren Wirkungsgrad als ein Benziner hat. Für alle, die davon noch nie gehört haben: höherer Wirkungsgrad = höhere Leistung bei gleichem Verbrauch oder gleiche Leistung bei geringerem Verbrauch.
Aber solche Wahrheiten scheinen niemanden zu interessieren

Michaela Diederichs | Do, 18. Oktober 2018 - 22:27

In reply to by Claus Bänsch

Dankeschön, dass Sie darauf hinweisen. Die Diskussionen haben derartig kreative Dimensionen angenommen, dass ich persönlich gerne sämtliche Autos (Taxis, Lieferverkehr, Krankenwagen, Polizei und Autorennen! etc.) aus der Stadt verbannen würde. Pendler werden nicht mehr pendeln, weder mit dem Auto noch mit überfüllten ÖPNV. Das schafft im ländlichen Raum ganz neue Perspektiven und vermutlich sogar Arbeitsplätze. Und die Städter könnten endlich ihre Straßen so nutzen wie sie es sich wünschen: per pedes oder mit dem Fahrrad. Gut, im Falle des Herzinfarktes ist der Arzt erst nach 20 Minuten mit dem E-Bike da. Das ist er im ländlichen Bereich aber auch mit dem Auto erst nach 20 Minuten. So geht gelebte Chancengleichheit.

Günter Johannsen | Sa, 20. Oktober 2018 - 19:39

In reply to by Claus Bänsch

Heute geht es um grünen Populismus, nicht um Wirtschaftlichkeit ….
Grün ist das neue Rot! Wenn man beide Farben mischt, kommt dann nicht Braun heraus … oder Rotbraun?

Bernhard jasper | Do, 18. Oktober 2018 - 12:41

Städte waren immer auch Produkte ihrer Verkehrsmittel, schon im Mittelalter (ohne Verkehr, keine Städte).
Ein großer Teil ist ohne Autoverkehr, oder anders gesagt, ist mit öffentlichen Nahverkehr gar nicht erschließbar (städteplanerisch). Periphere Bereiche sind ohne Auto auch gar nicht zu nutzen.
Und so wird auch die individuelle Mobilität (neben der Wohnungsnot) ökonomisch zum existenzbedrohenden Szenario in Deutschland. Wohnungsnot und Verkehrssteuerung- das Sinnbild deutscher Freiheit.

Wolfgang Selig | Do, 18. Oktober 2018 - 12:45

Herr Bok, Sie schreiben, Wohlstand mache blind. Welchen Wohlstand meinen Sie? Die Empfänger bei den Tafeln werden mehr, Bundeswehrfahrzeuge sind immobil, Brücken marode, die Altersversorgung bedroht, der ÖPNV im Westen auf dem Stand von 1989 und das private Vermögen unter dem von Italien. Meine Wahrnehmung ist anders.

Ja, Herr Selig, Sie suchen nach dem Wohlstand in D. Fahren Sie doch einfach ins inner-und außereuropäische Ausland. Da gibt es viele Staaten ohne funktionierende ÖPNV oder Fernverkehr auch keine zu sanierenden Brücken, erst recht keine Tafeln oder Alters-/ oder Krankenversorgung.

Meine Wahrnehmung von Wohlstand unterscheidet sich von der Ihrigen diametral. Wir haben so viele, sehr hochpreisige PKWs dass wir sie in den Städten nicht mehr parken geschweige noch fahren können. Wir haben Versicherungen für Alles, ob nötig oder nicht, wir leben in Wohlstand um den uns fast alle Staaten dieser Welt beneiden.Warum drängen wohl so viele Flüchlinge und Asylsuchende nach Germania .

Herr Selig, Sie haben mit Ihrer Kritik an

den Verhältnissen in D. jeden Maßstand verloren und noch nicht wahrgenommen , dass es in der Geschichte der Deutschen noch nie so hohen Wohlstand gegeben wie heute. Ihre Bemerkungen weisen Sie als übersatten Wohlstandbürger aus,der wegen Schnupfen zu Notarzt geht.

Yvonne Walden | Do, 18. Oktober 2018 - 13:06

Wenn Wolfgang Bok der "Deutschen Umwelthilfe" die Schuld an der Diesel-Misere in die Schuhe schieben will, ist dies nicht korrekt und ungerecht.
Schuld für dieses Dilemma tragen ausschließlich die Autokonzerne, allen voran der Volkswagen-Konzern. Und die Aussage, Deutschland sei auf den Diesel angewiesen ist ebenfalls unzutreffend und irreführend.
Die deutschen Autobauer - allen voran VW - haben versagt auf der ganzen Linie. Anstatt in jeglicher Hinsicht technischer Vorreiter zu sein, ist die deutsche Automobilindustrie selbstverschuldeter Verlierer des technischen Fortschritts.
Deshalb ist es falsch, diese Konzerne auch noch - wie Herr Bok dies versucht - in Schutz zu nehmen. Diese Unternehmen müssen für die angerichteten Schäden, unter denen die Autokäufer zu leiden haben, in Regress genommen werden, ohne wenn und aber.
Die Autolobby darf auf keinen Fall als Sieger hervorgehen, sondern muss für sämtliche Schäden zur Rechenschaft gezogen werden. Hoffentlich bald!

Ihr Kommentar ließt sich wie aus dem Wahlprogramm der GRÜNEN - Faktenfrei, Behauptungen ohne Nachweise und Autobashing - rein idiologisch getrieben.
Mir fehlen Ihre belastbaren Darlegungen, denn Ihr Beitrag besteht aus Behauptungen, denen faktenbasiert bereits großteils im Artikel widersprochen wird.
Seien Sie doch bitte so freundlich und reichen Sie für Ihre Behauptungen (Autoindustrie versagt, für sämtliche Schäden zur Rechenschaft gezogen werden, usw.) Nachweise (Links, Literaturquellen) nach.
Ober haben Sie den Artikel nicht gelesen ?

Yvonne Walden | Fr, 19. Oktober 2018 - 16:53

In reply to by Helene Kaiser

Liebe Frau Kaiser, ich bin nicht - wie Sie vermuten - das Sprachrohr einer Partei, auch nicht der BÜNDNISGRÜNEN.
Ich sehe mich lediglich als Autofahrerin, die versucht, die Schuldigen an diesem Diesel-Skandal zu finden und zu entlarven.
Alle unabhängigen Automobil-Experten haben seit Monaten, ja inzwischen seit Jahren erklärt, daß die insbesondere die deutschen Kfz-Hersteller innerhalb der EU "ein falsches Spiel gespielt haben".
Sie wollen nach wie vor mit PS-starken Karossen ihre Gewinne machen, denn teurere Autos bringen bekanntlich mehr in die Kassen als Kleinwagen. Das dürfte klar sein.
Große Fahrzeuge verbrauchen jedoch zwangsläufig mehr an Kraftstoff und verpesten folglich auch in höherem Maße die Umwelt als etwa Kleinwagen. Daß gerade die deutschen Auto-Hersteller also viel zu spät auf Alternativen gesetzt haben, dürfte sich schon bald rächen. Leidtragende werden jedoch nicht die Aktionärinnen und Aktionäre der Konzerne sein, sondern wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Offensichtlich sind Ihnen die im Artikel genannten Argumente und weiterführende Informationen nicht zugänglich. Und leider sind Sie auf meine Bitte Quellen für Ihre Behauptungen nachzureichen („…die Schuldigen an diesem Diesel-Skandal zu finden und zu entlarven…“,“…insbesondere die deutschen Kfz-Hersteller innerhalb der EU "ein falsches Spiel gespielt haben…“) nicht nachgekommen. Sie bleiben bei Ihren pauschalen ideologischen Behauptungen.
Allerdings habe ich auch nichts anderes erwartet. Zu den bereits im Artikel erwähnten Fakten noch etwas neues. z. B. heute auf WELT Online wieder zu lesen, dass 51% der Stickoxyde und Feinstaub aus der Landwirtschaft stammen. Des Weitern sind PKW für max. 1/3 des entsprechenden Ausschosses in den fraglichen Städten und Strassen verantwortlich, der Rest geht zu Lasten von Lieferfahrzeugen und Bussen.

Mahdi Sameh | Do, 18. Oktober 2018 - 14:17

"Wohlstand macht blind." Diese Aussage lässt sich mittlerweile auf nahezu jedes Politikfeld beziehen.

Dieter Würfel | Do, 18. Oktober 2018 - 14:23

an denen scheint der Kelch offenbar gänzlich vorbeizugehen? Auch wenn deren Motoren nicht "manipuliert" sind (aber ist das sicher?), sollte auch hier ein grundsätzliches Umdenken initiiert werden.

Bernd M Heinrich | Do, 18. Oktober 2018 - 14:48

Wenn man den Aufsatz von Herrn Köhler liest könnte man wirklich glauben im Mittelalter zu leben.
Er bestreitet nicht die Basis der Studien zu Feinstaub,
sehr wohl die gezogene unbewiesenen Schlüsse.
Aber wen interessiert das schon!!
Ich habe mich gefragt warum Autokonzerne nicht gegen die Schlüsse der sogenannten 'Erkenntnisse' der Feinstaub Studien vorgehen.
Ist aber eigentlich klar : Neuverkauf bevor der
der Verbrennungsmotor insgesamt von den 'Gutmenschen' abgeschafft wird, ist natürlich das bessere Geschäft.
Nachrüstung, technisch problematisch oder nicht, lässt die Kassen bei weitem nich so klingeln!
Unseren Volksvertretern, die immer den passenden Untersatz haben,sind unsere Interessen und Nöte doch ziemlich egal....
Dieser Eindruck verfestigt sich leider immer mehr

Christoph Meyer | Do, 18. Oktober 2018 - 14:49

Ob sie nun DUH, Die Grünen, NGO, EU oder halt Fritz Gessler heißen: Diese ökologisch angehauchten Stadteliten, meist Verbalarbeiter, haben Pech beim Denken, aber viel grüne Meinung, die sie durch ihre viele freie Zeit in die Welt hinaus posaunen können.
Es steht jedem dieser "wichtigen" Meinungsmenschen frei, sich dort niederzulassen, wo sie ihrer Meinung nach nicht "ökologisch bedroht" werden, wo auch immer das auf dieser Welt das sein soll.
Die anderen, die schaffen und arbeiten gehen müssen und wollen und die Kacke hier am Dampfen halten, erfreuen sich derweil an immer sauberer Luft in der Stadt und auf dem Land. Und diese saubere Luft ist schlicht dem technologischen Fortschritt unserer Ingenieure geschuldet, nie aber diesen Ökospinnern.
Und ÖPNV kann in Städten helfen, aber dann müssten diese Eliten auch im Kern der Stadt wohnen. Aber das tun sie sich nicht an, es muss schon das heimelige Umland sein, der Speckgürtel.
Wir richten uns und unseren Wohlstand hin. Gute Nacht.

Gerd Steimer | Do, 18. Oktober 2018 - 14:52

gibt es wohl nur in Deutschland. Die gehypte und von pseudowissenschaftlichem Umgang geprägte Hysterie ist weltweit einmalig und -wäre es nicht so ernst- eine Lachnummer. Die weltweit führende deutsche Autoindustrie wird schwer beschädigt, bei der ausländischen Autoindustrie knallen die Champagnerkorken. Getroffen wird der "kleine Mann" der sich kein neues Auto oder ein unausgereiftes und sehr teures E-Mobil nicht leisten kann. Die saturierte Grünenwählerschaft interessiert dies nicht nach dem Motto "Brot zu teuer? soll das Volk doch Kuchen essen" Dies ist schon ein asoziales Verhalten, dass in den Engergiewende geschuldeten überhohen Strompreisen und vielen anderen teuren Öko Possen fortgeführt wird. Grüne Arroganz Leute hier als "Ewigestrige und Dummköpfe" zu bezeichnen, zeigt wes Geistes Kind diese Leute sind.

Helga Ahrens | Do, 18. Oktober 2018 - 15:40

Jo-jo, das ist wohl so. Ideologie ist ja auch was Feines. Was braucht man da noch langweilige Fakten. Ob Diesel-Skandal oder Energiewende - Fakten haben da nichts verloren. Die Durchwurstelei hat bei uns Methode.

Gottfried Meier | Do, 18. Oktober 2018 - 15:51

Der Diesel ist nur Mittel zum Zweck. In Wirklichkeit wollen die Ökoradikalen von den Grünen und der DUH den Individualverkehr stark einschränken. Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird der Benziner ins Visier genommen.

Es wird Zeit, dass die etablierten Parteien diesem Wahnsinn etwas entgegensetzen. Statt grüner als die Grünen sein zu wollen, sollten sich die Sozis dem Thema annehmen. Vielelicht können sie dann wieder ein paar Wähler zurückgewinnen.

Thomas Nichterlein | Do, 18. Oktober 2018 - 15:58

Warum widerspricht keiner?
-Weil 80% der Leute einfach auf der richtigen Seite sein wollen. Welche das ist, wird ihnen gesagt, nur nicht selber denken. Die Leute unterscheiden zwischen abstrakt gut (sind sie alle) und praktisch betroffen. Sie werden deshalb, wie immer, schizophren reagieren. Deshalb wirkt auch soft power nur sehr begrenzt und vordergründig und deshalb gibt es noch Hoffnung.
-Weil die Automanager inzwischen verkappte Autogegner sind. Auch sie haben die "richtige" Grundgesinnung. Im Gegensatz zur Normalbevölkerung sind sie offenbar aber aktiv an der Zerstörung ihrer Industrie tätig ("Trojaner").

Daniel Wischer | Do, 18. Oktober 2018 - 16:15

Ganz recht hat der Autor: nach der Dieselkrise, die es offenbar nur in Deutschland gibt, ist vor der Benzinerkrise. Die "Deutsche Umwelthilfe", ein Miniverein ohne demokratische Legitimation, hat hier sicherlich bereits entsprechende Pläne. Das "E-Auto" hat laut ADAC keine bessere Umweltbilanz. Zudem fehlt die Infrastruktur. Überdies: wer garantiert dem Käufer eines solchen Wagens, daß in nur wenigen Jahren die gleichen Akteure gegen das Auto nicht "urplötzlich" entdecken, dass die giftigen Metalle in den schweren Batterien nicht auch die Umwelt belasten? Ehrlicher wäre doch, wenn "Umwelthilfe" und die Grünen für ein Verbot des motorisierten Individualverkehrs einträten.
Freie Fahrt und Flüge nur noch für Funktionäre und Politiker, Bus, Bahn und Fahrrad für den Rest. Dann entfallen auch gleich die Horden, die heute noch in die schönen Sehenswürdigkeiten wie Venedig einfallen; in Mecklenburg-Vorpommern ist's auch schön. Ebenfalls unnötig wäre es dann, zu "Klimakonferenzen" zu jetten.

Norbert Heyer | Do, 18. Oktober 2018 - 16:38

Erst wird jetzt der Diesel platt gemacht, wenn das geschafft ist, kommt der Benziner in die Mangel. Elektroautos sollen der Ersatz werden, deren Umweltbilanz ist aber keinen Deut besser als bei den Verbrennern. Wie will man Diesel-LKW ersetzen? Die Menge der dafür benötigten Batterien würde bei jedem LKW die Ladekapazität stark einschränken. Wie oft müsste ein solcher LKW auf weiten Strecken nachgeladen werden? Wo sind die notwendigen Ladestationen? Alles wohl so gut überlegt wie bei der Energiewende. Man bekommt als Praktiker Angst vor Politikern ohne Weitblick, die einfach eine bewährte Technologie verschrotten wollen. Politik und Wirtschaft haben einen Umtausch von Autos beschlossen, der die Betrüger belohnt und die Betrogenen im Regen stehen lässt. Wer sich jetzt deshalb ein neues Auto zulegt, kann bei der angekündigten Verschärfung der Abgaswerte in zwei Jahren wieder der Doofe sein. Was ist nur in Deutschland los, wer will uns mit aller Gewalt plattmachen?

Romuald Veselic | Do, 18. Oktober 2018 - 16:45

sollten nie ein PKW fahren. Nichts widerspiegelt die deutsche Misere authentischer als ÖNV. Ob logistisch oder politisch. Die einzige verlässliche Charakteristik dieser Art der Fortbewegung, sind die notorischen Verspätungen, ohne dass man die Gründe dafür erfährt. Der einzige zuverlässige Aspekt ist, dass diese fast religiös propagierte Fortbewegung der Massen, nie mehr billiger oder besser wird.

Kostas Aslanidis | Do, 18. Oktober 2018 - 17:08

ist unglaublich. Wahrscheinlich wollen sie die ganze EU diktieren mit dem Slogan, Diesel ist Gift. Die Propaganda fällt auf offenen Ohren, leichtes Spiel der Manipulation. Warum Diesel schlechter sein soll als Benzin, ist Schleierhaft. Es geht wohl wieder den Leuten das Geld aus der Tasche zu locken, mit billigen Tricks. Wie leichtgläubig der "Deutsche" ist, kann bei Napoléon Bonaparte gelesen werden.

Bernhard Jasper | Do, 18. Oktober 2018 - 17:09

Flexibel im Verkehr, als System betrachtet, ist nun einmal der Individualverkehr, mit der bedeutungsvollen Einschränkung, dass er Straßen braucht. Deren punktuelle oder strangweise Überbelastung ist das eigentliche Problem. Wenn die entscheidende Rolle die Stickoxid-Werte, oder auch der „Strukturwandel“ spielt, dann sollte die Politik uns sagen wie der ablaufen soll. Ökobilanz: E-Mobilität aus Kohlekraftwerken?

Aktuell sollen die Deutschen nach dem Willen des Umweltbundesamtes künftig wieder deutlich mehr zu Fuß gehen. Die Zahl der Wege, die jeder Bürger zu Fuß zurücklegt, soll bis 2030 um die Hälfte steigen. So wie wir nun geradeso im Auto sitzen wie wir zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren können, gibt es vielfältige Varianten. Auch Homeoffice und Video-Konferenzen ist eine Variante, ebenso die Fahrzeugflotte und Fahrbereitschaft der Regierung bis 2020 um die Hälfte reduzieren und als Carsharing-Flotte betreiben, dann klapp´s auch wieder mit dem Bürger.

Harald Betz | Do, 18. Oktober 2018 - 18:43

In meiner Heimatregion befinden sich die größten Kalibergwerke Europas. Unter Tage, quasi in kilometerlangen Tunneln, wird das losgesprengte Salz mit riesigen dieselgetriebenen Schaufelladern transportiert. Viele Bergleute sind ihr gesamtes Arbeitsleben enormen Mengen von Dieselabgasen ausgesetzt. Trotzdem gibt es keine gehäuften Lungenkrankheiten und auch keine erhöhte Sterblichkeit.
Nach den Prognosen der DUH müssten die meisten Fahrer schon längst verstorben sein, sie halten sich aber merkwürdigerweise nicht an die Vorhersagen.

Matthias Wenisch | Do, 18. Oktober 2018 - 19:25

eben in der Pro 7 Sendung Gallileo zum Thema Diesel Fahrverbote bekommt Herr Resch von der DUH ein breites Forum seine Position darzulegen. Er wirft der Automobilindustrie vor, Jahrzehnte betrogen zu haben. Daneben werden wieder die absurden Statistiken mit zigtausen Toten durch Stickoxide erwähnt. Dieser Fensehbeitrag ist unsäglich einseitig und unsachlich. Es ist unglaublich wie es möglich ist Fakten zu gunsten einer völlig verblendetetn Ideologie zu ignorieren. Hier erwarte ich einfach das Medien und auch vernunftbezogene Politiker einmal öffetlichwirksam Stellung beziehen. Artikel im Cicero werden dazu leider nicht ausreichen.

Siegfried Sumser | Do, 18. Oktober 2018 - 19:56

Seit ca. 130 Jahre wird der Dieselmotor für seine Anwender gebaut. Hinsichtlich des möglichen niederen CO2-Ausstoßes kommt bis heute keine Verbrennungsmaschine für die Anwendung als Schiffsantrieb bis zum Antrieb des Pkw's diesem Maschinentyp nahe. Ingenieure und Politiker haben nur selten etwas gemein, wenn die Realität gefragt wird.

Sebastian Nippgen | Do, 18. Oktober 2018 - 21:19

Wieso definiert sich der Mensch über das Auto und sinnlosen Luxus. Wir sollten uns lieber unseres Verstandes besinnen und erkennen das unser Wohlstand nicht davon abhängt ein Auto über versiegelte Flächen zu fahren und eben auf solchen grauen Flächen für 23 h am Tag stehen zu lassen. Wir werden sicher nicht glücklicher indem wir die Autofahrer glücklicher machen. Wir sollten uns entschleunigen und unseren Wohlstand nicht über Besitz definieren. Zeit für uns und unsere Freunde ist wichtiger als das Auto welches uns innerhalb der Stadt nicht mehr weiter bringt.
Unsere Welt bietet mehr als Verkehr und Hetzerei, aber wenn die Gesellschaft auf ihre verschrobene Art und Weise weiter besteht, hat die Menschheit wohl keine Zukunft mehr.

Herr nippgen, eigentlich finde ich ihren vorschlag ganz gut: sich nicht über besitz zu definieren, sondern über soziales umfeld und zeit für die schönen dinge. Allerdings lassen sie sich von einem pendler (100km pro strecke), der im dunkeln das haus verlässt und im dunklen nach hause kommt, sagen: mein auto (320.000km runter, 10 Jahre alt), ist nicht meine definition von reichtum - es ist die säule der ernährung meiner auf dem billigen land lebenden familie. Zeit für freunde oder privatleben haben die meisten meiner schicksalsgenossen gar nicht. Wir wohnen nicht in irgendeinem speckgürtel oder auf einem modernisierten resthof in citynähe, in fahrradweite zum lehrstuhl, zur homöopatiepraxis oder zur redaktion. Wir reißen uns schlicht und einfach ein leben lang den hintern auf, um dann früh zu sterben, während grün wählende beamte ihre für uns unerreichbar hohen pensionen genießen und in ein paar weltreisen und kreuzfahrten so viel umwelt zerstören wie wir im ganzen leben.

Gundi Vabra | Do, 18. Oktober 2018 - 22:48

keinen Verkehr wollen, sollten die Städte das berücksichtigen z.B. sie könnten privaten Parkraum für jedes in der Stadt zugelassene Auto einfordern, was der Dörfler wenn er bauen will schon lange für zwei Fahrzeuge nachweisen muss. Parkplätze im öffentlichen Raum könnten signifikant weniger gebraucht werden, wenn nur Pendler oder Firmenkunden öffentliche Parkplätze nutzen dürften.
Die Städter unterstützen Kampagnen gegen Individualverkehr, nutzen aber selbst Freiflächen zum parken die der Allgemeinheit gehören. Sie sind es auch die ihre Kinder selbst täglich bis vor die Schule fahren, obwohl der Schulweg zu Fuß zu bewältigen wäre und auch Schulbusse bereitstehen. Aber, ein Schuldiger ist der Diesel, nicht das eigene Verhalten.

Günter Johannsen | Fr, 19. Oktober 2018 - 00:47

Was wirklich dahintersteckt, wissen wohl nur wenige Eingeweihte?! Man muss nicht immer alles glauben, was schwarz auf weiß auf Propaganda-Papier zu lesen ist. Grün ist jetzt Mode: es grünt so grün …. ? Was war es früher?
Die Grünen waren früher meistenteils RAF-Sympathisanten und linke APO-Fanatiker (AusserParlamentarische Opposition), die vom MfS der DDR aus gesteuert und finanziert wurden. Heute ist die naive Nachfolgegeneration dieser Stasi-Marionetten am "Ruder" und träumt von Macht und "Weltfrieden", als wäre unser Planet ein Spielplatz für infantile Volldeppen!
Sie verschleudern unsere Werte ohne Sinn und Verstand. Wer Dieses wählt, wählt den Untergang der Vernunft !

Armin Latell | Fr, 19. Oktober 2018 - 11:00

Um die Welt, das Weltklima, die Meere, die Wälder, die EU, den Euro, Griechenland, die Demokratie, alle Menschen dieser Welt und was sonst noch so alles gefährdet ist, final zu retten, muss sich der deutsche Steuerzahler schon etwas bemühen und zum Erreichen des moralisch einwandfreien, höheren, übergeordneten Zieles auch ein paar kleine Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Zur Not, wenn er das nicht erkennen kann und akzeptieren will, werden die Widerspenstigen mit sanftem Druck von der Richtig- und Notwendigkeit überzeugt. Wenn das auch nicht hilft, werden sie eben ausgetauscht. Schließlich und endlich wird die Welt dereinst, wenn der letzte deutsche Steuerzahler das Zeitliche gesegnet hat, ihm in großer, immerwährender Dankbarkeit für ihre Rettung ein Denkmal setzen. Wie kleinlich ist da bei solch großartigen Aussichten jegliche Kritik.

thomas steinhart | Fr, 19. Oktober 2018 - 11:11

es wird Zeit für Job-Aktivisten analog zum Hambacher Forst; an Teilnehmern/Betroffenen dürfte es nicht mangeln. Diese sog. Umweltaktivisten haben hier Vorbildcharacter!

Yvonne Walden | Fr, 19. Oktober 2018 - 11:30

Wolfgang Bok versucht, für den Dieselmotor "eine Lanze zu brechen". Eine Verlängerung der Nutzung solcher Motoren hilft niemanden, weder der Bevölkerung noch dem Autoherstellern.
Es wäre deutlich sinnvoller gewesen, nicht bis Ultimo darauf zu warten, bis es zu einem Umstieg in der Antriebstechnik bei Fahrzeugen kommt - zwangsweise.
Viel vorausschauender wäre es gewesen, wenn sich die Autokonzerne in einer konzertierten Aktion schon vor Jahrzehnten für Elektromobilität und Antriebe mittels Brennstoffzellen ausgesprochen hätten. Dann wären diese Alternativen heute optimal erforscht und Serienproduktionen ohne weiteres möglich. Aber die deutschen Autobauer - schläfrig wie sie sind - haben die automobile Zukunft "auf die lange Bank geschoben". Das war ein Riesenfehler, der sich hier und heute rächt.

Der einzigste Fehler der Industrie bestand darin, dass Sie sich nicht vehement gegen die völlig überzogenen Grenzwerte gewehrt hat. Alles andere ist eine Folge davon.
Nun wird die Bevölkereung mit den immer gleichen verfälschenden hetzerischen Kampagnen u.a. der DUH wissentlich in die Irre geführt.
Der Industrie gebührt im Gegenteil großes Lob dafür, daß man aus eigenem Antrieb und mit großem Aufwand den direkteinspritzenden PKW Diesel zur Marktreife gebracht hat.
Dadurch wurden Zig-Milliarden Liter an Kraftstofff eingespart, dem Kunden ein hervorragender Nutzen geboten und Millionen von gutbezahlten Arbeitspläten geschaffen. Jeder der damit irgendwie befasst war/ist weiss das.
Und heute lassen wir uns physikalischen Unsinnn von Aktivisten und Politikern ohne jegliche naturwissenschaftliche Ahnung verabreichen.

Bedaure, Herr Brunner, aber hier dürften Sie der Verharmlosungs-Propaganda deutscher Autokonzerne "auf den Leim gegangen sein".
Sämtliche EU-Staaten außer Deutschland setzten sich seit Jahren für deutlich niedrigere Grenzwerte ein. Sollten die dortigen Motor-Experten allesamt Scharlatane sein?
Gerade Deutschland hat gerade bei der Weiterentwicklung der Kfz-Motorentechnik mehr als einmal bewiesen, wie weit unsere Konstrukteure den japanischen, koreanischen und inzwischen sogar den chinesischen Fachleuten hinterherhinken.
In Deutschland ging und geht es noch immer darum, möglichst große Karossen zu verkaufen, die den Herstellern deutlich höhere Gewinne einfahren als etwa Kleinwagen wie diejenigen aus dem Hause Fiat oder Renault.
Jetzt haben unsere Hersteller ihr Waterloo erlebt und werden womöglich weiter zurückfallen, denn wir Deutsche sind scheinbar außerstande, geeignete Speicherbatterien für unsere Elektrofahrzeuge zu fertigen. Auch hier sind die chinesischen deutlich weiter.

"Dann wären diese Alternativen heute optimal erforscht und Serienproduktionen ohne weiteres möglich"
Wer sagt Ihnen denn, Frau Walden, dass diese Grundlagenforschung nicht stattgefunden hat?

Physik und Ressourcen setzen nun mal nicht zu überwindende Grenzen. Solange es - in der gesamten Verarbeitungskette und danach im Lebenszyklus kein gleichwertiges oder besseres Äquivalent zu flüssigen/gasförmigen Kohlenwasserstoffen (Energiedichte, Logistik, Sicherheit etc.) gibt - solange werden die Verbrenner nur gegen massiven volkswirtschaftlichen Schaden ersetzt werden können.
Wir haben es schon oft genug schmerzlich erlebt, was passiert, wenn Ideologie gegen Wissenschaft gewonnen hat.

Thomas G. Schätzler | Fr, 19. Oktober 2018 - 16:26

Wenn VW-Chef Herbert Diess den "Feldzug" gegen "Das Auto" beweint, kommen bei mir keine Tränen:
Es war VW mit seiner dummdreisten Saubermann-Kampagne in den USA.
Es ist der VW-Vorstand, der in den USA mit sofortiger Inhaftierung bei der Einreise dort rechnen muss.
Es war VW mit seiner beispiellosen Kumpanei zwischen Automobilindustrie, Lobbyisten, Werbewirtschaft, Wissenschaft, Politik, Meinungsbildnern, KFZ-Zulassungs- und Aufsichtsbehörden, wo gelogen, geschoben und betrogen wurde.
Es ist schließlich VW mit seinen halbseidenen Verschrottungs- und Umtausch-Plänen, um seine Kunden ins nächste Benziner-Desaster zu locken.
Und es ist eine unsäglich kleinlaut-verzagt agierende Bundesregierung, die sich auch noch zum Büttel einer Auto-Verkaufpolitik hin zu immer größeren Protz-, SUV- und Höchstleistungs-Fahrzeugen machen lässt, bzw. diese Boliden sogar selbst fährt oder fahren lässt.
Gleichzeitig brechen immer mehr Infrastruktur-Mängel in Stadt und Land auf.

Das sind immer diesselben faktenfreien Behauptungen wie z.B. "VW hält Grenzwerte nach Update immer noch nicht ein..."oder so ähnlich. Das ist nichts weiter als eine Propaganda-Lüge der DUH. Würden die Grenzwerte im vorgeschriebenen Verfahren nicht eingehalten gäbe es auch keine Zulassung. Auf Basis irgendwelcher Messungen von NGOs wird nun der Eindruck erweckt es läge eine Gesetzesverstoß vor. Und wiederum darauf basierend sollen vor Gericht Fahrverbote / Nachrüstungen erwirkt werden. Man mag gerne Kritik am NEFZ üben, was jedoch betrieben wird ist eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit durch o.g. NGOs und daran ideologisch angeschlossene Aktivisten und Politiker.
Hier hilft dann auch ein Realitätsabglich:
1.) Die Luft war noch nie so sauber wie heute (ca. 70% Rückgang vei NOX)
2.) sei wird ständig besser
3.) und das seit fast 30 Jahren
"Boliden und Spritfresser"
Vielleichte einfach hierzu einmal die Stückzahlen/Zulassungen der Modelle Polo/Golf und Passat betrachten!

Sie dürfen gerne weiter mit Merkels Neu Volk Bus und Bahn fahren. Ich sehe täglich diese friedlichen Goldstücke an den Haltestellen.Die Busfahrer haben meist auch nichts mehr mit Deutschland zu tuen.Jeden früh sehe ich den Flixbus wie er von der Bundespolizei nach Verbrechern Drogendielern und Sozialschmarotzern aus Afrika kontrolliert wird.Alles Gestallten die sich überhaupt nicht zu bewegen haben. Da sitzt kein Grüner drinn, mit einer vergammelten Biogurke in der hand.

Ulrich Ibald | Fr, 19. Oktober 2018 - 20:05

Im Wahlkampf in einer Talkshow hat Frau Dr. Weidel von der AFD in einer Talkshow auf die willkürlich gesetzten Grenzwerte von NO und Co hingewiesen. Damals wurde sie von den anderen Diskutanten verhöhnt
Genau die Frage der Grenzwerte , wird jetzt in diesem Artikel bestätigt . Was macht das deutsche Wahlvolk, das wählt die Parteien, die die Dieselkrise herbeireden und die deutsche Autoindustrie zerstören wollen. Nachdenken und dann Kreuz machen!

Frank Linnhoff | Sa, 20. Oktober 2018 - 17:43

Wir wissen heute alle, dass die leitenden Manager der deutschen Autoindustrie ihre Kunden betrogen haben. Wir wissen, dass die staatlichen Behörden und der TÜV aktiv weggeschaut haben. Wir wissen, dass es eine funktionierende Technik gibt, die bei LKW Motoren eingesetzt wird, um die Stickstoffemissionen deutlich zu senken. Daher ist mir nicht nachvollziehbar, dass die für den betrogenen Kunden kostenfreie Nachrüstung bestehender Dieselfahrzeuge nicht von der Politik durchgesetzt wird.

Folkher Braun | Sa, 20. Oktober 2018 - 23:53

Seit 42 Jahren fahre ich Diesel-Pkw. Derzeit einen gebraucht gekauften aus der Produktion in Korea. Der war - zwei Jahre alt - Anfang des Jahres so billig, dass der Kauf eines Neu-Diesels schlicht unrentabel gewesen wäre.
Mit allen Autos zusammen habe ich nie mehr als 6l/100 km gebaucht. Mit Ausnahme eines Opel/Isuzu, den ich 100.000 km mit Biodiesel gefüttert habe.
Gegenwärtig bin ich mit dem Kia CRDi bei 4,7 l/100 km. Jetzt mögen mir die Umwelt-Earnies mal zeigen, wie sie solche CO2- Emissionen mit Benzinmotoren erreichen.
Und was das NOx betrifft: kann jemand erklären, warum Euro6 bei Lkw-Motoren funktioniert, aber im Pkw abgeschaltet werden musste (bei VW), weil man meinte, dem Fahrer das häufige Zugießen von Adblue zu ersparen. Frage: Warum sind unsere Wischwasser -Tanks nicht mindestens 20 Liter groß, weil wir das ständige Nachfüllen nicht mögen?
Unsere Automanager leiden offenbar - frei nach Prof. Mausfeld - unter einer Tiefenindoktrination: shareholder value.

Heinrich Niklaus | So, 21. Oktober 2018 - 14:09

Die FDP-Fraktion( Beschluss-Antrag Drucksache 19/5054 hat am 16.10.18 die Bundesregierung u.a. aufgefordert:

1.auf europäischer Ebene auf ein Moratorium zur Aussetzung der EU-Luftqualitätsrichtlinie hinzuwirken,

2. die Anlage 3 der 39. BImschV insoweit zu konkretisieren, dass die Ortsbestimmung der Probenahmestellen im Rahmen der Luftqualitätsrichtlinie (2008/50/EG) bundesweit vergleichbar ist,

3. für eine europaweite Vergleichbarkeit der Standortwahl zu sorgen,

4. den Jahresmittelgrenzwert von 40 μg/m³ für NO2 auf seine Verhältnismäßigkeit zu überprüfen.
Mal sehen, wie die Unions-Fraktion darauf reagiert.

Siegfried Linn | So, 21. Oktober 2018 - 17:31

Warum hat eigentlich noch niemand thematisiert, dass Deutschland- und n u r Deutschland - von einem privatrechtlichen Verein, der von interessierten Interessengruppen finanziert wird, terrorisiert wird ? Die Lethargie unser Politiker ist erschreckend!

Thorsten Rosché | Mo, 22. Oktober 2018 - 09:37

.........hat Merkel für Hessen das Problem schon gelöst. Sie will die Gesetze ändern und schon ist die Luft sauber ! Gilt bis zum 28.10.18 da ist Wahl in Hessen.

Volker Krull | Mo, 22. Oktober 2018 - 16:12

Diesel PKWs sollen Fahrverbote wegen zu hoher NOx Werte erhalten.
Vergessen wurde, das Diesel PKWs nicht die einzige NOx Quelle sind. Studien aus den USA belegen das
pro Jahr mehr als 160.000 Tonnen von NOx-Gasen entstehen aus kalifornischen Feldern, Äckern und anderen landwirtschaftlichen Nutzflächen. Damit gehen 20 bis 51 Prozent aller Stickoxide in diesem Bundesstaat auf das Konto der Agrarwirtschaft.
In Oldenburg war die Strasse einer Mesststation gesperrt und trotzdem zeigte diese hohe Messwerte NOx an als wenn der Verkehr da wäre.
Oldenburg ist von Landwirtschaft umgeben. Wissenschaftlich und Messtechnisch sollten NOx Werte durch den Verkehr dringend neu hinterfragt werden.
Quellen:

https://www.nwzonline.de/oldenburg/wirtschaft/oldenburg-stickoxid-werte…

https://www.mdr.de/wissen/umwelt/landwirtschaft-produziert-stickoxid-ka…

Reiner Kraa | Mo, 22. Oktober 2018 - 22:01

wenn die Autobosse kein Feuer unter`m Hintern kriegen, produzieren die in 100 Jahren immer noch das selbe. Wieso sollten sie bei der vorliegenden Gewinnsituation auch freiwillig etwas anderes machen? Darin könnten ja Risiken liegen, die die Tantieme schmälern. Es helfen also nur veränderte Rahmenbedingungen, die zu Neuem zwingen. Das können weltweit neuartige Autos sein oder eben auch neue Grenzwerte. Sonst ändern sich immer nur die Prospekte der Autos. nicht aber diese selbst.