Kaiserdamm in Berlin
Autoverkehr auf dem Berliner Kaiserdamm / dpa

Verbrennerverbot in der EU - „Wir sind dabei, die Weltmarktführerschaft abzugeben“

Thomas Koch, Maschinenbau-Professor und Spezialist für Verbrennungsmotoren, kritisiert den EU-Beschluss zum möglichen Verbrenner-Aus. Er warnt vor den Konsequenzen und erklärt, wie wir uns mit Hybridantrieben und regenerativen Kraftstoffen umweltfreundlich und klimaneutral fortbewegen könnten - wenn nur der politische Wille vorhanden wäre.

Autoreninfo

Robert Horvath hat Biochemie und Kommunikations-wissenschaften studiert. Derzeit absolviert er ein Redaktionspraktikum bei Cicero.

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Thomas Koch ist Leiter des Instituts für Kolbenmaschinen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Herr Koch, die EU hat ein Verbot von Verbrennern beschlossen: Ab 2035 sollen keine neuen PKW mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden dürfen. Was halten Sie davon?

Das bedauere ich natürlich sehr, wobei ich überzeugt bin, dass hier politisch nochmals nachgeschärft werden muss. Insbesondere aus wissenschaftlicher Perspektive ist das gesamte Vorgehen absolut indiskutabel, sogar umweltschädlich. Weltweit wird eine andere Strategie verfolgt. Nur in Europa war in diesem Sommer eine politische Mehrheit so, dass man es geschafft hat, den Verbrennungsmotor regulatorisch de facto zu verbieten, obwohl es vernünftige Alternativen zu fossilen Kraftstoffen gibt.

Welche Alternativen sind das?

Zunächst werden Benzin- und Dieselfahrzeuge in den nächsten Jahren zunehmend hybridisiert, also erhalten zusätzlich einen Elektromotor. Dies begrüße ich sehr. In den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren haben wir dann bei den Neufahrzeugen mit Verbrennungsmotor fast ausschließlich Hybridtechnologie auf der Straße. Was wir in Zukunft natürlich nicht mehr tanken dürfen, das ist fossiler Kraftstoff. Davon müssen wir uns verabschieden.

Wie kann das gelingen?

Wir müssen schnellstmöglich den fossilen Kraftstoff durch einen CO2-neutralen oder CO2-armen ersetzen. Das ist möglich und kann umgesetzt werden. Wir nennen die Lösung Re-Fuels: regenerative Kraftstoffe. Darunter fallen sowohl synthetisch hergestellte E-Fuels als auch moderne Bio-Fuels der zweiten und dritten Generation.

Bio-Kraftstoffe sind umstritten, weil für sie Ackerbauflächen benötigt werden, die dann für den Anbau von Lebensmittel fehlen.

Prof. Dr. Thomas Koch / KIT
Prof. Dr. Thomas Koch / KIT

Das ist die furchtbar antiquierte und unzutreffende „Tank oder Teller“-Diskussion, die sich ausschließlich auf die veralteten Biokraftstoffe der ersten Generation bezieht. Wir reden hier von Biokraftstoffen der zweiten und dritten Generation aus Pflanzenabfällen und biogenen Abfallprodukten, Speiseresten bis hin zu möglichen Plastikabfällen. All das kann zu einem Kraftstoff verarbeitet werden. Dem Motor ist es egal, ob er einen traditionell fossilen, einen E- oder Bio-Kraftstoff bekommt. Für ihn macht das keinen Unterschied.

Der Vorteil der Bio-Kraftstoffe ist, dass die Produktionsanlagen schon auf Hochtouren laufen, Biomasse in erheblichem Umfang verfügbar ist und die Produktionsprozesse etabliert sind. Beide zusammen, Bio- und E-Fuels, können den Gesamtbedarf gegen 2033 bis 2035 decken. Es liegt ausschließlich am politischen Willen, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Interessen und Unabhängigkeit in Einklang zu bringen.

Mit Re-Fuels wollen Sie also den Verbrenner klimafreundlich weiterlaufen lassen?

Absolut. Das macht die Welt. Das macht China, Saudi-Arabien geht diesen Weg, und Amerika setzt auch darauf. Nur wir in Europa verhindern es, so gut es geht.

Und in der Zwischenzeit?

Wenn Sie heute zum Beispiel Benzin tanken, können Sie zwischen einem E5 und einem E10 wählen. Sie können also wählen, ob Sie 90 Prozent oder 95 Prozent fossilen Anteil im Tank haben. In der Logik müssen wir den fossilen Anteil bis Mitte der 2030er-Jahre auf null Prozent reduzieren. Die Strategie, die wir deshalb vorschlagen, ist, die Beimischrate ambitioniert zu erhöhen. Die Vorgaben der Politik sind indiskutabel niedrig. So haben EU-Kommission und EU-Parlament unisono eine Beimischrate von unglaublich niedrigen 2,2 Prozent für das Jahr 2030 gefordert, anstatt ambitionierten Umweltschutz zu betreiben. Das ist weltweit rückständig und zielt offenkundig darauf, verbrennungsmotorische Hybridantriebssysteme nicht umweltfreundlich werden zu lassen.

Was denken Sie, weshalb Europa das macht?

Fachexperten ist klar, dass sogenannter Klima- und Umweltschutz leider teilweise nur als vorgeschobenes Argument dient, um Technologien, ziemlich willkürlich anmutend, zu reglementieren oder zu verbieten. Frans Timmermans, der Vizepräsident der EU-Kommission, betont, es gehe ihm um gesellschaftliche Transformation. Dazu gehört für ihn auch ein geändertes Mobilitätsbild. Und in der Tat haben wir teilweise zu viel PKW-basierte Mobilität. Dies müssen wir weiter verbessern. Wenn aber Technologievorschläge eingebracht werden, wie CO2-Ersparnisse auf der Basis von Kraftstoffen möglich wären, wird dies verhindert oder erschwert. Außerhalb Europas ist man hier pragmatischer. Es geht also nicht um Umweltschutz oder effektive CO2-Reduktion.

Welche Folgen wird das Verbrennerverbot für Deutschland und Europa haben?

Das wird zunächst vor allem zu sozialen Nachteilen führen. Fahrzeuge werden unstrittig immer teurer, sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt. Die Produktion preiswerter, namhafter Kleinwagen ist bereits oder wird bald eingestellt. Letztendlich werden sich insbesondere reiche Menschen weiterhin Autos leisten können, wohingegen die breite Masse der Gesellschaft keinen adäquaten Untersatz mehr bekommt. Das wird dazu führen, dass sich immer mehr Menschen eine automobile Mobilität nicht mehr leisten können. Und viele berufstätige Menschen, gerade auf dem Land, brauchen nun mal das Fahrzeug. Übrigens: 2020 hat der Staat allein 60 Milliarden Euro an Steuereinnahmen durch den Verbrennungsmotor erhalten. Dieser Betrag ginge durch ein Verbot verloren.

Die Automobilindustrie ist Deutschlands größte und wichtigste Wirtschaftsbranche. Welche Konsequenzen hätte ein Verbrennerverbot für heimische Unternehmen und die Forschung?

Das hätte einen Wettbewerbsnachteil für die gesamte europäische Wirtschaft zur Folge, der dann sowohl Großkonzerne betrifft, aber vor allem mittelständische Automobilzulieferer, die signifikant geschwächt würden. Natürlich führt dies auch zur Einstellung von Entwicklungsaktivitäten und bedeutet ein Abwandern von Firmen und Fachkräften; und zwar in die Regionen, in denen die Technologie nicht geächtet wird: nach China, Japan und in die USA. Dort entwickelt man die Technologie weiter. Was folgt, ist ein dramatischer und massiver Knowhow-Verlust in Deutschland. Den haben wir bereits die letzten Jahre, und wir sind dabei, die Weltmarktführerschaft abzugeben. China hat uns bei der Verbrennungsmotorentechnologie eingeholt, wenn nicht sogar in manchen Bereichen bereits überholt. Die Chinesen schwingen sich auf, der größte PKW-Motorenhersteller der Welt zu werden und in Zukunft Europa zu beliefern. Schon heute müssen chinesische Zulieferer ertüchtigt werden, um die Produktion in Deutschland sicherzustellen. Das ist eine Katastrophe.
 

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Nochmal zur EU-Debatte: Sind Verbrennungsmotoren Ihrer Ansicht nach denn gar kein Umweltproblem mehr?

Bei klassischen Emissionen wie Feinstaub, Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen ist der Beitrag derartig marginal, dass es keinen Grund gibt, den Verbrenner zu verbieten, auch nicht in den Städten. Nehmen wir mal konkret Stickstoffdioxid NO2. Mit ausschließlich modernen Verbrennungsmotoren hätten wir an einer der meistbefahrenen Straßen der Republik mit 70.000 Fahrzeugen am Tag noch einen Stickstoffdioxid-Beitrag von ein bis zwei Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Zum Vergleich: Wenn Sie Kerzen auf dem Geburtstagskuchen anzünden, resultieren schnell 500 Mikrogramm pro Kubikmeter, beim Steak in der Pfanne kommen Sie auf über 3000. Der Einfluss von modernen Verbrennungsmotoren ist marginal, er ist vernachlässigbar. Und bei Feinstaub ist es genauso.

Wie verhält es sich mit dem CO2?

Jeder Mensch, jedes Tier, atmet CO2 aus, und auch jeder Verbrennungsprozess von Kohlenwasserstoffen erzeugt CO2. Die Frage ist daher, kann ich durch einen geschlossenen Kraftstoffkreislauf die Emissionen von neuem CO2, wie es bei Erdölverbrennung resultiert, verhindern? Wofür ich plädiere, ist ein Kraftstoff, der erst CO2 aus der Luft bindet, bevor er den Kohlenstoff wieder verfeuert, und der CO2-Anteil danach wieder in die Atmosphäre kommt. Dieses Binden aus Luft kann über Pflanzen bei den bioFuels oder durch CO2 Entnahme aus der Luft bei eFuels realisiert werden. Dann haben wir einen Kreislauf geschaffen und bringen kein neues CO2 ins System. Das ist die Idee der vorhin genannten CO2-neutralen Re-Fuels.

Ihr wissenschaftliches Fachgebiet ist der Verbrennungsmotor. Sind Sie ein Gegner des Elektroautos?

Ich bin kein Gegner der Elektrofahrzeuge. Es gibt Anwendungen, die elektrisch perfekt funktionieren. Das Müllauto, das nachts durchs Wohngebiet fahren muss, der Nahverkehrsbus, der Lieferwagen, der von Haustür zu Haustür rollt, der Kleinwagen für urbane Mobilitätskonzepte. Das funktioniert elektrisch bald sehr gut. Die Ausschließlichkeit dieser Technologie ist jedoch der falsche Weg.

Was kann der Verbrenner, was das E-Auto nicht oder noch nicht kann?

Der moderne Verbrennungsmotor benötigt deutlich weniger Halbleiterprodukte. Der Verbrenner ist deutlich günstiger im gesamten Herstellungsprozess. Er kann auf etablierte Recyclingprozesse zurückgreifen. Insgesamt ist der Verbrenner resilienter, was die Zuliefererprozesse angeht. Hybride benötigen deutlich kleinere Batterien als reine Elektrofahrzeuge und sind daher leichter. Statt Batteriegrößen zwischen 60 und 100 Kilowattstunden reichen für einen Verbrenner-Hybrid 0,5 bis 5 Kilowattstunden. Daraus resultiert eine geringere Abhängigkeit von teuren Rohstoffen. Er besitzt eine deutlich größere Reichweite. Er weist eine höhere Leistungsfähigkeit über lange Strecken auf. Der Verbrenner kann in zwei Minuten für 1000 km betankt werden. Vor allem ist er in Krisensituationen, bei Unwetter oder Notlagen wie einem Stromausfall, mit einem einzigen Kanister Kraftstoff wieder betriebsbereit. Und wir haben mit dem Verbrenner eine Weltmarktführerschaft, die wir gerade abgeben. Zudem betone ich nochmals, dass die verbrennungsmotorische Antriebstechnik extrem hoch besteuert wird. Trotzdem ist sie kostenmäßig voll kompetitiv mit der hoch subventionierten Technologie des E-Autos.

Spätestens 2026 soll das Thema in der EU nochmals evaluiert und besprochen werden. Erwarten Sie einen Kurswechsel?

Ich habe mit Parlamentariern des Europaparlaments gesprochen. Diese schätzen die Situation so ein, dass wahrscheinlich bereits heute die Abstimmung dieses Sommers anders ausgehen würde. Das heißt, meiner Meinung nach ist noch nicht aller Tage Abend. Dies betont auch der französische Kommissar Breton, der auf die Notwendigkeit eines Reviews, am besten vor 2026, hinweist. Und mein Bauchgefühl ist, dass alle in der Politik wissen, dass die Strategie nicht fliegt, dass es massive Schwierigkeiten geben wird, spätestens wenn die Zuliefererbetriebe noch mehr Arbeitsplätze abbauen und Standorte schließen, wenn Autos signifikant teurer werden und die Abhängigkeit der Lieferketten immer dramatischer wird. Die entscheidende Frage ist, ob die Gesellschaft dies alles zu einem Zeitpunkt realisiert, an dem sie noch reagieren kann? Oder sind die Betriebe dann bereits irreversibel zerstört, abgewandert, insolvent oder von türkischen oder chinesischen Interessenten aufgekauft.

Ist es Ihrer Meinung nach schon zu spät?

Es ist kurz davor. Wir haben noch ein bis zwei Jahre, wenn es so weitergeht. Dann werden nämlich die entscheidenden Entwicklungsabteilungen geschlossen. Das Geflecht aus Zulieferbetrieben, Entwicklungsdienstleistern, den Ausbildungsstätten und Universitäten, dieses Geflecht ist fragil. Ich habe in der Tat den Eindruck, dass es fast schon mutwillige Absicht ist, dieses wertvolle Juwel zu zerstören.

Sie lehren am Karlsruher Institut für Technologie. Kommen junge Menschen noch in Ihre Vorlesung und interessieren sich für Verbrennungsmotoren?

Die habe ich in der Vorlesung. Wobei das Fachgebiet natürlich momentan nicht gerade Rückenwind hat. Die anwesenden Studenten haben sehr großes Interesse an der Materie.

Haben Sie auch Studenten, die sich für Fridays for Future oder bei der Letzten Generation engagieren?

Hierüber würde ich mich freuen. Wir forschen an nachhaltigen Mobilitätslösungen der Zukunft und unterrichten auch darüber. Wenn dies einmal sachlich erläutert wird, sind die Studenten sehr interessiert und begeistert. Ich betone unentwegt, dass wir uns für eine umweltfreundliche, nachhaltige, bezahlbare und somit sozial ausgewogene Technologie einsetzen.

Das Gespräch führte Robert Horvath.

Tomas Poth | Do., 17. November 2022 - 13:38

Was da so im Kopf eines Hr. Timmermans herumwabert, du meine Güte! Die Nebel von Avalon fällt mir nur dazu ein.
Wie wir unsere Mobilität organisieren sollte man uns überlassen.
Mein Selbstversuch, ein Jahr ohne Auto, dafür mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Nah- und Fernverkehr, sowie Carsharing-Anbieter, war wesentlich teurer als der eigene Wagen in Vollkostenrechnung, einschließlich Garage.

Die Mobilität muß so angeboten werden, daß sie günstiger als der eigene PKW bei gleicher Flexibilität ist. Ansonsten ist das nur alles Quark der uns strangulieren will.

Norbert Heyer | Do., 17. November 2022 - 14:10

Es ist derzeit schlichtweg unmöglich, die geplante Vernichtung des Verbrennungsmotors in Europa zu verhindern. Es gibt in erster Linie ideologische Gründe und schlichtweg auch ganz praktische: Der Bestand an PKW soll innerhalb eines Jahrzehnts drastisch abgesenkt werden. Wenn heute fast jede Familie mindestens einen PKW besitzt, soll dieses Privileg nur noch für die selbsternannte Elite Gültigkeit haben - mit anderen Worten: Der Bestand an privaten PKW wird auf ein Zehntel des heutigen sinken. Zuerst wird die Linie höhere Spritpreise, höhere Versicherungs- und Steuerkosten durchgezogen. Damit schafft man schon den ersten Abschwung. Durch Deindustrialisierung und Aufbau wichtiger Technologien sinkt das Einkommen der arbeitenden Bevölkerung und macht die Unterhaltung eines Autos unmöglich. Dann können die Auserwählten auch ruhig mehrere und große Fahrzeuge bewegen, auf leeren Straßen und ohne Staus. So und nicht anders ist die Verkehrswende geplant und das gemeine Volk hat ja den ÖPNV.

So kann man es auch interpretieren, Hr. Heyer.
So ähnlich hatte ich es auch schon gedanklich durchgespielt.
Es kann auch darauf hinaus laufen, daß so ca. bis zu max. 1/3 der Gesellschaft über E-Mobilität verfügen kann und der Rest kann zusehen wie er klar kommt.
Die E-Mobilität wird durch die weltweit verfügbaren Ressourcen/Rohstoffe und durch den energetischen Aufwand der dazu nötig ist begrenzt!
Das ganze wird in einer feudalen Klassengesellschaft enden.
Zurück in die Renaissance, wenn nicht sogar ins Mittelalter. Das ist rotgrüne Fortschrittspolitik.

Ingo frank | Do., 17. November 2022 - 14:44

Maschinenbau eine aussterbende Fachrichtung an unseren Universitäten & Hochschulen.
Ein Professor der mich neulich bei einer Demo auf mein Plakat ansprach (es lautete: „Ingenieure braucht das Land, und keine grünen Philosophen“)
erklärte mir, dass mit Abinote 4 die Zulassung zum Ingenieur f. Maschinenbau gegeben wird weil viel zu wenig Studenten da sind, für ein techn. Studium..
Also wo her soll die Forschung & Entwicklung kommen?
Als ich fragte, wie er denn zu Demo kommt 100 km von Lehrort entfernt, die Antwort: er habe Freunde in dieser Stadt und als Staatsbediensteter traue er sich nicht an Hochschulort mit zu demonstrieren. Tja, kommt mir alles sehr bekannt vor auch wenn es 33 Jahre zurückliegt. So weit ist’s gekommen mit der Bildung und der freien Meinungsäußerung in diesem Land.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Gerhard Lenz | Do., 17. November 2022 - 18:06

des Verbrennerparadieses Deutschland? Und was heisst: Wir verlieren unsere Vormachtstellung? Etwa an jene Länder, die noch verbohrter am Verbrenner festhalten? Sollen wir die etwa bewundern?

Dass der Verbrenner vor dem Aus steht, ist doch nicht neu. Wenn uns andere Länder in der Entwicklung von Alternativen voraus sind, dann liegt das nur daran, dass unsere Autoindustrie gepennt hat. Klar ist es ergiebiger, weiterhin ordentliche Umweltverpester zu verkaufen, anstatt bei Zeiten umzusatteln. Die Politik, d.h. die vorherige Koalition, hätte dazu den passenden Rahmen schaffen müssen.

Verpennt!

Statt auf halbtote Pferde, die man von nun an mit Pflanzenabfällen betankt (!) zu setzen, sollte man mit aller Kraft daran arbeiten, den Verbrenner zu ersetzen. Wenn der in einigen Jahren europaweit vor dem Aus steht, soll dann etwa China oder der afrikanische Kontinent zum Hauptabnehmer einer Technologie werden, die vor der Ablösung steht?

Genau so, wie z.B. die Kernkraft?

Aber all dieses - Nichts & abermals NICHTS!
Weder im Internet noch anderswo. Habe ich was verpasst oder übersehen???

Wo sind die großen Würfe in der Energiebereitstellung, der Energie-Speicherung?

Wo sind die großen Würfe in der Auto-Industrie! Vor allem nach der Endabrechnung, wie sie es ja richtiger Weise auch bei der Atom-Energie (aber leider nur dort, denn bei seltene Erden sehen sie es nicht so) fordern?

Wo sind die großen Würfe in der Chip-Industrie, die uns mit ein paar Prozente mehr Leistung mit wesentlich mehr Energie anbieten?

Ja lieber Herr Lenz.
Der Weg der Bildung wie Forschung in den Bereichen Technik, Ingenieurswissenschaften, chemische Industrie (außer politische Wissenschaften) ist ist mit Fleiß, Ausdauer, Zielstrebigkeit & Leistungsbereitschaft sowie Visionen & Zielen gepflastert & geknüpft.

Gisela Fimiani | Do., 17. November 2022 - 18:29

Gern hätte mehr darüber erfahren, welchen gesamten! „Fußabdruck“ die heilig gesprochene Elektromobilität erzeugt. Angefangen bei den Rohstoffen, die Batterien benötigen. Können wir die gesamte Welt damit versorgen, oder schauen wir lieber nicht über den eigenen Tellerrand. Wo kommen die Rohstoffe her und welche Folgen zeitigt deren Abbau für die Länder und deren Bewohner? Geht es in Wahrheit nicht vor allem um polItische Ziele? Dafür liefert die Klimahysterie die Sachzwänge, die den totalitären „Reset“ im Gewand der Menschheitsrettung befördert.

Ernst-Günther Konrad | Fr., 18. November 2022 - 10:25

Mal sehen wann die ersten Annoncen bei Ebay geschaltet werden. " Tausche Verbrenner gegen Lastenrad". Vor diesem ganzen Ausverkauf deutscher Industrie und Innovation wurde schon sehr lange gewarnt und vor den Gefahren links-grüner Ideologie. Die Kritiker sind und waren alles Verschwörungstheoretiker und was nicht alles. Nun wird es richtig konkret, die Bürgen spüren immer mehr, was dieser apokalyptische Klima Hype von der grünen Sekte in Regierungsverantwortung anrichten wird und bereits angerichtet hat. Und wir sind erst am Anfang. Die Industrie hat sich gebeugt, obwohl sie wussten, wohin das führen wird. Einige haben sich devot untergeordnet und andere haben sich ein zweites Standbein aufgebaut. Immer mehr Fachleute warnen inzwischen vor dem deutschen Sonderweg, aber noch immer werden diese Wohlstandsvernichter gewählt. Und für den drohenden Verlust von Arbeitsplätzen gibt es das Bürgergeld. Und was braucht man schon Wissen und Berufserfahrung? Man geht einfach in die Politik.

Sabine Lehmann | Fr., 18. November 2022 - 16:51

Wer in allem anderen auch schon glänzendes Schlusslicht ist, der kommt eben nicht auf´s Ungewohnte. Von daher: passt schon. Hilflos relativierende Vergleiche mit Afrika möge man mir ersparen, danke.

Romuald Veselic | Fr., 18. November 2022 - 17:10

abgesehen davon, elektrisch angetriebene Panzer, Kanonen, Schiffe & Aircrafts, sind der beste Garant dafür, jeden Krieg zu verlieren. Dass der blöde Massenmörder Putin Baba nicht bis 2030 warten wollte, kann ich verstehen, denn bis dahin kann er bei Lenin/Stalin & Co. beim Lichtbringer sein, wo keiner friert.

Kann man sich vorstellen, man fährt mit Elektrosanka in die Notaufnahme u am halben Weg der Strom ausgeht? Ebenso bei Feuerwehr/Taxi, usw pp.

Christoph Kuhlmann | So., 20. November 2022 - 09:13

Solange die Batterien für PKW Silizium benötigen, halte ich das ganze E.Auto für Humbug. Der Rohstoff ist viel zu teuer und verkürzt die Lebensdauer enorm. Bei den elektrischen Kleinwagen ist China globaler Marktführer. Einen Mini für Rentner mit 45 Kmh gibt es bei Alibaba für 1600$. Bei deutschen Importeuren liegen die Preise bei 4-5000 Euro. Mit anderen Worte, es gibt jede Menge elektrische Mobilität im Kleinwagenbereich. Sie wird in Europa bloß nicht genutzt. Man sollte da den Chinesen keine Steine in den Weg legen. Da ist vieles Lobbypolitik, die eine weitgehende Elektrifizierung des Individualverkehrs verhindert.