Erdgasförderanlage in Niedersachsen
Erdgasförderanlage in Niedersachsen: Mit der Fracking-Technik könnte viel mehr heimisches Gas gewonnen werden. Doch noch ist sie in Deutschland verboten / dpa

Erdgas aus Deutschland - FDP-Fachmann zu Fracking-Gas: „Lieber hier fördern als importieren“

Der FDP-Energiepolitiker Michael Kruse will, dass mehr Erdgas in Deutschland gefördert wird. Das sei im Interesse von Versorgungssicherheit, Preisstabilität und Ökologie, sagt er im Cicero-Interview. Auch die umstrittene Fracking-Technik darf dabei kein Tabu bleiben, fordert Kruse. Und er erklärt, warum die Kernkraftwerke bis 2024 am Netz bleiben sollten.

Daniel Gräber

Autoreninfo

Daniel Gräber leitet das Ressort Kapital bei Cicero. Er hat Politikwissenschaft und Journalistik studiert und arbeitete als Lokalreporter und Wirtschaftsredakteur für verschiedene Regionalzeitungen.

So erreichen Sie Daniel Gräber:

Michael Kruse ist Landesvorsitzender der FDP Hamburg und energiepolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion.

Herr Kruse, Sie haben gefordert, dass Bundeskanzler Olaf Scholz einen Atomgipfel einberufen soll. Jetzt hat er erstmals Offenheit für eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke signalisiert. Hört er auf Sie?

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Gabriele Bondzio | Do, 4. August 2022 - 17:17

Ach ja, ...seit wann, sind giftige Chemikalien ökologisch, Herr Kruse ???
Und über das Gift das in den Boden verpresst wird.
Gibt es ganz aussagekräftige, langjährige Untersuchungen in den USA über die Schädlichkeit der Cocktails im Boden und die Menschen, die in diesen Gebieten wohnen.
Wobei diese Gebiete (anders als in DE) nicht so dicht besiedelt sind.

Ja wenn der gute Herr Söder neben seinem Wohnhaus ein entsprechendes Loch bohren lassen würde...

Die Wahl zwischen "früher sterben":
https://www.heise.de/tp/features/Toedliches-Fracking-6655956.html?seite…
und
im Winter frieren, ist äußerst makaber.
Und der chaotischen Politik geschuldet.

Hans Jürgen Wienroth | Do, 4. August 2022 - 17:22

„Fachleute“, „Gipfeltreffen“, vorw. von NGOs besetzt, sollen über die Zukunft entscheiden. Wenn sich der Leser mit einem Thema naturwissenschaftl. beschäftigt, dann stellt er viele Widersprüche fest. Was sind das für Fachleute, welche Ausbildung und welche Erfahrung haben sie?
Ich lese hier wieder das ideologisch geprägte Wort „Freiheitsenergie“. Dabei hat Graichen 2014 als Direktor der Agora Energiewende festgestellt: „Wir haben uns geirrt bei der Energiewende. Nicht in ein paar Details, sondern in einem zentralen Punkt. Die vielen Windräder und Solaranlagen leisten nicht, was wir uns von ihnen versprochen haben.“
Jetzt wollen wir Energie als Wasserstoff zwischenspeichern. Dabei sind für 10 GW(h) 50 m³ Wasser / s. notwendig. Die Meteorologen reden immer von Wassermangel, gerade in den Küstenbereichen, wo die Windräder stehen. Wo bekommen wir das viele Wasser her?
Für mich ist das alles reine Fantasie, von Ideologie geprägt und wissenschaftlich stark vereinfacht.

Ralf Abranches | Do, 4. August 2022 - 19:11

Also, wenn ich als Mitglied der FDP eine solchen hanebüchenen Unsinn über die Kernkraft lese, geht in meiner Hosentasche so manches Messer auf. Wir haben die sichersten AKWs der Welt und vernichten hier gerade Milliardenwerte. Diese könnten noch einige Jahre laufen, bis neue AKWs mit neuer Technologie ans Netz gehen könnten. Ich rede hier von 10 -15 Jahren. Herr Kruse sollte aufpassen, dass er nicht auf der Schleimspur der Grünen ausrutscht und sollte sich doch vor so einem Interview doch mal bei Fachleuten kundig machen. Ich rede da nicht von Frau Kemfert oder dem Eisverkäufer Trittin.

ingo Frank | Fr, 5. August 2022 - 10:41

In reply to by Ralf Abranches

sind wahrscheinlich ebenso frustriert über ihre Partei wie ich. Gut, bei mir liegt die Frustration schon einige Jahre zurück, konkret das Verhalten der FDP- Oberen zu Thüringenwahl = Wahl von Kemmerich als MP. Aber das ist ja nicht das Thema.
Jedoch hatte ich die Erwartungshaltung, obwohl kein FDP Mitglied und kein FDP Wähler wegen der Thüringenwahl, an die FDP, dass diese nicht alle ideologisch gewollten Umverteilungen der rot grünen Koalitionspartner mit trägt. Aber Pustekuchen, nichts da, einfach nur lächerlich der desolate Zustand der Eintscheidungsträger. Bestes Beispiel, die Kriestreiberei der S Z. Und, was
bringt‘s? Nichts die Energiekosten steigen immer mehr und immer mehr können die Kosten bezahlen. Die Inflation tut ihr Übriges. Selbst die private Vorsorge, von der FDP vehement gefordert, löst sich langsam auf dem Altar der Macht auf.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Bernhard Marquardt | Do, 4. August 2022 - 23:46

Der Jahresgasverbrauch in Deutschland beträgt derzeit etwa 90 Mrd. m³. Unter Niedersachsen und NRW lagern technisch förderbare Schiefergasressourcen von bis zu 2000 Mrd. m³ (Angabe 2022). In vier Monaten könnte das erste Gas aus der Erde geholt werden. Nach einer fünfjährigen Studie kam die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe BGR 2015 zu dem Ergebnis, dass aus geowissenschaftlicher Sicht Fracking unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und technischen Standards kontrolliert und sicher durchführbar ist.
Und mit den Anforderungen der geltenden Umweltgesetze vereinbar!
Nur ist Fracking hierzulande seit 2017 verboten. Also lieber Fracking-Gas aus den USA!
Falls nicht Frankreich massenweise Atomstrom und Polen Kohlestrom liefern kann, werden im Winter große Teile der Industrie einbrechen und viele Menschen frieren..
Schizophrene Ideologie macht dumm:
„Lieber rot als tot, sagte der Hummer, und stieg in den Kochtopf.“

warum Onkel Sam so vehement gegen NS 2 interveniert hat. Der wirtschaftlichen Entwicklung mit preiswertem russischem Gas , Öl und Kohle mußte entgegen gewirkt werden und wurde auf dem Altar der grün linken Ideologen geopfert. Das Frackingverbot, selbst auferlegt von den gleichen Ideologen, nur ein weiterer Baustein im System.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik