Lateinamerika Mit Kuba fällt die letzte linke Ikone Das Licht geht aus auf der kommunistischen Insel. Linke Sympathisanten wollen das Regime noch retten. Kubaner klagen über „Poverty Porn“. Doch was Washington plant, bleibt noch nebulös. VON MARCELA VÉLEZ-PLICKERT
Nullsummenglaube : Was Donald Trump und Heidi Reichinnek gemein haben Die volkstümliche Vorstellung von Wirtschaft wird von einem Glauben bestimmt, der unweigerlich zu Armut, Krieg und Tod führt. Obwohl dieses Denken bereits seit Jahrhunderten widerlegt ist, hält es sich hartnäckig. Warum eigentlich? VON RAINER ZITELMANN
Reichinnek und die DDR : Sozialisten glaubten schon immer, dass (nur) sie demokratisch seien Heidi Reichinnek sagt nur, was Sozialisten in der DDR und anderswo schon immer glaubten: dass sie die wahren Demokraten sind. Statt sich künstlich aufzuregen, sollten Nicht-Sozialisten deutlicher als bisher den pluralen Demokratie-Begriff des Westens vertreten. VON FERDINAND KNAUSS
Demokratie braucht Markt! : Warum „demokratischer Sozialismus“ ein Widerspruch in sich ist Heidi Reichinnek träumt weiter vom „demokratischen Sozialismus“: Aber wirkliche Demokratie gibt es nur mit ökonomischem Wettbewerb. Zu viel Umverteilung gefährdet Freiheit und Wohlstand aller. VON JAN UPHOFF
Renaissance gescheiterter Ideen : Die ewige Wiederkehr des Sozialismus Einst stellte Milan Kundera die Frage nach „Schwere“ und „Leichtigkeit“ in einem politisch übergriffigen System. Vierzig Jahre später wirkt seine Überlegung aktueller denn je: Alte sozialistische Ideen haben von Berlin bis New York Konjunktur – und bedrohen Freiheit und Vielfalt gleichermaßen. VON JAN UPHOFF
Raed Salehs Enteignungsfantasien : Von Sozialisten und anderen Gläubigen Berlins SPD-Fraktionschef Raed Saleh will dem Staat das Recht einräumen, Besitzer von Wohneigentum zu enteignen. Seine Vorschläge zeigen, dass sozialistische Hirngespinste trotz ihrer Absurdität einfach nicht totzukriegen sind. VON CARSTEN KORFMACHER
Die „neue“ Linkspartei : Generation Reichinnek Der Erfolg der Linkspartei wurzelt in einem populistischen Rückfall ins 19. Jahrhundert. Mit der Galionsfigur Heidi Reichinnek übernimmt eine neue, rotere Generation. Es zählt wieder die Parole statt echter Politik: eine Regression der Gefühligkeit. VON MATHIAS BRODKORB
Generalsekretär des BSW : „Ich würde mich im klassischen Sinne als links bezeichnen“ Aus dem Stand ist das Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) in drei Landtage eingezogen. Im ausführlichen Interview spricht der BSW-Generalsekretär und studierte Ökonom Christian Leye über Waffenlieferungen, Spitzenvermögen und Umverteilung. INTERVIEW MIT CHRISTIAN LEYE
Wiedergelesen: „Der Weg zur Knechtschaft“ von Friedrich August von Hayek : Politik als Farce Alle großen Ereignisse kommen in der Geschichte zweimal vor: einmal als Tragödie, das andere Mal als Farce, meinte Karl Marx. Wer heute Hayek liest, dem drängt sich der Gedanke auf, dass die deutsche Politik der Gegenwart die Farce zur Tragödie der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts liefert. VON THOMAS MAYER
Transformation des Wirtschaftssystems : „Ökonomen sind keine Wachstumsfetischisten“ Die EU-Kommission will ihre Konjunkturanalysen um ein Maß des „Wohlbefindens“ ergänzen – ein Vorwand, um in das Leben der Bürger einzugreifen, meint der Ökonom Stefan Kooths. Im Cicero-Interview spricht er über die Missverständnisse der Wachstumsskeptiker und die Rolle des Staates in einer freien Wirtschaft. INTERVIEW MIT STEFAN KOOTHS
Internationaler Frauentag : Berlin erreicht Weltniveau Seit 2019 beglückt Berlin am 8. März, dem Internationalen Frauentag, seine Bürgerinnen und Bürger mit einem gesetzlichen Feiertag. Damit steht der rot-rot-grüne Senat in der Tradition der DDR und feiertagspolitisch auf Augenhöhe mit Nordkorea, Vietnam oder Weißrussland. Mit tatsächlicher Gleichberechtigung hat das nichts zu tun. VON HUGO MÜLLER-VOGG
Gregor Gysi liest... : Das politische Buch Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hat ein neues Sachbuch geschrieben. Gregor Gysi hat es für uns gelesen. Seine Begeisterung hält sich in Grenzen. VON GREGOR GYSI
Hermann Otto Solms liest das politische Buch : Antikapitalistischer Mainstream Hermann Otto Solms hat Kristian Niemitz’ Buch über den Sozialismus gelesen. Darin zeigt der Autor, warum der Sozialismus immer wieder scheitern kann und seine Anhänger trotzdem an ihm festhalten. VON HERMANN OTTO SOLMS
Unruhen auf Kuba : Es brodelt auf der Insel Landesweit demonstrieren in Kuba Tausende gegen Mangelwirtschaft und Unterdrückung durch die Regierung. Dass es zu politischen Unruhen kommen würde, hat sich schon lange angekündigt. Wie gefährlich sind die Bürgerproteste für das kubanische Regime? VON ALLISON FEDIRKA
Landespolitiker wettert gegen Rot-Rot-Grün : „Berlin ist in jedem Politikfeld gescheitert“ Marcel Luthe ist Berlins unbequemster Abgeordneter und treibt den rot-rot-grünen Senat vor sich her. Jetzt zieht der Ex-FDP-Politiker Bilanz: ein Auszug aus seinem Buch „Sanierungsfall Berlin“. VON MARCEL LUTHE