Sarah-Lee Heinrich, jetzt Co-Sprecherin der Grünen Jugend, aufgenommen am Rande des Länderrats von Bündnis 90/Die Grünen.
Sarah-Lee Heinrich: „Ich weiß, wie es ist, im Jobcenter zu sein“ / dpa

Sarah-Lee Heinrich - „Die Agenda 2010 war ein Fehler“

Wegen alter Tweets aus ihrer Teenagerzeit wurde Sarah-Lee Heinrich, Vorsitzende der Grünen Jugend, mit einem Shitstorm überzogen. Ihre sozialpolitischen Positionen gingen dabei unter. Ein Gespräch über Elke Heidenreichs Polemik, Hartz IV und Identitätspolitik.

Ulrich Thiele

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Neben ihren Tweets, die sie als Teenager postete, erfuhr Sarah-Lee Heinrich Kritik für eine Äußerung in einer Talkshow, in der die heute 20-Jährige von einer „eklig weißen Mehrheitsgesellschaft“ sprach. In einem Interview mit Zeit Online räumte sie Fehler ein, kritisierte aber auch, dass Rechte bewusst nicht auf ihre sozialpolitischen Positionen eingehen. Vereinbart war nun ein Gespräch über ihre politischen Anliegen und über ihre Kindheit und Jugend mit ihrer in Hartz IV lebenden, alleinerziehenden Mutter. Sie habe aber kein Problem damit, sagt sie zu Beginn des Gesprächs, noch einmal kurz auf den Shitstorm einzugehen, sie wolle ihren Standpunkt offensiv nach außen vertreten.

Frau Heinrich, wie fanden Sie Elke Heidenreichs Äußerung, Sie hätten „keine Sprache“?

Ich habe mir das Video von meinem Auftritt nochmal angesehen und muss sagen: Ich war damals ja wirklich unsicher und habe keine Sprache gefunden. In mir waberte ein diffuses Ungerechtigkeitsgefühl, für das ich noch keine klaren Worte hatte. Heute ist das anders, ich habe eine Sprache für meine Anliegen gefunden. Ich kann auch wirklich verstehen, dass Menschen diese Formulierung verletzt hat. Deswegen tut es mir leid. Die Kritik daran würde ich nicht per se einen Shitstorm nennen, denn sie ist ja berechtigt. Ich benutze diese Formulierung nicht mehr und sie ist auch nicht der richtige Weg, wenn man sich gegen Rassismus einsetzen will. Ich fand übrigens manche der Debatten, die daraufhin geführt wurden, wirklich gut: Über den Umgang von Teenagern mit Social Media oder über die Art und Weise, wie wir über Rassismus reden wollen.

Im Interview mit Zeit Online haben Sie gesagt, Rechte könnten Sie nicht wegen Ihrer sozialpolitischen Positionen angreifen, deswegen hätten sie sich auf Ihre alten Tweets und Aussagen eingeschossen. Was genau meinten Sie damit?

Rechte und Linke buhlen manchmal um dieselbe Zielgruppe. Beide wollen prekär Beschäftigte im Niedriglohnsektor erreichen, aber auch Rentner und Menschen, die Angst vor sozialem Abstieg haben. Rechte tun das, indem sie sagen, es gäbe einen Konflikt zwischen innen und außen, so rechtfertigen sie mit der sozialen Frage ihre rassistische Ideologie. Ich als Linke sage, das ist nicht die richtige Erklärung dafür, dass es soziale Ungleichheit gibt.

Sondern?

Gregor Gysi hat sinngemäß gesagt: Die Renten waren schon niedrig, bevor die Geflüchteten gekommen sind. Das sehe ich auch so, der deutsche und der migrantische Arbeiter haben mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede, sie sollten sich im Kampf um bessere Löhne zusammenschließen. Das ist natürlich genau das Gegenteil von dem, was Rechte erzählen.

Sie ziehen die Linie zwischen oben und unten.

Ja. Die wesentlichen Konflikte verlaufen zwischen denen, die sehr viel besitzen und denen, die kaum etwas besitzen. Damit meine ich nicht einzelne böse Personen an der Spitze der Wirtschaft – das wäre eher die verschwörungstheoretische Variante. Was ich meine, ist, dass Unternehmen darauf angewiesen sind, Profite zu machen. Wer Profite machen möchte, muss Kosten niedrig halten, und ein Weg, um das zu realisieren, ist, die Löhne zu senken. Das sorgt automatisch für einen Interessensgegensatz zwischen der Unternehmensführung und ihren Arbeitern, so wie es zwischen Wohnkonzernen, die eine hohe Miete haben möchten, um Profite zu machen, und Mietern, die über die Runden kommen möchten, einen Interessengegensatz gibt.

Vernebeln die aktuell präsenten Debatten um identitätspolitische Fragen solche Klassenwidersprüche, wie einige Linke beklagen?

Die Frage ist, wie man an diese identitätspolitischen Fragen herangeht. Wenn man sich ansieht, wer in dieser Gesellschaft am wenigsten verdient und am häufigsten im Niedriglohnsektor ist, dann sind das ganz klar alleinerziehende Frauen, häufig mit Migrationsgeschichte. Das zeigt, dass Feminismus und Anti-Rassismus materielle Fragen sind. Ich finde es richtig, dass wir darüber reden, wie wir eine diskriminierungsfreie Gesellschaft erreichen. Aber wir müssen auch über die sozialen, ökonomischen, also die materiellen Fragen reden und ich würde schon sagen, dass das öfter mal untergeht in bestimmten Debatten. Man kann einfach beides machen. Auch Sprache ist wichtig, aber die Idee, dass Diskriminierung verschwindet, wenn alle diskriminierungskritisch sprechen, teile ich nicht.

Zumal man sich mit Sprache auch abgrenzen kann.

Da, wo ich aufgewachsen bin, wissen viele Menschen mit Migrationsgeschichte nicht, was Critical Whiteness überhaupt bedeutet. Ich wusste selber lange nicht, was Begriffe wie BIPOC bedeuten. Das liegt daran, dass Menschen, die sich nicht in akademischen Kreisen aufhalten, sehr oft Menschen mit Migrationsgeschichte sind. Wenn man es ernst meint mit dem Kampf für ihre Interessen, dann braucht man auch einen anderen Zugang als einen rein sprachpolitischen.

Sahra Wagenknecht steht in der Kritik, weil sie im Einsatz für die soziale Frage gegen ihrer Meinung nach „lifestyle-linke“ Akteure einer Antidiskriminierungspolitik polemisiert. Wie blicken Sie auf den Streit?

Sie überdreht ihre Polemik, was ich schade finde. Ich denke schon, dass Sahra Wagenknechts Kampf für soziale Fragen erstmal aufrichtig ist. Dadurch, dass sie aber Aussagen tätigt, die auch ich nicht nachvollziehen kann, sorgt sie für sehr viel Abwehr bei Linken. Manche haben dadurch das Gefühl, genau das Gegenteil tun zu müssen von dem, was sie tut. Was ich auch nicht richtig finde – ich will eine sinnvolle Position dazwischen finden.

Ihr Kernthema ist die Überwindung von Hartz IV. Was ist das Problem?

Bei der Agenda 2010 ging es ja darum, die wirtschaftliche Lage für Unternehmen attraktiver zu machen, damit sie hier ansiedeln und produzieren. Wie macht man das? Indem man die Kosten für Unternehmen drückt und einen sehr großen – den größten in Europa – Niedriglohnsektor bereitstellt, in dem man Menschen sehr einfach kündigen kann und ihre Arbeitsbedingungen so weit verschlechtert, dass es für Unternehmen attraktiver wird. Jetzt muss man sich natürlich fragen: Wie kriegt man es hin, dass Menschen diese schlechten Arbeitsbedingungen akzeptieren? Dafür braucht man ein Instrument: Hartz IV.

Inwiefern Instrument?

Dazu muss man sich klar machen, dass die Hälfte der Hartz-IV-Empfänger gar nicht arbeitslos sind, sondern Aufstocker. Von den Menschen, die in Hartz IV leben und arbeitslos sind, sind die meisten unfreiwillig arbeitslos. Diese Menschen würden gerne einen Job annehmen, ihnen werden aber unter Androhung von Sanktionen unpassende Jobs und entwürdigende und wie ich finde zum Teil sinnlose Maßnahmen – wie nochmal das Ein mal Eins lernen – aufgedrückt. Die Menschen, die im Jobcenter arbeiten, sind hier nicht die Bösen. Das Problem ist, dass Hartz IV ein System ist, in dem es nicht primär darum geht, Menschen abzusichern.

Sondern?

Es geht darum, Menschen wieder auf den Arbeitsmarkt zu bringen, ungeachtet der Bedingungen. Sie werden in unbefristete Ein-Euro- oder Minijobs weitervermittelt, aus denen sie, nachdem ihnen gekündigt wurde, wieder in die Arbeitslosigkeit rutschen. Die Debatte um Hartz IV hat dieses sehr negative Menschenbild davon, dass die Menschen lieber drinnen sitzen, einfach faul sind, unbeholfen und auch nicht ganz raus wollen. Ich weiß, wie es ist, im Jobcenter zu sein, und diesen Menschen kollektiv zu unterstellen, sie seien faul, entspricht nicht der Realität. Momentan wird permanent über gesellschaftliche Spaltung gesprochen: Hartz IV spaltet, weil es die Menschen unter Druck setzt und wir als Gesellschaft weniger zusammenfinden. Weil die Menschen viel leichter in Hartz IV abrutschen können, haben sie Angst vor einem Abstieg – und klar grenzt man sich dann eher nach unten ab, um die eigene Stellung zu bewahren.

Was ist die Alternative?

Wir brauchen höhere Löhne und damit auch einen höheren Mindestlohn. Teilzeitarbeitende, alleinerziehende Mütter holt man beispielsweise auch dadurch aus Hartz IV heraus, indem man dafür sorgt, dass die Jobs besser werden. Auf der anderen Seite braucht es bessere Arbeitsangebote. Das heißt, wir brauchen eine bessere Weiterbildung, attraktivere Jobs und auch bessere Arbeitnehmerrechte, damit Menschen, die in Hartz IV sind und einen Job annehmen, nicht ein Jahr später wieder vorm Jobcenter stehen, weil der Job befristet war. Außerdem braucht es eine echte Absicherung: Es gibt einige Berechnungen, unter anderem vom politischen Wohlfahrtsverband, dass der Regelsatz sich jetzt gerade durch künstliches Rechnen ungefähr 200 Euro unter dem realen Existenzminimum befindet. Ich finde auch, dass die Sanktionen fallen müssen. Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, die ganze Zeit mit einem negativen Menschenbild an diese Menschen heranzutreten. Ganz oft ist auch das, was die Menschen in Hartz IV brauchen, nicht immer unmittelbar das – gerade oft – schlechte Jobangebot, sondern ein Therapieplatz. Es gibt etliche Studien dazu, wie sich Arbeitslosigkeit auf die physische und psychische Gesundheit auswirkt.

Verteidiger sagen, die Agenda 2010 sei alternativlos gewesen, weil es damals fünf Millionen Arbeitslose gab und die Wirtschaft bergab ging. Eine CDU-Politikerin antwortete neulich auf die Frage, warum ihre Partei Gering- und Normalverdiener weniger entlaste als andere Parteien, wenn man die Unternehmen stärke, schaffe man auch Arbeitsplätze, Stichwort: „Sozial ist, was Arbeit schafft.“ Was entgegnen Sie?

Wenn Menschen, die arbeitslos waren, danach nur in sehr schlecht bezahlte Jobs kommen, mit denen sie in Armut leben, dann haben wir als Gesellschaft unser politisches Ziel nicht erreicht. Man muss sich nicht dazwischen entscheiden, ob Menschen arbeitslos oder ob sie im Niedriglohnsektor sind – diese angebliche Alternativlosigkeit ist ein Mythos. Man könnte auch Menschen, die arbeitslos sind, in gut bezahlte Jobs bringen. Genau das hat die Agenda nicht geschafft.

Und zur Unternehmersicht?

Ich weiß, dass das ein Dilemma ist. Ich weiß, dass die Lage für Unternehmen bequem genug sein soll, damit sie in Deutschland bleiben und Arbeitsplätze anbieten. Aber wer schafft eigentlich den Wert in den Unternehmen? Das sind die Arbeiter. Deswegen sollten aus meiner Sicht die Arbeiter auch an der Wertschöpfung der Unternehmen beteiligt werden, durch höhere Löhne. Übrigens hieß es schon bei Einführung des Mindestlohns, die Unternehmen würden auswandern und die Industrienation Deutschland würde untergehen – das ist alles nicht passiert.

Warum sind Sie eigentlich ausgerechnet den Grünen beigetreten, die die Agenda 2010 mitgetragen haben? Einige der Befürworter von damals wie Katrin Göring-Eckardt sind heute noch in der Partei.

Ich halte die Agenda für einen Fehler und die Grünen tun das mittlerweile auch. Ich bin, ehe ich den Grünen beigetreten bin, zur Grünen Jugend gekommen, weil ich gemerkt habe, dass sie eine eigenständige politische Kraft ist. Den Grünen bin ich dann zwei Jahre nach meinem Eintritt in die Grüne Jugend beigetreten, weil ich gemerkt habe, dass die Klimakrise ein akutes Thema ist, das mit der sozialen Frage verknüpft werden muss – und ich sehe bei den Grünen trotz der Vergangenheit ein großes Potenzial dafür. Wir müssen dafür sorgen, dass die Klimapolitik nicht auf dem Rücken der Werktätigen ausgetragen wird. Auch, um der falschen Erzählung, Klimaschutz sei per se unsozial, wirklich etwas entgegenzusetzen.

Wie wollen Sie sozioökonomischen Wohlstand und nachhaltigen Klimaschutz gewährleisten?

Durch so etwas wie einen Green New Deal. Die Industrie ist dafür ein zentraler Ort. Es braucht einen ökologischen Arbeitsmarkt mit guten Jobs. Ich kann total verstehen, wenn jemand einen stabilen, guten Job hat und Angst hat, durch die Klimapolitik irgendwann schlechter dazustehen. Deswegen ist es für die öffentliche Debatte so wichtig, keine ökologischen Maßnahmen nach vorne zu stellen, die nicht gleichzeitig auch sozial ausgeglichen werden – und das auch überzeugend zu vermitteln. Die Große Koalition hat die CO2-Preiserhöhung ohne wirklichen Ausgleich beschlossen, was ich für einen Fehler halte. Man muss Alternativen ausbauen, die den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen, aber einfach das Autofahren zu verteuern, ist mit Sicherheit der falsche Weg.

Ihre Partei verhandelt derzeit mit der FDP, die ganz andere Interessen hat. Wie wollen Sie da überhaupt zusammenkommen?

All die sozialen Fragen, die derzeit im Kommen sind – sei es der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, Mindestlohn oder eine verschärfte Mietpreisbremse – sind vielleicht nicht immer in der FDP populär, aber all diese Forderungen finden eine breite gesellschaftliche Mehrheit und ich finde, die sollten wir nutzen. Wir haben erlebt, wie eine Klimabewegung es geschafft hat, ihre Forderungen stark zu machen und sie auf die Agenda zu setzen, sodass diejenigen, die sie nicht priorisiert haben, nicht mehr um sie herum kamen. Ich glaube, wir brauchen eine ebenso starke soziale Bewegung, die ihre Forderungen auf die Agenda setzt. Es schadet uns, dass wir diese Bewegung gerade nicht haben.

Sie sind mit Ihrer alleinerziehenden, Hartz IV empfangenden Mutter aufgewachsen. Wie haben Sie die ökonomische Armut persönlich erlebt?

Meine Mutter hat immer versucht, mich von der Armut abzuschirmen und mir so viel wie möglich zu ermöglichen. Trotzdem habe ich, als ich aufs Gymnasium gekommen bin, schnell gemerkt, dass meine Mitschüler ein ganz anderen Leben führen als ich. Mich hat die Frage sehr umgetrieben, woran das liegt. Im Neoliberalismus wird den Leuten eingeredet, dass jeder es schaffen kann. Umgekehrt heißt das, dass man selbst schuld ist, wenn man arm ist – und dieses Denken hatte ich auch verinnerlicht. Ich habe damals meiner Mutter und mir Vorwürfe gemacht, dass wir arm sind, was nicht gut fürs Mutter-Tochter-Verhältnis und auch nicht für das Selbstbewusstsein eines Teenagers ist. Mein Selbstwertgefühl war sicherlich eingeschränkt und die Unsicherheit, was nächsten Monat passiert, hat etwas mit mir gemacht. Wenn man nicht weiß, was passiert, wenn die Waschmaschine kaputt ist und man kein Geld für die Reparatur hat. Oder man nicht weiß, ob man selbst aus der Armut rauskommen wird.

Woran haben Sie den Unterschied zu Ihren Mitschülern gemerkt?

Auf dem Gymnasium haben alle von ihren Klavierstunden und ihren Ski-Urlauben erzählt. Außerdem gab es diesen Begriff „Kik-Wühltisch“. Wenn jemand etwas Hässliches anhatte, hat man gesagt, das hat er bestimmt vom Kik-Wühltisch. Es galt sogar als uncool, bei C&A Klamotten zu kaufen, was mich extrem verunsichert hat. Ich hatte permanent Sorge, dass die anderen herausfinden, dass ich arm bin und wollte das um jeden Preis geheim halten. Als ich 15 war, habe ich einen Hausaufgabenbetreuungsjob angenommen, um mir mal einen Pullover, Pommes auf dem Stadtfest, den Tanzunterricht oder sonstiges zu leisten – was ich jetzt keine Luxusbedürfnisse nennen würde. Ich durfte 100 Euro im Monat verdienen, wäre es mehr gewesen, hätte man meiner Mutter das Geld gekürzt. Deswegen hat es mich übrigens gestört, als Klimaaktivisten mal vor einem Primark protestiert haben, weil sie den Konsum anprangern wollten. Von so etwas fühle ich mich angegriffen. Für mich war die Eröffnung von Primark ein Segen, weil ich günstige Kleider bekam, denen man nicht ansah, dass sie günstig waren.

Eine solch elitäre Konsumkritik wird aber auch von linker Seite kritisiert.

Zum Glück. Konsumkritik ist keine gute Methode, um etwas gegen den Klimawandel zu machen. Damit schreckt man genau die Menschen ab, die eigentlich gerade nicht konsumieren können, sondern verzichten müssen.

Sie haben einen großen Teil Ihrer Jugend in Ihrer Kirchengemeinde verbracht. Was bedeuten Ihnen solche Jugendzentren?

Für mich war das enorm wichtig, weil ich Gleichaltrige treffen konnte. Ich konnte neue Dinge lernen und mich neu ausprobieren. Gerade für Menschen, die zu wenig Geld haben, um sich in einem öffentlichen Raum aufhalten und wohlfühlen zu können, oder die aus schwierigen Verhältnissen kommen und dringend Bezugspersonen brauchen, sind solche Zentren von nicht zu überschätzender Bedeutung. Mich hat es traurig gemacht, dass viele Zentren wegen der Corona-Krise zu hatten, obwohl ich es natürlich verstand. Auch wenn ich kein Geld hatte, wurde ich finanziell unterstützt, als wir Feriencamps in Italien, Spanien und Kroatien gemacht haben. Es hieß immer: Sarah, finanziell kriegen wir das hin, du bist immer dabei, wir sind eine Gemeinschaft. Mein Herz platzt vor Freude, wenn ich daran denke, wie schön das alles war.

Das Interview führte Ulrich Thiele.

Christa Wallau | Fr, 12. November 2021 - 11:57

die den sozialistischen Traum träumen, der nun zusätzlich noch mit dem Traum von der Rettung der Welt vor dem Klima-Kollaps gekoppelt wird.

Ja, sie ist wohl eine von den instrumentalisierten Kindern, die nicht wissen, wovon sie reden. Dazu missfällt mir diese Arroganz dieser Frühreiflinge, die ihren Lebensunterhalt noch nie wirklich erarbeiten mussten. Diese Dame ist zwar nicht mit dem güldenen Löffelchen im Mund zur Welt gekommen, wie die meisten der Fridays-for-Future-Jünger***innen, aber gebärdet sich peinlich altklug und erhebt sich über gestandene Politiker und Politikerinnen wie Gerhard Schröder und Sarah Wagenknecht: welch Anmaßung!
Gebt diesen Kindsköpfen noch mehr Macht, dann wird der Klimaschutz überflüssig, weil diese Welt dann noch viel schneller an Selbstüberschätzung und Dummheit stirbt!

...für die Generationsphase der "Jugend"?

Darum tue ich mich mit dem Adjektiv "infantil" auch schwerer als Sie, werter Herr Johannsen, was Sie mit bitte nachsehen wollen.

Der Frau werden ja heute ihre Tweets vorgeworfen aus der Zeit als sie gerade mal 15 J. jung war. Mit 15 J. waren ich auch nicht gerade ein Ausbund an Rationalität. Da war ich eher der Typ Rebell.

Ich würde diese junge u. engagierte Frau als sehr naiv u. noch unerfahren bezeichnen.

Noch mehr, oder überhaupt Macht, würde ich ihr u. all den anderen aber auch absolut versagen wollen.
Ob sich Grönemeyer wohl im Klaren darüber war, was er mit seinem Song "Kinder an die Macht" mal anrichten würde?
Ich vermute eher nicht.

Tomas Poth | Fr, 12. November 2021 - 12:09

Immerhin erkennt das Mädel, daß die Welt zwischen Arbeit und Kapital doch nicht ganz so schlicht gestrickt ist.
Ob die Agenda 2010 ein Fehler war? Immerhin wurde die Arbeitslosenzahl reduziert, sicher, nicht zu Spitzenlöhnen.
Merkel surfte dann auf der Agenda 2010 Welle und holte Millionen von "Glücksrittern" ins Land.
Damit erhöhte sie den Druck auf den Arbeitsmarkt, das Lohnniveau im prekären Bereich. War das der Fehler der 2010 Agenda, den das Mädel glaubt zu erkennen?
Es ist die Aufgabe der Gewerkschaften gegenüber den Arbeitgebern die Forderungen der Arbeitnehmerschaft durchzusetzen.
Das ist nicht Regierungsaufgabe, dann landen wir im Sozialismus, einschließlich Verstaatlichung der Unternehmen, DDR 2.0.
Wenn sie das als selbstverortete Linke will, empfehle ich die Auswanderung in sozialistische Länder, hier ist sie fehl am Platz.

Walter Bühler | Fr, 12. November 2021 - 12:27

Nicht nur die Erinnerung an die eigene Schulzeit (die damals bei mir zum Engagement in der SPD führte), sondern auch die dankbare Erinnerung an die positive Rolle christlicher Jugendarbeit in meiner Jugend haben mich bei diesem Interview beeindruckt. Hinzu kommt die Fähigkeit von Frau Heinrich zur Selbstkritik, die in diesem Alter ja nicht selbstverständlich ist.

Jugend muss das Recht haben, den eigenen Weg zu finden, und muss dabei auch Fehler machen dürfen. Selbst wenn ich ihr in vielen Punkten heute widersprechen müsste, sehe ich doch eine eigenständige Persönlichkeit, die - wenn es ihr gelingt, den eigenen Kopf zu behalten - schon einen vernünftigen Weg einschlagen wird.

Ich bin sowieso dagegen, dass man Menschen auf ihre "Jugendsünden" fixiert. Zum Glück können wir uns alle weiter entwickeln, wenn wir uns der Realität öffnen und nicht irgendwelchen falschen Propheten auf den Leim gehen. Was für Herrn Kretschmann von den Grünen gilt, gilt auch für Frau Heinrich.

"Ich bin sowieso dagegen, dass man Menschen auf ihre "Jugendsünden" fixiert. Zum Glück können wir uns alle weiter entwickeln, wenn wir uns der Realität öffnen und nicht irgendwelchen falschen Propheten auf den Leim gehen. Was für Herrn Kretschmann von den Grünen gilt, gilt auch für Frau Heinrich." Naja, Kretschmann war von 1973 bis 1975 Mitglied im KBW; da war er schon deutlich über 20. Das geht nicht mehr als Jugendsünde durch. Zum KBW findet sich bei Wikipedia folgender Satz: "Ideologisch stand er dem Maoismus nahe und sympathisierte mit Regimen wie der Volksrepublik China, Albanien oder Kambodscha unter Pol Pot." Kurz auf den Punkt gebracht; was man Frau Heinrich vorwerfen muß, ist, daß sie sich einer Partei angeschlossen hat. die mit solchen Leuten nicht nur keine Probleme hat, sondern diesen auch noch Spitzenpositionen einräumt.

Bernd Windisch | Fr, 12. November 2021 - 12:35

Elke Heidenreichs Kritik war keine Polemik, sondern traf des Pudels Kern.
Die Agenda 2010 war ungerecht, weil nicht zwischen langjährig Beschäftigten und irgendwas mit Medien differenziert wurde. Dieser Fehler hat der SPD die Facharbeiterschaft und die fleißigen Produktionshelfer gekostet. Man kann nicht die Einen einzahlen lassen und die daraus resultierende soziale Absicherung, durch Gleichmacherei und unbegrenzte Einwanderung in die sozialen Sicherungssysteme, zur Disposition stellen. Armutsrenten für Leistungsträger sind die Folge.
Die Klasenkampfparolen eines Gregor Gysi sind unterkomplex und funktionieren nicht. Jeder, der die DDR oder diesen Dampfplauderer einmal live erlebt hat weiß das. Leistungsloses Einkommen und leistungsloser Wohlstand sind Ideen die geradeaus ins Elend führen. Nicht umsonst prosperieren aktuell China und andere Weltgegenden weil dort die Menschen motiviert und leistungsbereit sind.

Bernhard Derks | Fr, 12. November 2021 - 13:06

Aber mal ehrlich: Braucht es wirklich dieses Plappermaul, um die Erkenntnis aus dem Titel zu verkünden?

Andre Möller | Fr, 12. November 2021 - 13:08

Ich bin sehr dafür, dass alle ihre Standpunkte vertreten. Man muss mit diesen nicht einverstanden sein. Aber es trägt immerhin dazu bei, dass man einschätzen kann, wie der politische "Kontrahent" denkt. Das ist wichtig, um sich nicht in gegenseitigen Beschimpfungen zu erschöpfen. Und es schärft die eigene Wahrnehmung. Deshalb ist dieses Interview wichtig und richtig.

Rainer Mrochen | Fr, 12. November 2021 - 13:11

Entschuldigung für vorausgegangene, verbale Entgleisungen. Sehr gestelzt, besserwisserisch, altklug. Hat sie die Fragen vorher gekannt? Sie scheint zumindest gelernt zu haben sich aus der Schusslinie nehmen zu müssen, wenn sie nicht das gleiche Desaster wie eine Nemi El-Hassan kennen lernen will.
Ist eigentlich unbegründet, denn im grünen Milieu gedeihen selbst die seltsamsten Pflanzen.
Sie ist jung und bestimmt lernfähig und schafft es hoffentlich die Nähe zum Führungspersonal auf das notwendigste zu reduzieren und ein eigenes, differenziertes Weltbild zu entwickeln.

G.Siegwart | Fr, 12. November 2021 - 13:40

Die neue Generation der Journalisten. Untertänig, schleimerisch, arschkrierisch. So wird was aus ihm. Hofberichterstattung für die Grünen. Faszinierend, wie wenig Hirn in einem Kopf sein kann.

Gerhard Lenz | Fr, 12. November 2021 - 15:02

In reply to by G.Siegwart

Herr Thiele hätte die junge Frau Heinrich ordentlich zusammengestaucht. Oder ihr in üblich oberlehrerhafter Manier aufgrund ihres Alters jegliche Fähigkeit zu Verstehen und realistischem Denken abgesprochen.

Die junge Frau ist nicht nur grün, sondern auch noch Klimaschützerin und sozial eingestellt - was sie schon mal durchweg als stramme Marxistin ausweist.

Da sind klare Kante und ideologische Positionierung angesagt, kein unvoreingenommenes , journalistisch vorbildliches Verhalten!

Lächerlich.

Da bleibt mir nur zu sagen: Herzlichen Dank für den informativen Beitrag, Herr Thiele. Und lassen Sie sich nicht von jenen beeinflussen, die den Cicero am liebsten in ein schnödes Parteiblatt verwandeln möchten. Und nicht in der Lage sind, Kritik - für die es ja immer Platz geben muss - zu üben, ohne gleich ausfällig zu werden.

Aber gut: Sieht man sich an, was hier im Cicero-Forum zuweilen fabriziert wird, muss man annehmen, dass Sie sich längst ein dickes Fell zugelegt haben.

Thomas Hechinger | Fr, 12. November 2021 - 16:00

In reply to by G.Siegwart

Bitte sagen Sie, was Sie inhaltlich stört. Über alles kann man reden und gegebenenfalls heftig streiten. Ihr persönlicher substanzloser Angriff auf den Interviewer ist jedoch schlicht ungehörig. Schlechte Kinderstube.
(Ich finde es übrigens gut, daß der "Cicero" auch solche Kommentare nicht zensiert.)

Bernd Muhlack | Fr, 12. November 2021 - 14:44

"Man kann nicht die Einen einzahlen lassen und die daraus resultierende soziale Absicherung, durch Gleichmacherei und unbegrenzte Einwanderung in die sozialen Sicherungssysteme, zur Disposition stellen. Armutsrenten für Leistungsträger sind die Folge."

Leistungen nach SGB II werden durch Steuern finanziert, nicht durch Beiträge der AN. Insofern trägt die Allgemeinheit die Kosten von SGBII.
Dies gilt grds. auch für die Kosten der GKV. Allerdings sieht es hier auf der Ausgabenseite ganz anders aus! Welcher Hartzer ist denn in einer PKV?
Folglich tragen die GKVs ALLE Krankheitskosten der Hartzer!
Ich weiß nicht, ob es ein Umlagesystem gibt.

& fast alle Mühseligen u Beladenen die hierher kommen, diffundieren in dieses bereits kollabierende System!
Untergang mit Ansage!

Ansonsten stimme ich Ihnen zu.
Zu Frau Heinrich enthalte ich mich jeden Kommentars

Selbst für sicherlich objektiv-gemäßigte Foristen wird die Luft dünner!
So ist das eben mit dem menschlichen Klimawandel, gell?!
GLÜCKAUF

Werter Herr Muhlack,
die Harz 4 Gesetzgebung führte dazu, dass abhängig Beschäftigte bereits nach einem Jahr Arbeitslosigkeit das neue Arbeitslosengeld II beantragen müssen. Gleichgültig ob sie 30 oder erst 2 Jahre in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt haben. Der soziale Abstieg wurde durch die Schröder - SPD also rasant beschleunigt. Bereits nach einem Jahr ist man denjenigen die noch nie oder sehr wenig gearbeitet haben gleichgestellt. Die heutige SPD arbeitet intensiv daran die Zahl derjenigen zu erhöhen die "Leistungslos" von der sozialen Grundsicherung leben. Sicherlich hat unser Sozialstaat zu viele Facetten um den komplexen Zusammenhängen mit 1000 Zeichen differenziert gerecht werden zu können. Für Rente, Arbeitslosenversicherung oder Grundsicherung gelten die gleichen Gesetze. Es gibt leider nur den nationalen und nicht den Weltsozialstaat. Unbegrenzte Ausgaben führen in den Bankrott und nicht zur Rettung der Welt. Ihnen auch ein herzliches GLÜCKAUF!

Lieber Herr Windisch, lieber Herr Muhlack,
habe mal schnell die Suchmaschine angeworfen und folgendes gefunden:
1. „Arbeitslosengeld (auch "Arbeitslosengeld 1" genannt) gibt es normalerweise 12 Monate lang. Wer bei Beginn der Arbeitslosigkeit mindestens 50 Jahre alt ist, hat einen längeren Anspruch: je nach Alter bis zu 24 Monate. „
2. „Arbeitslosengeld II (auch: Grundsicherung für Arbeitsuchende) wird aus Steuergeldern finanziert. Es sichert das Existenzminimum ab. Zu einem festgelegten Regelsatz kommt ein Teil des Arbeitslosengelds II für Wohnen und Miete. Die Kosten für Ihre Unterkunft übernimmt das Jobcenter nur in angemessener Höhe.“
3. „Hartz-IV-Empfänger werden grundsätzlich bei der gesetzlichen Krankenkasse (GKV), in der sie zuletzt versichert waren, pflichtversichert. Sie haben vollen Anspruch auf die Regelleistungen der Krankenkassen, dazu gehören auch die Familienangehörigen innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft.“
Viele Grüße

Thomas Hechinger | Fr, 12. November 2021 - 15:18

Ich bin positiv überrascht. Zwar teile ich die meisten Positionen von Frau Heinrich nicht. Aber sie argumentiert ohne Schaum vor dem Mund. Wenn sie sich weiterhin so gibt und das dumme und diffamierende Geschwätz von irgendwelchen ekligen weißen Mehrheitsgesellschaften fortan läßt, kann das noch etwas werden. Es wäre zu wünschen, daß ihre Korrekturen nicht nur taktischer Art sind, sondern aus Überzeugung erfolgen.
Ein Dankeschön an den "Cicero" für dieses Interview.

G.Siegwart | Fr, 12. November 2021 - 17:55

Mir kommen die Tränen ob der schweren Kindheit und Judend von Sarah-Lee. Stimmt, sie ist alles, was unter woke zu verstehen ist. Sie ist farbig, weiblich und grün. Das ist alles, was sie auszeichnet. Und sie musste verzichten.

Der Interviewer bleibt grandios an der Oberfläche und bedient alles, Stichwortgeber, womit sie ihren Sermon loswerden kann. Das ist Journalismus? Was wollte er denn von ihr wissen? Hat er einmal "kritisch" nachgefragt? Gab es unangenehme Fragen? Ich fürchte, diese junge Frau hat genug Blödsinn geredet, um sich selbst bloßzustellen. Aber das sind alles Jugendsünden. Nicht waht?

Ingofrank | Fr, 12. November 2021 - 17:59

Wenn man diese Agenda 2010 als Fehler bezeichnet,, nur unter dem Aspekt, dass die folgenden Merkeljahre nur möglich wurden, weil sie sich fundamental auf den Früchte der Agendareformen ausruhen konnte. Vom Ansatz her ok, aber mit gewollten?,Handwerklichen Fehlern. Diese auszumerzen ist , den nachfolgenden Merkelregierungen anzulasten.
Z.B. die Leiharbeit. Gedacht um Auftragsspitzen abzufangen ohne Neueinstellungen. Realität war aber das erlaubte Lohndumping . Auch bei Harz 4 fördern & fordern. Die meisten geförderten Qualifizierungen waren schlecht und oder am Markt vorbei und kosteten dem Steuerzahler Millionen.. Sinnlose Millionen.
Nur um einige Beispiele zu nennen.Bekanntlich steckt der Teufel im Detail.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Sie finden es also als richtig, wenn durch H4 Hunderttausende ehemalige DDR-Bürger noch schneller in die Armut getrieben und um ihre Lebensleistung geprellt wurden?? Sie wurden nach einem arbeitsreichen Leben mit einem Schlag mit westdeutschen Sozialhilfeempfängern gleichgestellt, die NIEMALS gearbeitet hatten! Und wurden als faul, unwilling, dumm und unflexibel hingestellt!! Ich hatte jahrelang mit solchen Menschen zu tun, Handwerker Ende 50, körperlich kaputt, sollten auf einmal PC-Lehrgänge machen und mußten nebenbei ihre Ersparnisse "aufbrauchen" weil sie "zu viel" hatten... das gleiche mit Frauen aus allen Berufsgruppen, erst die Betriebe zerschlagen und dann die Menschen... ich bin fassungslos, so etwas von Ihnen zu hören!!

forderte für sein Modell selbstverständlich einen gesetzlichen Mindestlohn.

Den gab es aber erst viel später. Dafür aber Herrscharen von Gabelstablerfahrern. Aber bitte, nichts ist perfekt.

Rob Schuberth | Fr, 12. November 2021 - 18:55

So sehe ich diese junge Frau.

Immerhin zeigt sie sich einsichtig u. nimmt ihre übergriffigen Äußerungen zurück, bzw.ordnet diese neu ein.

Das ist es doch was wir uns von anderen Politikern auch wünschen.

Ich bin zwar kein Anhänger ihrer Ansichten u. Ziele, aber ich attestiere ihr einen starken Willen "das Richtige" tun zu wollen.

Sie ist nur eben noch zu jung u. daher leicht (von Personen m. anderen Zielen) beeinflussbar.

Darum verurteile ich sie auch nicht pauschal.

Aus ihr könnte noch eine gute Politikerin werden.
Etwas mehr Standing hat sie ja schon erreicht.

Stefan Bauer | Fr, 12. November 2021 - 22:07

Man sollte Artikel lesen, bevor man kommentiert. Der hier ist der Erste in Jahrzehnten, bei dem ich das nicht tue.
Solange sich diese junge Frau mit auch jungen Äußerungen derart disqualifiziert und davon nicht mit starken Entschuldigungen Abstand nimmt, bleibe ich gern für sie "eklig" und sehe sie als Feind der Gesellschaft an, tut mir Leid.
Als jemand, der irgendeine Rolle in dieser Gesellschaft spielen will, ist sie mit ihrer Art und ihren Äußerungen für mich gänzlich verbrannt (ähnlich wie die AfD auch, am anderen radikalen Ende) und hat bei aller politischen Bandbreite selbst im guten und neutralen Cicero nichts zu suchen und sollte weder hier noch anderswo eine Plattform geboten bekommen.

Werner Gottschämmer | Sa, 13. November 2021 - 10:19

Würde mich schon sehr interessieren was die Motivation war einer unbekannten jungen Frau hier eine Bühne zu bieten? Anschub für die Karriere? Young Leader Programm, Gelder aus Davos für den Cicero.

Sorry, aber mehr, anderes finde ich hier vollkommen unwichtig, von einer unwichtigen Person, welche Relevanz hat das hier?

Charlotte Basler | Sa, 13. November 2021 - 10:24

Plötzlich bekommt S-L Heinreich, nahezu zeitgleich, in vielen Medien eine Plattform, wo sie sich - positiver? - darstellen kann. Sogar im Cicero ? Hoffentlich signalisiert das nicht sowas wie eine ekelige weiße und käufliche Mediengesellschaft (frei nach S-L H).